Ticket

SC Jülich 10/97 1 ( 0:1 )

FC Viktoria Birkesdorf 1

Liga: Kreisliga A Düren, 02.Spieltag

Datum: Sonntag 02. September 2018

Anstoß: 15:00 Uhr

Stadion: Karl-Knipprath-Stadion Jülich

Zuschauer: 100 (ca. 10 Gästefans) 6.000 Plätze

Statistik: 555. Ground, 941. Spiel (Kreisliga A Düren: 2 von 16)

Bericht:

Nach drei sonntäglichen Tagestouren im August hatte man auch für den ersten Sonntag im September wieder eine Tour geplant und so fiel die Wahl erneut auf den Fußballverband Mittelrhein. Anfang der Woche erneut mit Björn geschrieben hatte man sich schnell auf Bad Honnef als Ziel geeinigt und auch direkt Christian als weiteren Mitfahrer mit ins Boot geholt. Kurz vor dem Wochenende mussten wir aber unsere kleine Tour nochmals umbauen, denn der FV Bad Honnef sollte nicht wie anfangs angekündigt im Stadion Menzenberger Straße spielen sondern auf dem Kunstrasenplatz an der Schmelztalstraße sein Ligaspiel bestreiten. Warum der Verein die Anlage wechseln musste war auch schnell herausgefunden, denn im Stadion sollte ein Feldbasketballturnier stattfinden was einen Umzug zur Folge hatte. Eine Alternative hatten wir aber schnell gefunden, denn auch der SC Jülich 10/97 sollte an diesen Sonntag ein Heimspiel haben, dessen Stadion vor allen bei Björn hoch in der Prioritätenliste stand. Am ursprünglichen Treffpunkt änderte sich aber nichts und so traf man sich am Sonntagmorgen gegen 10:00 Uhr mit Christian aus Mülheim am HBF Oberhausen. Um 10:33 Uhr nahmen wir den RE5 und fuhren über Duisburg (hier stieg Björn zu) und Düsseldorf zum HBF Köln wo es mit dem RE9 weiter nach Düren ging. Dort noch mal den Zug gewechselt (RB21) und um 12:50 Uhr waren wir dann sogar fast pünktlich in Jülich angekommen. Zunächst wurde wieder eine Stadtbesichtigung gemacht auf der wir folgende Sehenswürdigleiten besucht haben: Schwanenteich mit neuen Rathaus, Marktplatz mit Stadtverwaltung (Altes Rathaus der Stadt), Propsteikirche Sankt Mariä Himmelfahrt (auch von innen besichtigt), südwestliches Stadttor (Hexenturm), Aachener Tor sowie die Zitadelle Jülichs mit ihren Einrichtungen (unter anderen das Schloss, der nördliche Ehrenhof und das in der Nordwestecke liegende Pulverhaus mit angrenzenden Kasernenbau) und die evangelische Christuskirche. Gegen 14:20 Uhr machten wir uns dann auf dem Weg zum Stadion welches wir um 14:35 Uhr erreichten. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete drei Euro (zunächst kein Ticket doch auf Nachfrage gab man uns am Getränkestand Eintrittskarten auf denen man noch handschriftlich den Vereinsnamen darauf schrieb) und neben Bratwürste wurden auch Softgetränke sowie Bitburger Pils verkauft. Nach der Fotorunde fanden wir uns dann auf der Gegengerade ein um von dort das Spiel zu schauen.

Am zweiten Spieltag traf der Tabellenführer SC Jülich 10/97 auf den Dritten FC Viktoria Birkesdorf und gerade im ersten Abschnitt war es eine offene Partie in der beide Teams gute Torchancen hatten. Eine davon nutzte der Gast aus Düren um in der 12. Minute in Führung zu gehen. Im zweiten Abschnitt spielte aber nur noch der Hausherr, der Reihenweise Chancen versiebte und so die Gäste lange künstlich am Leben hielt. In der 90. Minute konnte Jülich dann doch noch jubeln als man den mittlerweile verdienten Ausgleich erzielte und so noch einen Punkt mitnahm. Durch das 1:1 Unentschieden rutscht der SC Jülich 10/97 erst mal von Platz Eins auf Platz vier während der FC Viktoria Birkesdorf zwei Plätze einbüßt und den Spieltag auf Platz fünf beendet.

Zum ersten Heimspiel der Saison kamen knapp 100 Zuschauer, darunter vielleicht auch zehn Fans aus Düren, ins Stadion des SC Jülich 10/97. Organisierter Support am heutigen Tag nicht vorhanden.

Nach dem Spiel liefen wir noch am Brückenkopf-Park (Napoleonischer Brückenkopf) vorbei und von dort zurück zum Bahnhof Jülich wo wir die RB21 nach Düren nahmen. In Düren kamen wir dann zwar pünktlich um 18:04 Uhr an doch wegen eines Großbrands auf dem Gelände einer Autoverwertung in Nähe des Bahnhofs verzögerte sich unsere Abfahrt mit dem RE1 um knapp 30 Minuten (ursprüngliche Abfahrt 18:17 Uhr). Erst um 18:40 Uhr konnten wir dann mit den RE1 nach Duisburg fahren wo wir um 20:10 Uhr ankamen. Dort von Björn verabschiedet fuhren Christian und ich mit der Regio weiter nach Oberhausen und nachdem man sich auch von seinem zweiten Mitfahrer verabschiedet hatte fuhr man mit dem Auto wieder zurück nach Hause.

