Wobei wir bereits bei meiner Hauptbeschäftigung wären!



Mit Autos und besonders mit alten Autos, befasse ich mich schon seit über
3 Jahrzehnten! Zunächst privat und später auch beruflich wurden sie meine
täglichen Wegbegleiter.

Der Anfang:
Angefangen hatte es mit 18, kurz nach meiner bestandenen Führerscheinprüfung und mit meinem zweiten Auto, da das erste leider nicht sehr lange hielt.
Ich weiß nicht woher ich die Fähigkeiten und das Interesse hatte, selbst an meinem Auto herumzubasteln.
Vielleicht lag es daran, dass es etwas Neues war (meine Eltern hatten nie ein Auto) und es mir gehörte!
Obwohl ich zuerst einen anderen Beruf erlernte, hatte ich keine Hemmungen mich selbst an meinem Auto zu 'vergehen'.
Ich hab' geschliffen, gespachtelt und lackiert, poliert, gewienert und geschraubt was das Zeug hielt. Der Rallye-Trim, den ich meinem Auto verpasste gefiel mir...
und nicht nur mir!

Meine damalige Freundin (seit über 30Jahren meine Frau) hatte einen alten Renault 8. Mausgrau und vielfach mit dem Pinsel und irgendeiner Farbe ausgebessert, machte er keine besonders gute Figur!
Aber das Wägelchen lief und hatte eine Straßenlage, einfach sagenhaft!
Nachdem ich noch festgestellt hatte, dass der Innenraum über Jahre hinweg durch Schonbezüge von Schmutz und Beschädigungen verschont geblieben war, habe ich dem Wägelchen kurzerhand eine Rallye-Lackierung verpasst!
John Player's Special, war damals eine Zigarettenmarke, die auch im Motorsport als Sponsor auftrat und eine auffällige Lackierung auf ihren Rennwagen hatte!
-Schwarz mit goldenen Streifen- so sah dann auch der Renault aus.

Auch aus dem normalen Simca 1000 meiner Schwester wurde ganz schnell ein Rallye 2. Und nachdem sie bei ihrem ersten Fahrversuch, bei dem sie rückwärts aus der Garage herausfuhr und gleich das Hauseck mitnahm, habe ich mich auch schnell als Karosseriespengler versucht. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen!

Die Entwicklung:
Nach ein paar Jahren wurde mir klar, dass ich mein Wissen und Können vertiefen musste und habe dann etwas verspätet mit Mitte 20 eine Lehre zum Kfz.-Mechaniker absolviert.
Mein Meister war sehr zufrieden mit mir und schon nach kurzer Zeit durfte ich in der Werkstatt schalten und walten wie ich wollte.
Oft bis spät abends und am Wochenende habe ich geschraubt, geschweißt und lackiert. Ja, auch lackiert und das mit besten Ergebnissen!
Mein Können und die Qualität meiner Arbeit sprachen sich herum.
Ich hatte jede Menge zu tun!

Leider ist es im Kfz.-Handwerk so, dass betriebswirtschaftliche Zwänge dazu führen, dass häufig gepfuscht wird.
Qualitativ hochwertige Arbeit braucht Zeit und die kann, da verbunden mit hohen Lohnkosten, dem Kunden nicht vermittelt werden.
So werden Reparaturen oft unzureichend und unfachmännisch ausgeführt.
Von dieser Praxis halte ich nichts! Nur qualitativ hochwertige Arbeit ist werterhaltend und ganz besonders, wenn es um alte Autos geht.

Viele Fahrzeuge sind im Laufe der Jahre durch meine Hände gegangen. Vielen habe ich das 'Leben' gerettet, oder zumindest verlängert. Die meisten habe ich für Andere wieder in Schuss gebracht, ein paar habe ich selbst einige Zeit gefahren und sie dann wieder verkauft.

In den letzten 15-20 Jahren haben sich so gewisse Vorlieben und Spezialitäten entwickelt, die teilweise auf früheren Begebenheiten oder Umständen beruhen.
Zum Einen die Peugeot 504 Coupés und Cabrios, die ab 1969 bis 1983 gebaut wurden und die Mercedes-Benz Fahrzeuge ab den 60er Jahren.
Eine ganz besondere Liebhaberei sind die US-Cars, aber diesen habe ich eine eigene Rubrik gewidmet.

Heute:
Inzwischen ist das Verständnis und die Akzeptanz weitaus höher, als vor 25 Jahren.
Oldtimer sind mittlerweile salonfähig und zum Statussymbol geworden.

Die Liebe zu alten Autos ist bei mir Beruf und Hobby in Einem!
Viele Fahrzeuge die noch vor 20, 30 Jahren mitleidlos verbraucht und weggeworfen wurden, sind gesuchte und geschätzte Liebhaberfahrzeuge geworden.



Mercedes-Benz 280S W108!


Mercedes-Benz 240D W123!


Peugeot 504 Coupé / Cabrio!


Pontiac Firebird TransAm!


Hier ein paar ältere Projekte!