Das Buch der Jubiläen * Buch der Einteilung. * Die Offenbarung Gottes an Mose auf dem Sinai (vgl. Ex. 24, 1518). * Gott gibt Befehl zur Aufzeichnung des Buchs der Einteilung. * Der Engel des Angesichts verkündet Mose die Urgeschichte. Die Schöpfung der Welt; Einsetzung des Sabbats (Gen. 12, 3). * Das Paradies und der Sündenfall (Gen. 2, 43, 24). * Kain und Abel, Adams Kinder (Gen. 4). * Die Patriarchen von Adam bis Noah (Gen. 5), Leben und Bedeutung Henochs. Tod Adams und Kains. * Die Ehen der Engel mit den Töchtern der Menschen; die Ankündigung der Sintflut (Gen. 6, 18). Bestrafung der gefallenen Engel und ihrer Kinder. * Der Bau der Arche. Die Sintflut (Gen. 6, 18, 19). * Noahs Opfer (Gen. 8, 2022). Der Bund Gottes mit Noah (Gen. 9, 119). Anweisung an Mose über Blutgenuss, Wochenfest und Jahreseinteilung. * Noah opfert. Die Verfluchung Kanaans (Gen. 9, 2028). Die Söhne und Enkel Noahs (nach Gen. 10) und ihre Bauten. Mahnrede Noahs. * Genealogie der Nachkommen Sems und ihrer Frauen. Abgrenzung der Gebiete des Sem, Ham und Japhet (in Anlehnung an Gen. 10). * Die Gebiete der Söhne Hams, Sems und Japhets (vgl. teilweise Gen. 10). * Verführung der Enkel Noahs durch böse Geister; Gebet Noahs. Der Fürst Mastema. Tod Noahs (Gen. 9, 28). * Der Turm zu Babel; die Sprachverwirrung (vgl. Gen 11, 19). * Die Kinder Noahs ziehen in die ihnen bestimmten Gebiete. Kanaan nimmt, trotz des angedrohten Fluchs, unrechtmäßigerweise Palästina. * Geschichte der Patriarchen von Regu bis Abraham (Gen. 11, 2020). Die Verderbnis der Menschen. * Gotteserkenntnis und Wunderkraft des jungen Abraham. * Abraham sucht seinen Vater zu bekehren. Die Familie Tharahs (Gen. 11, 2730). Abraham verbrennt die Götzen. Tod Harans (Gen. 11, 28). * Familie Tharahs in Haran. Abrahams dortige Erlebnisse; sein Zug nach Kanaan (Gen. 11, 31. 12, 3). * Abraham mit Lot in Kanaan und Ägypten (Gen. 12, 420). Abraham trennt sich von Lot (Gen. 13). * Der Feldzug des Kedorlaomer (Gen. 14). * Der Bund Jahwes mit Abraham (Gen. 15). * Hagar gebiert Abraham den Ismael (Gen. 16, 13. 15. 16). * Feier des Festes der Erstlinge der Getreideernte. Die Beschneidung. Verheißung der Geburt Isaaks (Gen. 17). Beschneidungsgebot für Israel. * Die Engel erscheinen bei Abraham in Hebron; Isaak wird noch mal verheißen. Die Zerstörung Sodoms. Lots Errettung und Verbrechen (Gen. 18. 19). * Abraham beim Brunnen des Schwurs. Geburt Isaaks (Gen. 21, 14). Einsetzung und Feier des Laubhüttenfestes. * Die Austreibung Hagars und Ismaels (Gen. 21, 821). * Mastema veranlasst Gott, Abraham auf die Probe zu stellen. * Die Opferung Isaaks (Gen. 22, 119). * Saras Tod und Begräbnis (Gen. 23). * Isaaks Heirat und Abrahams andere Ehe (Gen. 24, 15. 25, 1. 2). Die Geburt Esaus und Jakobs (nach Gen. 25, 19 ff.). * Abraham liebt den Jakob und segnet ihn. * Abrahams letzte Worte an Kinder und Kindeskinder. * Abrahams letzte Worte an Isaak. * Isaak, Ismael und Jakob zum letzten Male vor Abraham. Gebet Abrahams. * Abrahams letzte Worte an Jakob. Segen über Jakob. * Abrahams Tod und Begräbnis (vgl. teilweise Gen. 25, 710). Das abnehmende Alter und die zunehmende Verderbnis der Menschen (aus Gen. 6?). Eschatologischer Ausblick (vgl. teilweise Jes. 65, 66). * Isaak nach Abrahams Tode (Gen. 25, 11). Esau verkauft seine Erstgeburt (Gen. 25, 2934). * Isaaks Aufenthalt in Gerar und Vertrag mit Abimelech (Gen. 26). * Isaak verflucht die Philister. * Rebeka verpflichtet Jakob, keine Kanaaniterin zu heiraten, und segnet ihn. (Vgl. die Worte Isaaks Gen. 28, 14 und Jub. 27, 10 ff.) * Jakob erschleicht den Erstgeburtssegen (Gen. 27). * Rebeka veranlasst Isaak, den Jakob nach Mesopotamien zu senden. Jakobs Traum und Gelübde zu Bethel (Gen. 28). * Jakobs Verheiratung mit Lea und Rahel; seine Kinder und sein Reichtum (Gen. 29. 30). * Jakobs Flucht mit seiner Familie. Sein Vertrag mit Laban (Gen. 31). * Jakob versöhnt sich mit Esau, wohnt in Kanaan (Gen. 32. 33) und unterstützt seine Eltern. * Die Schändung der Dina. Das Blutbad zu Sichem (Gen. 34). Gesetze über die Ehe zwischen Israeliten und Heiden. Erwählung Levis. * Jakobs Zug über Bethel nach Hebron (Gen. 35). Isaak segnet Levi und Juda. * Rebeka zieht mit Jakob nach Bethel. * Jakob in Bethel (teilweise nach Gen. 35). Levi träumt; Jakob opfert, setzt Levi zum Priester ein und bestimmt den Zehnten. * Visionen Jakobs; Geburt Benjamins und Tod Rahels (Gen. 35). * Rubens Versündigung mit Bilha (Gen. 35, 22). Gesetzliche Bestimmungen darüber. Die Kinder Jakobs (Gen. 35, 2327). * Kampf der Amoriterkönige gegen Jakob und seine Söhne. Verkauf Josephs nach Ägypten (Gen. 37). Tod Bilhas und Dinas. * Die Weiber der Söhne Jakobs. * Letzte Reden und Tod Rebekas. * Letzte Reden und Tod Isaaks. * Esau und seine Söhne ziehen in den Kampf gegen Jakob. * Der Kampf zwischen Esau und Jakob am Turme zu Hebron. * Die Könige Edoms (Gen. 36, 3139). * Josephs Dienst bei Potiphar, seine Keuschheit und Gefängnis (Gen. 39). * Joseph deutet zwei Gefangenen ihre Träume (Gen. 40). * Die Träume des Pharao. Josephs Erhöhung (Gen. 41). * Judas Blutschande mit Thamar (Gen. 38); seine Reue und Buße. * Die beiden Reisen der Söhne Jakobs nach Ägypten (Gen. 42. 43). * Die letzte Prüfung für die Brüder Josephs. Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen (Gen. 44. 45). * Jakobs Reise nach Ägypten. Verzeichnis seiner Nachkommen (Gen. 46, 127). * Empfang durch Joseph (Gen. 46, 28 ff.). Die Verwaltung Ägyptens durch Joseph. Jakobs Tod (Gen. 47, 11 ff.). * Josephs Tod. Jakobs Bestattung zu Hebron (Gen. 50). Die Bedrückung der Israeliten in Ägypten (Ex. 1). * Die Jugendgeschichte Moses (Ex. 2). * Von Moses Flucht bis zum Auszuge der Israeliten (nach Ex. 314). * Das Passah (Ex. 12). * Gebote über Jubiläen und Sabbat. *
Dies ist die Geschichte der Einteilung der Tage des Gesetzes und des Zeugnisses nach den Ereignissen der Jahre, gemäß ihrer Einteilung in Jahrwochen und Jubiläen in allen Jahren der Welt; wie Gott zu Mose auf dem Berge Sinai geredet hat, als er hinaufgestiegen war, die Steintafeln des Gesetzes und Gebots [in Empfang] zu nehmen nach dem Worte Gottes, wie er zu ihm sagte: Steige herauf auf den Gipfel des Bergs!
