TSV Havelse 2 ( 2:0 )
VfB Lübeck 1
Liga: Regionalliga Nord, 10.Spieltag
Datum: Sonntag 16. September 2018
Anstoß: 14:00 Uhr
Stadion: Wilhelm-Langrehr-Stadion Garbsen
Zuschauer: 505 (ca. 100 Gästefans) 7.000 Plätze
Statistik: 561. Ground, 947. Spiel (Regionalliga Nord: 4 von 18)
Bericht:
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen checkten wir um 11:00 Uhr aus dem Hotel aus und liefen erst einmal zum HBF Hannover um unser Gepäck zu verstauen. Danach ging es für uns weiter zur Haltestelle Kröpcke und von dort mit der Straßenbahnlinie 4 nach Garbsen wo wir um 12:15 Uhr ankamen. Auf dem Weg zum Stadion schauten wir uns ein wenig im Ort um (besonders interessant sind die Marmorsäulen mit Tafeln zu unseren Sonnensystem bzw. zu den Planeten) ehe wir um kurz nach eins am Ground ankamen. Kaum hatten wir unsere kompakten Kameras umgehängt um schon mal Außenaufnahmen zu machen, da wurden wir auch schon von Ordnern angesprochen das wir nur Fotos machen dürften wenn wir eine Presseakkreditierung vom Verein besitzen. Auch der Hinweis das wir Groundhopper sind und wegen des Stadions hier wären half leider nicht die Ordner umzustimmen und so konnten wir am Ende zumindest erwirken unsere Kameras mit reinzunehmen, aber in der Tasche zu lassen. Etwas geknickt aufgrund der doch harten Bestimmungen in der Regionalliga Nord (gleiches widerfuhr uns im Oktober 2016 beim ETSV Weiche Flensburg wo wir aber am Ende mit Erlaubnis Bilder machen durften) gingen wir dann zur Kasse um uns Tickets zu besorgen und dann das Stadion zu betreten. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete 13,00 Euro (Sitzplatz Tribüne) und im Gastrobereich konnte man neben Bratwürsten auch Softgetränke und Herrenhäuser Pils kaufen. Am Fanstand gab es neben Aufklebern für uns auch einen weiteren Schal für meine Sammlung und nachdem wir mit unseren Handys ein paar Bilder gemacht hatten (dies war zum Glück nicht untersagt) setzten wir uns auf die Haupttribüne um von dort das Spiel zu schauen.
Am zehnten Spieltag der Regionalliga Nord traf der 12. TSV Havelse auf den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten VfB Lübeck doch den besseren Start erwischten die Hausherren die nach einem Freistoß in der fünften Minute durch Manassé Eshele (konnte im Strafraum unbedrängt einköpfen) mit 1:0 in Führung gingen. Havelse blieb auch in den nächsten Minuten dran doch weitere Chancen sprangen dabei nicht raus. Die Lübecker brauchten knapp 15 Minuten um ins Spiel zu finden, hatten aber in der 17. Minute die dickste Chance auf den Ausgleich als eine Bogenlampe in den Strafraum segelte wo sich der Torhüter des TSV zunächst verschätzte und so der Ball nochmals in den Rückraum gelang. Der anschließende Torschuss konnte dann soeben noch von einem Abwehrspieler der Gastgeber von der Linie gekratzt werden. Es folgten weitere Chancen für die Gäste die zu diesem Zeitpunkt spielbestimmender wurden. In der 30. Minute konnte sich Havelse ein wenig vom Druck befreien und prompt ging alles ganz schnell. Nach einem schönen Pass an der Mittellinie lief auf einmal Yannik Jaeschke alleine auf das Tor der Lübecker zu, verlud den Keeper der Gäste und netzte zum 2:0 für den TSV ein. Mit der 2:0 Führung ging es dann auch in die Halbzeitpause aus der die Lübecker schwungvoller zurück kamen. In der 50. Minute gab es die erste Chance des zweiten Abschnitts als eine Flanke in den Strafraum der Gastgeber am zweiten Pfosten landete wo der Spieler des VfB per Kopf nur den Außenpfosten traf. In der 52. Minute dann die nächste Großchance für Lübeck doch erneut war am Pfosten Endstation. Weitere zwei Minuten später gelang es einem Lübecker im Fünfmeterraum nicht den Ball aus der Drehung ins Tor unterzubringen. Der Chancenwucher wäre