Ticket

SV Werder Bremen 1 ( 1:1 )

SC Freiburg 1

Liga: 1.Bundesliga, 07.Spieltag

Datum: Samstag 04. Oktober 2014

Anstoß: 15:30 Uhr

Stadion: Weserstadion Bremen

Zuschauer: 40.029 (ca. 600 Gästefans) 42.500 Plätze

Bericht:

Der goldene Oktober ruft und um das zu feiern hatte man sich für das erste Wochenende des Monats zwei Highlights auf den Zettel geschrieben. Den Anfang sollte am Samstag die Bundesligabegegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem SC Freiburg machen, also besorgte man sich unter der Woche schon mal die Bahntickets am Oberhausener HBF. War noch auf der Tour nach Wiesbaden meine Mutter als Tourbegleiter an Bord so konnte ich für den Ausflug nach Bremen meinen Vater als Mitfahrer begrüßen und so ging es am Samstagmorgen gegen 9:00 Uhr per Auto Richtung HBF Oberhausen wo man die Regionalbahn nach Duisburg nahm. Dort stieg man dann planmäßig um 09:46 Uhr in den IC Richtung Bremen HBF welchen wir nach ereignislosen zweieinhalb Stunden Fahrt gegen 12:15 Uhr erreichten. Die Zeit bis zum Anstoß nutzten wir um uns ein wenig in der Stadt umzuschauen. So schlenderten wir ein wenig durch die Bremer Altstadt und besuchten neben dem Rathaus auch die Böttcherstraße, eine knapp hundert Meter lange Gasse aus dem Jahr 1920 (Die Geschichte der Gasse geht aber bis ins Mittelalter zurück). Von dort ging es an die Weser und Richtung Stadion welches wir gegen 14:00 Uhr erreichten. An den Kassen wollten wir uns eigentlich Karten für die Gegengerade kaufen doch leider gab es nur noch Karten für den Oberrang der Westtribüne für gerade mal 40 Euro. Zähneknirschend den Preis bezahlt ging es weiter zu einen der Fanstände um sich einen Schal zu kaufen und auf dem Weg zum Eingang holte man sich noch das Stadionheft welches für 1,50 Euro sogar mit Klarsichthülle gab. Danach ging es hinein und in den Oberrang wo wir schnell unsere Plätze fanden. Wie sich herausstellte saßen wir im kombinierten Heim/Gästebereich, d.h. bei einer kleinen Anzahl Gästefans werden die Blöcke an die Heimfans verkauft während bei Vereinen mit größerer Auswärtsfahrerzahl die Blöcke den Gästefans vorbehalten ist. Leider muss man sagen das das Preisleistungsverhältnis leider nicht stimmt, hat man doch für 40 Euro mit einem etwas zu harten Metallklappsitz vorlieb zu nehmen. Da fast immer noch eine Stunde bis Anpfiff war liefen wir ein wenig zwischen den Blöcken rum und schafften es sogar kurz auf die Haupttribüne von wo ich noch ein paar Bilder von der West knipsen konnte. Danach wieder zurück, schnell noch was zu trinken besorgt und endgültig unsere Plätze nahe des Gästekäfigs eingenommen.

Wenn der Tabellen 17. auf den Tabellen 16. trifft kann man wohl von Abstiegskampf pur sprechen und so wurde es eine Partie die zwar arm an Torchancen war, dafür aber vom Kampf lebte. Dies hatte in der achten Minute auch gleich Konsequenzen für die Bremer als Sebastian Prödl Maximilian Philipp im Strafraum zu Fall brachte und der Schiedsrichter auf den Punkt zeigte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Vladimir Darida sicher zur 1:0 Gästeführung. Nur fünf Minuten später eine ähnliche Szene, diesmal im Strafraum der Freiburger doch diesmal blieb der Pfiff des Unparteiischen aus. Trotzdem setzte Bremen seine Angriffsbemühungen fort und schaffte in der 31. Minute den mittlerweile verdienten Ausgleich durch Franco di Santo. Der SVW wollte aber mehr und so hatte die Freiburger Abwehr alle Hände voll zu tun um das Unentschieden in die Pause zu retten. Im zweiten Abschnitt häuften sich das die Chancen auf beiden Seiten. So konnte der SCF zweimal nur den Pfosten treffen während auf Bremer Seite zunächst Endstation bei Freiburgs Keeper Bürki war ehe eine Abseitsstellung die 2:1 Führung für die Hausherren zunichtemachte. Ansonsten lebte die Partie weiter vom Kampf und leider auch von den daraus folgenden Unterbrechungen. Am Ende blieb es beim 1:1 Unentschieden welches beiden Teams im Abstiegskampf so nicht weiterbringen wird. Während sich Freiburg zumindest auf Platz 15 vorschieben konnte (dank des besseren Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz) sieht es für Bremen im Moment ganz dunkel aus. Der einzige Lichtblick für die Hansestädter ist jetzt erst mal die rote Laterne die den 18. Tabellenplatz erleuchtet.

