Ticket

Beckumer SpVgg 0 ( 0:0 )

SC Roland 0

Liga: Westfalenliga Gruppe 1, 08.Spieltag

Datum: Sonntag 01. Oktober 2017

Anstoß: 15:00 Uhr

Stadion: Römer-Kampfbahn Beckum

Zuschauer: 650 (ca. 20 Gästefans) 8.000 Plätze

Statistik: 512. Ground, 863. Spiel (Westfalenliga Gruppe 1: 5 von 16)

Bericht:

Nach dem Doppler in Osnabrück am Samstag stand für den Sonntag noch ein weiteres Highlight auf der Agenda, denn Detlef aus Mülheim an der Ruhr hatte mich und Björn unter der Woche angeschrieben ob Interesse besteht zum Beckumer Stadtderby zwischen der Beckumer SpVgg und dem SC Roland zu fahren welches in der Römer-Kampfbahn stattfinden sollte. Da man für diesen tollen Ground nicht lange überlegen musste sagten wir sofort zu und gleichzeitig bot ich mich als Fahrer für diese Tour an. Nachdem ich noch bei Facebook meine Planung bekannt gegeben hatte schrieb mich Marc O. aus Wuppertal an ob noch Platz im Auto wäre was ich bestätigte und so hatte man das Auto für Beckum voll. Am Sonntagvormittag holte ich zunächst meine drei Mitfahrer am HBF Oberhausen ab und über die A2 fuhr wir dann weiter nach Beckum wo man das Stadion gegen 14:20 Uhr erreichte. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete sechs Euro und neben Bratwurst gab es auch Softgetränke sowie Krombacher Pils. Im Vereinsheim konnte man zwar einen neuen Schal für die Sammlung ergattern doch Aufkleber hatte der Verein leider nicht im Angebot. Das Spiel schauten wir dann vom Grashügel hinter einem der Tore.

In der Westfalenliga Gruppe 1 kam es heute zum Stadtderby zwischen der Beckumer SpVgg (12.) und dem SC Roland (10.) und von Beginn an wurde es eine zerfahrene Partie in der beide Teams mehr darauf bedacht waren Fehler zu vermeiden als offensive Akzente zu setzen. So spielte sich das Geschehen meist im Mittelfeld ab und Torraumszenen waren nur selten zu beobachten. Nach dem 0:0 zur Halbzeit wurde auch der zweite Abschnitt nicht besser und so endete die Partie folgerichtig ohne Tore. Durch den Punktgewinn klettert die Beckumer SpVgg einen Platz in der Tabelle auf die elf während der SC Roland weiter Zehnter bleibt.

Sehr gut besucht war auf jeden Fall das Derby wollten doch knapp 650 Zuschauer, darunter auch 20 Fans des SC Roland, die Partie in der Römer-Kampfbahn verfolgen. Trotz guter Kulisse gab es aber keinen organisierten Support.

Nach Spielende fuhren wir wieder zurück nach Oberhausen wo ich zunächst meine drei Mitfahrer am HBF absetzte ehe es für mich weiter nach Buschhausen ging.

Beste Grüße gehen heute nach Duisburg an Björn, nach Mülheim an der Ruhr an Detlef und nach Wuppertal an Marc O.

Stadion:

Die Römer-Kampfbahn (benannt nach den Römerzementwerken auf dessen ehemaligen Steinbruch das Stadion erbaut wurde) befindet sich nordwestlich des Stadtzentrums zwischen einem Wohn und Gewerbegebiet und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Schon vor dem Betreten der Anlage erblickt der Stadionbesucher einen sehr schön gestalteten Eingangsbereich, der aus zwei gemauerten Kassenhäuschen und blau angestrichenen Gitterzäunen besteht. Oberhalb des Eingangsbereiches hat man noch zwei Schriftzüge angebracht, die mit "Römer-Kampfbahn" und "Spielvereinigung E.V." zeigen wo man sich befindet und bei wem man heute zu Gast ist. Prunkstück des Stadions ist zweifelsohne die überdachte Haupttribüne mit ihren sieben Betonstufen auf denen jeweils Holzbohlen installiert wurden. Eine Besonderheit ist dabei die erste Stufe unten, denn dort hat man auf den Holzbohlen noch blaue Sitzschalen darauf geschraubt die aber schon massig Grünspan angesetzt haben. Weitere Details der Tribüne sind zum einen die blau weiße Sprecherkabine, die die beiden oberen Stufen quasi unterbricht sowie die gemauerte Rückwand aus Ziegelsteinen. Die Gegengerade sowie die beiden Hintertorseiten besitzen dagegen durchgängig sieben Stehstufen und nur die beiden Blöcke rechts und links der Tribüne verfügen jeweils über sechs Stufen. Ein besonderes Detail der Stufenanlage befindet sich hinter einem der Tore, denn dort sind die ersten beiden Stufen nicht durchgängig. Grund ist hierfür eine Aussparung um Parkplatzmöglichkeiten für die Trainingstore zu schaffen. Eine Flutlichtanlage ist ebenso wenig vorhanden wie eine Anzeigetafel. Fassungsvermögen: 8.000 Plätze (1.000 Sitz und 7.000 Stehplätze).

