Ticket

MSV Duisburg 1 ( 0:0 )

SC Paderborn 07 3

Liga: DFB Pokal, Achtelfinale

Datum: Dienstag 05. Februar 2019

Anstoß: 20:45 Uhr

Stadion: Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg

Zuschauer: 12.509 (ca. 750 Gästefans) 31.500 Plätze

Statistik: Kein neuer Ground, 975. Spiel

Bericht:

Nach dem Ligaspiel in Bochum am letzten Dienstag muss der MSV Duisburg erneut unter der Woche ran, denn im DFB Pokal stehen die Achtelfinalpartien an und dort treffen die Zebras im Heimspiel auf den Ligakonkurrenten SC Paderborn 07. Beide Teams konnten am Wochenende ihrer Spiele erfolgreich bestreiten (Duisburg zu Hause gegen Darmstadt 3:2 und Paderborn zu Hause gegen Greuther Fürth 6:0) und gehen dementsprechend mit breiter Brust in die Partie. Das letzte Aufeinandertreffen ist noch gar nicht so lange her. Anfang November traf man sich schon in Duisburg zum Ligaspiel welches der MSV mit 2:0 für sich entscheiden konnte. Trotzdem müssen die Zebras gewarnt sein, denn die Pokalbilanz spricht eindeutig für den SCP der beide bisherigen Duelle gegeneinander für sich entschieden hat (2004/05 zu Hause 2:1 und 2013/14 in Duisburg 3:2). Für das heutige Pokalspiel hatten sich nach längerer Zeit mal wieder mein Vater sowie mein Bruder Alex als Mitfahrer angekündigt und kurz vor dem Spieltag fragte auch nochmals mein Cousin Ricardo an ob wir ihn mitnehmen könnten. Am Dienstagabend kam dann zunächst Ricardo zu uns und zu dritt holten wir dann noch Alex zu Hause ab ehe es über die A42 und A59 Richtung Duisburg ging wo wir das Stadion gegen 18:45 Uhr erreichten. Da ich meine Karte für meinen Dauerkartenplatz schon Anfang Januar im Shop geordert hatte mussten meine Mitfahrer noch in den Shop um sich ebenfalls Tickets zu kaufen. Danach sofort ins Stadion und hinter die Nord zum Fanclub und Björn. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: An den offiziellen Imbissständen gibt es neben Bratwurst und Krakauer auch Frikadellen sowie Currywurst mit Pommes. Daneben kann man sich noch an drei mobilen Ständen mit Pizza, Döner und Backfisch eindecken. Nach dem üblichen Plausch ging es frühzeitig auf die Gegengerade wo wir unsere Plätze in den jeweiligen Blöcken einnahmen und auf den Anstoss warteten.

Beide Teams gingen motiviert in die Partie und so wurde es eine flotte Begegnung die schon früh erste Chancen zu verzeichnen hatte. Der MSV war dabei noch dem Führungstreffer am nächsten als in der 13. Minute Cauly Oliveira Souza zentral vor dem Strafraum zunächst Jamilu Collins austeigen ließ und dann satt abzog. Die Gäste hatten aber in der Szene Glück, dass Souzas Schuss nur ans Lattenkreuz ging. In der 23. Minute wackelte dann erneut das Gehäuse der Paderborner und wieder war Cauly Oliveira Souza beteiligt. Der flinke Brasilianer setzte an der Strafraumkante erneut zum Schuss an, traf den Ball aber nicht richtig der dann als Bogenlampe zu John Verhoek kam. Der Stürmer hielt seinen Kopf hin, traf am Ende aber nur die Latte. Danach verflachte die Partie ein wenig auch wenn das Tempo weiterhin hoch blieb. So ging es zunächst mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Die erste Chance des zweiten Abschnitts hatte wiederum der MSV der sich diesmal für seinen bis dato engagierten Auftritt belohnte. Kevin Wolze schlug eine Flanke von links in den Strafraum wo John Verhoek per Kopf auf Cauly Oliveira Souza ablegte. Dieser nahm den Ball mit der Hacke an, drehte sich einmal und schloss ab. Der Schuss war zwar nicht hart doch Paderborns Keeper Michael Ratajczak ließ den Ball durch die Finger gleiten und so stand es nach 47. Minuten 1:0 für die Zebras. Paderborn wirkte keineswegs geschockt sondern drückte sofort auf den Ausgleich, der schon in der 52. Minute fiel. Sebastian Vasiliadis schlug eine Flanke aus dem Mittelfeld links raus zu Bernard Tekpetey, der nach innen zog, zwei Abwehrspieler des MSV stehen ließ und am linken Strafraumeck abzog. Der Ball schlug für Felix Wiedwald unhaltbar im rechten langen Eck zum 1:1 für den SCP ein. Keine zehn Minuten später hatten die Gäste die Partie dann gedreht. Sven Michel spielte rechts raus zu Kai Pröger, der an Young-Jae Seo vorbeizog und an der rechten Strafraumkante aufs Tor schoss. Der flache Schuss landete erneut unhaltbar für Wiedwald im linken unteren Eck und bescherte Paderborn das 2:1 (61. Minute). Die Gäste übernahmen jetzt mehr die Kontolle und hätten in der 70. Minute schon auf das 3:1 stellen können. Pröger mit einer Flanke von rechts in den Strafraum wo Philipp Klement den Ball volley nahm aber nur die Latte traf. Der MSV gab sich noch nicht auf und hatte nur eine Minute später den Ausgleich auf den Fuß. Cauly Oliveira Souza stand nach einem schönen Pass von Fabian Schnellhardt auf einmal frei vor Paderborns Keeper Michael Ratajczak, der aber im Eins gegen Eins sieger blieb. In der 76. Minute fiel dann die Vorentscheidung als Ben Zolinski auf Sven Michel durchsteckte, der kurz darauf frei vor Duisburgs Keeper Felix Wiedwald auftauchte. Der SCP Stürmer probierte es aber nicht selbst sondern legte in die Mitte auf Christopher Antwi-Adjei ab der zentral keine Mühe hatte das 3:1 zu erzielen. In der Schlussphase bemühten sich die Gastgeber zwar noch, zwingend gefährlich wurde man dabei aber nicht. Da Paderborn auch nur noch das nötigste tat blieb es am Ende beim 3:1 Auswärtssieg für den SCP, der damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale einzieht. Für den MSV Duisburg hingegen bedeutet das Pokalaus, das man jetzt alle Kräfte in die Liga investieren kann um dort noch den Klassenerhalt zu realisieren.

