Ticket

MSV Duisburg 3 ( 1:2 )

1.FC Heidenheim 4

Liga: 2.Bundesliga, 33.Spieltag

Datum: Sonntag 12. Mai 2019

Anstoß: 15:30 Uhr

Stadion: Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg

Zuschauer: 14.392 (ca. 145 Gästefans) 31.500 Plätze

Statistik: Kein neuer Ground, 1.004. Spiel

Bericht:

Knapp 15 Minuten brauchte ich von Essen Schönebeck zurück nach Oberhausen Buschhausen wo ich zunächst meinen Vater einsammelte und dann noch meinen Bruder Alex zu Hause abholte. Über die A42 und A59 fuhren wir dann Richtung Duisburg zum Stadion, welches wir gegen 14:20 Uhr erreichten. Im Fanshop holten sich meine beiden Mitfahrer noch schnell Karten und dann ging es auch schon hinein in die Arena. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: An den offiziellen Imbissständen gibt es neben Bratwurst und Krakauer auch Frikadellen sowie Currywurst mit Pommes. Daneben kann man sich noch an drei mobilen Ständen mit Pizza, Döner und Backfisch eindecken. An den Getränkeständen gibt es dann noch neben Softgetränken auch König Pilsener zu kaufen. Hinter der Nord traf man wieder auf Björn sowie dem Fanclub RREZ und nach einem kurzen Plausch machte man sich auf den Weg zu seinem Stammplatz wo man auf den Anpfiff des wahrscheinlich letzten Zweitligaspiels für mindestens ein Jahr wartete.

Vorletzter Spieltag der zweiten Bundesliga und damit Großkampftag, denn alle Spiele werden heute zeitgleich angepfiffen. Für den Tabellenletzten MSV Duisburg, der letzte Woche überraschend bei Holstein Kiel mit 2:0 gewonnen hatte, ist die Ausgangslage vor dem letzten Heimspiel ganz klar umrissen: Selber gewinnen und hoffen, dass der FC Ingolstadt 04 als Sechzehnter (Relegationsplatz) sein Heimspiel gegen Darmstadt 98 nicht gewinnt. Der heutige Gast 1.FC Heidenheim möchte dabei aber ungern Punktelieferant spielen wollen, denn als Fünfter schielt man noch auf Relegationsrang drei auf dem mit vier Punkten Vorsprung momentan der 1.FC Union Berlin steht. Wie der MSV so ist auch der FCH auf Schützenhilfe angewiesen, denn neben einem eigenen Sieg in Duisburg darf weder Union Berlin noch der Hamburger SV als Vierter sein Spiel gewinnen damit man mit dann einem Punkt Rückstand in den letzten Spieltag gehen kann. Auf langes Abtasten verzichteten beide Teams zu Beginn der Partie und gingen stattdessen direkt in die Offensive was auf beiden Seiten zu erste klare Chancen führte. Den ersten richtigen Aufreger gab es in der 25. Minute als nach einem Foul von Dustin Bomheuer an Robert Glatzel sich beide Akteure im Nachgang behakten und mit gelb verwarnt wurden. Zwei Minuten später fiel dann durch die Gäste auch der erste Treffer der Partie. Havard Nielsen hatte im Mittelfeld den Ball an Niklas Dorsch verloren, der sich dann geschickt um Tim Albutat drehte und auf Robert Glatzel passte, der aus gut 18 Metern abzog. Sein Schuss wurde dabei noch leicht von Gerrit Nauber abgefälscht sodass Felix Wiedwald im Kasten der Zebras den Einschlag nicht mehr verhindern konnte. Duisburg zeigte sich unbeeindruckt und hatte schon in der 29. Minute den Ausgleich auf den Fuß doch erst scheiterte Stanislav Iljutcenko mit einem Volleyschuss am Pfosten ehe Kevin Müller den anschließenden Torabschluss von Moritz Stoppelkamp entschärfte. In der 33. Minute dann die nächste Gelegenheit für den MSV als nach einer Ecke Patrick Mainka den Ball an die Hand bekam und der Schiedsrichter folgerichtig auf den Elfmeterpunkt zeigte. Kevin Wolze übernahm die Verantwortung, scheiterte aber sowohl vom Punkt als auch beim Nachschuss an Heidenheims Keeper Kevin Müller der aber beim dritten Abschluss von Moritz Stoppelkamp dann machtlos war. Ohne Verschnaufspause ging es weiter, denn schon vier Minuten später führten die Gäste erneut. Marnon Busch hatte Flanke in den Sechzehner der Hausherren geschlagen wo Denis Thomalla freistehend keine Mühe hatte zum 2:1 zu vollstrecken. Bis zur Pause konnte Heidenheim die Partie dann kontrollieren und mit dem 2:1 auch in die Halbzeit gehen.

