Dinslaken Kobras 4 O.T.
Neusser EV 3 (2:2/3:3/3:3)
Liga: Regionalliga West, 19.Spieltag
Datum: Freitag 23. November 2018
Bully: 20:00 Uhr
Arena: Eissporthalle am Stadtbad Dinslaken
Zuschauer: 200 (ca. 30 Gästefans) 2.500 Plätze
Tore: 0:1 Jamie Lindt 5.Minute
1:1 Philipp Heffler 7.Minute
2:1 Leon Taraschewski 7.Minute
2:2 Pascal Rüwald 16.Minute
3:2 Leon Taraschewski 26.Minute
3:3 Schahab Aminikia 36.Minute
4:3 Philipp Heffler 64.Minute (O.T.)
Statistik: Kein neuer Eishockeyground, 60. Spiel
Bericht:
Eine Woche nach dem Besuch bei der DEG in Düsseldorf sollte es an diesen Freitag erneut zum Eishockey gehen und so bot man Björn aus Duisburg die Eissporthalle in Dinslaken an, die er so auf mich gut machen konnte. Da Björn der Fraitagabendtermin sehr gut passte sagte er prompt zu und fix machten wir noch Uhrzeit und Treffpunkt aus. Gegen 19:00 Uhr holte ich meinen Kollegen in Duisburg ab und über die A59 fuhren wir nach Dinslaken wo wir die Halle um 19:30 Uhr erreichten. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete zehn Euro und in der Pistenbar sowie draußen am Schwenkgrill konnte man Bratwürste, Krakauer, Currywurst, Currywurst mit Pommes, Softgetränke, König Pilsener und Diebels-Alt kaufen. An einem kleinen Fanstand gab es für Björn und mich dann noch schöne Vereinsaufkleber zu erwerben. Nach unserer Fotorunde stellten wir uns auf die Gegengerade um von dort das Spiel zu schauen.
Das Kellerduell zwischen dem Siebten Dinslaken Kobras und dem Achten Neusser EV begann überraschend flott und nach sieben Minuten gab es auch schon drei Tore zu notieren. In der fünften Minute gingen die Gäste zunächst mit 1:0 in Führung ehe die Kobras in der siebten Minute per Doppelpack auf 2:1 stellten. In der 16. Minute konnte Neuss dann in Unterzahl das 2:2 erzielen, mussten aber bis zur Pause noch eine Drangphase der Hausherren überstehen. Im zweiten Drittel nahm der Druck der Dinslakener weiter zu und der NEV war zu diesem Zeitpunkt nur noch mit Abwehrarbeit beschäftigt. In der 26. Minute fiel dann auch das verdiente 3:2 für die Gastgeber die es aber in der Folgezeit versäumten nachzulegen. In der 36. Minute konnte Neuss bei einen seiner wenigen Angriffe erneut ausgleichen als man das 3:3 markierte. Das letzte Drittel sollte dann torlos über die Bühne gehen, denn der Druck der Dinslakener flachte merklich ab und auch die Gäste schafften es kaum gefährliche Angriffe vorzutragen. So konnte nur noch eine Spieldauerstrafe für Gerrit Ackers notiert werden, der seinen Gegenspieler Philipp Heffler per Kniecheck kurzzeitig aus dem Spiel nahm. In der anschließenden Overtime setzte sich dann aber der Hausherr durch und ausgerechnet Philipp Heffler sollte trotz Verletzung zum Matchwinner werden als er in der vierten Minute der Verlängerung das entscheidende 4:3 erzielte. Mit einem am Ende doch verdienten 4:3 nach Overtime holen die Dinslaken Kobras wichtige Punkte im Abstiegskampf und setzen sich erst mal vom letzten Tabellenplatz Zehn ab. Der Neusser EV hingegen verliert zwar das Spiel, nimmt aber dank der Overtime einen Punkt mit nach Hause.
Zum heutigen Heimspiel kamen knapp 200 Zuschauer, darunter auch 30 Fans aus Neuss, in die Eissporthalle Dinslaken. Der aktive Kern der Heimfans rund um die DEF (Duisburger Eishockey Freunde) Puckis hatte sich mittig auf der Haupttribüne positioniert und ihre Zaunfahne an zwei Holzlatten befestigt ("Fanclub Duisburg Eishockey Freunde" mit Vereinswappen und zwei Pucks mit dem Namen des Fanclubs auf schwarzen Grund). Die Gästefans hatten sich dagegen zwischen den Blöcken D und E aufgestellt und neben einer Zaunfahne mit der Aufschrift "Supporters Novesia" (weiße Schrift auf roten Grund mit Fanclublogo) auch zwei Schwenkfahnen sowie Wunderkerzen (diese wurden zu Spielbeginn angezündet) mitgebracht . Supportmäßig war das vor allen von den Gästefans ein recht ordentlicher Auftritt der dafür sorgte das zumindest zeitweise ein wenig Stimmung in der Halle aufkam. Kleine Randgeschichte: Nach Spielschluss zeigten ein paar Heimfans noch eine Tapete mit der Aufschrift "Linse (n) Suppe!" die an den Dinslakener Spieler Marvin Linse gerichtet war. Was aber hinter der Botschaft steckte konnte nicht herausgefunden werden.
Nach Spielende fuhr man Björn noch schnell zurück nach Duisburg und von dort ging es für mich dann weiter nach Oberhausen Buschhausen.
Beste Grüße gehen wieder nach Duisburg an Björn.
Arena:
Die Eissporthalle am Stadtbad (meist auch schlicht Eissporthalle Dinslaken genannt; von den Fans liebevoll Schlangengrube getauft) befindet sich im Dinslakener Stadtteil Feldmark/Bruch zwischen einer Kleingartenanlage und dem gleichnamigen Stadtbad und kommt als klassische Eishalle daher. Die 1981 erbaute Halle besitzt auf der Hauptseite eine große Tribüne mit orangene Sitzschalen, die über die komplette Länge der Seite verläuft. Die Gegengerade verfügt dagegen über sechs Stehstufen, die durch Notausgänge mehrmals unterbrochen sind. Die dritte ausgebaute Seite befindet sich hinter einem Tor und besitzt sieben Stehstufen, die aber seit längeren als Lagerplatz genutzt werden. Die zweite Hintertorseite kommt dagegen ohne Ausbau aus. Hier stellt man sich ebenerdig an die Bande um die Spiele zu verfolgen. Neben einer kleinen digitalen Anzeigetafel, die sich über der ausgebauten Kurve befindet, besitzt die Halle auch die obligatorische Beleuchtung unter dem Dach. Fassungsvermögen: 2.500 Plätze (960 Sitz und 1.540 Stehplätze).
Anfahrt:
Adresse: Am Stadtbad 1, 46537 Dinslaken
Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof Dinslaken mit der Buslinie 19 (Bergmannstraße) bis zur Haltestelle Sportzentrum fahren und dort aussteigen. Danach links in Am Stadtbad abbiegen wo sich nach wenigen Metern die Halle auf der linken Seite befindet.