Die Offenbarung Gottes an Mose auf dem Sinai
(vgl. Ex. 24, 1518).1 Und es geschah im ersten Jahre bei dem Auszuge der Kinder Israel aus Ägypten im 3. Monat am 16. [Tage] dieses Monats (2450), da redete Gott zu Mose, indem er sprach: Steige herauf zu mir auf den Berg, und ich werde dir die zwei Steintafeln des Gesetzes und Gebots geben; demgemäss wie ich geschrieben habe, sollst du sie belehren. 2 Und Moses stieg auf den Berg Gottes, und die Herrlichkeit Gottes wohnte auf dem Berge Sinai, und eine Wolke beschattete ihn sechs Tage. 3 Und er rief Mose am 7. Tage inmitten der Wolke, und der sah die Herrlichkeit Gottes wie ein brennendes Feuer. 4 Und Mose war auf dem Berge 40 Tage und 40 Nächte, und Gott zeigte ihm die frühere und die künftige Geschichte von der Einteilung aller Tage des Gesetzes und des Zeugnisses. 5 Und er sprach: Richte deinen Sinn auf jedes Wort, das ich dir auf diesem Berge sagen werde, und schreib es in ein Buch, damit ihre Nachkommen sehen, dass ich sie nicht verlassen habe wegen all' des Bösen, das sie getan haben, indem sie die Ordnung auflösten, die ich heute auf dem Berge Sinai zwischen mir und dir anordne für ihre Nachkommen. 6 Und es wird so geschehen: Wenn dieses alles über sie kommt, da werden sie erkennen, dass ich gerechter bin als sie mit all' ihrem Recht und allen ihren Taten; und sie werden erkennen, dass ich dauernd mit ihnen gewesen bin. 7 Du aber schreib dir alle diese Worte auf, die ich dir heute kund tue; denn ich kenne ihre Widerspenstigkeit und Halsstarrigkeit, ehe ich sie in das Land bringe, das ich ihren Vätern zugeschworen habe, dem Abraham, Isaak und Jakob, indem ich sprach: Eurem Samen werde ich ein Land geben, das von Milch und Honig fließt. Und sie werden essen und satt werden. 8 Und sie werden sich abwenden zu fremden Göttern, die sie nicht retten können aus aller ihrer Not, und dies Zeugnis wird gehört werden zum Zeugnisse für sie. 9 Denn sie werden alle meine Gebote vergessen, die ich ihnen gebiete, und werden den Heiden und ihrem Schmutz und ihrer Schmach nachlaufen und ihren Göttern dienen; die aber werden ihnen ein Anstoß sein zur Bedrängnis, zur Qual und zum Fallstrick. 10 Und viele werden umkommen und werden ergriffen werden und in die Hand des Feindes fallen, weil sie verlassen haben meine Ordnung, mein Gebot und die Feste meines Bundes und meine Sabbate und das mir Heilige, das ich mir unter ihnen geheiligt habe, und mein Zelt und mein Heiligtum, das ich mir inmitten des Landes geheiligt habe, um meinen Namen in ihm wohnen zu lassen. 11 Und sie werden sich Höhen machen und Haine und Schnitzwerke und werden Verschiedentliches anbeten in ihrem Irrwahn und werden ihre Kinder den Dämonen opfern und allem Werfe der Verwirrung ihres Herzens. 12 Und ich werde Zeugen zu ihnen senden, auf dass ich ihnen Zeugnis ablege, doch sie werden nicht hören. Sie werden vielmehr die Zeugen töten, und auch die, welche das Gesetz suchen, die werden sie vertreiben; und [so] werden sie alles abschaffen und anfangen, vor meinen Augen Böses zu tun. 13 Und ich werde mein Antlitz vor ihnen verbergen und werde sie in die Hand der Heiden überliefern, zur Gefangenschaft und zur Beute und zur Vernichtung; ich werde sie aus dem Lande vertreiben und unter die Heiden zerstreuen. 14 Und sie werden mein ganzes Gesetz, alle meine Gebote und mein ganzes Recht vergessen; sie werden Neumond, Sabbat, Feste, Jubiläen und die Ordnung auflösen. 15 Und darnach werden sie sich aus der Mitte der Heiden zu mir wenden mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele und mit ihrer ganzen Kraft, und ich werde sie [zu mir] sammeln aus der Mitte aller Heiden. Sie werden mich aber suchen, damit ich mich von ihnen finden lasse; und wenn sie mich mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele gesucht haben, dann werde ich ihnen viel Heil in Gerechtigkeit eröffnen. 16 Und ich werde sie umändern zu einer Pflanze der Gerechtigkeit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele, und sie werden zum Segen und nicht zum Fluche sein und sie werden Haupt und nicht Schwanz sein. 17 Und ich werde mein Heiligtum in ihrer Mitte erbauen und mit ihnen wohnen und werde ihnen ihr Gott sein, und sie werden mir mein Volk sein in Wahrheit und Gerechtigkeit. 18 Und ich werde sie nicht verlassen und mich ihnen nicht entfremden, denn ich bin der Herr, ihr Gott.
19 Und Mose fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: O Herr, mein Gott, verlass dein Volk und dein Erbe nicht, dass es in der Verirrung seines Herzens wandle, und überliefere sie nicht in die Hand der Heiden, damit diese sie nicht beherrschen und sie nicht zwingen, vor dir zu sündigen. 20 Hoch sei, o Herr, dein Erbarmen über deinem Volk, und schaffe du ihnen einen rechten Sinn, und der Geist des Belchor beherrsche sie nicht, um sie vor dir zu verklagen und sie von allen Wegen der Gerechtigkeit wegzulocken, damit sie fern von deinem Antlitze verderben. 21 Und sie sind [doch] dein Volk und dein Erbe, das du mit deiner großen Macht aus der Hand der Ägypter gerettet hast; schaffe ihnen ein reines Herz und einen heiligen Geist, und mögen sie nicht in ihrer Sünde verstrickt werden von jetzt an bis in Ewigkeit!
22 Und Gott sprach zu Mose: Ich kenne ihren Widerspruch und ihren [bösen] Sinn und ihre Halsstarrigkeit, und sie werden [auch] nicht hören, bis sie ihre Sünde und die Sünden ihrer Väter erkennen. 23 Und darnach werden sie in aller Aufrichtigkeit, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zu mir umkehren, und ich werde die Vorhaut ihres Herzens und die Vorhaut des Herzens ihrer Nachkommen beschneiden und werde ihnen einen heiligen Geist schaffen und sie rein machen, sodaß sie sich nicht [mehr] von mir wenden von diesem Tag an bis in Ewigkeit. 24 Und ihre Seele wird mir folgen und meinem ganzen Gebote, und sie werden [nach] mein[em] Gebot[e] tun, und ich werde ihnen Vater sein und sie werden mir Kinder sein. 25 Und sie alle sollen Kinder des lebendigen Gottes heißen, und alle Engel und alle Geister werden wissen und werden sie kennen, dass sie meine Kinder sind, und ich ihr Vater bin in Festigkeit und Gerechtigkeit, und dass ich sie liebe. 26 Und du, schreib dir auf alle diese Worte, die ich dir auf diesem Berge kund tue, die ersten und die späteren, die kommen werden, ganz in Einteilungen der Tage im Gesetz und in dem Zeugnisse, nach ihren Jahrwochen und Jubiläen bis in Ewigkeit, bis dass ich hinabsteigen und mit ihnen in alle Ewigkeit wohnen werde.
Gott gibt Befehl zur Aufzeichnung des Buchs der Einteilung.
27 Und er sagte zum Engel des Angesichts: Schreibe für Mose auf von Anfang der Schöpfung, bis wann mein Heiligtum unter ihnen gebaut wird für alle Ewigkeit. 28 Und Gott wird dem Auge eines jeden erscheinen, und ein jeder wird erkennen, dass ich der Gott Israels bin und der Vater aller Kinder Jakobs und der König auf dem Berge Zion in alle Ewigkeit; und Zion und Jerusalem werden heilig sein.
29 Und der Engel des Angesichts, der vor den Heerscharen Israels einherging, nahm die Tafeln der Einteilung der Jahre von der Schöpfung des Gesetzes an und des Zeugnisses nach ihren Jahrwochen, nach den Jubiläen, nach den einzelnen Jahren, nach allen Zahlen der Jubiläen, nach den einzelnen Jahren, vom Tage der neuen Schöpfung an, wann Himmel und Erde und alle ihre Kreatur erneut werden wird wie die Mächte des Himmels und wie die ganze Kreatur der Erde, bis wann das Heiligtum Gottes in Jerusalem auf dem Berge Zion geschaffen wird, und alle Lichter erneut werden zum Heil und Frieden und Segen für alle Erwählten Israels, und dass es so sei von diesem Tage bis zu allen Tagen der Erde.