Zur Halbzeit gab es folgendes Tabellenbild: Durch die 2:0 Führung des FC Ingolstadt und gleichzeitigen Rückstand im eigenen Spiel wäre der MSV Duisburg abgestiegen. Heidenheim hingegen hätte zwar seine Hausaufgaben gemacht, doch da Union Berlin gegen Magdeburg ebenfalls mit 2:0 führte (der HSV lag parallel in Paderborn mit 0:1 hinten) wäre der Relegationsplatz nicht mehr zu erreichen.

Intensiv ging es auch in den zweiten Abschnitt in dem die Gastgeber früh ausgleichen konnten. Nach einer erneuten Ecke fühlte sich keiner für Dustin Bomheuer zuständig, der danke sagte und freistehend das 2:2 einköpfte (51. Minute). Sieben Minuten später war Dustin Bomheuer wieder an einem Tor beteiligt, diesmal aber leider auf der falschen Seite. Robert Glatzel hatte nach einer Flanke wuchtig aufs Tor geköpft wo zunächst Wiedwald stark hielt und anschließend Fabian Schnellhardt eine Kerze Schoss. Bomheuer kam hinzu und wollte den Ball dann über das Tor köpfen, bugsierte das Leder aber in echter Stürmermanier ins eigene Tor zum 2:3. In der Folgezeit wurde viel durchgewechselt und das Tempo nahm langsam ab. So war man schon in der Schlussphase der Partie als nochmals richtig Spannung auftrat. In der 80. Minute war es zunächst Eigengewächs Lukas Daschner der nach einer schönen Flanke von Boris Tashchy zum erneuten Ausgleich einköpfte ehe zwei Minuten später die Gäste zum vierten Mal an diesem Tag in Führung gingen. Arne Feick mit einem Steckpass in den Strafraum zu Robert Leipertz der den Ball auf den langen Pfosten chipte wo Niklas Dorsch angeflogen kam und per Kopfball das 4:3 erzielte. Vom vierten Rückschlag an diesen Tag sollte sich der MSV nicht mehr erholen und so konnte Heidenheim das knappe Ergebnis am Ende über die Zeit bringen. Durch die 3:4 Niederlage im letzten Heimspiel ist der MSV Duisburg abgestiegen und muss nach zwei Jahren zweite Bundesliga wieder zurück in die 3. Liga. Der 1.FC Heidenheim gewinnt zwar sein Spiel doch da Union Berlin ebenfalls seine Hausaufgaben gemacht hatte (3:0 Heimsieg gegen den 1.FC Magdeburg, der ebenfalls heute abgestiegen ist) bleibt es bei vier Punkten Rückstand auf den Relegationsrang drei, der somit nicht mehr zu erreichen ist.

