Ticket

SV Sandhausen 0 ( 0:1 )

MSV Duisburg 1

Liga: 2.Bundesliga, 13.Spieltag

Datum: Freitag 03. November 2017

Anstoß: 18:30 Uhr

Stadion: BWT-Stadion am Hardtwald Sandhausen

Zuschauer: 5.652 (ca. 500 Gästefans) 15.414 Plätze

Statistik: 517. Ground, 873. Spiel (2.Bundesliga: 9 von 18)

Bericht:

Zum Ende meines einwöchigen Urlaubs stand noch eine kleine Wochenendtour nach Baden-Württemberg auf dem Plan, denn dank MSV Auswärtsspiel in Sandhausen am Freitagabend und Björn bekam ich die Gelegenheit zum Ende des Jahres noch einen weiteren Zweitligaground von der Liste nehmen zu können. Da Björn das Stadion des SVS schon hatte schaute ich schnell in der Umgebung nach weiteren Spielen und wurde prompt in der Regionalliga Südwest fündig wo die Zweite der TSG Hoffenheim am Samstag im Heimspiel auf den 1.FC Saarbrücken treffen sollte. Nachdem Björn mit der zweiten Paarung einverstanden war holten wir noch Christian aus Mülheim an der Ruhr mit ins Boot, buchten unser Hotel in Heidelberg und besorgten die Fahrkarten für das Wochenende. So ging es am Freitagmorgen gegen 09:00 Uhr zunächst zum HBF Oberhausen wo man sich mit Christian traf und dann mit der Regio weiter nach Duisburg fuhr. Dort wurde dann zunächst das Frühstück eingekauft ehe man sich zum entsprechenden Gleis bewegte wo man alsbald auf Björn traf. Um 10:03 Uhr fuhren wir dann mit dem EC9 nach Mannheim zu unseren ersten Zwischenstopp und von dort weiter mit dem Nahverkehr nach Heidelberg wo wir gegen 13:50 Uhr ankamen. Unser Hotel für die Nacht (Ibis Heidelberg Hauptbahnhof) lag direkt am HBF und so hatten wir schon um 14:10 Uhr eingecheckt und unsere Zimmer bezogen. Gegen 14:30 Uhr liefen wir zurück zum HBF und fuhren mit dem Nahverkehr weiter nach St. Ilgen/Sandhausen wo wir schon um 15:00 Uhr ankamen. Die dreieinhalb Stunden bis Spielbeginn nutzten wir um uns den Ort anzuschauen. Dabei wurden folgende Sehenswürdgkeiten besichtigt: Lége-Cap-Ferret-Platz mit Heimatmuseum, Brunnen, Volkshochschule, Skulptur "Schindelmacher" und Alte Synagoge sowie Christuskirche, Skulptur "Hopfenzopfer", St.-Bartholomäus-Kirche (Alte Katholische Kirche), Skulptur "Wickelmacherin" und Altes Wasserwerk. Um 16:15 Uhr machten wir uns dann auf dem Weg zum Stadion welches wir gegen 16:45 Uhr erreichten. Da wir noch Zeit hatten gingen wir zunächst in den kleinen Fanshop wo ich mir neben Aufkleber und dem Stadionheft auch einen weiteren Schal für die Sammlung kaufte. In kürze zunächst alles rund ums Stadion: Der Eintritt kostete 28,00 Euro (Gegengerade Sitzplatz) und an den Verpflegungständen gibt es neben Bratwurst auch Softgetränke und Hoepfner Pilsener. Nachdem man sich an der Gegengerade von Björn vorerst verabschiedet hatte (er ging in den Gästeblock) suchten Christian und ich unsere Plätze auf der Gegengerade auf und warteten dort auf den Anstoß.

