Ticket

FC Augsburg 0 ( 0:1 )

TSG 1899 Hoffenheim 4

Liga: 1.Bundesliga, 28.Spieltag

Datum: Sonntag 07. April 2019

Anstoß: 15:30 Uhr

Stadion: WWK-Arena Augsburg

Zuschauer: 27.552 (ca. 550 Gästefans) 30.660 Plätze

Statistik: 583. Ground, 991. Spiel (1.Bundesliga: 11 von 18)

Bericht:

Nachdem wir uns am nächsten Morgen gegen 09:00 Uhr zunächst zum Frühstück getroffen hatten ging es nochmals zurück auf die Zimmer und dann zur Rezeption wo wir auscheckten und unser Gepäck zwischenlagern ließen. Danach begannen wir mit dem zweiten Teil der Stadtbesichtigung auf der wir folgende Sehenswürdigkeiten besuchten: Hermanfriedhof mit Kapelle St. Michael, Staatstheater Augsburg (Großes Haus), Evangelische sowie Katholische Heilig-Kreuz-Kirche in der gleichnamigen Straße, ehemalige Fürstbischöfliche Residenz am Fronhof mit Hofgarten, Nebengebäuden und Friedensdenkmal, Augsburger Dom Mariä Heimsuchung (auch von innen besichtigt inklusive Kreuzgang), Römermauer, Fundamente der ehemaligen Kirche St. Johann und Dombrunnen (mit den Statuen der heiligen Bischöfe Simpert und Ulrich sowie der heiligen Afra) am Augsburger Dom und das Bischofshaus gegenüber des Doms. Weiter ging es zum Metzgerplatz mit Georgbrunnen und Stadtmetzgerei, Barfüßerkirche, Barfüßerbrücke mit ehemaligen Ladenhaus, Jakoberplatz mit Fuggerei-Museum, Kirche St. Jakob mit Jakobsbrunnen und das Jakobertor mit altem Zollhaus am äußeren Stadtgraben. Zum Abschluss schauten wir uns noch den Stadtbach und die Zirbelnuss-Kanal-Brücke an (diese ist Teil des inneren Stadtgrabens der den Stadtbach über diese Brücke überquert). Nach dem Stadtrundgang wurde es für uns dann Zeit zum Stadion aufzubrechen und so fuhren wir mit der Straßenbahn bis zur Endhaltestelle WWK-Arena. Dort mussten wir noch einmal die B17 überqueren und um Punkt 14:00 Uhr waren wir am Ground des FC Augsburg angekommen. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete 25,00 Euro (Sitzplatz Südtribüne) und an den Imbissständen gab es Bratwurst, Rindswurst, FCA Knacker, Currywurst mit Pommes, Leberkässemmel, Pommes, Softgetränke und Riegele Commerzienrat zu kaufen. Neben einem Besuch im Fanshop, wo es neben Aufklebern auch einen Schal für mich gab, kamen wir auch am Fancontainer der Ultras Legio Augusta vorbei. Kurz einen Überblick verschafft kaufte ich mir dort neben einer Tüte Ultrasaufkleber auch ein Fotoband der Legio Augusta (Saison 2017/18) und eine Ausgabe des 45 Grad Kurvenheftes. Nach einer kurzen Stärkung am Imbiss ging es für uns auch schon rein ins Stadion und auf die Südtribüne zu unseren Plätzen nahe des Gästeblocks.