Verein:

Größter Erfolg des 1929 gegründeten Vereins (entstand aus einer Fusion zwischen dem VfB Beckum (gegründet als FC Westfalia 1910 Beckum; umbenannt 1916) und SuS Beckum) war der Aufstieg in die Bezirksklasse Westfalen zur Saison 1934/35, die zu diesem Zeitpunkt hinter der Gauliga die zweithöchste Klasse war und in der man bis zum Jahr 1944 für zehn Jahre spielte. Nach dem zweiten Weltkrieg schaffte der Verein zur Saison 1949/50 den Aufstieg in die Landesliga Westfalen, die zu diesem Zeitpunkt die dritthöchste Klasse war und in der man sieben Jahre spielte. 1956 qualifizierte man sich dann für die neu geschaffene Verbandsliga Westfalen (löste die Landesliga als dritthöchste Klasse ab) und hielt sich dort bis zum Abstieg 1965 für neun Jahre. Fünf Jahre später (1970) gelang dann der Wiederaufstieg in die Verbandsliga und es folgten acht weitere Jahre in der dritthöchsten Klasse. 1978 qualifizierte man sich für die neue drittklassige Oberliga Westfalen (löste die Verbandsliga ab) stieg aber schon nach nur einer Saison wieder ab. Es folgten drei Jahre Verbandsliga (1979 bis 1982), zwei Jahre Landesliga (1982 bis 1984) und wieder fünf Jahre Verbandsliga (1984 bis 1989) ehe man zur Saison 1989/90 erneut in die Oberliga Westfalen aufstiegen konnte. Dort konnte man sich nochmals zwölf Jahre halten (1989 bis 1994 drittklassig und 1994 bis 2001 viertklassig) ehe 2001 ein weiterer Abstieg folgte. Die nachfolgende Verbandsligasaison 2001/2002 konnte dann nicht mehr zu Ende gespielt werden da man im laufenden Wettbewerb Insolvenz anmelden und die Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden musste. Der Verein startete 2002 in der Kreisliga B neu und schaffte in den folgenden zwei Jahren den Durchmarsch in die Bezirksliga (2004) dem zwei Jahre später der Aufstieg in die Landesliga folgte (2006). Nach neun Jahren Landesliga stieg man zwar wieder in die Bezirksliga ab (2015) doch nach zwei weiteren Aufstiegen spielt man zur aktuellen Saison wieder in der Verbandsliga Westfalen und ist somit zumindest wieder sechstklassig. Weitere Erfolge waren die zweimalige Teilnahme am DFB Pokal (1992/93 und 1995/96) wobei man jeweils die zweite Runde erreichte (1992/93 SV Werder Bremen 0:7 und 1995/96 SpVgg Unterhaching 2:3) sowie der einmalige Gewinn des Verbandspokals Westfalen 1995.

Anfahrt:

Adresse: Vorhelmer Straße 73, 59269 Beckum

Für Bahnfahrer: Vom Bahnhof Beckum Neubeckum mit der Buslinie R62 (Beckum Busbahnhof) bis zur Haltestelle Römerkampfbahn fahren und dort aussteigen. Stadion liegt direkt an der Haltestelle (Achtung: Bus fährt nur alle zwei Stunden!!)

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

Römer-Kampfbahn

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