Ticket

FSV Frankfurt 2 ( 0:1 )

TSG Balingen 1

Liga: Regionalliga Südwest, 01.Spieltag

Datum: Samstag 27. Juli 2019

Anstoß: 14:00 Uhr

Stadion: PSD Bank Arena Frankfurt (Main) - Bornheim

Zuschauer: 1.133 (ca. 50 Gästefans) 12.542 Plätze

Statistik: 601. Ground, 1.024. Spiel (Regionalliga Südwest: 6 von 18)

Bericht:

Anfang des Monats hatte man sich mit Björn aus Duisburg über diverse Touren für die neue Saison unterhalten und dabei schon zwei, drei Ziele in die engere Auswahl gepackt. Für die erste Tagestour der neuen Saison hatte ich den Wunsch geäußert nochmals nach Frankfurt (Main) fahren zu wollen, da mir dort nach dem Besuch der Commerzbank-Arena im Januar diesen Jahres noch die PSD Bank Arena des FSV Frankfurt fehlte. Konkret hatte ich den letzten Samstag im Juli mit dem ersten Spieltag der Regionalliga Südwest ins Auge gefasst, denn der FSV durfte direkt mit einem Heimspiel gegen die TSG Balingen in die neue Saison starten. Björn, der den Ground schon hatte und an diesem Wochenende eigentlich zu einer Trainspottingtour nach Bulgarien aufbrechen wollte, sagte nach kurzer Bedenkzeit zu mit der Begründung, dass er am Sonntag eh nach Frankfurt müsste da von dort die Tour starten sollte. Wenige Tage später organisierte er für mich die Bahnkarten für Hin und Rückfahrt und buchte für sich noch schnell ein Hotel für Nacht vom Samstag auf den Sonntag. Am Samstagmorgen fuhr man gegen 08:00 Uhr zum HBF Oberhausen wo man um 08:35 Uhr den ICE121 nach Franfurt (Main) HBF nahm. Auf dem Weg dorthin stieg dann noch Björn in Duisburg mit zu und zu zweit fuhren wir weiter nach Hessen wo wir unser Ziel mit knapp zwanzigminütiger Verspätung um 10:50 Uhr erreichten. Nach verlassen des Hauptbahnhofs liefen wir zunächst zu Björns Hotel damit er schon mal einchecken sowie sein Gepäck verstauen konnte und dann machten wir uns auf den Weg zum Römer wo wir bei Dauerregen noch eine kleine Stadtbesichtigung machten auf der wir folgende Sehenswürdigkeiten besuchten: Kaiserdom St. Bartholomäus (auch von innen besichtigt), Kaffeehaus Goldene Waage am Domplatz, Haus Wertheym am Fahrtor sowie die Fußgängerbrücke "Eiserner Steg". Hier überquerten wir den Main und konnten von der Brücke noch die Dreikönigskirche, das Historische Museum Frankfurt (mit Bernusbau, Burnitzbau und Rententurm), die "Alte Brücke" über dem Main und die Kirche St. Leonhard (mit Bankenviertel im Hintergrund) ablichten. Wieder zurück ging es zur alten Nikolaikirche (auch von innen besichtigt) und von dort zum Liebfrauenberg mit Liebfrauenberg-Brunnen, Liebfrauenkirche (ebenfalls von innen besichtigt) und Haus zum Paradies und Grimmvogel. Zum Schluss ging es noch zum Platz an der Hauptwache wo neben der St. Katharinenkirche auch die namensgebende Hauptwache besucht wurde. Von der Hauptwache fuhren wir mit der Tram zur Konstablerwache und von dort weiter zur PSD Bank Arena die wir gegen 13:15 Uhr erreichten. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete 18,00 Euro (Haupttribüne) und am Imbiss gab es neben Bratwürste auch Softgetränke sowie Pfungstädter Pils zu kaufen. An einem der mobilen Fanshops konnten wir außerdem noch Vereinsaufkleber erwerben. Nachdem man noch schnell eine kleine Fotorunde gedreht hatte ging es auf die Haupttribüne wo wir auf den Anstoß warteten.