1 Und der Engel des Angesichts sprach zu Mose nach dem Worte Gottes, indem er sprach: Schreibe die ganze Geschichte der Schöpfung auf, wie Gott der Herr am sechsten Tag alle seine Werke und alles, was er geschaffen hat, vollendete und am siebenten Tage Sabbat hielt und ihn für alle Ewigkeiten heiligte und ihn zu einem Zeichen machte für all' sein Werk. 2 Denn am ersten Tage schuf er die Himmel droben und die Erde und die Wasser und alle Geister, die vor ihm dienen: Die Engel des Angesichts und die Engel der Heiligung und die Engel [des Feuergeistes und die Engel] des Windgeistes und die Engel des Geistes der Wolken der Finsternis [und des Schnees] und des Hagels und des Reifs und die Engel der Stimmen und der Donnerschläge und der Blitze und die Engel der Geister der Kälte und der Hitze und des Winters und des Frühjahrs und der Erntezeit und des Sommers und aller Geister seiner Werke in den Himmeln und auf Erden und in allen Abgründen der Tiefe und [aller Geister] der Finsternis (und) des Abends . . . und des Lichts (und) der Morgenröte und des Morgens, was er mit dem Wissen seines Herzens bereitet hat. 3 Und damals sahen wir sein Werk und segneten ihn (es?) und priesen vor ihm wegen aller seiner Werke; denn sieben große Werke hatte er am ersten Tage gemacht. 4 Und am zweiten Tage machte er die Feste zwischen dem Wasser, und die Wasser teilten sich an diesem Tage: ihre eine Hälfte stieg hinaus nach oben, und ihre andere Hälfte stieg hinab unter die Feste in der Mitte aus die Oberfläche der ganzen Erde, und dies Werk allein machte er am zweiten Tage. 5 Und am dritten Tage (tat er wie) er sagte zu den Gewässern, sie sollten weggehen von der Oberfläche der ganzen Erde an einen Ort und das Trockene sollte erscheinen. 6 Und die Gewässer taten so, wie er zu ihnen sagte, und wichen von der Oberfläche der Erde an einen Ort außerhalb dieser Feste, und das Trockene erschien. 7 Und an diesem Tage schuf er für sie alle Meere je nach ihren Sammelorten und alle Flüsse und die Sammelorte der Wasser aus den Bergen und aus der ganzen Erde und alle Teiche und allen Tau der Erde und Samen, der gesät wird, und alles, das da sprießt, und die fruchttragenden Bäume und die Haine und den Garten Eden in Eden zur Wonne und alle [Pflanzen nach ihrer Art]; diese vier großen Geschlechter machte Gott am dritten Tage. 8 Und am vierten Tage machte er die Sonne, den Mond und die Sterne und setzte sie in die Feste des Himmels, dass sie über die ganze Erde leuchteten, und um über Tag und Nacht zu herrschen und zwischen Licht und Finsternis zu scheiden. 9 Und Gott machte die Sonne zu einem großen Zeichen über der Erde für Tage und für Sabbat und für Monate und für Feste und für Jahre und für Jahrwochen und für Jubiläen und für alle Zeiten der Jahre. 10 Und sie schied zwischen Licht und Finsternis und zum Gedeihen, dass alles gediehe, was aus der Erde sprosst und wächst; diese drei Arten machte er am vierten Tage. 11 Und am fünften Tage schuf er die großen Seeungeheuer zwischen den Tiefen der Gewässer denn diese wurden als die ersten Fleischeswesen von seinen Händen gemacht , die Fische und alles, was sich in den Wassern bewegt, und alle Vögel, die da fliegen, und alle ihre Arten. 12 Und die Sonne ging über sie aus zum Gedeihen und über alles, was aus der Erde ist, alles, was aus der Erde sprosst, alle fruchttragenden Bäume und alles, was von Fleisch ist; diese drei Arten machte er am fünften Tage. 13 Und am sechsten Tage machte er alle Tiere der Erde und alles Vieh und alles, was sich aus der Erde bewegt. 14 Und nach dem allen machte er den Menschen, einen Mann und ein Weib machte er sie; und er machte ihn zum Herrn über alles, was auf der Erde und was in den Meeren ist, und über alles, was fliegt, über die Tiere, über das Vieh, über alles, was sich aus der Erde bewegt, und über die ganze Erde. Und über alles dies machte er ihn zum Herrn; (und) diese vier Werke machte er am sechsten Tage. 15 Und es waren im Ganzen 22 Arten. 16 Und er beendigte alle seine Werke am sechsten Tage, alles, was in dem Himmel und auf der Erde und in den Meeren und in den Abgründen und im Licht und in der Finsternis und überall ist. 17 Und er gab uns zu einem großen Zeichen den Sabbattag, auf dass wir sechs Tage die Arbeit machten und am siebenten Tage Sabbat hielten von aller Arbeit. 18 Und allen Engeln des Angesichts und allen Engeln der Heiligung, den beiden großen Geschlechtern, uns sagte er dies, wir sollten mit ihm Sabbat halten im Himmel und auf der Erde. 19 Und er sprach zu uns: Siehe, ich werde mir ein Volk aussondern aus allen Völkern; sie aber werden Sabbat halten, und ich werde sie mir zu meinem Volke heiligen und werde sie segnen, wie ich den Sabbat geheiligt habe (und werde mir heiligen), und so werde ich sie segnen, und sie werden mir mein Volk sein, und ich werde ihnen Gott sein. 20 Und ich habe den Samen Jakobs von dem, was ich gesehen habe, ganz auserwählt und habe ihn mir aufgeschrieben als erstgeborenen Sohn und habe ihn mir geheiligt für alle Ewigkeit und den Sabbat werde ich ihnen zeigen, auf dass sie an ihm Sabbat halten von aller Arbeit. 21 Und er machte an ihm ein Zeichen, gemäß welchem sie Sabbat halten sollten mit uns am siebenten Tage, zu essen und zu trinken und den Allschöpfer zu segnen, wie er gesegnet und sich geheiligt hat das Volk, das er sich zum Eigentum macht von allen Völkern, und dass sie Sabbat halten sollten zusammen mit uns. 22 Und er ließ seine Befehle aufsteigen als einen süßen Duft, der alle Tage vor ihm angenehm wäre. 23 Zweiundzwanzig Häupter der Menschheit sind von Adam bis auf Jakob, und zweiundzwanzig Arten von Werken wurden gemacht bis zum siebenten Tage; dieser ist gesegnet und heilig, und jener ist gesegnet und heilig, und dieser mit jenem wurde zur Heiligkeit und zum Segen. 24 Und es wurde diesem gegeben, dass sie immerdar Gesegnete und Heilige des ersten Zeugnisses und Gesetzes seien, wie der siebente Tag gesegnet und geheiligt war. 25 Er schuf Himmel und Erde und alles, was er geschaffen hat, in sechs Tagen, und Gott machte den siebenten Tag heilig für all sein Werk. Deswegen gebot er in betreff seiner: Jeder, der an ihm irgend eine Arbeit verrichtet, soll sterben; wer ihn aber verunreinigt, soll des Todes sterben. 26 Und du, gebiete den Kindern Israel, sie sollen diesen Tag beobachten, dass sie ihn heiligen, und dass sie an ihm keine Arbeit verrichten, und dass sie ihn nicht verunreinigen; denn er ist heiliger als alle anderen Tage. 27 Und jeder, der ihn entweiht, soll des Todes sterben, und jeder, der an ihm irgend eine Arbeit verrichtet, soll des Todes sterben in Ewigkeit, auf dass die Kinder Israel diesen Tag beobachten unter ihren Nachkommen, und dass sie nicht ausgerottet werden aus dem Lande. Denn ein heiliger Tag (ist er) und ein gesegneter Tag ist er. 28 Und jeder Mensch, der ihn beobachtet und an ihm Sabbat hält von all seiner Arbeit, heilig und gesegnet wird er sein in allen Tagen wie wir. 29 Tue kund und sage den Kindern Israel die Rechtsbestimmung dieses Tages, und dass sie an ihm Sabbat halten sollen und ihn nicht verlassen in der Verirrung ihrer Herzen, dass er nicht [dazu] sei, an ihm Arbeit zu verrichten, die sich nicht geziemt, [nämlich] an ihm ihren [eigenen] Willen zu tun, und dass sie an ihm nicht irgend etwas zubereiten, was gegessen und getrunken wird, noch Wasser schöpfen, noch an ihm irgend etwas, was getragen wird, zu ihren Türen herein- oder hinaustragen, was sie sich nicht zubereitet haben in den sechs Tagen als Arbeit in ihren Wohnungen. 30 Und sie sollen an diesem Tage weder herein- noch hinausbringen von Haus zu Haus; denn er ist heiliger und gesegneter als alle Jubeltage der Jubeljahre; an ihm hielten wir Sabbat im Himmel, ehe es allem Fleische gezeigt ward, an ihm Sabbat zu halten auf der Erde. 31 Und der Allschöpfer segnete, und er heiligte kein Volk noch Völker, Sabbat an ihm zu halten, außer Israel allein; ihm allein gestattete er, zu essen und zu trinken und Sabbat an ihm zu halten auf der Erde. 32 Und der Allschöpfer segnete diesen Tag, den er geschaffen hatte, zum Segen und zur Heiligkeit und zur Herrlichkeit vor allen Tagen. 33 Dies Gesetz und Zeugnis wurde den Kindern Israel gegeben als ewiges Gesetz für ihre Nachkommen.
Das Paradies und der Sündenfall
(Gen. 2, 43, 24).1 Und in den sechs Tagen der zweiten Woche brachten wir nach dem Worte Gottes zu Adam alle Tiere und alles Vieh und alle Vögel und alles, was sich auf der Erde bewegt, und alles, was sich im Wasser bewegt, je nach ihrer Art und je nach ihrer Ähnlichkeit; und zwar die Tiere am ersten Tag und das Vieh am zweiten Tag und die Vögel am dritten Tag und alles, was sich auf der Erde bewegt, am vierten Tag und was sich im Wasser bewegt, am fünften Tag. 2 Und Adam benannte sie alle mit je ihren Namen, und wie er sie nannte, so ward ihr Name. 3 Und in diesen fünf Tagen sah Adam alle diese, Männchen und Weibchen nach jeder Art, die auf der Erde war; er aber war allein und fand für sich keinen, der ihm helfe, der wie er gewesen wäre. 4 Und Gott sprach zu uns: Es ist nicht gut, dass der Mann allein sei; lasst uns ihm einen Helfer machen, der wie er ist. 5 Und der Herr, unser Gott, legte einen Schlaf auf ihn, und er schlief. Und er nahm das Weib, mitten aus seinen Rippen eine Rippe, und diese Seite ist der Ursprung des Weibes mitten aus seinen Rippen, und er baute statt ihrer Fleisch hinein und baute das Weib.
6 Und er weckte Adam aus seinem Schlafe auf, und als er aufgewacht war, erhob er sich am sechsten Tag; und er brachte sie zu ihm, und er erkannte sie und sprach zu ihr: Dies jetzt ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; diese wird mein Weib genannt werden, denn von ihrem Mann ist sie genommen! 7 Deswegen sollen Mann und Weib eins sein, und deswegen soll der Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und mit seinem Weibe vereint werden, und sie werden ein Fleisch sein. 8 In der ersten Siebenten wurde Adam geschaffen, und die Seite, sein Weib; und in der zweiten Siebenten zeigte er sie ihm. Und deswegen ist das Gebot gegeben, sieben Tage zu halten für das männliche Kind und für das weibliche zweimal sieben Tage in ihrer Unreinheit.
