SV Meppen 2 ( 0:1 )
SG Sonnenhof Großaspach 1
Liga: 3.Bundesliga, 31.Spieltag
Datum: Samstag 30. März 2019
Anstoß: 14:00 Uhr
Stadion: Hänsch-Arena Meppen
Zuschauer: 7.208 (ca. 75 Gästefans) 13.696 Plätze
Statistik: 581. Ground, 989. Spiel (3.Bundesliga: 10 von 20)
Bericht:
Wie schon im letzten Bericht angerissen stand an diesem letzten Märzwochenende mit der Tour zum SV Meppen (die Hänsch-Arena stand bei mir schon länger auf der To Do Liste) noch ein kleines Highlight an und obwohl Björn schon das Stadion hatte bot er sich schon früh als Mitfahrer an um für mich einen Revisit zu machen. Ebenfalls zeitnah schrieben wir Christian aus Mülheim und Peter aus Dortmund an, die schnell Interesse zeigten und uns ihre Zusage gaben. Für mich ging es an diesen Samstag schon recht früh zum HBF Oberhausen wo ich das Auto auf dem Park and Ride Parkplatz abstellte und direkt zum Abfahrtsgleis lief um mich dort mit Christian und sein Bruder Simon (er wollte auch mal eine Hoppingtour mitmachen) zu treffen. Gegen 08:15 Uhr stiegen wir in den RE3 und fanden schnell Björn der schon ab Duisburg im Zug saß. Der erste Umstieg ließ dann auch nicht lange auf sich warten, denn schon in Gelsenkirchen hieß es vom RE3 in den RE2 wechseln der uns weiter nach Münster bringen sollte. Auf dem Weg dorthin stieg noch Peter in Wanne-Eickel zu und gegen 09:40 Uhr hatten wir schon den HBF Münster erreicht. Da wir bis zur Weiterfahrt noch ein wenig Zeit hatten deckten wir uns am Fisch & Rail Stand in der Bahnhofhalle noch mit Fischbrötchen ein ehe es um 10:05 Uhr mit dem RE15 weiter nach Meppen ging wo wir mit einer kleinen Verspätung von 15 Minuten gegen 11:20 Uhr ankamen. Die frühe Ankunftszeit wurde wie immer genutzt um sich ein wenig in der Stadt umschauen und so wurden folgende Sehenswürdigkeiten besucht: Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Meppen, Hase-Hubbrücke, Altstadt mit historischen Rathaus, Gebäude der Stadtverwaltung, Gymnasialkirche der Jesuiten (auch von innen besichtigt) und Stadtmuseum Arenberg'sche Rentei. Auf dem Weg zum Stadion kamen wir noch an der alten Post und dem Maristenkloster (liegt auf dem Gelände des Gymnasiums Marianum) vorbei ehe wir um 13:10 Uhr den Ground erreichten. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete zehn Euro (Stehplatzkarte; die oben gezeigte Karte fand ich noch nach Spielende auf der Gegengerade) und am Imbiss gab es neben Bratwürste auch Softgetränke sowie Bitburger Pils zu kaufen. Im Fancontainer deckten wir uns noch mit Aufklebern ein und ich holte mir zusätzlich noch einen Seidenschal für die Sammlung. Im Stadion eine kleine Fotorunde gedreht und dann auf die nördliche Stehtribüne von wo wir das Spiel schauten.
Sechspunktespiel am 31. Spieltag, denn sowohl der SV Meppen (Zwölfter mit 39 Punkten und damit fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz) als auch die SG Sonnenhof Großaspach (Siebzehnter mit 34 Punkten aber nur einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer) brauchten dringend drei Punkte um sich aus dem Abstiegskampf zu befreien. Die erste Chance in dieser recht unterhaltsamen Partie hatten die Gäste in der zehnten Minute als Sebastian Bösel vor dem Sechzehner zum Abschluss kam und Meppens Keeper Erik Domaschke zu einer Glanzparade zwang. Drei Minuten später dann auch die erste dicke Chance für die Hausherren. Nico Granatowski zog von links an den Sechzehner und visierte das rechte obere Eck an. Kevin Broll im Kasten der Gäste musste sich strecken, konnte den Schlenzer aber noch über die Latte lenken. Im weiteren Verlauf waren dann die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft, kamen aber zu selten zu guten Abschlüssen. Großaspach hingegen tauchte im ersten Abschnitt nur noch einmal gefährlich vor dem Tor der Meppener auf und dies sollte gleich zum Erfolg führen. Nachdem die Hausherren eine Flanke noch entschärfen konnten landete der zweite Ball bei Kai Brünker, der die Übersicht behielt und den Ball in die Gasse zu Zlatko Janjic spielte. Der brauchte im Strafraum nur noch querlegen wo Makana Baku die 1:0 Pausenführung für Großaspach erzielte (45.Minute). Zu Beginn des zweiten Abschnitts suchte Meppen die schnelle Antwort und fand sie in der 54. Minute auch. Nach einem Ballverlust im Mittefeld zündete Thilo Leugers den Turbo und marschierte Richtung Strafraum der Gäste. Dort flankte er genau auf Nick Proschwitz der den Ball kurz annahm und diesen dann im langen Eck zum 1:1 versenkte. Die Gastgeber wollten mehr und drängten Großaspach in die Defensive die sich jetzt einige Fehler erlaubten. In der 62. Minute nutzte Meppens Janik Jesgarzewski einen weiteren Ballverlust der Gäste aus, dribbelte sich in den Strafraum und passte punktgenau auf Nick Proschwitz der das Leder ins kurze Eck zum 2:1 einschob. Die SGS war in der Folgezeit bemüht, den Ausgleich zu erzielen doch entweder stand die Defensive der Hauherren richtig oder der letzte Pass kam nicht an. In der 83. Minute dann noch die eine riesen Chance für die Gäste als nach einer Ecke die Meppener Abwehr den Ball unzureichend klärte und Zlatko Janjic den Ball am Ende volley an die Latte hämmerte. In den Schlussminuten passierte dann nicht mehr viel und so blieb es am Ende beim 2:1 aus Sicht der Gastgeber. Durch den knappen aber verdienten Heimerfolg verschafft sich der SV Meppen Luft im Abstiegskampf und hat als Neunter jetzt acht Punkte Vorsprung auf die gefährdete Zone. Die SG Sonnenhof Großaspach hingegen bleibt weiter auf Platz 17 und hat dank der Konkurrenz nur zwei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.
