Ticket

Kickers Offenbach 1 ( 0:1 )

VfB Stuttgart II 3

Liga: 3.Bundesliga, 02.Spieltag

Datum: Samstag 28. Juli 2012

Anstoß: 14:00 Uhr

Stadion: Sparda-Bank-Hessen-Stadion Offenbach

Zuschauer: 7.393 (ca. 60 Gästefans) 20.500 Plätze

Bericht:

Offenbach oder Saarbrücken, das was die große Frage für die zweite Tour in der noch jungfräulichen Saison und die Wahl fiel doch schwerer als man anfangs erwartet hatte. Soll man nach Saarbrücken mit seinem großen alten Stadion oder nach Offenbach mit seinem modernen Betonklotz aber mit seinen heißblütigen Fans, die zu Hause immer alles geben. Schwer, schwer diese Endscheidung und wenn man nicht mehr weiter weiß nimmt man einfach eine Münze zur Hand und siehe da, das gute Stück entschied sich für die Tour nach Offenbach. Damit auch die Bahncard 25 wieder auf ihre Kosten kam besorgte man sich eine Woche vor Tourbeginn Bahntickets für die Strecke Oberhausen – Offenbach und da alleine fahren irgendwie doof ist konnte für die Fahrt noch ein besonderer Mitfahrer begrüßt werden. Denn meine Mutter bot sich an diese Tour mitzumachen, da sie gerne mal das Erlebnis Groundhoppen mal live miterleben wollte. Am Samstag hieß es also schon um 07:00 (der frühe Groundhopper sieht ja bekanntlich die besten Grounds) raus aus dem Bett, denn um 8:21 Uhr sollte es erst mal nach Duisburg gehen wo unser ICE nach Hessen einfahren sollte. Fünf Minuten vor Neun kam dann auch unser Zug der uns zum zweiten Etappenziel brachte, den Frankfurter HBF. Von dort ging es mit dem RE zum Offenbacher HBF wo wir um 11:37 Uhr ankamen. Die gesamte Fahrt verlief relativ ereignislos und so genossen wir die Landschaft die mit knapp 200 Sachen an uns vorbeirauschte (sofern wir sie bei den ganzen Tunneln sehen konnten). Aber zurück nach Offenbach wo wir uns erst mal rumfragten bis wir in den richtigen Bus (die Linie 102 für die, die diesen Ground auch mit der Bahn anfahren wollen) einstiegen der uns direkt vors Stadion brachte. Erster Anlaufpunkt natürlich der Fanshop um einen Schal und das Stadionheft zu kaufen bevor es dann zum Ticketschalter ging wo wir uns zwei Karten für die Henninger Tribüne besorgten. Endlich im Stadioninneren wurde erst mal das Frühstück in Form einer leckeren Rindswurst nebst Cola eingenommen und dann hieß es auch schon rein in den Block und auf unsere Plätze.

Die Partie der noch punktlosen Teams von Kickers Offenbach und der Zweitvertretung des VfB Stuttgart war für die Zuschauer wahrlich kein Leckerbissen. Beide Teams taten sich in den ersten 15 Minuten schwer und so kam es kaum zu guten Aktionen innerhalb der Strafräume. In der 20. Minute fiel dann endlich der erste Treffer der Partie als Manuel Janzer die Gäste in Führung brachte und die Hausherren damit komplett verunsicherte. Fortan waren die Jungen Wilden des VfB immer einen Tick schneller und auch konsequenter in den Aktionen und so ließ man die Kickers immer hinterher rennen. Neben dem Tor gab es in der ersten Halbzeit ein weitere Highlight in Form eines kurzen aber heftigen Gewitters welches die Zuschauer auf den Tribünen veranlasste die oberen Reihen in Beschlag zu nehmen da man in den ersten zehn Reihen etwas durchnässt wurde. Auch die Ordner suchten Schutz vor dem Regen und benutzten die Zaunfahnen der Heimfans als Regenschirme. Davon unbeeindruckt ließ der Schiedsrichter die Partie weiterlaufen während das Unwetter über das Stadion hinweg zog. Aber weiter zum Spiel und der zweiten Halbzeit die zwar jetzt kämpfende Offenbacher sah aber einen Gast der in der 52. und 61. Minute doppelt gnadenlos zuschlug (2:0 Soufian Benyamina; 3:0 Christoph Hemlein). Drei Minuten später gelang den Hausherren auf etwas kurioser Weise das 1:3 als ein Kopfball von Mathias Fetsch Richtung Torlinie trudelte wo ein Stuttgarter Spieler den Ball mit den Händen wieder rausschlug und Glück hatte das er den Ball erst hinter der Linie klärte. Danach war Offenbach weiter bemüht doch da Stuttgart hinten sicher stand musste man sich am Ende mit der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel begnügen.

