Ticket

MSV Duisburg 2 ( 1:0 )

1.FC Kaiserslautern 2

Liga: 1.Bundesliga 19.Spieltag

Datum: Samstag 04. Februar 2006

Anstoß: 15:30 Uhr

Stadion: MSV Arena Duisburg

Zuschauer: 20.818 (ca. 2.000 Gästefans) 31.500 Plätze

Bericht:

Der MSV ist in einen kleinen Hoch. In den letzten drei Spielen der Hinrunde konnte man bei drei Remis drei Punkte holen, ging aber als 17. In die Winterpause. Dort wurde man nochmals auf den Transfermarkt aktiv und holte neben vier neuen Spielern auch noch Jürgen Kohler als Cheftrainer. Der Auftakt in die Rückrunde gestalltete sich dann auch direkt erfolgreich für den neuen Mann an der Seitenlinie, konnte man doch beim VfB Stuttgart den ersten Auswärtssieg der Saison einfahren. Heute geht es im Kellerduell gegen den 1.FC Kaiserslautern und im sogenannten sechs Punkte Spiel darf sicher keiner der Kontrahenten einen Ausrutscher erlauben. Der Gast geht ebenfalls mit neuen Spielern und neuen Trainer in die Rückrunde, kam doch der in Nürnberg entlassene Wolfgang Wolf zu den Roten Teufeln in die Pfalz.

Ohne nennenswerte Ereignisse wurde die Reise zum Stadion angetreten wo man wieder einmal pünktlich den Stehplatzbereich betrat.

Mit dem Schwung aus den letzten Spielen setzte der MSV den Gast gleich zu Beginn unter Druck und erspielte sich in der Anfangsviertelsunde drei sehr gute Chancen und hatte auch in der Folgezeit mehr vom Spiel. Der Gast konnte erst in der 22. Minute so etwas wie Torgefahr ausstrahlen, merkte aber schnell das die rechte Abwehrseite des MSV nicht sattelfest war. Über eben diese Seite folgten jetzt die Angriffe der roten Teufel die so immer mal wieder gefährlich zum Duisburger Tor kamen und die Partie so ausgeglichener gestalten konnten. In der 40. Minute bremste der MSV die Angriffsbemühungen der Gäste unsanft aus, als nach einem Freistoss und leichten Chaos in der Pfälzer Hintermannschaft Markus Kurth den Ball bekam und aus kurzer, aber abseitsverdächtiger, Distanz zur 1:0 Führung für die Zebras einköpfte. Nach der Pause spielte erst mal nur der Gast aus Kaiserslautern, dem die ersten Chancen des zweiten Abschnitts gehörten. Nach einer Stunde gab es aber erneut einen Dämpfer für die Pfälzer als MSV Neuzugang Marco Caligiuri in den Strafraum der Gäste eindrang und bei einen Zweikampf mustergültig zu Boden glitt (auch in den Fernsehbildern sah man später deutlich das es mehr eine Schwalbe als ein Foul war). Der zweite MSV Neuzugang Mihai Tararache nutzte diese Chance um per Strafstoss den MSV mit 2:0 in Front zu bringen. Danach gab es viel Leerlauf im Spiel beider Mannschaften, der MSV wollte das 2:0 verteidigen und die Pfälzer konnten die sich bietenden Freiräume nicht nutzen. In der 79. Minute sollten aber dann zwei weitere Neuzugänge auf sich aufmerksam machen, auf Gästeseite Daniel Halfar und auf Heimseite Necat Agyün, beide zwischen der 64. und 74. Minute eingewechselt. Besagter Agyün bekam den Ball nach einer Kopfballabwehr im eigenen Fünfmeterraum vor die Füsse aber statt ihn aus den Gefahrenbereich zu kloppen versuchte er sich an ein Dribbling gegen Halfar. Dieser konnte sich den Ball erobern um aus kurzer Distanz zum 1:2 Anschlusstreffer einzuschieben. Ganze drei Minuten später dann das gleiche Duell und wieder blieb der Lauterer Sieger, als er nach einen schönen Pass von Beda den MSV Verteidiger stehen ließ und nach einer Drehung um seinen Kontrahenten mit rechts zum 2:2 Ausgleich traf. Mit 2:2 endete auch diese Partie die beiden Mannschaften im Abstiegskampf nicht sonderlich weiterbringen wird. Während der MSV seit nunmehr fünf Spielen ohne Niederlage ist wartet Kaiserslautern seit den dritten Spieltag auf den zweiten Auswärtssieg und bleibt weiter Tabellenletzter.