Beste Grüße gehen mal wieder nach Duisburg an Björn sowie nach Mülheim an der Ruhr an Christian.

Stadion:

Das Karl-Knipprath-Stadion (benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt und Ehrenvorsitzenden des Vereins Karl Knipprath) befindet sich am westlichen Rand der Stadt am Ufer der Rur sowie nördlich des Brückenkopfparks und kommt als Oval mit Aschelaufbahn und Rasenbelag daher. Prunkstück des Stadions ist die überdachte Haupttribüne mit ihren drei Stehstufen, die auf 2/3 der Länge noch über drei Sitzbankreihen aus Plastik verfügen (die oberste Reihe wird dabei von den Stahlträgern des Daches mehrmals unterbrochen). Dach, Seiten und Rückwände bestehen aus Wellblech während die schon zum Teil angerosteten Träger aus Stahl hergestellt wurden. Rechts von der Tribüne gehen die drei Stehstufen dann noch unüberdacht ein kleines Stück weiter. Die Gegengerade besteht aus einer Stehtribüne mit sechs Stufen, die über die komplette Länge der Geraden verläuft. Die beiden Hintertorseiten kommen dagegen ohne Ausbau aus. Hier stellt man sich ebenerdig ans Geländer um die Spiele zu verfolgen wobei man sich in einer Kurve den Platz mit der Natur teilen muss, die sich hier schon breit gemacht hat. Hinter der andern Kurve befindet sich auf Höhe der Eckfahne noch das Vereinsheim, die Umkleiden sowie eine Verpflegungsbude (liebevoll "Zehnerlounge" genannt). Ein nettes Detail bilden noch die alten Kassenhäuschen, die sich zwischen östlicher Kurve und Haupttribüne befinden. Eine Flutlichtanlage ist vorhanden, eine Anzeigetafel aber nicht. Fassungsvermögen: 6.000 Plätze (500 Sitz und 5.500 Stehplätze).

Verein:

Größter Erfolg des Vereins (gegründet als FC Jülich 1910, später SC Jülich 1910) war der dreimalige Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft in den Jahren 1969, 1970 und 1971 (vier Teilnahmen). Weitere Erfolge waren elf Jahre Verbandsliga Mittelrhein als dritthöchste Klasse (1967 bis 1978), 16 Jahre Oberliga Nordrhein als dritthöchste Klasse (1978/79, 1980 bis 1986, 1987 bis 1993 und 1994 bis 1997 (letztere als vierthöchste Klasse)) sowie acht Teilnahmen am DFB Pokal 1974/75, 1975/76, 1978/79, 1981/82, 1984/85, 1989/90, 1991/92 und 1992/93 wobei man zweimal das Achtelfinale erreichte (1974/75 SC Fortuna Köln 0:1 im Endscheidungsspiel und 1984/85 SV Werder Bremen 2:4) und der einmalige Gewinn des Verbandspokals Mittelrhein in Jahr 1984. Im Jahr 1997 musste der Verein aufgrund seines damaligen Hauptsponsors (dieser hatte seine Zuwendungen an den Verein durch Unterschlagung erwirtschaftet) Konkurs anmelden und wurde darauf hin aus dem Vereinsregister gelöscht. Im gleichen Jahr wurde mit dem SC Jülich 10/97 ein Nachfolgeverein gegründet der zur Saison 1998/99 in der Landesliga Mittelrhein an den Start ging. Nach nur einem Jahr stieg man aber in die Bezirksliga ab und erst fünf Jahre später (1999 bis 2004) gelang die Rückkehr in die Landesliga zur Saison 2004/05. Das zweite Gastspiel hielt dann auch nur ein Jahr und so spielte man aber der Saison 2005/06 für vier Jahre nochmals in der Bezirksliga (2005 bis 2009). In der Saison 2008/09 musste der Verein dann wegen Unregelmäßigkeiten in der Buchführung, die 100.000 Euro Schulden zur Folge hatten, Insolvenz anmelden und die erste Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb abmelden. In der Saison 2009/10 spielte man nunmehr in der Kreisliga A doch nach nur einem Jahr und einem 10. Platz in der Endtabelle zog man sich freiwillig in die Kreisliga C zurück. Es folgten drei Jahre in der Kreisliga C (2010 bis 2013) ehe man 2013 für eine Saison in der Kreisliga B aufstieg (2013/14). Nach dem direkten Abstieg in die Kreisliga C 2014 schaffte man binnen zwei Jahren den Durchmarsch in die Kreisliga A in der man zur aktuellen Saison in sein drittes Jahr geht.

Anfahrt:

Adresse: Stadionweg 1, 52428 Jülich

Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof Jülich wahlweise mit der Buslinie 220 (Mariadorf Dreieck, Alsdorf) bzw. SB220 (Bushof Aachen) bis zur Haltestelle Brückenkopf fahren und dort aussteigen. Danach den Wanderweg zwischen Brückenkopfpark und Rur nach Norden folgen bis man zur Rurauenstraße kommt. Hier links abbiegen und dem Straßenverlauf folgen bis der Eingang zur Anlage auf der rechten Seite erscheint (Fußweg ab Haltestelle: Ca. 15 Minuten).

Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion

Karl-Knipprath-Stadion

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