9 Und nachdem für Adam 40 Tage vollendet waren auf der Erde, wo er geschaffen war, brachten wir ihn in den Garten Eden, damit er ihn pflege und hüte; sein Weib aber brachten sie am 80. Tage, und darauf kam sie in den Garten Eden. 10 Und deswegen ist das Gebot auf die himmlischen Tafeln geschrieben in betreff der Gebärenden: Wenn sie ein Männliches geboren hat, soll sie sieben Tage in ihrer Unreinheit bleiben, gemäss den sieben ersten Tagen, und 33 Tage soll sie in dem Blut ihrer Reinigung bleiben und soll nichts Heiliges anrühren noch in das Heiligtum kommen, bis sie diese Tage, die bei einem Männlichen geboten sind, vollendet hat. 11 Und bei einem Weiblichen soll sie zwei Wochen gemäss der ersten zwei Wochen in ihrer Unreinheit und 66 Tage in dem Blut ihrer Reinigung bleiben, und es sollen im Ganzen 80 Tage sein. 12 Und nach der Beendigung dieser 80 Tage brachten wir sie in den Garten Eden; denn er ist heiliger als die ganze Erde, und jeder Baum, der in ihm gepflanzt ist, ist heilig. 13 Deswegen sind für eine, die ein Männliches und für eine, die ein Weibliches gebiert, die Satzungen dieser Tage angeordnet: nichts Heiliges soll sie berühren und in das Heiligtum soll sie nicht kommen, bis wann jene Tage für ein Männliches und für ein Weibliches zu Ende sind. 14 Dies Gesetz und Zeugnis, das für Israel geschrieben ist, sollen sie alle Tage beobachten. 15 Und in der 1. Jahrwoche des 1. Jubiläums, da waren Adam und sein Weib sieben Jahre im Garten Eden, indem er ihn pflegte und hütete. Und wir gaben ihm Arbeit und lehrten ihn die Ausführung alles dessen, was sich auf die Pflege erstreckt. 16 Und er pflegte den Garten, indem er nackt war, ohne es zu wissen und ohne sich zu schämen, und er hütete den Garten vor Vögeln und Tieren und Vieh. Er sammelte seine Früchte und aß; und den Rest davon legte er für sich und sein Weib hin und legte einen Vorrat an. 17 Und nach Ablauf der sieben Jahre, die er dort vollendet hatte, genau sieben Jahre, und zwar im 2. Monat, am 17. Tage, kam die Schlange und näherte sich dem Weib, und die Schlange sprach zum Weibe: Hat von allen Bäumen, die im Garten sind, Gott euch geboten, indem er sprach: Esset nicht davon? 18 Und sie sprach zu ihr: Von allen Früchten der Bäume, die im Garten sind, sagte uns Gott: Esst! Aber von den Früchten des Baums, der mitten im Garten ist, sagte uns Gott: Esst nicht davon und rührt ihn nicht an, damit ihr nicht sterbet! 19 Und die Schlange sprach zum Weibe: Durchaus nicht werdet ihr des Todes sterben, sondern Gott weiß, dass an dem Tage, da ihr davon esst, eure Augen geöffnet werden, und ihr wie die Götter sein und Gutes und Böses wissen werdet. 20 Und das Weib sah den Baum, dass er lieblich sei und dem Auge gefalle, und dass seine Frucht gut zum Essen sei, und sie nahm davon und aß. 21 Und sie bedeckte zuerst ihre Scham mit Feigenlaub und sie gab dem Adam, und er aß, und seine Augen wurden geöffnet, und er sah, dass er nackt war. 22 Und er nahm Feigenlaub und nähte es zusammen und machte sich einen Schurz und bedeckte seine Scham. 23 Und Gott verfluchte die Schlange und zürnte ihr in Ewigkeit und auch dem Weibe zürnte er, weil sie auf die Stimme der Schlange gehört und gegessen hatte, und er sprach zu ihr: 24 Gar viel machen will ich deine Betrübnis und deine Qual; in Betrübnis sollst du Kinder gebären, und zu deinem Manne hin sei der Ort deiner Rückkehr, und er wird dich beherrschen. 25 Und auch zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört hast, sei die Erde verflucht deinetwegen. Dornen und Disteln mögen dir sprossen, und du sollst dein Brot im Schweiße deines Angesichts essen, bis du in die Erde wirst zurückkehren! 26 Und er machte ihnen Kleider von Fell und bekleidete sie und schickte sie hinaus aus dem Garten Eden. 27 Und an diesem Tag, an dem er aus dem Garten Eden hinausgegangen war, opferte Adam zu schönem Geruche ein Räuchwerk: Weihrauch, Galbanum, Styrar und Narden am Morgen mit dem Aufgange der Sonne, von dem Tage an, da er seine Scham bedeckt hatte. 28 Und an diesem Tage hörte der Mund aller Tiere und des Viehs und der Vögel und derer, die gehen und sich bewegen, auf zu sprechen; denn sie alle redeten, einer mit dem anderen, eine Lippe und eine Sprache. 29 Und er schickte aus dem Garten Eden alles Fleisch, das in dem Garten Eden war, und alles Fleisch zerstreute sich je nach ihrer Art und je nach ihrer Natur an den Ort, der für sie geschaffen war. 30 Und dem Adam allein gab er, seine Scham zu bedecken, von allen Tieren und allem Vieh. 31 Deswegen ist in den himmlischen Tafeln für alle, die das Urteil des Gesetzes kennen, geboten, dass sie ihre Scham bedecken und sich nicht entblößen, wie sich die Heiden entblößen. 32 Und zur Zeit des Neumonds des vierten Monats gingen Adam und sein Weib aus dem Garten Eden heraus und wohnten im Lande Elda, im Land ihrer Erschaffung. 33 Und Adam nannte den Namen seines Weibes Eva. 34 Und sie waren ohne Kind bis zum Ende des ersten Jubiläum, und darnach erkannte er sie. 35 Er aber bearbeitete die Erde, wie er es im Garten Eden gelernt hatte.
(Gen. 4).1 Und in der 3. Jahrwoche, im 2. Jubiläum, gebar sie den Kain und in der 4. gebar sie den Abel und in der 5. gebar sie die Awan, seine Tochter. 2 Und im Anfange des 3. Jubiläums tötete Kain den Abel, weil Gott aus seiner Hand das Opfer angenommen, aus der Hand Kains aber seine Darbringung nicht angenommen hatte. 3 Und er tötete ihn auf dem Feld, und sein Blut schrie von der Erde zum Himmel, indem es über seinen Mörder Klage führte. 4 Und Gott schalt den Kain wegen Abels, deswegen, weil er ihn getötet hatte, und machte ihn zu einem Flüchtling auf der Erde wegen des Blutes seines Bruders und verfluchte ihn auf der Erde. 5 Und deswegen steht in den himmlischen Tafeln geschrieben: Verflucht, wer seinen Nächsten schlägt in Bösem, und alle, die es sehen und hören, sollen sagen: So sei es! Und ein Mensch, der es sieht und nicht sagt: So sei es! Ist verflucht wie jener. 6 Und deswegen kommen wir und tun vor dem Herrn, unserem Gott, alle Sünde kund, die im Himmel und auf der Erde und die im Licht und in der Finsternis und die überall geschieht. 7 Und Adam und sein Weib trauerten um Abel vier Jahrwochen, und im 4. Jahre der 5. Jahrwoche wurden sie wieder froh, und Adam erkannte wiederum sein Weib, und sie gebar ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Seth, denn er sprach: Gott hat uns Samen aufgerichtet auf der Erde, einen zweiten an Stelle des Abel, weil Kain ihn getötet hat. 8 Und in der 6. Jahrwoche zeugte er die Asura, seine Tochter. 9 Und Kain nahm sich seine Schwester Awan zum Weibe, und sie gebar ihm den Henoch am Ende des 4. Jubiläums. Und im 1. Jahre in der 1. Jahrwoche des 5. Jubiläums wurden Häuser auf der Erde gebaut, und Kain baute eine Stadt und benannte ihren Namen nach dem Namen seines Sohnes Henoch. 10 Und Adam erkannte die Eva, sein Weib, und sie gebar ihm noch neun Kinder. 11 Und in der 5. Jahrwoche des 5. Jubiläums nahm sich Seth seine Schwester Asura zum Weibe, und im 4. Jahre gebar sie ihm den Enos. 12 Er fing zuerst an, den Namen Gottes auf der Erde anzurufen.