Zum letzten Heimspiel der Saison kamen nochmals 14.392 Zuschauer, darunter auch 145 Fans aus Heidenheim, in die MSV Arena um die Zebras bei diesem wichtigen Spiel zu unterstützen. Die Heimfans zeigten zu Spielbeginn nochmals eine Choreo bestehend aus einer großen Blockfahne die über den gesamten Unterrang gezogen wurde und neben dem Vereinswappen auch das Stadtwappen sowie das Theater Duisburg zeigte. Dazu gab es oberhalb und unterhalb der Motive einen Spruch der sich auch am originalen Theater wiederfindet: "Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick. Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich zurück." Als kleines Detail gab es links an der Fassade noch ein rotes Plakat welches das heutige Spiel ankündigte. Die Gästefans hingegen präsentierten nur zu Spielbeginn ihr mitgebrachtes Tifomaterial bestehend aus Zaunfahnen sowie Schwenkern und zeigten während des Spiels noch eine kleine Schalparade. Supportmäßig konnte man den MSV Fans gerade in der ersten Halbzeit einen guten Auftritt attestieren welcher aber in der zweiten Halbzeit, nachdem man immer wieder zurücklag und die Ergebnisse der Konkurrenz mitbekommen hatte, in Hohn und Spott umschwenkte. So wurden vom aktiven Kern nacheinander mehrere sarkastische Spruchbänder hochgehalten und mit dem Rücken zum Spielfeld weitersupportet. Nach Spielende und dem feststehenden Abstieg in die dritte Liga blieb es aber verhältnismäßig ruhig auch wenn nachher noch Ordner und Polizisten draußen vor dem Haupteingang positionierten. Die Gästefans waren trotz guten Spielverlauf nur sporadisch zu vernehmen.

Nach Spielende ging es nochmals zurück in die Nord wo man sich nach einem weiteren Plausch für diese Saison vom Fanclub verabschiedete und mit Paps und Alex wieder nach Oberhausen fuhr. Dort zunächst meinen Bruder zu Hause abgesetzt waren mein Vater und ich kurz darauf auch wieder daheim.

Stadion:

Die Schauinsland-Reisen-Arena (benannt nach einem Reiseunternehmen) befindet sich im Duisburger Stadtteil Neudorf im Sportpark Duisburg und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Die Haupttribüne (Sparkassentribüne) steht im Westen und bietet neben Sitzplätzen im Ober und Unterrang auch noch Presse sowie VIP Plätze und Räume. Die Nordtribüne (König - Pilsener Tribüne) ist der Heimbereich der MSV Supporter und kommt mit Sitzplätzen im Oberrang und Stehplätzen im Unterrang daher. Die Osttribüne (Schauinsland-Reisen-Tribüne) besitzt nur Sitzplätze, dafür findet man aber den Schriftzug "MSV DUISBURG" im Ober und Unterrang vor. Die letzte Tribüne ist die Südtribüne die ebenfalls Sitzplätze beherbergt aber momentan keinen Sponsor hat. Alle vier Tribünen sind in den Ecken miteinander verbunden und tragen, bis auf die Süd-Ost Ecke, auch Sponsorennamen (Stadtwerke Erdgas Ecke und Stadtwerke Strom Ecke im Norden sowie Volksbank Rhein-Ruhr Ecke im Süden). Die Süd-Ost Ecke beherbergt den Gästebereich mit Stehplätzen im Unterrang während die anderen Ecken Sitzplätze haben. Alle Plätze im Stadion sind in Blau gehalten und nur der MSV Schriftzug besitzt weiße Sitze. Die Tribünen sind komplett überdacht und neben Flutlicht, welches im Tribünendach intrigiert wurde, findet man hinter den Toren noch zwei Videowände. Als Erkennungsmerkmal hat man noch blaue Neonröhren am oberen Ende der Tribünen montiert sodass die Arena abends schon von der A59 gut zu sehen ist. Fassungsvermögen: 31.500 Plätze (23.500 Sitzplätze und 8.000 Stehplätze).

Anfahrt:

Adresse: Margaretenstraße 5-7, 47055 Duisburg

Für Bahnfahrer: Vom Duisburger Hauptbahnhof mit der U79 Richtung Düsseldorf an der Haltestelle Grunewald aussteigen, unter Autobahn und Bahnlinie durch und rechts in den Kalkweg abbiegen. Straße folgen bis das Stadion auf der linken Seite erscheint. Eine weitere Anreisemöglichkeit bietet sich mit der S1 an. Dort bis Bahnhof Duisburg - Schlenk fahren, in die Sternstraße laufen und am Ende rechts halten und auf das Stadion zu laufen.

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Schauinsland-Reisen-Arena

Zurück zur Homepage