Am 28. Spieltag der Fußballbundesliga traf der abstiegsgefährdete FC Augsburg (Platz 15, 25 Punkte und damit nur fünf Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16) auf den Neunten TSG 1899 Hoffenheim (41 Punkte) der sich bei einem Punkt Rückstand noch berechtigte Hoffnungen auf die Plätze fünf bis sieben macht, die am Ende der Saison die Qualifikation zur Europa League bedeuten. Die Gäste wurden ihrer Favoritenrolle dann auch schnell gerecht als man schon nach sechs Minuten mit 1:0 in Führung ging. Andrej Kramaric, von Nico Schulz frei gespielt, setzte Ishak Belfodil schön in Szene der im Strafraum zunächst an Augsburgs Torhüter Gregor Kobel scheiterte. Der zweite Ball landete aber wieder bei Kramaric der aus sieben Metern dann zum 1:0 vollstreckte. In der Folgezeit waren die Gastgeber zwar bemüht, richtige Torchancen erspielte man sich aber nicht. Anders die TSG, die zwar ohne viel Tempo spielte aber vorne immer mal wieder gefährlich in Erscheinung trat. So auch in der 24. Minute als die Gäste mit einer Doppelchance das 2:0 auf den Fuß hatten. Zunächst durfte sich Ishak Belfodil versuchen, der von Andrej Kramaric steil geschickt wurde aber im eins gegen eins mit Gregor Kobel nur zweiter Sieger blieb. Hoffenheim holte sich den Ball aber prompt zurück und über mehrere Stationen landete der Ball bei Andrej Kramaric der aus fünf Metern abzog und Kobel zu einer Glanzparade zwang, der den Ball soeben noch über die Latte lenken konnte. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr allzu viel und so ging es mit einem knappen 1:0 für die TSG in die Kabinen. Etwas offener dann der Beginn des zweiten Abschnitts, denn auch die Fuggerstädter konnten sich die ein um andere Chance erspielen wie in der 53. Minute als Michael Gregoritsch im Strafraum der Hoffenheimer frei zum Kopfball kam, das Leder aber nur knapp über die Latte setzte. Gerade als sich die Augsburger aber etwas gefangen hatten schlugen die Gäste eiskalt zu. Karem Demirbay hatte in der 61. Minute butterweich in den Sechzehner geflankt wo Ishak Belfodil angeflogen kam und per Kopf das Leder zum 2:0 in die Maschen wuchtete. In der 74. Minute war die Moral der Gastgeber dann gebrochen als Florian Grillitsch ohne wirkliche Gegenwehr nach vorne laufen konnte und dann im richtigen Augenblick zu Ishak Belfodil spielte. Der Angreifer hatte am Ende keine Mühe Gregor Kobel auszukucken und den Ball zum 3:0 im Tor unterzubringen. Die TSG Hoffenheim hatte aber noch nicht genug und wieder war es Ishak Belfodil der für den nächsten Treffer sorgen sollte. Adám Szalai hatte das Leder aus der eigenen Hälfte zu Belfodil geköpft der los sprintete und sich bis in den Sechzehner der Hausherren durchtankte. Dort blieb er erneut Sieger gegen Kobel und versenkte den Ball von links ins lange Eck. 4:0 für Hoffenheim und ein lupenreiner Hattrick vom besten Mann des Spiels, Ishak Belfodil. In den Schlussminuten passierte dann nichts mehr und so blieb es am Ende beim verdienten 4:0 Auswärtssieg der TSG 1899 Hoffenheim die mit nun 44 Punkten von Europa League Platz Sieben grüßt. Der FC Augsburg hingegen bleibt zwar weiter auf Platz 15, hat jetzt aber nur noch vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16 den momentan der VfB Stuttgart inne hat.

Zum heutigen Heimspiel fanden sich gut 27.552 Zuschauer, darunter auch knapp 550 Fans aus Sinsheim, in der WWK-Arena ein. Die Heimseite zeigte zu Spielbeginn neben einem Standardintro aus Fahnen und Schals auch zwei Tapeten, die sich gegen den Verein RB Leipzig richteten ("Wer Red Bull immer noch akzeptiert, hat den Fußball nicht verstanden! Augsburg sagt nein zum Kunstprodukt RB!" sowie "Und auch für Hopp gibt es keine Akzeptanz!"). Auch die Gästefans, die den oberen Teil des ihres Blocks mit zwei blau weiß gestreiften Stoffbahnen abgesteckt hatten, zeigten zu Spielbeginn nur ihr mitgebrachtes Tifomaterial bestehend aus Schwenkern und Doppelhaltern. Supportmäßig konnte man von beiden Fanlagern heute von einem eher durchschnittlichen Support sprechen wobei man den Heimfans zu gute halten muss, dass der Spielverlauf dabei auch sein übriges tat. Kleine Anekdote noch zur Stimmung: Bei der Vereinshymne wurde in der letzten Strophe zunächst die Gastfreundschaft der Augsburger besungen ehe man den Spielbeginn thematisierte: "Doch wenn der Ball im Spiel ist, wird die Fahne gehisst, denn wir sind Augsburger...". Hier wurde die Hymne kurz unterbrochen und die Fans riefen Richtung Gästeblock "Und ihr nicht!" Dann wurde die Hymne von der Stadionregie wieder aufgenommen.

