100 helle
Planetarischen Nebel nördlich einer Deklination von -45°
Welche
Objekte kann man noch aus der Großstadt beobachten? Diese Frage stellen sich
viele Einsteiger aber auch Amateurastronomen.
Als da
wären natürlich Doppelsterne. Der Reiz besteht darin den oft
unterschiedlichen Farbkontrast der Partner zu beobachten oder auch die
Qualität
des eigenen
Fernrohrs zu testen, indem man sehr enge Doppelsterne nahe dem theoretischen
Auflösungsvermögen nimmt.
Der Mond
und die Planeten sind auch gut aus einer erhellten Stadt zu beobachten. Auch
die Sonne (nur mit speziellen Filter) ist tagsüber
aus der Stadt
beobachtbar.
Ab jetzt wird die Liste schon kleiner, den Galaxien, Gas- und Emissionsnebel,
Kugelsternhaufen und offene Haufen benötigen meist einen
dunklen Himmel
damit sie zur Geltung kommen bzw. überhaupt sichtbar werden.
Eine
Gruppe von Objekte, die Planetarischen Nebel, sind jedoch (fast) ohne
Qualitätseinbuße ebenfalls aus der Stadt beobachtbar. Das liegt an der
meist sehr
großen Flächenhelligkeit dieser Objekte. Den kleine
Planetarische Nebel (< 0,1') vereinen ihre gesamte Helligkeit in einem
fast punktförmigen
Zentrum.
Generell lässt sich sagen, das Objekte mit einer Flächenhelligkeit von kleiner
10 auch bei aufgehellten Himmel noch beobachtbar sind.
Nun was
macht Planetarische Nebel (PN) so interessant für den Hobbyastronomen? Da
wäre zu allererst mal das Auffinden eines doch meist
sehr kleinen,
bei niedriger Vergrößerung stellar wirkenden Objektes. Weiterhin haben viele
PN eine bläuliche oder grünliche Farbgebung, die auch
schon mit
kleinen Teleskopen und bei niedriger Vergrößerung zu beobachten ist. Viele kleine
PN lassen sich ohne Qualitätsverlust hoch vergrößern.
Dadurch
lassen sich mit speziellen Filter (UHC, O-III) Details innerhalb oder um das
Scheibchen beobachten.
Da auch ich
meist aus einer erhellten Großstadt aus beobachte, habe ich eine Liste der
100 hellsten PN, die von Mitteleuropa noch beobachtbar sind
erstellt.
Mit Nebelfilter lassen sich auch viele PN, deren Flächenhelligkeit größer als
10 ist beobachten. Für kleine Öffnungen empfehle ich einen UHC Filter.
Teleskope
mit größerer Öffnung können auch einen O-III Filter verwenden, dieser liefert
einen besseren Kontrast, lässt aber weniger Licht durch.
Die Liste enthält
die Planetarischen Nebel, aufsteigend nach Rektaszension geordnet. Die
Flächenhelligkeit eines PN ist auch eine sehr hilfreiche Angabe.
Die
Angaben des Durchmessers sind nur Richtwerte, da viele PNs oval oder
unregelmäßig geformt sind. Die Angabe zur Helligkeit des Zentralsterns
können
auch interessant sein. Die Anmerkungen über die Schwierigkeit des PN beziehen
sich auf kleine Teleskope unter mäßigen Bedingungen.
Leichte Objekte
sind gelb, schwierige Objekte sind orange hervorgehoben.