SC Rot Weiß Oberhausen 1 ( 0:4 )
1.FC Köln II 6
Liga: Regionalliga West, 30.Spieltag
Datum: Sonntag 21. April 2019
Anstoß: 14:00 Uhr
Stadion: Niederrheinstadion Oberhausen
Zuschauer: 2.855 (keine Gästefans) 17.165 Plätze
Statistik: Kein neuer Ground, 996. Spiel
Bericht:
Am heutigen Ostersonntag stand nach knapp zwei Jahren mal wieder ein Besuch bei RWO auf der Agenda und dies hatte diesmal sogar einen besonderen Grund. Wie schon in einem der letzten Berichte erwähnt hatte sich für die Ostertage Matze aus Chemnitz angekündigt, der mal wieder einige Grounds im Westen abhoppen wollte. Angereist war er dabei schon Mitte der Woche und hatte so Gelegenheit das Uhlenkrugstadion in Essen und das Südstadion in Köln zu besuchen. Für den Sonntag hatte er das Niederrheinstadion in meiner Heimatstadt Oberhausen auf dem Zettel und fragte an ob ich Interesse hätte ihn dort zu treffen, was ich auch sofort bestätigte. Mit meinen Vater machte ich mich am Vormittag gegen 12:00 Uhr zu Fuß auf dem Weg zum Stadion welches wir schon 20 Minuten später erreichten. Am vorab besprochenen Treffpunkt hinter der neuen Emschertribüne trafen wir dann auch kurze Zeit später Matze und zu dritt kauften wir uns Karten für die Gegengerade. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete 10,00 Euro (Sitzplatz Gegengerade) und an den Imbissständen kann man Bratwürste, Currywurst sowie Softgetränke und König Pilsener kaufen. Nach einer kleinen Fotorunde begaben wir uns auf die Gegengerade wo wir unsere Sitzplätze aufsuchten und auf den Anstoß warteten.
Am heutigen 30. Spieltag der Regionalliga West traf der Tabellenzweite SC Rot Weiß Oberhausen auf den 15. 1.FC Köln II. Während sich die Kleeblätter noch berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg in die 3.Bundesliga machen können (momentan hat man nur drei Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Viktoria Köln) müssen die Junggeißböcke noch dringend Punkte sammeln damit man nicht nächste Saison in der Mittelrheinliga an den Start geht (zwei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz). Den besseren Start in die Partie erwischten dann auch die Gäste aus der Domstadt, die schon nach fünf Minuten durch Hikmet Ciftci mit 1:0 in Führung gingen und auch in der Folgezeit die Oberhausener kaum ins Spiel finden ließen. In der 25. Minute erhöhten die Kölner dann zunächst auf 2:0 (Marius Laux) ehe man bis zur Pause noch zwei weitere Treffer nachlegte (3:0 Vincent Geimer 33. Minute und 4:0 Adrian Szöke 37. Minute) und zur Halbzeit ratlose Gastgeber zurückließ. Etwas verbessert kamen dann die Kleeblätter aus der Kabine und konnten auch schon in der 50. Minute durch Raphael Steinmetz das 1:4 erzielen. Zu einer Aufholjagd sollte es aber nicht mehr kommen, denn schon zehn Minuten später hatten die Junggeißböcke zwei weitere Treffer nachgelegt (5:1 Chris Führich 56. Minute und 6:1 Vincent Geimer 59. Minute) und das Ergebnis auf 6:1 gestellt. Danach konnte man es sich erlauben einen Gang zurückzufahren und auf Konter zu lauern während die Hausherren zwar weiter anrannten, sich aber kaum noch gute Chancen erspielten. Am Ende blieb es dann auch beim 6:1 für die Zweitvertretung des 1.FC Köln, die im Abstiegskampf drei wichtige Punkte einfährt und den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf drei Punkte ausbaut. Der SC Rot Weiß Oberhausen hingegen patzt massiv im Aufstiegsrennen und kann sich beim Tabellenführer FC Viktoria Köln bedanken (spielte zeitgleich nur 0:0 gegen Rot Weiß Essen) das der Rückstand auf Platz Eins nur vier Punkte beträgt.