Mit 20.818 Zuschauern, darunter gut 2.000 Fans aus der Pfalz, war die MSV Arena trotz Temperaturen nahe des Gefrierpunktes gut gefüllt. Zum Intro zeigten die MSV Fans drei große Bilder, die stilistische Fans zeigten und ein Banner mit der Aufschrift: “Weiter, immer weiter”. Die Gästefans zeigten ihre Schals und ließen auch ein wenig Rauch gen Himmel steigen. Der Support war auf beiden Seiten ordentlich wobei die Gästefans nach dem 0:2 erst leiser und nach dem Ausgleichstreffer wieder aktiver wurden während die Heimfans die meiste Zeit aktiv waren und erst nach dem Ausgleichstreffer leiser wurden. Ein Schuldiger wurde dann auch schnell gefunden als man Necat Agyün mit Pfiffen in die Kabine begleitete (später sollte er von den Fans noch den Spitznamen Necat Agyüntor bekommen). Fehler dürfen gemacht werden aber ob man durch Pfiffe die eh schon angeknackste Moral eines Spielers weiter zerbrechen sollte, sei mal dahingestellt.

Stadion:

Mit dem Aufstieg in die 1.Bundesliga gab es an der MSV Arena nur geringfügige Änderungen. So wurde durch kleinere Arbeiten das Fassungsvermögen von 30.700 auf 31.500 Plätze erweitert sowie die Namensrechte der Gegentribüne verkauft, die jetzt den neuen Namen Xella-Tribüne trägt. Ansonsten soll weiterhin die Stadionbeschreibung vom letzten Besuch erhalten: ”Seit dem 08.11.2004 (Richtfest) ist die MSV Arena fertig auch wenn danach hier und da noch ein wenig gewerkelt wurde. Die MSV Arena präsentiert sich als reines Fussballstadion und kommt somit ohne Laufbahn aus. Die Haupttribüne (Sparkassentribüne) steht im Westen und bietet neben Sitzplätzen im Ober und Unterrang auch noch Presse sowie VIP Plätze und Räume. Die Nordtribüne (König - Pilsener Tribüne) ist der Heimbereich der MSV Supporter und kommt mit Sitzplätzen im Oberrang und Stehplätzen im Unterrang daher. Die Osttribüne (seit Mitte 2005 Xella-Tribüne) besitzt nur Sitzplätze, dafür findet man aber den Schriftzug “MSV DUISBURG” im Ober und Unterrang vor. Die letzte Tribüne ist die Südtribüne die ebenfalls Sitzplätze beherbergt aber ohne Sponsorenname auskommt. Alle vier Tribünen sind in den Ecken miteinander verbunden und tragen auch Sponsorennamen (Stadtwerke Erdgas Ecke und Stadtwerke Strom Ecke im Norden sowie Duisport Logsport Ecke im Süden). Letztere beherbergt den Gästebereich mit Stehplätzen im Unterrang während die anderen Ecken Sitzplätze haben. Alle Plätze im Stadion sind in Blau gehalten und nur der MSV Schriftzug besitzt weiße Sitze. Die Tribünen sind komplett überdacht und neben Flutlicht, welches im Tribünendach intrigiert wurde, findet man hinter den Toren noch zwei Videowände. Als Erkennungsmerkmal hat man noch blaue Neonröhren am oberen Ende der Tribünen montiert sodass die Arena abends schon von der A59 gut zu sehen ist. Das Fassungsvermögen beläuft sich auf 31.500 Plätze (23.500 Sitzplätze und 8.000 Stehplätze).”

Fazit:

Unnötig zwei Punkte verschenkt. Eine 2:0 Führung darf man nicht so aus den Händen gleiten lassen.

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