Der Tabellenvierzehnte MSV Duisbug reiste mit einer kleinen Erfolgserie (drei Spiele, fünf Punkte) zum Tabellensechsten SV Sandhausen und zeigte gleich zu Beginn, warum man in der laufenden Saison die meisten Punkte auswärts geholt hatte. Nach acht Minuten nutzte Moritz Stoppelkamp einen Querschläger von Sandhausens Verteidiger Tim Kister, nahm den Ball volley und versenkte das Leder aus 16 Metern ins rechte untere Eck zur 1:0 Führung. Danach zogen sich die Zebras aber in ihre Hälfte zurück und übergaben den Hausherren das Kommando, die sich schnell gute Chancen erspielten aber entweder an Mark Flekken im Tor der Duisburger scheiterten oder an Gerrit Nauber der, wie schon beim letzten Heimspiel gegen Union Berlin, den Ball von der Linie kratzte. Trotz der Gefahr, einen Gegentreffer zu kassieren blieben die Zebras ihrer defensiven Haltung treu und konnten den knappen Vorsprung erst mal mit in die Pause nehmen. Nach Wiederanpfiff waren zunächst die Gäste aktiver und konnten einige Zweikämpfe im Mittelfeld für sich entscheiden ehe man sich nach 60 Minuten wieder zurückzog und den SVS kommen ließ. Der hatte dann auch prompt weitere gute Chancen doch der Kasten der Duisburger schien an diesen Abend wie vernagelt zu sein. In der Schlußphase mussten dann die Gastgeber dem hohen Aufwand, den sich bis dato betrieben haben um den möglichen Ausgleich zu erzielen, Tribut zollen und so konnte der MSV das 1:0 am Ende mit taktischen Geschick über die Zeit retten. Durch den vierten Auswärtssieg der laufenden Saison klettert der MSV Duisburg in der Tabelle von Platz 14 auf Platz 12 und hat jetzt fünf (Relegationsplatz) bzw. sechs Punkte (Platz 17) Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Der SV Sandhausen dagegen verliert das zweite Spiel in Folge und ist jetzt seit vier Spielen ohne eigenen Dreier (ein Remis, drei Niederlagen). Dadurch rutscht man in der Tabelle von Platz sechs auf Platz sieben ab.

Zum Freitagbandspiel fanden sich 5.652 Zuschauer, darunter auch knapp 500 Fans aus Duisburg, im Hardtwaldstadion ein. Beide Fanlager mit einem Standardintro bestehend aus Schwenkern zu Spielbeginn. Supportmäßig konnte man heute gerade von den Gästefans von einen guten Auftritt sprechen während die Heimfans nur gelegentlich zu hören waren und kurz vor Schluss sogar ihre Zaunfahnen einholten und den Support gänzlich einstellten.

Nach Spielende warteten Christian und ich auf Björn und gemeinsam ging es zur Bushaltestelle wo wir aber den Bus zum Bahnhof St. Ilgen/Sandhausen knapp verpassten. Zehn Minuten später kam dann zwar der nächste Bus doch dieser fuhr nach Heidelberg-Kirchheim was uns gut eine halbe Stunde kostete. Als wir dann in Kirchheim angekommen waren fuhr gerade eine Straßenbahn weg und so mussten wir erneut eine halbe Stunde warten bis uns die nächste Straßenbahn nach Heidelberg selbst brachte. Mit reichlich Verspätung kamen wir in der Altstadt an wo wir noch eine örtliche Lokalität (Palmbräu Gasse) aufsuchten und den Abend bei gutem Essen und kühlen Getränken ausklingen ließen. Zurück im Hotel wurde noch schnell der Treffpunkt fürs Frühstück festgelegt und sich danach schlafen gelegt.

Stadion:

Das BWT-Stadion am Hardtwald (benannt nach einem Hersteller von Spezialchemie und Systemen zur Wasseraufbereitung sowie einem Waldgebiet nördlich von Karlsruhe) befindet sich im südlichen Teil Sandhausens am Rand des Waldgebietes Schwetzinger Hardt und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Das Stadion, welches über die Jahre mehrmals um- und ausgebaut wurde, besitzt auf allen vier Seiten Ausbau in Form von Tribünen die alle unterschiedlich aussehen. Die Hauptseite besitzt mittig die alte überdachte Haupttribüne von 1988 mit ihren acht Reihen roten Schalensitzen. Direkt rechts daneben schließt eine weitere überdachte Tribüne mit sieben Reihen roten Schalensitzen sowie einem VIP-Bereich oberhalb der Sitzplätze an. Eine dritte überdachte Tribüne gibt es auf der linken Seite der Haupttribüne wobei diese nur aus 24 Stehstufen besteht. Hier gibt es aber ein schönes Detail in Form eines "Sportverein 1916 Sandhausen" Graffiti an der oberen Rückwand. Alle drei Tribünen besitzen noch dazu eine Vortribüne welche durch den Spielertunnel mittig unterbrochen ist. Dabei verfügt der rechte Teil über weitere sechs Reihen rote Schalensitze während der linke Teil aus neun (Mitte) bzw. Zwölf (Außenbereich) Stehstufen besteht. Dem gegenüber steht die überdachte Gegengerade (INWO-Tribüne) mit ihren vierzehn Reihen schwarzen und weißen (bilden den Schriftzug "1916") Sitzschalen sowie einer Vortribüne mit dreizehn Stehstufen welche aber mehrmals unterbrochen ist. Die östliche Hintertortribüne (Sparkassentribüne) ist ebenfalls überdacht und besitzt zwanzig Reihen schwarzer und weißer (bilden den Schriftzug "SVS") Schalensitze. Zu guter Letzt folgt die die westliche Hintertortribüne (Volksbank Fan-Tribüne) mit ihren 30 Stehstufen welche zur Hälfte den Heim und zu Hälfte den Gästefans vorbehalten ist. Drei Ecken des Stadions sind nicht ausgebaut während in der vierten (Eckbereich zwischen Haupttribüne und Sparkassentribüne) der sogenannte Business Turm steht. Neben vier Flutlichtmasten in den Ecken besitzt das Stadion noch zwei weitere auf dem Dach der Gegengerade die in Bügelform daherkommen. Daneben gibt es noch eine Videowand, die sich in der Ecke INWO-Tribüne - Sparkassentribüne befindet. Fassungsvermögen: 15.414 Plätze (6.674 Sitz und 8.740 Stehplätze).

Verein:

Größter Erfolg des Vereins war der Aufstieg in die 2.Bundesliga zur Saison 2012/13 der man zur aktuellen Saison seit sechs Jahren angehört. Neben den aktuellen sechs Jahren in der Zweitklassigkeit war der Verein 43 Jahre fester Bestandteil diverser dritter Liegen die sich wie folgt verteilen: 20 Jahre 1.Amateurliga Nordbaden (1957 bis 1977), ein Jahr Amateurliga Nordbaden (1977/78), 16 Jahre Oberliga Baden-Württemberg (1978 bis 1994), zwei Jahre Regionalliga Süd (1995/96 und 2007/08) sowie vier Jahre 3.Bundesliga (2008 bis 2012). Weitere Erfolge waren die 20malige Teilnahme am DFB Pokal wobei man einmal das Viertelfinale erreichte (1985/86 Borussia Dortmund 1:3), der zweimalige Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft 1978 (ESV Ingolstadt 2:0/1:1) und 1993 (SV Werder Bremen Amateure 2:0) sowie der zwölfmalige Gewinn des Verbandspokal Badens (1977, 1978, 1981, 1982, 1983, 1985, 1986, 1995, 2006, 2007, 2010 (von der zweiten Mannschaft errungen) und 2011).

Anfahrt:

Adresse: Jahnstraße 1, 69207 Sandhausen

Für Bahnfahrer: Die beste Verbindung bietet sich über Heidelberg an. Dort am HBF in die Buslinie 720 (St. Leon-Rot See) einsteigen und bis zur Haltestelle Sandhausen Sportzentrum fahren. Dort aussteigen und man ist am Stadion (diese Verbindung verkehrt Samstags halbstündig).

Für Sonntags gilt die Buslinie 721 (Walldorf Sambugaweg) ebenfalls mit Ausstieg in Sandhausen Sportzentrum (diese Verbindung besteht aber nur Stündlich).

Vom Bahnhof St. Ilgen/Sandhausen selbst fahren zwei Stunden vor Anpfiff Shuttlebusse zum Stadion.

BWT-Stadion_am_Hardtwald

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