Die Patriarchen von Adam bis Noah
(Gen. 5), Leben und Bedeutung Henochs.13 Und im 7. Jubiläum in der 3. Jahrwoche nahm sich Enos seine Schwester Noam zum Weibe, und sie gebar ihm einen Sohn im 3. Jahre der 5. Jahrwoche, und er nannte seinen Namen Kenan. 14 Und am Ende des 8. Jubiläums nahm sich Kenan seine Schwester Mualelet zum Weibe, und sie gebar ihm einen Sohn im 9. Jubiläum in der 1. Jahrwoche im 3. Jahre in dieser Jahrwoche, und er nannte seinen Namen Malalel. 15 Und in der 2. Jahrwoche des 10. Jubiläums nahm sich Malalel die Dina, die Tochter Barakiels, Tochter der Schwester seines Vaters, zum Weibe, und sie gebar ihm einen Sohn in der 3. Jahrwoche in ihrem 6. Jahre und er nannte seinen Namen Jared. Denn in seinen Tagen stiegen die Engel Gottes, welche die Wächter heißen, auf die Erde herab, um die Menschenkinder zu lehren, Recht und Gerechtigkeit auf der Erde zu üben. 16 Und im 11. Jubiläum nahm sich Jared ein Weib mit Namen Baraka, die Tochter Rasujals, Tochter der Schwester seines Vaters, in der 4. Jahrwoche dieses Jubiläums, und sie gebar ihm einen Sohn in der 5. Jahrwoche im 4. Jahre des Jubiläums, und er nannte seinen Namen Henoch. 17 Dieser nun ist der erste von den Menschenkindern, von denen, die auf der Erde geboren sind, der Schrift und Wissenschaft und Weisheit lernte und der die Zeichen des Himmels nach der Ordnung ihrer Monate in ein Buch schrieb, damit die Menschenkinder die Zeit der Jahre wüssten nach ihren Ordnungen je nach ihrem Monate. 18 Er schrieb zuerst ein Zeugnis auf und bezeugte den Menschenkindern unter dem Erdengeschlecht und die Jahrwochen der Jubiläen sagte er und die Tage der Jahre tat er kund und die Monate ordnete er und die Sabbate der Jahre sagte er, wie wir ihm kund taten. 19 Und was gewesen ist und was sein wird, sah er in einem Traumgesichte, wie es geschehen wird mit den Menschenkindern nach ihren Generationen bis zum Tage des Gerichts; alles sah er und erkannte er und schrieb sein Zeugnis und legte es zum Zeugnis auf die Erde nieder für alle Menschenkinder und für ihre Nachkommen. 20 Und im 12. Jubiläum in der 7. Jahrwoche nahm er sich ein Weib mit Namen Edni, die Tochter Danels, Tochter der Schwester seines Vaters, und im 6. Jahr in dieser Jahrwoche gebar sie ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Methusalah. 21 Und er war nun bei den Engeln Gottes sechs Jubiläen von Jahren, und sie zeigten ihm alles, was auf der Erde und in den Himmeln ist, die Herrschaft der Sonne, und er schrieb alles auf. 22 Und er zeugte von den Wächtern, die mit den Menschentöchtern sündigten; denn jene fingen an, den Menschentöchtern beizuwohnen, sodaß sie sich beschmutzten, und Henoch zeugte über sie alle. 23 Und er ward weggenommen unter den Menschenkindern, und wir führten ihn in den Garten Eden zu Hoheit und Ehre und siehe, er schreibt dort das Gericht und das Urteil über die Welt und alle Bosheiten der Menschenkinder. 24 Und seinetwegen brachte Gott die Sintflut über das ganze Land Eden; denn er war dort zum Zeichen gegeben und damit er über alle Menschenkinder zeuge, damit er alles Tun der Generationen sage bis auf den Tag des Gerichts. 25 Und er brachte im Hause des Heiligtums ein Räucheropfer dar, welches angenommen ward vor Gott auf dem Berge des Südens. 26 Denn vier Orte auf der Erde gehören Gotte: der Garten Eden und der Berg des Ostens und dieser Berg, auf dem du heute bist, der Berg Sinai, und der Berg Zion. Er wird geheiligt werden in der neuen Schöpfung zur Heiligung der Erde; deswegen wird die Erde geheiligt werden von aller Sünde und von all ihrem Schmutz unter den Generationen der Ewigkeit. 27 Und in dem Jubiläum, welches das 14. ist, nahm Methusalah zu seinem Weib die Edna, die Tochter Asrials, Tochter der Schwester seines Vaters, in der 3. Jahrwoche des 1. Jahres dieser Jahrwoche, und er zeugte einen Sohn und nannte seinen Namen Lamech. 28 Und im 15. Jubiläum in der 3. Jahrwoche nahm sich Lamech ein Weib mit Namen Betenos, die Tochter Barakiels, Tochter der Schwester seines Vaters, und in dieser Jahrwoche gebar sie ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Noah, indem er sprach: Dieser wird mich trösten über meine Trauer und über all mein Tun und auch über die Erde, die Gott verflucht hat. 29 Und am Ende des 19. Jubiläums in der 7. Jahrwoche in ihrem 6. Jahre starb Adam, und alle seine Kinder begruben ihn ihm Lande seiner Erschaffung, und er ist der erste, der in der Erde begraben ist. 30 Und 70 Jahre fehlten an 1000 Jahren. Denn 1000 Jahre sind wie ein Tag im Zeugnisse der Himmel; und deswegen steht geschrieben von dem Baum der Erkenntnis: An dem Tage, da ihr davon esst, werdet ihr sterben! Deshalb hat er die Jahre dieses Tags nicht vollendet, sondern ist an ihm gestorben. 31 Am Ende dieses Jubiläums wurde Kain getötet ein Jahr nach ihm: sein Haus fiel auf ihn, und er starb mitten in seinem Hause und ward durch dessen Steine getötet; denn mit einem Steine hatte er Abel getötet, und mit einem Steine wurde er getötet nach gerechtem Gerichte. 32 Und deswegen ist angeordnet in den himmlischen Tafeln: Mit dem Geräte, mit dem ein Mann seinen Nächsten tötet, mit dem soll er getötet werden; wie er ihn verwundet hat, so soll man ihm tun. 33 Und im 25. Jubiläum nahm sich Noah ein Weib mit Namen Emsara, die Tochter Rakeels, Tochter der Schwester seines Vaters, im 1. Jahr in der 5. Jahrwoche, und im 3. Jahre gebar sie ihm den Sem, und im 5. Jahre gebar sie ihm den Ham und im 1. Jahre der 6. Jahrwoche gebar sie ihm den Japhet.
Die Ehen der Engel mit den Töchtern der Menschen; die Ankündigung der Sintflut
1 Und es geschah, als die Menschenkinder anfingen, sich zu mehren auf der Oberfläche der Erde, und ihnen Töchter geboren wurden, da sahen die Engel Gottes sie in einem Jahre dieses Jubiläums, dass sie schön anzuschauen waren, und sie nahmen sich zu Weibern aus ihnen allen, welche sie erwählten, und sie gebaren ihnen Kinder, und dies sind die Riesen. 2 Und die Gewalttätigkeit nahm zu auf der Erde, und alles Fleisch verderbte seinen Wandel vom Menschen bis zum Vieh und bis zu den Tieren und bis zu den Vögeln und bis zu allem, das auf der Erde wandelt. Sie alle verderbten ihren Wandel und ihre Sitte und begannen, sich gegenseitig zu verschlingen, und die Gewalttätigkeit nahm zu auf der Erde, und alle Gedanken des Erkennens aller Menschen waren so böse alle Tage. 3 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt, und alles Fleisch hatte seine Sitte verderbt, und alle handelten böse vor seinen Augen, alles, was auf der Erde war. 4 Und er sprach: Ich will die Menschen vertilgen und alles Fleisch auf der Oberfläche der Erde, die er geschaffen hat. 5 Und Noah allein hatte Gnade gefunden vor den Augen Gottes. 6 Und auf die Engel, die er auf die Erde geschickt hatte, zürnte er gewaltig. Und er gebot, sie auszurotten aus ihrer ganzen Herrschaft, und er sagte uns, wir sollten sie binden in den Tiefen der Erde, und siehe, sie sind mitten darin gebunden und allein gehalten. 7 Und über ihre Kinder erging das Wort von seinem Angesicht, er wolle sie mit dem Schwert durchbohren und vertreiben unter dem Himmel. Und er sprach: 8 Mein Geist wird nicht in Ewigkeit auf den Menschen bleiben, denn sie sind Fleisch, und ihre Tage sollen 120 Jahre sein. 9 Und er schickte sein Schwert unter sie, damit je einer den andern töte, und sie fingen an, einer den andern zu töten, bis sie alle durchs Schwert gefallen und von der Erde vertilgt waren. 10 Ihre Väter aber sahen zu, und darnach wurden sie in den Tiefen der Erde gebunden bis in Ewigkeit, bis zum Tage des großen Gerichts, wann ein Gericht stattfindet über alle, die ihren Wandel und ihre Werke Gott verderbt haben. 11 Und er vertilgte sie alle von ihrem Ort, und nicht einer blieb von ihnen übrig, den er nicht gerichtet hätte wegen aller ihrer Bosheit. 12 Und er machte allen seinen Geschöpfen eine neue und gerechte Natur, dass sie nach ihrer ganzen Natur bis in Ewigkeit nicht mehr sündigten und gerecht wären, jeder in seiner Abstammung alle Tage. 13 Und das Gericht über sie alle ist angeordnet und auf die himmlischen Tafeln geschrieben ohne Ungerechtigkeit und über alle, die abweichen von seinem Wege, der ihnen angeordnet ist, dass sie auf ihm wandeln. Und wenn sie nicht auf ihm wandeln, so ist das Urteil geschrieben für jede Kreatur und für jedes Geschlecht. 14 Und nichts kann entgehen, was im Himmel und was auf der Erde und was im Licht und was in der Finsternis ist und in der Unterwelt und in der Tiefe und am düstern Ort; und alle ihre Strafe ist angeordnet, geschrieben und eingegraben. 15 In betreff aller: den Großen richtet er gemäß seiner Größe und auch den Kleinen gemäß seiner Kleinheit, und jeden einzelnen gemäß seinem Wandel. 16 Und er ist nicht einer, der die Person ansieht, und er ist nicht einer, der Geschenke nimmt, wenn er sagt, er wolle über jeden einzelnen Gericht halten. Wenn einer alles gibt, was auf der Erde ist, so nimmt er kein Geschenk und sieht die Person nicht an und nichts nimmt er aus seiner Hand an, denn er ist ein gerechter Richter. 17 Und über die Kinder Israel ist geschrieben und angeordnet: Wenn sie sich in Gerechtigkeit zu ihm bekehren, so wird er all ihr Vergehen vergeben und alle ihre Sünden verzeihen. 18 Es ist geschrieben und angeordnet: Er wird barmherzig sein gegen alle, die sich von aller ihrer Verschuldung einmal im Jahre bekehren. 19 Und allen, die ihren Wandel und ihren Sinn verderbt haben vor der Sintflut, wurde ihre Person nicht angesehen, außer dem Noah allein; denn ihm wurde seine Person angesehen wegen seiner Söhne, die Gott seinetwegen aus der Sintflut gerettet hat. Denn sein Herz war gerecht auf allen seinen Wegen, wie ihm darüber geboten war, und er hat nichts übertreten, was ihm angeordnet war. 20 Und Gott sagte, er werde alles, was auf dem Festland ist, vertilgen vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels und bis zu dem, was sich auf Erden regt.