dann auch um ein Haar bestraft worden als in der 56. Minute ein Langer Ball auf die Außen landete wo der Spieler des TSV Platz hatte, zum Strafraum lief und nach einer Finte um den Abwehrspieler der Gäste rum aufs Tor schoss, dieses aber nur knapp rechts verfehlte. Die Partie wurde immer flotter und Chancen wechselten sich auf beiden Seiten ab. In der 66. Minute gelang dem VfB Lübeck der mittlerweile verdiente Anschlusstreffer als nach einer Flanke die Hausherren zunächst blockten, der Nachschuss per Flipper dann doch zum 1:2 im Tor landete. Torschütze war dabei Dennis Hoins der erst eine Minute zuvor eingewechselt wurde. Ab der 70. Minute spielten die Hausherren nur noch zu zehnt als Erhan Yilmaz an der Außenlinie mit gestreckten Bein in den Spieler der Gäste rauschte und zur echt mit glatt rot zum duschen geschickt wurde. In Überzahl spielte dann nur noch der Gast aus Lübeck doch wirklich gefährlich wurde es für die Gastgeber nur noch in der Nachspielzeit als ein Kopfball knapp über das Tor ging. Am Ende blieb es dann auch beim 2:1 für den TSV Havelse, der sich auf Platz Elf verbessert und sich erst mal von den Abstiegsplätzen entfernt (Vier Punkte Vorsprung). Der VfB Lübeck hingegen kassiert als letztes Team der Regionalliga Nord die erste Saisonniederlage, bleibt aber vorerst weiter Zweiter mit jetzt drei Punkten Rückstand auf Platz Eins.
Zum heutigen Heimspiel fanden sich 505 Zuschauer (in Havelse liebevoll Schlawiner genannt; Schlawiner ist eine Brötchensorte des Hauptsponsors Bäckerei Langrehr Anm. d. Red.), darunter auch gut 100 Fans aus Lübeck, im Stadion des TSV Havelse ein. Der aktive Kern der Heimfans hatte sich mittig auf der Gegengerade positioniert und vor sich ihre Zaunfahne aufgehängt. Während des Spiels zeigte man noch eine Tapete mit der Aufschrift: "Lieber verzichten wir aufs Herrengedeck als auf Christian Benbennek" wo die Weiterbeschäftigung des Trainers gefordert wurde. Die Gästefans hatten ihren Block dagegen gut beflaggt und zeigten zu Spielbeginn ihr mitgebrachtes Tifomaterial sowie eine Pyroeinlage mit grünen Rauch. Supportmäßig konnte man gerade bei den Gästefans von einem guten Auftritt sprechen während die Heimfans nur gelegentlich was zu besten gaben.
Nach Spielende wurden noch kurz Fotos mit der Kamera gemacht ehe wir das Stadion verliesen und Richtung Straßenbahn liefen. An der Haltestelle Auf der Horst / Skorpiongasse stiegen wir wieder in die Linie 4 ein und fuhren erst mal bis zum Stadtfriedhof Stöcken wo wir uns ein wenig umschauten (der Eingangsbereich mit Friedhofskapelle kann genauso überzeugen wir einige alte Gräber auf dem Friedhof selbst). Danach fuhren wir weiter zum Schloss Herrenhausen inklusive Gärten und machten auf den Weg zum HBF nochmals kurz Halt an der Leibniz Universität. Um 18:30 Uhr waren wir zurück am HBF Hannover und nachdem wir unser Gepäck geholt und noch etwas Proviant gekauft hatten stiegen wir um 18:56 Uhr in den ICE1925 der uns ohne Umstieg nach Duisburg bringen sollte. Kaum waren wir in unseren Wagen an unseren Sitzplätzen da mussten wir feststellen das diese schon belegt waren. Wir also höflich gebeten die Plätze für uns frei zu machen, da wir hier reserviert hätten wollten die älteren Damen und Herren diese aber nicht frei machen. So wurde etwas diskutiert bis eine Zugbegleiterin dazu kam, meinte das sie die älteren Fahrgäste nicht durch den überfüllten ICE laufen lassen möchte und uns Plätze in der ersten Klasse anbot die wir kulanterweise dann auch annahmen. Die restliche Fahrt bis Duisburg verlief dann recht ereignisarm und so kamen wir fast pünktlich um 21:30 Uhr am HBF Duisburg an. Dort von Björn verabschiedet und ein Taxi genommen welches mich direkt nach Hause brachte wo ich um 22:00 Uhr ankam.