Zum Auftakt der neuen Saison in der Regionalliga Südwest traf an diesem Samstag der Vorjahreszwölfte FSV Frankfurt auf den Elften der vergangenen Saison TSG Balingen. Von Beginn an wurde es eine verkrampfte Partie in der sich beide Teams kaum Torchancen erspielten und sich das Geschehen meistens im Mittefeld abspielte. Balingen im ersten Abschnitt noch die bessere Mannschaft und mit dem nicht unverdienten 1:0 in der 39. Minute durch Lukas Foelsch. Besser verlief es dann für die Hausherren im zweiten Abschnitt und auch wenn sich hier und da noch ein paar Fehler einschlichen konnte man sich doch einige Chancen erspielen. In der 61. Minute dezimierten sich die Gäste dann selbst als Jonas Fritschi nach erneuten einsteigen die Ampelkarte zu sehen bekam und schon eine halbe Stunde vor Spielende duschen durfte. Das Momentum kippte langsam Richtung FSV, der aber im Abschluss weiter Probleme hatte während die Gäste hinten Beton anrührten und nur noch gelegentliche Konter fuhren. So war schon die sechsminütige Nachspielzeit angebrochen als die Frankfurter endlich mal ihre Abschlussschwäche ablegten und in der 91. Minute den mittlerweile verdienten Ausgleich erzielten (Torschütze: Dominik Nothnagel). Die Bornheimer begnügten sich aber nicht mit dem Unentschieden sondern drückten weiter auf das Tor der Gäste und tatsächlich belohnte man sich noch mit dem 2:1 Siegtreffer in der 94. Minute durch einen Kopfball von Arif Güclü. Dank zweier Last Minute Treffer in der Nachspielzeit gewinnt der FSV Frankfurt am Ende sein erstes Saisonspiel knapp mit 2:1 und startet mit drei Punkten in die Saison 2019/20.

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison kamen 1.133 Zuschauer, darunter auch knapp 50 Fans aus Balingen, in die PSD Bank Arena Frankfurt. Die aktive Fanblock hatte sich links neben dem Tor auf den Stehplätzen eingefunden und zeigte zu Spielbeginn ein Standardintro bestehend aus kleinen und großen Schwenkern. Die Gästefans fanden sich heute auf der Haupttribüne ein, hatten aber bis auf eine Zaunfahne kein weiters Tifomaterial mitgebracht. Supportmäßig war das von den Heimfans heute ein sehr überschaubarer Auftritt ohne größere Highlights während die Gästefans nur beim Torjubel einmal kurz zu vernehmen waren.

Nach Spielende fuhren wir zurück zur Hauptwache wo wir auf der Dachterrasse eines Einkaufzentrums noch einen schönen Blick auf Frankfurt hatten. Danach ging es runter zur U-Bahn wo wir in der Einkaufsebene beim KFC noch zu Mittag aßen ehe wir mit der U-Bahn zurück zum HBF fuhren. Dort brachte mich Björn noch zum Zug und nachdem wir uns verabschiedet hatten ging es für mich auch schon um 18:27 Uhr mit dem ICE10 zum ersten Zwischenhalt Köln HBF. Diesen erreichte man zwar planmäßig um 19:40 Uhr doch sollte sich die weitere Rückfahrt verzögern da der RE1, mit dem man weiter nach Oberhausen fahren sollte, ausgefallen war. Schnell die Fahrpläne studiert nahm man zunächst die S6 und fuhr damit erst mal nach Düsseldorf Benrath wo man um 20:44 Uhr ankam. Hier konnte man den RE5 nehmen der ebenfalls nach Oberhausen fuhr. Leider sollte man in Düsseldorf noch einen weiteren ungeplanten Aufenthalt haben da ausgerechnet kurz vor der Weiterfahrt der Zug wegen eines Polizeieinsatzes nochmals gestoppt wurde. So verstrichen die Minuten ehe es dann endlich weiter nach Oberhausen ging wo man mit knapp einer Stunde Verspätung um 22:00 Uhr ankam. Dort ins Auto gestiegen und nach knapp zehn Minuten war man wieder zu Hause in Oberhausen Buschhausen.

