MSV Duisburg 2 ( 0:1 )
SV Sandhausen 2
Liga: 2.Bundesliga, 30.Spieltag
Datum: Samstag 20. April 2019
Anstoß: 13:00 Uhr
Stadion: Schauinsland-Reisen-Arena Duisburg
Zuschauer: 13.295 (ca. 450 Gästefans) 31.500 Plätze
Statistik: Kein neuer Ground, 995. Spiel
Bericht:
Fünf Spieltage hat die zweite Bundesliga noch zu gehen und an jeden Spieltag können schon die ersten Endscheidungen fallen. Für den MSV Duisburg sieht es mittlerweile sehr duster aus, denn nach dem furiosen 4:4 im Nachholspiel gegen den 1.FC Köln setzte es letzten Samstag auswärts in Paderborn eine deftige 0:4 Klatsche und das abrutschen auf den letzten Tabellenplatz. Gleichzeitig ist man seit fünf Spielen ohne Sieg und konnte gerade mal drei Punkte (drei Remis) sammeln. Für das heutige Heimspiel zählen nur drei Punkte, kommt doch der Tabellenfünfzehnte SV Sandhausen an die Wedau zum sogenannten Sechspunktespiel. Der SV Sandhausen hat aber gezeigt wie man sich aus eigener Kraft aus dem Abstiegssumpf hinauszieht, denn man ist seit fünf Spielen ohne Niederlage und konnte dabei 13 Punkte sammeln (Vier Siege und ein Remis). Für das heutige Spiel konnte sich leider keiner aus der Familie als Mitfahrer motivieren und so fuhr man gegen 11:00 Uhr alleine von Oberhausen Buschhausen nach Duisburg zur Arena, die man um 11:30 Uhr erreichte. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: An den offiziellen Imbissständen gibt es neben Bratwurst und Krakauer auch Frikadellen sowie Currywurst mit Pommes. Daneben kann man sich noch an drei mobilen Ständen mit Pizza, Döner und Backfisch eindecken. An den Getränkeständen gibt es dann noch neben Softgetränken auch König Pilsener zu kaufen. Hinter der Nord wie immer mit dem Fanclub und Björn gequatscht ging es um 12:40 Uhr zur Gegengerade um dort seinen Dauerkartenplatz einzunehmen.
Im Duell der beiden Abstiegskanditaten waren es zunächst die Duisburger, die für offensive Akzente sorgten und sich früh gute Chancen erspielten. Die Gäste hingegen hatten ihren ersten richtigen Abschluss erst in der 28. Minute, aber der sollte gleich das 1:0 für den SVS bringen. Andrew Wooten hatte den Ball an der Strafraumgrenze zugespielt bekommen, drehte sich einmal um Duisburgs Verteidiger Dustin Bomheuer herum und zog dann direkt ab. Der stramme Schuss schlug unhaltbar für Felix Wiedwald im Kasten des MSV ein. Nach dem etwas überraschenden Gegentreffer war die Zebras zwar bemüht doch fehlte es jetzt an der letzten Präzision und so kamen nur noch halbgare Chancen zustande. Auch im zweiten Abschnitt war der MSV die aktivere Mannschaft, aber wie schon in Halbzeit eins fehlte es in den entscheidenden Situationen an der nötigen Konzentration um den Gästen gefährlich zu werden. Da Sandhausen ebenfalls kaum gefährlich in Strafraumnähe auftauchte plätscherte die Partie erst einmal vor sich hin. In der 62. Minute gab es den nächsten Schock für die Hausherren als Bomheuer einen langen Ball im eigenen Strafraum gegen Andrew Wooten abschirmen wollte, seinen Gegenspieler dabei mit dem Ellbogen aber unabsichtlich im Gesicht traf. Der Schiedsrichter wertete die Aktion als Foul und gab Elfmeter für die Gäste, den der Gefoulte mit etwas Glück (Felix Wiedwald war noch mit den Fingerspitzen dran) zum 2:0 für Sandhausen verwertete. Der MSV musste jetzt natürlich aufmachen und rannte in der Folgezeit immer wieder an doch ein Tor sollte für die Gasteber immer noch nicht fallen. In der 71. Minute dann endlich ein Lebenszeichen von den Zebras als Joseph-Claude Gyau mal über links Richtung Strafraum der Gäste sprintete und dann zu Havard Nielsen passte der sich einmal um seinen Bewacher rum drehte und dann den Ball im langen Eck zum 1:2 Anschlusstreffer versenkte. Und der Treffer zeigte Wirkung bei Sandhausen, die sich in der 77. Minute fast den Ausgleich gefangen hätten. Nach einer Ecke für den SVS konterte der MSV auf einmal im eigenen Stadion an dessen Ende Ahmet Engin an den Ball kam und auf einmal freistehend vor dem Tor der Gäste stand. Statt den Ball aber im Tor unterzubringen schaffte es Engin aber das Spielgerät nicht richtig zu treffen und vergab so die große Chance auf den Ausgleich. Trotz der vergebenen Chance hielt Duisburg den Druck weiter hoch und schnürte die Gäste zeitweise hinten ein. In der 88. Minute zeigte der Schiedsrichter dann zum zweiten Mal an diesen Tag auf den Punkt, diesmal aber für den MSV. Felix Müller hatte sich bei einer Flanke falsch positioniert und bekam den Ball an den ausgestreckten Arm. Den fälligen Handelfmeter verwandelte Kevin Wolze dann anschließend zum mittlerweile verdienten 2:2 für den MSV Duisburg der in der Nachspielzeit sogar die Chance auf den Sieg hatte doch Stanislav Iljutcenko scheiterte zweimal an Sandhausens Keeper Marcel Schuhen. Kurz danach hatte der SVS die letzte Aktion des Spiels als Denis Linsmayer am rechten Strafraumeck zu viel Platz hatte und den Ball Richtung Tor brachte. Sein Schlenzer ging aber zum Glück für die Gastgeber nur knapp am linken Toreck vorbei ins Aus. Damit blieb es am Ende beim 2:2 zwischen den beiden Abstiegskanditaten aus Duisburg und Sandhausen. Der MSV Duisburg holt zwar nach toller Moral und zwischenzeitlichen 0:2 Rückstand noch einen Punkt doch verliert man dank der Ergebnisse der Konkurrenz immer weiter an Boden und hat jetzt sieben Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und drei auf den Relegationsplatz. Der SV Sandhausen hingegen kann sich nicht entscheidend absetzen und hat vier Punkte Vorsprung auf Platz 16 (Relegationsrang) bzw. fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.