Zum heutigen Heimspiel kamen gut 7.208 Zuschauer, darunter auch 75 Fans aus Großaspach, in die Hänsch-Arena Meppen. Die Heimseite zeigte zum Einlauf der Teams ein klassisches Intro bestehend aus Schwenkern und Schals, die man auch während des Spiels immer wieder zeigte. Die Gästefans hingegen hatten eine kleine Choreo mitgebracht. Auf einen großen Spruchband konnte man die Zeile "Kämpft für Aspach, siegt für Aspach" lesen (rot schwarze Schrift) und darunter wurden mit drei großen Bannern die Buchstaben "SGS" (weiße Schrift auf roten Grund) gebildet. Die Choreo konnte dabei von unseren Standpunkt leider nicht abgelichtet werden und ist im Internet recherchiert worden (Anm. d. Red.). Im Verlauf des Spiels präsentierte man noch seine mitgebrachten Schwenker sowie eine Tapete mit der Aufschrift "Gegen Biermixgetränke" die man an die obersten Wellenbrecher befestigte. Supportmäßig konnte man gerade von Heimseite von einem sehr guten Auftritt sprechen was vor allen daran lag das der aktive Block es schaffte die anderen Tribünen immer mal wieder zum mitmachen zu animieren. Kompliment aber auch die wenigen Gästefans, die sich ebenfalls immer mal wieder Gehör verschaffen konnten.
Nach Spielende machten wir uns direkt auf dem Weg zum Bahnhof wo wir um 16:50 Uhr den RE15 nach Münster nahmen. Die Rückfahrt verlief dann genauso wie die Hinfahrt mit Umstiegen in Münster (RE15 nach RE2) und Gelsenkirchen (RE2 nach RE3). In Wanne-Eickel verabschiedete sich zunächst Peter von uns und in Oberhausen blieb dann Björn sitzen während Christian, Simon und ich den Zug verließen. Dort auch von den beiden verabschiedet und mit dem Auto wieder zurück nach Oberhausen Buschhausen wo man um 20:00 Uhr ankam.
Beste Grüße gehen ein weiteres Mal nach Duisburg an Björn sowie nach Dortmund an Peter und nach Mülheim an der Ruhr an Christian und seinem Bruder Simon.
Stadion:
Die Hänsch-Arena (benannt nach der Hänsch GmbH (Produzent von optischen und akustischen Warnsignalen für Autos und Verkehr); von den Fans aber immer noch Emslandstadion genannt) befindet sich im Meppener Stadtteil Neustadt zwischen einer Bahnlinie sowie einem Wohngebiet und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Prunkstück des Stadions ist die überdachte Haupttribüne mit ihren 16 Reihen blauen und weißen (bilden den Schriftzug "SVM 1912") Sitzschalen welche etwas hochgesetzt gebaut wurde. Vor der Tribüne gibt es noch fünf Stehstufen, die dreimal durch Zuschauereingänge unterbrochen sind. Interessante Details sind die verglasten Seitenwände sowie die Rückwand oberhalb der Sitzplätze und das nach vorne abknickende Tribünendach. Auch die Gegengerade kann sich sehen lassen, besteht diese doch aus einer hochgesetzten überdachten Tribüne mit sechs Reihen blauen Schalensitzen sowie einer Vortribüne (diese ist in der Mitte durch einen alten Spielertunnel unterbrochen) die in der Mitte zwei Blöcke mit fünf zusätzlichen Sitzreihen (blaue Schalensitze) und außen zwei Stehblöcke mit zehn Stufen besitzt. Interessant ist auch hier das Dach welches über die eigentliche Tribüne hinausragt und somit auch die Vortribüne vor Regen schützt. Die südliche Hintertorseite besitzt 14 Reihen Stehstufen und ist in der Mitte durch den offiziellen Spielertunnel einmal unterbrochen. Die nördliche Hintertortribüne ist die neueste der vier Tribünen (Baujahr 2017) und verfügt über 15 große Stehstufen wobei der rechte Außenblock für die Gäste reserviert ist. Ein sehr nettes Detail findet man noch vor dem Stadion in Form eines großen Torbogen aus Eisen an dem neben Sponsorentafeln auch das Vereinswappen sowie der Name des Stadions aufgehängt wurde. Das Flutlicht befindet sich klassisch in den Ecken an vier großen Masten und hinter der südlichen Tribüne findet man noch eine moderne Videowand vor. Fassungsvermögen: 13.696 Plätze (4.340 Sitz und 9.356 Stehplätze).
Anfahrt:
Adresse: Lathener Straße 15a, 49716 Meppen
Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof Meppen zunächst zur Haltestelle Herzog-Arenberg-Straße laufen und dort in die Buslinie 2 (Im Haseknie) einsteigen. Weiter bis zur Haltestelle Emslandstadion fahren und dort aussteigen. Stadion liegt direkt an der Haltestelle.