Beste Grüße gehen erneut nach Duisburg an Björn.

Stadion:

Die PSD Bank Arena (benannt nach einem Bankunternehmen mit Sitz in Eschborn) befindet sich im Frankfurter Stadtteil Bornheim zwischen dem Bornheimer Hang sowie der A661 und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Im Westen befindet sich die überdachte Haupttribüne, die in den Außenblöcken 14 Reihen schwarze und blaue Sitzschalen besitzt während sich in der Mitte 16 Reihen blaue Klappsitze befinden. Oberhalb der Sitzplätze gibt es noch VIP-Logen und an der Dachkante prangt in grünen Buchstaben der Name des Stadions ("PSD Bank Arena"). Ebenfalls überdacht ist die Gegengerade, die über zehn Reihen blaue und schwarze Sitzschalen verfügt. Zusätzlich gibt es zwischen den Tribünenpfeilern noch weitere Sitzplätze, die teils aus einzelnen Sitzen und teils aus Sitzreihen bestehen. Das Dach selbst geht zu beiden Seiten noch über die Tribüne weg und überspannt neben der Nordostecke auch einen Tribünenteil der sich kurioserweise schon außerhalb des Stadions befindet. Dieser Teil ist durch einen Zaun zwar vom eigentlichen Stadion getrennt doch könnte man theoretisch von dort sogar die Spiele für lau schauen. Die südliche Hintertortribüne (Heimkurve) besteht aus 22 unüberdachten Betonstufen sowie eine Stufe aus Metall, die sich oberhalb der eigentlichen Stufen befindet. Neben zwei großen Mundlöchern, die die Tribüne zweimal unterteilen geht die Tribüne noch über die Südwestecke weiter und hat Anschluss an die Haupttribüne. Die nördliche Hintertorseite (Auswärtsblock) besitzt 21 Betonstufen sowie vier zusätzliche Stufen aus Metall, die sich ebenfalls oberhalb der eigentlichen Stehplätze befinden. Auch hier gibt es zwei Mundlöcher die aber nur die ersten zwölf Stufen unterbrechen. Im Gegensatz zur Südkurve ist die Nordkurve direkt mit der Gegengerade verbunden, dafür aber nicht mit der Haupttribüne wo eine große Lücke beide Tribünen voneinander trennt. Das Stadion besitzt neben vier Flutlichtmasten in den Ecken auch eine Videowand, die sich hinter der Nordkurve befindet. Fassungsvermögen: 12.542 Plätze (4.139 Sitz und 8.403 Stehplätze).

Verein:

Größte Erfolge des Vereins waren 12 Jahre Gauliga Südwest / Hessen-Nassau (1933 bis 1945 (in der Saison 1944/45 als KSG FSV/Eintracht Frankfurt, Saison kriegsbedingt abgebrochen) und 17 Jahre Oberliga Süd (1945 bis 1962). In der Zweitklassigkeit war der Verein wie folgt vertreten: Ein Jahr II. Liga Süd (1962/63), Sieben Jahre Regionalliga Süd (1963 bis 1968, 1969/70 und 1973/74) und 16 Jahre 2.Bundesliga (1975 bis 1981, 1982/83, 1994/95 und 2008 bis 2016). Weitere Erfolge waren 24 Teilnahmen am DFB Pokal wobei man einmal das Finale erreichte (1937/38 SK Rapid Wien 1:3), die Dreimalige Teilnahme an der Endrunde zur deutsche Meisterschaft 1925, 1926 und 1933 wobei man einmal das Finale erreichte (1925 1.FC Nürnberg 0:1 N.V.) sowie der einmalige Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft 1972 (2:1 gegen den TSV Marl-Hüls, vier Teilnahmen) und der einmalige Gewinn des Verbandspokals Hessen im Jahr 1990.

Anfahrt:

Adresse: Am Erlenbruch 1, 60386 Frankfurt (Main)

Für Bahnfahrer: Vom S-Bahnhof Konstablerwache mit der U7 (Enkheim) bis zur Haltestelle Johanna-Tesch-Platz fahren und dort aussteigen. Haltestelle befindet sich direkt am Stadion.

PSD_Bank_Arena

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