Nach Spielende blieben wir noch kurz im Stadion ehe wir uns auf dem Weg zur Straßenbahn machten und zurück in die Stadt fuhren. Dort noch schnell zum Hotel um unser Gepäck abzuholen liefen wir dann gemütlich zum HBF wo wir uns mit Proviant für die Rückfahrt eindeckten und um 19:02 Uhr den ICE nach Duisburg nahmen. Leider sollte die Rückfahrt für uns schon nach fünf Minuten wieder beendet sein, denn kurz hinter Augsburg musste der ICE eine Notbremsung durchführen und kam auf offener Strecke zum stehen. Nach dem ersten überstandenen Schock machte schnell das Gerücht die Runde das die Notbremsung durch einen Personenschaden auf der Strecke verursacht wurde was im nachhinein die Presse dann auch leider bestätigte. Knapp zwei Stunden lang mussten wir im Zug ausharren bis wir die Info erhielten, dass unser Zug aufgrund des Unfalls am nächsten Bahnhof geräumt wird. Ein Ersatzzug würde aber gerade bereitgestellt werden, der alle Fahrgäste erst mal zum HBF Frankfurt (Main) bringen wird. Kurz darauf fuhren wir mit Schrittgeschwindigkeit zum Bahnhof Dinkelscherben weiter wo wir den Zug verließen und auf den Ersatzzug warten, der nach einer knappen halben Stunde auch kam. Die Freude, dass es jetzt zumindest erst mal nach Frankfurt weiterging wurde schnell wieder getrübt, denn durch das Zugpersonal bekamen wir die Info das bei unserer Ankunft in Frankfurt leider keine Fernzüge mehr Richtung Ruhrgebiet fahren werden und Passagiere mit diesem Reiseziel am HBF den Servicepoint aufsuchen sollten. Die Frage die wir uns auf der Fahrt natürlich stellten war ob wir überhaupt noch nach Hause kommen oder in Frankfurt gegebenenfalls ein Hotel nehmen müssen, denn als wir den Frankfurter HBF endlich erreichten war es schon weit nach Mitternacht. Bei Ankunft liefen wir direkt zum Servicepoint und nach einem kurzen Gespräch bekamen wir sogar einen Taxigutschein für die weitere Rückfahrt in die Hand gedrückt. Zufällig bekam noch eine Dame aus Essen unser Gespräch mit und fragte ob sie auch mitfahren könnte was wir sofort bestätigten und so liefen wir zu viert zum Taxistand und schon wenige Minuten später waren wir mit dem Taxi auf der A3 Richtung Duisburg. Während der Fahrt checkten wir noch schnell die Zugverbindungen von Duisburg nach Oberhausen nur um festzustellen, dass bei unserer Ankunft ebenfalls keine Bahn mehr fahren sollte. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt kamen wir gegen 02:30 Uhr nachts am HBF Duisburg an wo Christian und ich uns von Björn verabschiedeten und mit einem weiteren Taxi zum HBF Oberhausen fuhren. Von dort brachte mich Christian mit dem Auto wieder nach Hause und nachdem ich mich auch von ihm verabschiedet hatte konnte ich um 03:00 Uhr (und mit drei Stunden Verspätung) endlich die heimische Haustüre aufschließen.

Beste Grüße gehen erneut nach Duisburg an Björn sowie nach Mülheim an der Ruhr an Christian.