Zum ersten Saisonheimspiel im umgebauten Stadion am Biberer Berg kamen heute 7.393 Zuschauer, darunter knapp 60 Fans aus Stuttgart. Konnte der Support auf Heimseite im ersten Abschnitt noch halbwegs überzeugen wurde es im zweiten Abschnitt zunehmend leiser bis man kurz vor Schluss mit „Das hat mit Fuß, das hat mit Ball. Das hat mit Fußball nichts zu tun“ seinen Unmut lautstark äußerte.

Nach Spielschluss hieß es für uns mit der Linie 102 zurück zum HBF und von dort Richtung Innenstadt die wir erst auf der falschen Seite des HBFs vermuteten. Auf den Rückweg in die jetzt richtige Richtung kam es erneut zu einem Regenschauer den wir diesmal nicht austricksen konnten und so kamen wir zu einer kostenlosen Dusche. Später in der Innenstadt wurde noch lecker gegessen und dem Main einen Besuch abgestattet bevor es zurück zum HBF ging wo wir um 21:17 Uhr die Regionalbahn nach Frankfurt HBF nahmen. Dort setzten wir uns in den ICE, der uns nach Duisburg bringen sollte. Diesen erreichten wir mit knapp 30 Minuten Verspätung da beim Frankfurter Flughafen der Fernbahnhof gesperrt war und in Boppard wegen einer Gleisunterspülung nur eine Strecke befahrbar war. Um kurz vor zwei Uhr nachts waren wir dann endlich zu Hause in Oberhausen.

Stadion:

Das neue Sparda-Bank-Hessen-Stadion ersetzt seit dieser Saison den altehrwürdigen Biberer Berg welches im Zuge des Neubaus abgerissen wurde. Das neue Stadion der Kickers Offenbach besitzt vier freistehende Tribünen (die Ecken sind nicht ausgebaut) die dicht am Spielfeldrand stehen und komplett überdacht sind. Während die Haupttribüne nur aus roten Sitzschalen besteht gibt es auf der Henninger Tribüne (Hintertortribüne) neben roten Sitzschalen auch weiße die den Schriftzug OFC bilden. Die andere Hintertortribüne besitzt neben roten Sitzschalen auch Stehplätze im Gästeblock. Meistens stehen ja die Heimfans hinter dem Tor doch in Offenbach ist das anders, denn hier hat man die Stehplätze auf der Gegentribüne gepackt. Wie in alten Stadien gibt es auch im Sparda-Bank-Hessen-Stadion nur eine Anzeigetafel in Form einer Videowand und auch auf Flutlicht wurde nicht verzichtet, steht es doch auf dem Tribünendach als Bügelkonstruktion. Zwar besitzt Offenbach nunmehr ein neues modernes Stadion aber den Charme des alten Biberer Bergs muss sich die neue Spielstätte erst mal verdienen. Fassungsvermögen: 20.500 Plätze (10.300 Sitz und 10.200 Stehplätze).

Anfahrt:

Adresse: Waldemar-Klein-Platz 1, 63071 Offenbach

Für Bahnfahrer: Vom Offenbacher HBF die Linie 102 nehmen die bis zum Stadion fährt.

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Sparda-Bank-Hessen-Stadion

Zurück zur Homepage