Der Bau der Arche. Die Sintflut
(Gen. 6, 18, 19).21 Und er gebot dem Noah, er solle sich einen Kasten machen, damit er ihn aus dem Wasser der Sintflut rette. 22 Und Noah machte sich einen Kasten ganz so, wie er ihm geboten, im 26. Jubiläum der Jahre in der 5. Jahrwoche in ihrem 5. Jahre. 23 Und er ging hinein in ihrem 6. Jahr im 2. Monat am Neumonde des 2. Monats bis zum 16, und es gingen hinein er und alles, was wir ihm in den Kasten hineinbrachten, und Gott schloss ihn nach draußen am 27. Abends. 24 Und Gott öffnete die sieben Schleusen des Himmels und die Öffnungen der Quellen der großen Tiefe, in sieben Öffnungen an der Zahl. 25 Und die Schleusen begannen Wasser vom Himmel herabströmen zu lassen 40 Tage und 40 Nächte, und auch die Quellen der Tiefe ließen Wasser heraufsteigen, bis die ganze Welt von Wasser voll geworden war. 26 Und das Wasser stieg auf der Erde; fünfzehn Ellen erhoben sich die Wasser über alle hohen Berge, und der Kasten hob sich von der Erde und fuhr dahin auf der Oberfläche der Wasser. 27 Und die Wasser standen an der Oberfläche der Erde fünf Monate, 150 Tage. 28 Und der Kasten fuhr dahin und hielt an auf dem Gipfel des Lubar, eines von den Bergen des Ararat. 29 Und im 4. Monat schlossen sich die Quellen der großen Tiefe, und die Schleusen des Himmels taten sich zu, und am Neumonde des 7. Monats wurden alle Öffnungen der Tiefen der Erde aufgemacht, und die Gewässer fingen an, in die Tiefe drunten hinabzusteigen. 30 Und am Neumonde des 10. Monats erschienen die Gipfel der Berge, und am Neumonde des 1. Monats erschien die Erde. 31 Und die Wasser verschwanden von der Erde in der 5. Jahrwoche in ihrem 7. Jahr, und am 16. Tag im 2. Monate war die Erde trocken. 32 Und an seinem 27. Tag öffnete er den Kasten und schickte die Tiere und das Vieh und die Vögel, und was sich regt, aus ihm hinaus.
(Gen. 8, 2022). Der Bund Gottes mit Noah (Gen. 9, 119).1 Und am Neumonde des 3. Monats ging er aus dem Kasten und baute einen Altar auf jenem Berge. 2 Und er sühnte die Erde und nahm einen Ziegenbock und sühnte mit seinem Blut alle Sünde der Erde; denn alles, was auf ihr gewesen war, war vernichtet, außer denen, die mit Noah im Kasten waren. 3 Und er brachte sein Fett auf einen Altar und nahm ein Rind und einen Widder und ein Lamm und Ziegen und Salz und eine Turteltaube und eine junge Taube und brachte ein Ganzopfer auf den Altar und goss darüber ein Opfer, in Öl gekocht, und sprengte Wein und streute Weihrauch über alles und ließ einen schönen Duft aufsteigen, der vor Gott gefiel. 4 Und Gott roch den schönen Duft und er schloss mit ihm einen Bund, dass es keine Sintflut mehr geben solle, die die Erde verderbe; dass alle Tage der Erde Aussaat und Ernte nicht aufhören solle, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht ihre Ordnung nicht ändern und in Ewigkeit nicht aufhören sollten. 5 Ihr aber wachst und mehret euch auf der Erde und seid zahlreich auf ihr und seid zum Segen auf ihr; Furcht vor euch und Schrecken vor euch will ich verbreiten über alles, was auf der Erde und im Meer ist. 6 Und siehe, ich habe alle Tiere und alles, was fliegt, und alles, was sich auf der Erde regt, und in den Wassern die Fische und alles euch zur Nahrung gegeben; wie das grüne Kraut habe ich euch alles zum Essen gegeben. 7 Und nur das Fleisch, das noch mit seiner Seele, das ist mit seinem Blute verbunden ist, dürft ihr nicht essen denn die Seele alles Fleisches ist im Blute , damit nicht euer Blut in euren Seelen gefordert werde. Aus der Hand eines jeden Menschen, aus der Hand eines jeden will ich das Blut des Menschen fordern. 8 Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Adam gemacht. 9 Ihr aber wachst und seid zahlreich auf der Erde! 10 Und Noah und seine Söhne schwuren, dass sie kein Blut essen wollten, das in irgend welchem Fleische sei. Und er schloss einen Bund vor Gott, dem Herrn, in Ewigkeit, durch alle Generationen der Erde, in diesem Monate. 11 Deswegen hat er zu dir gesagt, dass du einen Bund schließen sollest, du mit den Kindern Israel in diesem Monat auf dem Berge mit einem Schwur, und über sie Blut sprengen sollst wegen aller der Worte des Bundes, den Gott mit ihnen für alle Tage geschlossen hat. 12 Und dies Zeugnis ist über euch geschrieben, damit ihr es alle Tage beobachtet, damit ihr nicht an irgend einem Tag irgend welches Blut esset von Tieren und Vögeln und Vieh in allen Tagen der Erde; und ein Mensch, der das Blut eines Tieres und von Vieh und von Vögeln in allen Tagen der Erde isst, soll weggetilgt werden, er und sein Same, von der Erde. 13 Und du gebiete den Kindern Israel, sie sollen kein Blut essen, damit ihr Name und ihr Same vor dem Herr, unserem Gott, alle Tage bestehe. 14 Und für dieses Gesetz gibt es kein Ende der Tage, sondern es gilt ewig, und sie sollen es bewahren auf ihre Nachkommen, dass sie für euch mit Blute vor dem Altar sühnen; an jedem Tag, und zwar zur Morgen- und Abendstunde, sollen sie für euch immer vor Gott Vergebung suchen, damit sie es bewahren und nicht ausgerottet werden. 15 Und er gab dem Noah und seinen Kindern ein Zeichen, dass keine Sintflut mehr auf der Erde sein solle. 16 Seinen Bogen setzte er in das Gewölk zum Zeichen des ewigen Bundes, dass keine Sintflut mehr auf Erden sein solle zu ihrer Vernichtung alle Tage der Erde. 17 Deswegen ist angeordnet und aufgeschrieben in den himmlischen Tafeln, dass sie in diesem Monat das Wochenfest begehen sollten einmal des Jahrs, zur Erneuerung des Bundes in jedem einzelnen Jahre. 18 Und dieses ganze Fest wurde im Himmel begangen vom Tage der Schöpfung an bis zu den Tagen Noahs 26 Jubiläen und 5 Jahrwochen, und Noah und seine Kinder beobachteten es 7 Jubiläen und 1 Jahrwoche bis zum Todestage Noahs; und vom Todestage Noahs an handelten seine Kinder verderbt bis zu den Tagen Abrahams und aßen Blut. 19 Abraham aber allein beobachtete es, und Isaak und Jakob und seine Kinder beobachteten es bis zu deinen Tagen, und in deinen Tagen haben es die Kinder Israels vergessen, bis ich es ihnen bei diesem Berg erneuert habe. 20 Du nun gebiete den Kindern Israel, sie sollen dies Fest in allen ihren Geschlechtern als ein Gebot für sie beobachten, einen Tag des Jahres; in diesem Monate sollen sie an ihm das Fest begehen. 21 Denn es ist das Fest der Wochen und es ist das Fest der Erstlingsfrucht; zwiefach und von zweierlei Art ist dieses Fest, wie über dasselbe seine Bestimmung geschrieben und eingegraben ist. 22 Denn ich habe in dem Buche des ersten Gesetzes geschrieben, in dem, was ich dir aufgeschrieben habe, du sollest es je zu seiner Zeit einen Tag des Jahres begehen; und auch sein Opfer habe ich dir gesagt, damit die Kinder Israel eingedenk sind und es unter ihren Geschlechtern in diesem Monate begehen einen Tag in jedem Jahre. 23 Und am Neumonde des 1. Monats und am Neumonde des 4. Monats und am Neumonde des 7. Monats und am Neumonde es 10. Monats sind die Gedenktage und die Tage der Zeitbestimmung in den vier Abteilungen des Jahrs; sie sind geschrieben und angeordnet zu einem Zeugnisse für ewig. 24 Und Noah bestimmte sie sich zu Festen für die Nachkommen in Ewigkeit, denn an ihnen war für ihn eine Gedächtnisfeier. 25 Und zwar am Neumonde des 1. Monats war ihm gesagt, er solle einen Kasten machen, und an ihm war die Erde trocken geworden, und er hatte aufgemacht und die Erde gesehen. 26 Und am Neumonde des 4. Monats waren die Öffnungen der Tiefen des Abgrunds drunten geschlossen. Und am Neumonde des 7. Monats waren alle Öffnungen der Tiefen der Erde geöffnet und hatten die Wasser angefangen, darin hinabzufließen. 27 Und am Neumonde des 10. Monats waren die Gipfel der Berge erschienen, und Noah hatte sich gefreut. 28 Und deswegen bestimmte er sie sich zu Festen, zu einem Gedächtnisse bis in Ewigkeit, und so sind sie angeordnet. 29 Und sie bringen sie auf die himmlischen Tafeln. Dreizehn Wochen enthält jede einzelne Periode von ihnen; von einem Feste bis zum anderen geht ihr Gedächtnis: vom ersten bis zum zweiten; und vom zweiten bis zum dritten; und vom dritten bis zum vierten. 30 Und alle Tage der Gebote sind 52 Wochen an Tagen, und sie alle geben ein volles Jahr. 31 So ist eingegraben und angeordnet auf den himmlischen Tafeln, und es findet keine Überschreitung statt, weder eines einzelnen Jahres, noch von Jahr zu Jahr. 32 Du aber gebiete den Kindern Israel, sie sollen die Jahre halten nach dieser Zahl: 364 Tage, und dies ist ein volles Jahr, und sie sollen seine Zeit nicht verderben von seinen Tagen und von seinen Festen. Denn alles kommt zurecht in ihnen gemäß ihrem Zeugnisse, und sie sollen keinen Tag auslassen und kein Fest vernichten. 33 Und wenn sie übertreten und sie nicht nach seinem Gebote halten, dann werden sie alle ihre Zeiten verderben, und auch ihre Jahre werden sich aus dieser Ordnung fortbewegen (und ihre Zeiten nun werden sie verderben, die Jahre aber werden sich fortbewegen), und sie werden ihre Ordnung übertreten. 34 Und alle Kinder Israel werden den Weg der Jahre vergessen und nicht finden und werden Neumond und Zeit und Sabbat vergessen, und in aller Ordnung der Jahre werden sie irren. 35 Denn ich weiß und von jetzt ab will ich es dir kund tun, und zwar nicht aus meinem eigenen Herzen, sondern ein Buch ist vor mir geschrieben, und auf den himmlischen Tafeln ist die Einteilung der Tage angeordnet, auf dass sie die Feste des Bundes nicht vergessen, und sie werden in den Festen der Heiden wandeln unter ihrer Verirrung und hinter ihrer Unkenntnis her. 36 Und es wird Leute geben, die den Mond genau beobachten; denn dieser verdirbt die Zeiten und geht von Jahr zu Jahr zehn Tage vor. 37 Deswegen werden ihnen Jahre kommen, wo sie den Tag des Zeugnisses verderben und zu einem verachteten Tage machen und einen unreinen Tag zum Fest, und alles werden sie vermengen, die heiligen Tage mit unreinen und den unreinen Tag mit einem heiligen Tag. Denn sie werden Monate und Sabbats und Feste und Jubiläen auflösen. 38 Deswegen gebiete ich dir und lege dir Zeugnis ab, damit du ihnen bezeugst; denn nach deinem Tode werden deine Kinder verderbt handeln, dass sie das Jahr nicht zu nur 364 Tagen halten, und deswegen werden sie Neumond und Zeit und Sabbat und Feste auflösen und alles Blut mit allem Fleische essen.