Beste Grüße für das Wochenende gehen mal wieder nach Duisburg an Björn.
Stadion:
Das Wilhelm-Langrehr-Stadion (benannt nach dem langjährigen Leiter der Fußballabteilung und Sponsor Wilhelm Langrehr) befindet sich im Garbsener Stadtteil Havelse am Rande eines Wohngebiets und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Das Stadion besitzt eine kleine überdachte Haupttribüne mit vier Reihen roten Kunststoffbänken in den Außenblöcken sowie zwei Reihen weißen Schalensitzen im Bereich des Spielertunnels welcher die Tribüne in der Mitte unterteilt. Eine Besonderheit bildet ein Container auf dem Dach der Tribüne, der neben der Stadionregie auch Plätze für TV Kameras beherbergt. Hinter der Tribüne gibt es noch einen großen Gebäudekomplex mit Vereinsheim und Umkleidekabinen. Rechts der Tribüne befindet sich noch eine kleine unüberdachte Stehtribüne mit sieben Stufen während man auf der linken Seite ebenerdig die Spiele verfolgen kann. Auch die Gegengerade verfügt über eine überdachte Tribüne mit sieben Reihen Stehstufen, welche nur in den Außenblöcken keinen Ausbau besitzt. Die östliche Hintertorseite besitzt eine dreigeteilte Stehtribüne mit neun (rechter Block) bzw. 14 Stufen (mittlerer und linker Block). Im linken Block haben dann auch die Gästefans während der Spiele ihren Platz. An der Rückwand des rechten Stehblocks findet man dann noch ein sehr schönes Detail in Form eins Graffiti welches von links nach rechts die Charaktere Knuckles, Silver, Sonic und Tails aus der gleichnamigen Videospielreihe Sonic the Hedgehog von Sega (Anm. d. Red.) zeigen, die für den TSV Halvelse die Fußballschuhe schnüren. Die zweite Hintertorseite hat eigentlich keinen Ausbau sieht man mal von einer Ministehtribüne mit vier Stufen und neun Schalensitzen ab. Dieser Bereich ist aber wie die gesamte Kurve während der Spiele für den Zuschauerverkehr gesperrt. Das Stadion besitzt neben einer Flutlichtanlage (vier Masten die klassisch in den Ecken stehen) auch eine Videowand in der unausgebauten Kurve sowie eine alte Steckanzeigetafel, die sich am Container auf der Haupttribüne befindet. Fassungsvermögen: 7.000 Plätze (500 Sitz und 6.500 Stehplätze).
Verein:
Größte Erfolge des Vereins waren zwei Jahre Amateuroberliga Niedersachsen als zweithöchste Klasse (1954 bis 1956; Zwangsabstieg 1956 wegen Verstößen gegen das Amateurstatut) sowie ein Jahr 2.Bundesliga in der Saison 1990/91. Weitere Erfolge waren Neun Jahre Amateurliga Niedersachsen als dritthöchste Klasse (1953/54, 1956 bis 1964 (in der Saison 1963/64 nur noch viertklassig), Elf Jahre Oberliga Nord als dritthöchste Klasse (1981 bis 1990 und 1991 bis 1993), die fünfmalige Teilnahme am DFB Pokal 1984/85, 1991/92, 1993/94, 2007/08 und 2012/13 wobei man einmal die dritte Runde erreichte (1991/92 Aus beim 1.SC 08 Bamberg 0:4) und der einmalige Gewinn des Verbandspokals Niedersachsen im Jahr 2012.
Anfahrt:
Adresse: Hannoversche Straße 90, 30823 Garbsen
Für Bahnfahrer: Da Garbsen keinen eigenen Bahnhof besitzt sollte man vom HBF Hannover zunächst zur Haltstelle Kröpcke laufen und dort in die Straßenbahnlinie 4 (Garbsen) einsteigen. An der Haltestelle Garbsen Auf der Horst / Skorpiongasse aussteigen und in die Straße Am Hasenberge laufen. Hier den Straßenverlauf folgen bis man rechts in die Max-Planck-Straße abbiegen kann. Straße bis zum Ende folgen, rechts auf die Hannoversche Straße und den Verlauf folgen bis auf der linken Seite das Stadion erscheint (Fußweg ab Haltestelle: Ca. 20 Minuten).