Trotz Ostersonntag kamen heute 2.855 Zuschauer, Gästefans aus Köln waren nicht zugegen, ins Niederrheinstadion Oberhausen. Die Heimfans zeigten zu Spielbeginn neben ihren Fahnen auch eine Tapete auf der ein netter Gruß an Nachbar Rot Weiß Essen gerichtet war, der in zwei Wochen im Niederrheinstadion gastieren wird. Supportmäßig war das heute kein guter Auftritt der RWO Fans, die nur in der ersten halben Stunde und kurz nach Wiederanpfiff so richtig aktiv waren.
Nach Spielende besprach man mit Matze noch kurz die Eckdaten für die morgige Tour nach Holland ehe Paps und ich wieder zurück nach Hause liefen wo wir gegen 17:00 Uhr ankamen.
Beste Grüße gehen heute mal nach Chemnitz an Matthias (Matze).
Stadion:
Das Niederrheinstadion (benannt nach der Region links des Rheins) befindet sich im Oberhausener Stadtteil Osterfeld-West zwischen der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal und kommt als ehemaliges Oval (an der Nordtribüne fehlt die Tartanbahn komplett) und Rasenbelag daher. Die überdachte Haupttribüne im Westen besitzt in den vier Innenblöcken 12 Reihen Schalensitze sowie in den beiden Außenblöcken 15 Reihen mit Sitzen und ist in der Mitte durch einen Spielertunnel unterbrochen. Links und rechts der Tribüne schließen noch zwei Stehblöcke mit 25 Stufen (diese verringern sich aber kurzseitig Richtung Kurven) an die teilweise sogar überdacht sind (hier fällt das Dach aber etwas flacher aus als im Hauptteil der Tribüne). Ebenfalls überdacht ist die Gegengerade, die über 13 Reihen Schalensitze verfügt und in der Mitte durch einen markanten Uhrenturm mit Marathontor komplett unterbrochen ist. Auch die Gegengerade wird durch zwei Stehblöcke mit je 26 Stufen flankiert doch im Gegensatz zur Hauptseite sind diese komplett unüberdacht. Alle Sitze auf den beiden Tribünen sind rot und grün gehalten wobei jeweils die Außenblöcke ein grünes Kleeblatt auf roten Grund zeigen während in den Mittelblöcken zweimal der Schriftzug "RWO" (rote Sitze auf grünen Grund) gebildet wird. Die Südkurve, auch Kanalkurve genannt, besitzt 25 unüberdachte Stehstufen und ist zweimal durch Marathontore unterbrochen. Die neueste Tribüne ist die Revierkraft-Tribüne im Norden welche 2018 eingeweiht wurde und die alte Emscherkurve (ehemals 25 Stufen und unüberdacht; Reste findet man noch seitlich hinter der neuen Tribüne) ersetzt. Die Revierkraft-Tribüne wurde dabei direkt ans Spielfeld gebaut und besitzt 22 überdachte Stehstufen sowie Milchglasfenster an den Seiten und im oberen Bereich der Rückwand. Drei Flutlichtmasten (einer musste wegen Einsturzgefahr im Jahr 2014 demontiert werden) in den Ecken sorgen für das nötige Licht bei Abendspielen während eine manuelle Anzeigetafel (diese stand früher im Ulrich-Haberland-Stadion Leverkusen und war bis 2012 noch digital bedienbar) hinter der Kanalkurve das Ergebnis anzeigt. Fassungsvermögen: 17.165 Plätze (4.000 Sitz und 13.165 Stehplätze).
Anfahrt:
Adresse: Lindnerstraße 2-6, 46149 Oberhausen
Für Bahnfahrer: Vom HBF Oberhausen mit der Buslinie 956 (Goerdelerstraße) bis zur Haltestelle Schloss Oberhausen fahren und dort aussteigen. Danach über den Rhein-Herne-Kanal und dann links auf die Lindnerstraße. Straßenverlauf folgen bis das Stadion auf der linken Seite erscheint.