Noah opfert. Die Verfluchung Kanaans
(Gen. 9, 2028).1 Und in der 7. Jahrwoche, in ihrem 1. Jahr in diesem Jubiläum, pflanzte Noah Weinstöcke an dem Berg, auf dem der Kasten gehalten hatte, mit Namen Lubar von den Bergen des Ararat, und sie brachten Frucht im vierten Jahr, und er hütete ihre Frucht und pflückte sie in diesem Jahr im 7. Monat ab. 2 Und er machte Wein daraus und tat ihn in ein Gefäß und bewahrte ihn auf bis zum 5. Jahre, bis zum 1. Tag am Neumond des 1. Monats. 3 Und er machte diesen Tag in Freude zu einem Fest, und er bereitete ein Ganzopfer für Gott, ein junges Rind und einen Widder und sieben Schafe, jedes ein Jahr alt, und einen Ziegenbock, damit er dadurch sich und seine Kinder sühne. 4 Und er bereitete zuerst den Bock und tat etwas von seinem Blut auf das Fleisch des Altars, den er gemacht hatte, und alles Fett brachte er auf den Altar, wo er das Ganzopfer und das Rind und den Widder und die Schafe bereitete, und er brachte all ihr Fleisch auf den Altar. 5 Und er legte ihr ganzes Speisopfer, in Öl zurechtgemacht, darauf, und danach sprengte er Wein in das Feuer, das er zuvor auf dem Altare gemacht, und legte Weihrauch auf den Altar und ließ einen süßen Duft aufsteigen, der vor dem Herrn, seinem Gott, gefiel. 6 Und er freute sich und trank von diesem Wein, er und seine Kinder in Freude. 7 Und es ward Abend, und er ging in sein Zelt und berauscht legte er sich schlafen und schlief und entblößte sich in seinem Zelte, während er schlief. 8 Und Ham sah seinen Vater Noah nackt und ging hinaus und sagte es seinen beiden Brüdern draußen. 9 Und Sem nahm sein Kleid, und er und Japhet erhoben sich und legten das Kleid auf ihre Schultern und rückwärts gehend bedeckten sie die Scham ihres Vaters, während ihr Gesicht abgewandt war. 10 Und Noah erwachte aus seinem Schlafe und erfuhr alles, was sein jüngster Sohn an ihm getan hatte, und er verfluchte seinen Sohn und sprach: Verflucht sei Kanaan, ein dienender Knecht sei er seinen Brüdern! 11 Und er segnete Sem und sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, und Kanaan sei sein Knecht! 12 Gott schaffe Weite dem Japhet und Gott wohne in der Wohnung Sems, und Kanaan sei sein Knecht! 13 Und Ham erfuhr, dass sein Vater seinen jüngsten Sohn verflucht hatte, und es war schimpflich für ihn, dass er seinen Sohn verflucht hatte, und er trennte sich von seinem Vater, er und seine Söhne mit ihm, Kusch und Mastarem und Put und Kanaan. 14 Und er baute sich eine Stadt und nannte ihren Namen nach dem Namen seines Weibes Neelatamauk. 15 Und Japhet sah es und wurde eifersüchtig auf seinen Bruder und auch er baute sich eine Stadt und nannte ihren Namen nach dem Namen seines Weibes Adataneses. 16 Sem aber wohnte bei seinem Vater Noah und baute eine Stadt neben seinem Vater am Berg und auch er nannte ihren Namen nach dem Namen seines Weibes Sedeketelbab. 17 Und siehe, jene drei Städte sind nahe beim Berge Lubar; Sedeketelbab vor dem Berg im Osten von ihm und Neelatamauk nach der Südseite, Adataneses gegen Westen. 18 Und dies sind die Söhne Sems: Elam, Assur, Arpachsad dieser wurde geboren zwei Jahre nach der Sintflut und Lud und Aram. 19 Die Söhne Japhets sind Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Mesech und Tiras; dies sind die Söhne Noahs. 20 Und im 28. Jubiläum begann Noah den Kindern seiner Kinder die Ordnungen und die Gebote und alles Recht, das es kannte, zu gebieten, und er ermahnte seine Kinder, Gerechtigkeit zu üben und die Scham ihres Fleisches zu bedecken und den zu segnen, der sie geschaffen, und Vater und Mutter zu ehren und ein jeder seinen Nächsten zu lieben, und sich vor Hurerei und Unreinheit und aller Ungerechtigkeit zu hüten. 21 Denn aus diesen drei Gründen war die Sintflut über die Erde gekommen, nämlich wegen der Hurerei, in der die Wächter gegen die Vorschriften ihrer Rechtsbefugnis mit den Menschentöchtern gehurt und sich zu Weibern genommen hatten von allen, die sie sich erwählt; und so machten sie den Anfang der Unreinheit. 22 Und sie zeugten Kinder, die Nephilim; und sie waren alle ungleich und fraßen einer den andern, und es tötete Jerbach den Nephil, und Nephil tötete den Eljo, und Eljo die Menschenkinder, und ein Mensch den andern. 23 Und ein jeder wandte sich dazu, Ungerechtigkeit zu verüben und viel Blut zu vergießen, und die Erde ward voll von Ungerechtigkeit. 24 Und darnach sündigten sie an den Tieren und Vögeln und allem, was sich regt, und was auf der Erde geht. Und es wurde viel Blut auf der Erde vergossen, und alle Gedanken und Wünsche der Menschen dachten Eitles und Böses in allen Tagen. 25 Und Gott vertilgte alles von der Oberfläche der Erde; wegen der Bosheit ihres Tuns und wegen des Bluts, das sie mitten auf der Erde vergossen hatten, vertilgte er alles. 26 Und wir blieben übrig, ich und ihr, meine Kinder, und alles, was mit mir in den Kasten gekommen ist, und siehe, ich sehe vor mir euer Tun, dass ihr nicht in Gerechtigkeit wandelt, sondern auf dem Wege der Verderbnis habt ihr angefangen zu wandeln und euch voneinander zu trennen und aufeinander eifersüchtig zu sein, und so wird es kommen, dass ihr keine Gemeinschaft habt, meine Kinder, ein jeder mit seinem Bruder. 27 Denn ich sehe, wie böse Geister euch und eure Kinder zu verführen begonnen haben; jetzt aber fürchte ich betreffs eurer, dass ihr wenn ich gestorben bin, Menschenblut auf der Erde vergießt, und dass auch ihr von der Oberfläche der Erde vertilgt werdet. 28 Denn jeder, der Menschenblut vergießt, und jeder, der von irgendeinem Körper Blut isst, sie alle werden von der Erde vertilgt. 29 Und kein Mensch, der Blut isst und Menschenblut auf Erden vergießt, wird übrigbleiben, noch wird ihm Same und Nachkommenschaft unter dem Himmel bleiben, sondern in die Unterwelt werden sie gehen und an den Ort des Gerichts hinabsteigen und in die Finsternis der Tiefe werden sie alle entweichen durch einen schaurigen Tod. 30 Kein Blut werde an euch gesehen von irgendwelchem Blute, das da sein wird in allen Tagen, da ihr irgendwelches Vieh und Getier, und was da fliegt auf der Erde, schlachtet. Und übt Mitleid mit euch selbst, indem ihr begrabt, was auf der Oberfläche der Erde vergossen wird. 31 Und seid nicht wie einer, der das Fleisch mit Blut isst, und müht euch, dass sie nicht vor euch Blut essen. Begrabt das Blut! Denn so ist mir geboten, dass ich euch bezeuge und auch euren Kindern, samt allem Fleisch. 32 Und gebt nicht die Seele mit dem Blut zu essen, damit nicht euer eigenes Blut gefordert werde von der Hand alles Fleisches, das es auf Erden vergießt. 33 Denn die Erde wird nicht rein von dem Blute, das auf ihr vergossen ist, sondern nur durch das Blut dessen, der es vergossen hat, wird die Erde rein in allen ihren Generationen. 34 Jetzt aber, meine Kinder, hört, übt Recht und Gerechtigkeit, auf dass ihr in Gerechtigkeit auf der Oberfläche der ganzen Erde gepflanzt werdet, und euer Ruhm hoch werde vor meinem Gotte, der mich aus der Sintflut gerettet hat. 35 Und siehe, ihr werdet hingehen und euch Städte bauen und in ihnen alle Pflanzung, die auf Erden ist, und alle Bäume, die Frucht tragen, pflanzen. 36 Drei Jahre lang wird keine Frucht abgepflückt werden von allen essbaren Gewächsen; und im vierten Jahre wird seine Frucht abgepflückt werden, und man wird die erste Frucht darbringen, dass sie angenommen werde vor Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde und alles geschaffen hat, auf dass man mit dem Besten das Erste des Weins und Öls als Erstlingsfrucht auf Gottes Altare darbringe, den er annimmt, und was übrig bleibt, sollen die Diener des Hauses Gottes vor dem Altare, den er annimmt, essen. 37 Und im fünften Jahre macht einen Erlass, auf dass ihr es erlasset in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit, und ihr werdet gerecht sein, und alle eure Pflanzung wird gedeihen. 38 Denn so hat Henoch, euer Großvater, dem Methusalah, seinem Sohne, geboten, und Methusalah seinem Sohne Lamech, und Lamech hat mir alles geboten, was ihm seine Väter geboten hatten. 39 Und auch ich gebiete euch, meine Kinder, wie Henoch seinem Sohne geboten hat, im 1. Jubiläum; als er lebte, in seinem Geschlecht der siebente, gebot und bezeugte er seinen Kindern und den Kindern seiner Kinder bis zu seinem Todestage.
