Ticket

SC Rot-Weiß Oberhausen 0 ( 0:2 )

1.FC Köln 3

Liga: 2.Bundesliga 25.Spieltag

Datum: Freitag 11. März 2005

Anstoß: 19:00 Uhr

Stadion: Niederrheinstadion Oberhausen

Zuschauer: 10.270 (ca. 5.000 Gästefans) 21.318 Plätze

Bericht:

Gegensätzlicher konnten die Vorzeichen für eine Partie heute nicht sein, trifft doch Aufstiegsambition auf puren Existenzkampf. Während die Kölner oben mitmischen und mit einen Sieg heute die Tabellenführung übernehmen können (wenn der MSV am Sonntag sein Auswärtsspiel gewinnt, aber auch wieder verlieren kann) darf sich RWO kaum noch Niederlagen erlauben, will man nicht nächste Saison eine Klasse tiefer an Start gehen.

Das diese Partie den Weg zu Niederrheinhopping gefunden hat, ist Rico zu verdanken, der unter der Woche zwei Freikarten beim Wochenanzeiger gewonnen hatte und mich fragte ob ich mitkommen wolle. Das Angebot wurde schnell angenommen, doch am besagten Spieltag wäre der Besuch fast noch gescheitert. Pünktlich von der Baustelle losgefahren kam man in fast jeden Stau der heute angekündigt war, sodass es schon nach 18:00 Uhr war als man in der Firma eintrudelte. Hier gilt mal wieder der Dank an meinen Vater der mich a) von der Arbeit abholte und b) mich und Rico noch zum Stadion brachte und man so doch noch in den Genuss der Partie kam. Pünktlich zum Anpfiff saßen wir also für lau auf der Konvent-Tribüne, nahe des RWO Supporters Block.

Angst fressen Seelen auf, dieser Spruch passte zum Spiel von RWO heute wie die berühmte Faust aufs Auge. Die Kölner konnten nach Belieben durch die Abwehr der Kleeblätter spazieren und fanden schnell zu guten Möglichkeiten. Ein Mann sollte dabei eine ganz große Rolle spielen: Lukas Podolski. Der Nationalspieler holte vor dem 1:0 nicht nur den Elfmeter raus (ein sehr fragwürdiger noch dazu), den er dann auch selbst verwandelte sondern gab auch noch die Vorlage, die Christian Rahn dankend annahm und zum 2:0 einschob. Da war aber schon die Moral bei RWO gebrochen, die zwar im zweiten Abschnitt noch mal alles nach vorne warfen, aber entweder am eigenen Unvermögen oder an Alex Bade im FC Tor scheiterte. Den Schlusspunkt in dieser meist einseitigen Partie setzte wiederum Podolski, der seine zweite Torvorlage folgen ließ und damit Marius Ebbers den Weg zum 3:0 ermöglichte. Der Sieg für die Geißböcke geht auch in dieser Höhe voll und ganz in Ordnung und so hat die Tabellenführung erst mal bis Sonntag bestand. RWO hingegen bleibt weiter im Tabellenkeller stecken, Rettung im Moment ausgeschlossen.

Mit 10.270 Zuschauern, darunter ca. 5.000 Fans aus der Domstadt, war das Niederrheinstadion heute gut besucht. Auf Heimseite gab es zum Intro eine Blockfahne zu sehen sowie Fahnen und Doppelhalter zu bewundern. Die Kölner zeigten auch ihre zahlreich mitgebrachten Fahnen und Doppelhalter und ließen auch ein wenig Rauch gen Abendhimmel aufsteigen. In Sachen Support hatten die Gäste ebenfalls die Nase vorn und feuerten ihre Mannschaft fast durchgehend an. Die RWO Fans hingegen waren zwar zu Beginn gut dabei aber mit zunehmender Spieldauer wurden sie immer leiser und die, die nicht schon frühzeitig das Stadion verließen pfiffen ihren Frust zu Spielende heraus.

Stadion:

Da das Niederrheinstadion in der Hinrunde schon besucht wurde, hier noch mal die Beschreibung aus dem Archiv: “Das Niederrheinstadion, Baujahr 1926, präsentiert sich wie das Wedaustadion in Duisburg als weitläufige Anlage mit Laufbahn. Im Gegensatz zum Duisburger Stadion aber findet man im Niederrheinstadion zwei überdachte Tribünen, beide zwischen 1997 und 1998 anstelle der alten Tribünen erbaut, die zusammen Platz für 4.039 Sitzplätze bietet. Die beiden Kurven sind jeweils unüberdacht sodass ein Fassungsvermögen von 21.318 Plätzen vorhanden ist. In der Emscherkurve (Ja die Emscher fließt wirklich hinter der Kurve und der angrenzenden Hauptstraße) finden sich die Fans von RWO ein während in der Kanalkurve (wie der Name schon sagt) die Gästefans für 90. Minuten ihr zu hause haben. Auch hier finden sich 4 Flutlichtmasten und eine digitale Anzeigetafel, gesponsert von Rainer Callmund aus dem alten Haberlandstadion Leverkusen, und als Unikum ein kleines Uhrentürmchen hinter der Gegengerade. Alles in allen eine nette Anlage, die für Rot-Weiß Oberhausen mehr als ausreichend ist.”

Fazit:

Wenn nicht bald ein Wunder geschieht, wird man sich in Oberhausen wohl mit dem Abstieg anfreunden müssen.

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