Stadion:

Die WWK-Arena (benannt nach einem deutschen Versicherungsunternehmen) befindet sich im Augsburger Stadtteil Universitätsviertel zwischen der B17 sowie dem Werk 1 von Airbus Aerostructures und kommt als reines Fußballstadion mit Hybridrasen daher. Von außen fällt einem zunächst die Fassade des Stadions auf welche aus vielen Aluminiumrohren besteht von denen einige sogar beleuchtet werden können (bei Abendspielen in den Vereinsfarben rot, grün und weiß und bei Heimsiegen komplett in grün). Auch erwähnenswert ist der große "WWK Arena" Schriftzug und das Multifunktionsgebäude auf dem Vorplatz auf dessen Außenfassade groß die Jahreszahl "1907" angebracht wurde. Das Stadion selbst besitzt vier überdachte Tribünen, die in den Ecken miteinander verbunden sind und einrangig gebaut wurden. Die Haupttribüne verfügt zusätzlich über VIP-Logen, die oberhalb der Sitzplätze auf zwei Etagen verteilt sind während die Gegengerade auf Höhe der Mundlöcher einen Fußweg besitzt und so der Tribüne ein nicht ganz durchgängiges Aussehen verleiht (hier befinden sich auch die Rollstuhlfahrerplätze, die man an der Mauer zum oberen Teil der Tribüne installiert hat). Die Ecken sind dagegen nicht durchgängig gebaut worden, denn im unteren Teil befinden sich die vier Marathontore des Stadions. Der Großteil der Plätze besteht aus roten und weißen (bilden auf der Gegengerade den Schriftzug "FCA" und "WWK Arena") Klappsitzschalen bzw. gepolsterten Sitzen auf der Haupttribüne. Stehplätze gibt es dagegen auf der gesamten Nordtribüne (Heimbereich der FCA Fans) und in der Südostecke (Gästeblock). Leider kommt das Tribünendach nicht ohne störende Stützpfeiler aus, die sich im oberen Bereich der Tribünen befinden und so für Sichtbehinderungen sorgen. Neben zwei Videowänden, die über den Ecken Nordwest und Südost hängen gibt es auch eine Flutlichtanlage, die sich als einzelne Strahler unter dem Tribünendach befindet. Fassungsvermögen: 30.660 Plätze (18.050 Sitz und 12.610 Stehplätze).

Verein:

Größter Erfolg des 1969 gegründeten Vereins (entstand aus einer Fusion zwischen dem BC Augsburg (1907 als FC Alemannia Augsburg gegründet (ab 1910 BC Augsburg), Elf Jahre Gaulliga Bayern von 1934 bis 1945 (1943 bis 1945 als KSG BC/Post Augsburg), 14 Jahre Oberliga Süd (1945 bis 1947, 1948 bis 1951, 1952 bis 1959 und 1961 bis 1963), die zweimalige Teilnahme am DFB Pokal 1934/35 und 1942/43 (Aus im Achtelfinale gegen den VfR Mannheim) sowie der einmalige Gewinn des Verbandspokals Bayern im Jahr 1951) und der Fußballabteilung des TSV Schwaben Augsburg (der Verein gründete aber schon 1970 erneut eine eigene Fußballabteilung) war der Aufstieg in die 1.Bundesliga zur Saison 2011/12 in der man zur aktuellen Saison in sein achtes Jahr geht (2011 bis aktuelle Saison 2018/19). In der Zweitklassigkeit war der Verein wie folgt vertreten: Ein Jahr Regionalliga Süd (1973/74) und Zwölf Jahre 2.Bundesliga (1974 bis 1979, 1980/81, 1982/83 und 2006 bis 2011). Weitere Erfolge waren 25 Teilnahmen am DFB Pokal wobei man einmal das Halbfinale erreichte (2009/10 SV Werder Bremen 0:2) und die einmalige Teilnahme an der Europa League (ehemals UEFA Cup) in der Saison 2015/16 wo man das Sechzehntelfinale erreichte (Aus gegen den FC Liverpool 0:0 und 0:1).

Anfahrt:

Adresse: Bürgermeister-Ulrich-Straße, 86199 Augsburg

Für Bahnfahrer: Vom HBF Augsburg mit der Stadion-Linie 8 (fährt an Spieltagen ab zwei Stunden vor Spielbeginn im Fünfminutentakt zur Arena) bis zur Haltestelle WWK-Arena fahren und dort aussteigen. Haltestelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion.

WWK-Arena

WWK-Arena

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