Zum immens wichtigen Spiel im Abstiegskampf fanden sich leider nur 13.295 Zuschauer, darunter auch knapp 450 Fans aus Sandhausen, in der MSV Arena ein. Auch zu diesem Heimspiel gab es von den Duisburger Fans wieder eine Choreo vor Spielbeginn. So wurde oberhalb des Stimmungsblocks ein großes Spruchband mit der Aufschrift "Ruhrpott Duisburg" (mittig mit Stadtwappen) aufgehängt während unten am Zaun ein weiters Spruchband mit der Aufschrift "Der Heimat verbunden" (flankiert von zwei traditionellen Vereinswappen) präsentiert wurde. Im Block selber wurde zunächst eine große Blockfahne in den Farben blau, weiß, blau hochgezogen und mit Einlaufen der Teams fallengelassen. Zum Vorschein kamen dann dutzende Schwenker die wie die Blockfahne ein blau weiß blaues Muster ergaben. Die Gästefans hatten sich im oberen Bereich des Stehblocks eingefunden und vor sich ein großes Spruchband mit der Aufschrift "Gemeinsam unten raus" aufgehängt. Supportmäßig gab es heute gerade auf Heimseite ein auf und ab und die Stimmung schwankte zwischen Anfeuerungsrufen sowie Pfiffen und am Ende wusste keiner so richtig ob man sich über den Punkt freuen oder ärgern sollte. Die Gästefans dagegen mit einem ordentlichen Auftritt, der aber ohne große Ausreißer nach oben oder unten auskam.
Nach Spielende ging es erst mal zurück zur Nord wo man sich noch mal mit dem Fanclub und Björn traf und nach einem kurzen Gespräch fuhren Björn und ich noch ein paar Haltestellen in Duisburg ab um dort Trainspotting zu betreiben. Danach meinen Duisburger Kollegen nach Hause gebracht und dann zurück nach Oberhausen Buschhausen gefahren.
Stadion:
Die Schauinsland-Reisen-Arena (benannt nach einem Reiseunternehmen) befindet sich im Duisburger Stadtteil Neudorf im Sportpark Duisburg und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Die Haupttribüne (Sparkassentribüne) steht im Westen und bietet neben Sitzplätzen im Ober und Unterrang auch noch Presse sowie VIP Plätze und Räume. Die Nordtribüne (König - Pilsener Tribüne) ist der Heimbereich der MSV Supporter und kommt mit Sitzplätzen im Oberrang und Stehplätzen im Unterrang daher. Die Osttribüne (Schauinsland-Reisen-Tribüne) besitzt nur Sitzplätze, dafür findet man aber den Schriftzug "MSV DUISBURG" im Ober und Unterrang vor. Die letzte Tribüne ist die Südtribüne die ebenfalls Sitzplätze beherbergt aber momentan keinen Sponsor hat. Alle vier Tribünen sind in den Ecken miteinander verbunden und tragen, bis auf die Süd-Ost Ecke, auch Sponsorennamen (Stadtwerke Erdgas Ecke und Stadtwerke Strom Ecke im Norden sowie Volksbank Rhein-Ruhr Ecke im Süden). Die Süd-Ost Ecke beherbergt den Gästebereich mit Stehplätzen im Unterrang während die anderen Ecken Sitzplätze haben. Alle Plätze im Stadion sind in Blau gehalten und nur der MSV Schriftzug besitzt weiße Sitze. Die Tribünen sind komplett überdacht und neben Flutlicht, welches im Tribünendach intrigiert wurde, findet man hinter den Toren noch zwei Videowände. Als Erkennungsmerkmal hat man noch blaue Neonröhren am oberen Ende der Tribünen montiert sodass die Arena abends schon von der A59 gut zu sehen ist. Fassungsvermögen: 31.500 Plätze (23.500 Sitzplätze und 8.000 Stehplätze).
Anfahrt:
Adresse: Margaretenstraße 5-7, 47055 Duisburg
Für Bahnfahrer: Vom Duisburger Hauptbahnhof mit der U79 Richtung Düsseldorf an der Haltestelle Grunewald aussteigen, unter Autobahn und Bahnlinie durch und rechts in den Kalkweg abbiegen. Straße folgen bis das Stadion auf der linken Seite erscheint. Eine weitere Anreisemöglichkeit bietet sich mit der S1 an. Dort bis Bahnhof Duisburg - Schlenk fahren, in die Sternstraße laufen und am Ende rechts halten und auf das Stadion zu laufen.