Trotz des letzten Heimsiegs fanden sich zum DFB Pokalspiel unter der Woche nur 12.059 Zuschauer, darunter auch knapp 750 Fans aus Paderborn, in der MSV Arena ein. Heimfans wie Gästeanhang zeigten zu Spielbeginn nur ein Standardintro bestehend aus Schewenkern und Doppelhaltern. Supportmäßig kann man beiden Seiten heute einen recht guten Auftritt attestieren wobei in den Schlussminuten meist nur noch die Gästefans zu hören waren, während die Heimfans mit abzeichnendem Pokalaus leiser wurden. Erwähnenswert noch die Schalparade auf Seiten der Paderborner, die zum Spielende hin ihre "Nur der SCP" Mottoschals (hatte man beim letzten Auswärtsspiel in Duisburg als Teil der Choreo angefertigt) nach oben reckten.

Nach Spielende trafen wir uns noch mal alle hinter der Nord und dann fuhren Paps, Alex, Ricardo und ich zurück nach Oberhausen wo man zunächst Alex und dann Ricardo zu Hause absetzte. Kurz darauf waren mein Vater und ich ebenfalls wieder daheim.

Stadion:

Die Schauinsland-Reisen-Arena (benannt nach einem Reiseunternehmen) befindet sich im Duisburger Stadtteil Neudorf im Sportpark Duisburg und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Die Haupttribüne (Sparkassentribüne) steht im Westen und bietet neben Sitzplätzen im Ober und Unterrang auch noch Presse sowie VIP Plätze und Räume. Die Nordtribüne (König - Pilsener Tribüne) ist der Heimbereich der MSV Supporter und kommt mit Sitzplätzen im Oberrang und Stehplätzen im Unterrang daher. Die Osttribüne (Schauinsland-Reisen-Tribüne) besitzt nur Sitzplätze, dafür findet man aber den Schriftzug "MSV DUISBURG" im Ober und Unterrang vor. Die letzte Tribüne ist die Südtribüne die ebenfalls Sitzplätze beherbergt aber momentan keinen Sponsor hat. Alle vier Tribünen sind in den Ecken miteinander verbunden und tragen, bis auf die Süd-Ost Ecke, auch Sponsorennamen (Stadtwerke Erdgas Ecke und Stadtwerke Strom Ecke im Norden sowie Volksbank Rhein-Ruhr Ecke im Süden). Die Süd-Ost Ecke beherbergt den Gästebereich mit Stehplätzen im Unterrang während die anderen Ecken Sitzplätze haben. Alle Plätze im Stadion sind in Blau gehalten und nur der MSV Schriftzug besitzt weiße Sitze. Die Tribünen sind komplett überdacht und neben Flutlicht, welches im Tribünendach intrigiert wurde, findet man hinter den Toren noch zwei Videowände. Als Erkennungsmerkmal hat man noch blaue Neonröhren am oberen Ende der Tribünen montiert sodass die Arena abends schon von der A59 gut zu sehen ist. Fassungsvermögen: 31.500 Plätze (23.500 Sitzplätze und 8.000 Stehplätze).

Anfahrt:

Adresse: Margaretenstraße 5-7, 47055 Duisburg

Für Bahnfahrer: Vom Duisburger Hauptbahnhof mit der U79 Richtung Düsseldorf an der Haltestelle Grunewald aussteigen, unter Autobahn und Bahnlinie durch und rechts in den Kalkweg abbiegen. Straße folgen bis das Stadion auf der linken Seite erscheint. Eine weitere Anreisemöglichkeit bietet sich mit der S1 an. Dort bis Bahnhof Duisburg - Schlenk fahren, in die Sternstraße laufen und am Ende rechts halten und auf das Stadion zu laufen.

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Zurück zur Homepage