Trotz Krisengipfel wollten 40.029 Zuschauer, darunter auch knapp 600 Fans aus Freiburg, die heutige Partie im Weserstadion sehen. Zu Spielbeginn zeigte die Heimkurve eine kleine Choreo bestehend aus zwei Transparenten mit der Aufschrift: "Heute alles für drei Punkte!" "Auf gehts SV Werder Bremen!" sowie grünen und weißen Luftballons. Abgerundet wurde das Ganze mit einem Bierdeckelregen. Die Gästeanhänger zeigten dagegen nur ihre mitgebrachten Fahnen und Doppelhalter. Der Support war zwar auf beiden Seiten recht ordentlich aber auch ohne Ausreißer nach oben. Das lag vor allen daran, dass sich die Stimmung im Verlauf der Partie dem Niveau auf Rasen anpasste und es immer mal wieder Phasen gab wo beide Fanblöcke ruhig waren.

Nach Spielschluss ging es an der Weser entlang zurück zur Altstadt wo wir uns noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, unter anderen besuchte man die Bremer Stadtmusikanten am Rathaus, anschauten. Anschließend hieß es noch unser Mittagessen nachzuholen also setzten wir uns am Markt in eines der dortigen Restaurants wo wir leider fast eine Stunde auf unser Essen warten mussten. So waren wir erst gegen 19:40 Uhr fertig mit dem Essen und im Eiltempo ging es dann Richtung HBF, denn um 20:44 Uhr sollte schon unser IC nach Münster abfahren. Schlussendlich kamen wir zwar pünktlich am Bahnhof an doch unserer IC war es dagegen nicht. Zunächst mit 60 Minuten angeschlagen wurde nach einer halben Stunde schon 80 Minuten raus und spätestens als uns sogar 100 Minuten Verspätung angezeigt wurden war es Zeit mal dem Servicepoint der DB im Bahnhof mal einen Besuch abzustatten. Die nette Dame am Schalter schaute kurz ins System bat um unser Ticket und machte hinten einen Stempel mit der Aufschrift: "Zugbindung aufgehoben" drauf. Damit konnten wir jetzt mit jeden Fernzug fahren ohne das es zu Problemen mit dem Schaffnern kommen könnte. Die Dame am Schalter sagte uns noch das gegen 22:00 ein Zug Richtung Ruhrgebiet fahren sollte welchen wir dann auch nutzten. Wie so oft auf meinen Tagestouren so kam man auch an diesen Abend mit reichlich Verspätung, (knapp zwei Stunden) zu Hause an, aber man hat sich mittlerweile daran gewöhnt.

Stadion:

Das Weserstadion (benannt nach dem Fluss, der direkt am Stadion vorbeifließt) befindet sich südlich des Bremer Stadtkerns an der Weser und kommt als reines Fußballstadion mit Rasenbelag daher. Das 1909 errichtete Stadion wurde im Verlauf seiner über hundertjährigen Geschichte immer mal wieder um bzw. ausgebaut, so auch zwischen 2008 und 2011 als beide Kurven abgerissen und am Spielfeldrand neu aufgebaut wurden. Trotz seines ovalen Außengrundrisses gibt es im Stadion keine Laufbahn, alle Tribünen stehen dicht am Spielfeld und verfügen über jeweils zwei Ränge. Alle Plätze sind mit grünen Sitzen ausgestattet und zusätzlich gibt es noch auf der Gegengerade sowie der Haupttribüne weiße Sitze die den Schriftzug "Werder Bremen" bilden. Während sich die Heimfans im Unterrang der Ostkurve einfinden steht den Gästefans ein Block im Oberrang der Westkurve zu Verfügung, der bei Spielen mit erhöhten Gästeaufkommen auf bis zu drei Blöcke ausgeweitet werden kann. Eine Besonderheit stellt die Dachkonstruktion da, denn die wurde in den Geraden auf die Dachbinder des alten Daches montiert was bedeutet, dass es dort nicht mit dem Ende der Tribüne abschließt. In den Geraden befinden sich auch die vier Flutlichtmasten, die man ebenfalls hat stehen lassen und durch ihre markante Bauform schon von weiten auffallen. Zwei LED Videowände oberhalb der Kurven runden das Gesamtbild des Stadions ab. Fassungsvermögen: 42.500 Plätze (31.900 Sitz und 10.600 Stehplätze).

Anfahrt:

Adresse: Auf dem Peterswerder 32, 28205 Bremen

Für Bahnfahrer: Vom Bremer HBF wahlweise mit der Straßenbahnlinie 3 oder 10E bis zur Haltestelle Weserstadion fahren und dort ausstiegen. Danach rechts in Auf dem Peterswerder abbiegen und den Straßenverlauf bis zum Stadion folgen.

Weserstadion

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Weserstadion Weserstadion

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