Genealogie der Nachkommen Sems und ihrer Frauen. Abgrenzung der Gebiete des Sem, Ham und Japhet
(in Anlehnung an Gen. 10).1 Und im 29. Jubiläum, in der 1. Jahrwoche in ihrem Anfange, nahm sich Arpachsad ein Weib mit Namen Rasuja, die Tochter Susans, Tochter Elams, und sie gebar ihm einen Sohn im 3. Jahr in dieser Jahrwoche, und er nannte seinen Namen Kainan. 2 Und der Sohn ward groß, und sein Vater lehrte ihn die Schrift, und er ging, sich einen Ort zu suchen, wo er sich eine Stadt einnehmen könnte. 3 Und er fand eine Schrift, welche die Vorväter in einen Felsen eingegraben hatten, und er las, was in ihr stand, und schrieb sie ab. Und er ersah aus ihr, dass in ihr die Lehre der Wächter war, durch die sie die Zauberlehre von der Sonne und dem Mond und den Sternen in allen Zeichen des Himmels machten. 4 Und er schrieb sie auf und redete nicht darüber; denn er fürchtet sich, zu Noah darüber zu reden, damit er nicht deswegen auf ihn zürne. 5 Und im 30. Jubiläum, in der 2. Jahrwoche in ihrem 1. Jahre, nahm er sich ein Weib mit Namen Melka, die Tochter Abadais, des Sohnes Japhets, und im 4. Jahre gebar sie ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Selah, denn er sprach: Gesandt bin ich worden. 6 Und im 4. Jahre war Selah geboren und er ward groß und nahm sich ein Weib mit Namen Muak, die Tochter Keseds, des Bruders seines Vaters, im 31. Jubiläum in der 5. Jahrwoche in ihrem ersten Jahre. 7 Und sie gebar ihm einen Sohn im 5. Jahre derselben Jahrwoche, und er nannte seinen Namen Eber. Und er nahm sich ein Weib mit Namen Azurad, die Tochter des Nebrod, im 32. Jubiläum in der 7. Jahrwoche in ihrem 3. Jahre. 8 Und in ihrem 6. Jahre gebar sie ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Peleg. Denn in den Tagen, da er geboren wurde, begannen die Kinder Noahs, sich die Erde zu verteilen; deswegen nannte er seinen Namen Peleg. 9 Und sie teilten sie sich in Bösem untereinander und sagten es Noah. 10 Und es war im Anfange des 33. Jubiläums, da teilten sie die Erde in drei Teile dem Sem und dem Ham und dem Japhet, je nach seinem Erbe, im 1. Jahre in der 1. Jahrwoche, indem einer von uns, die wir zu ihnen geschickt waren, dablieb. 11 Und er rief seine Kinder, und sie kamen nahe zu ihm, sie und ihre Kinder, und er teilte die Erde durch Verlosung, was seine drei Söhne erhalten sollten. Und sie streckten ihre Hand aus und nahmen jeder einen Zettel aus dem Busen Noahs, ihres Vaters. 12 Und es ging hervor auf dem Zettel als das Los Sems die Mitte der Erde, die er zu seinem Erbe und für seine Kinder für das Geschlecht in Ewigkeit erhielte, von der Mitte des Berges Rafa, von dem Ausgangsorte des Wassers vom Flusse Tina an, und sein Teil geht gen Westen mitten durch diesen Fluss und er dehnt sich aus, bis man zu dem Wasser der Abgründe kommt, von wo dieser Fluss ausgeht, und er ergießt seine Wasser ins Meer Meat, und dieser Fluss geht in das große Meer. Und alles, was gen Norden liegt, gehört dem Japhet, und alles, was nach der Südseite liegt, dem Sem. 13 Und er geht, bis er nahe an Karaso kommt, welches an dem Busen der Landzunge liegt, die gen Süden schaut. 14 Und sein Teil läuft an dem großen Meere hin und er geht gerade aus, bis er sich dem Westen der Zunge nähert, die gen Süden schaut. Denn dieses Meer sein Name ist die Zunge des ägyptischen Meers. 15 Und er neigt sich von hier gen Süden nach der Mündung des großen Meers an den Küsten der Gewässer und er geht gen Westen von Afra und geht, bis er sich dem Wasser des Flusses Gihon nähert, und südlich vom Wasser des Gihon an dem Ufer dieses Flusses entlang. 16 Und er geht gen Morgen, bis er sich dem Garten Eden nähert, südlich davon nach Süden und vom Osten des ganzen Landes Eden und des ganzen Ostens, und er wendet sich nach Osten und kommt, bis er sich dem Osten des Berges nähert, dessen Name Rafa ist, und er steigt nach dem Rande des Ausgangsorts des Flusses Tina hinab. 17 Dieser Teil kam heraus auf dem Lose Sems und seiner Kinder, ihn zu besitzen bis in Ewigkeit, für seine Nachkommen bis in Ewigkeit. 18 Und Noah freute sich, dass dieser Teil für Sem und seine Nachkommen herausgekommen war, und er erinnerte sich alles dessen, was er mit seinem Mund in seiner Weissagung geredet hatte, denn er sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems, und Gott wohne in der Wohnung Sems! 19 Und er erkannte, dass der Garten Eden das heiligste der Heiligtümer und die Wohnung Gottes war, und der Berg Sinai der Mittelpunkt der Wüste, und der Berg Zion der Mittelpunkt des Nabels der Erde. Diese drei sind, eins dem andern gegenüber, zu Heiligtümern geschaffen. 20 Und er pries den Gott der Götter, der die Rede Gottes in seinen Mund gelegt hatte, und Gott bis in Ewigkeit. 21 Und er erkannte, dass ein Erbteil des Segens und der Segnung gekommen war für Sem und für seine Kinder, für die Geschlechter der Ewigkeit, das ganze Land Eden und das ganze Land des erythräischen Meers und das ganze Land des Ostens und Indien (und im erythräischen Meere) und seine Berge und das ganze Land Basa und das ganze Land Libanon und die Inseln von Kaphthor und das ganze Gebirge Sanir und Amana und das Gebirge von Assur im Norden und das ganze Land Elam, Assur und Babel und Susa und Madai und das ganze Gebirge Ararat und das ganze Land jenseits des Meers, das jenseits des Gebirges Assur, das gegen Norden liegt ein gesegnetes und weites Land und alles, was in ihm, sehr schön. 22 Und für Ham ging hervor der zweite Teil jenseits des Gihon gen Süden auf der rechten Seite vom Garten, und er geht gen Süden und geht zum ganzen Feuergebirge und geht gen Westen zum Meer Atel und geht westlich, bis er sich dem Meere Mauk nähert, welches das ist, worin alles, was hinabfährt, umkommt. 23 Und er kommt im Norden an die Grenze von Gadir und kommt zur Küste des Wassers des Meers zu den Wassern des großen Meers, bis er sich dem Gihonflusse nähert, und es geht der Gihonfluss, bis er sich der rechten Seite des Gartens Eden nähert. 24 Und dies ist das Land, das für Ham bei der Teilung herauskam, das er in Ewigkeit für sich und für seine Kinder besitzen sollte, für ihre Geschlechter bis in Ewigkeit. 25 Und für Japhet kam als dritter Teil heraus das jenseitige Ufer des Tinaflusses nach den nördlichen Gegenden des Ausgangsorts seiner Wasser, und er geht nach Nordosten zu dem ganzen Gebiete von God und allen östlichen Ländern desselben. 26 Und er erstreckt sich nördlich gegen Norden und geht zu den Bergen von Kelt gen Norden und zum Meere Mauk und er kommt nach dem Osten von Gadir bis gegen die Seite des Wassers des Meers. 27 Und er geht, bis er sich dem Westen von Freg nähert, und er kehrt um nach Aferag und geht gen Osten nach dem Wasser des Meers Meat. 28 Und er geht nach der Seite des Tinaflusses gegen Nordosten, bis er sich der Grenze seiner Wasser nähert gegen das Gebirge von Rafa hin, und er geht herum nach Norden. 29 Dies ist das Land, das für Japhet und für seine Kinder bei der Teilung seines Erbes herauskam, das er einnehmen sollte für sich und seine Kinder, für ihre Geschlechter bis in Ewigkeit; fünf große Inseln und ein großes Land im Norden. 30 Jedoch es ist kalt; das Land des Ham aber ist Hitze, das Land Sems aber ist weder Hitze, noch Kälte, sondern es ist gemischt aus Kälte und Wärme.
Die Gebiete der Söhne Hams, Sems und Japhets
(vgl. teilweise Gen. 10).1 Und Ham teilte unter seinen Söhnen, und es kam der erste Teil heraus für Kusch gen Osten, und der Westen davon für Mizraim, und der Westen davon für Put, und der Westen davon für Kanaan und zwar westlich davon am Meere. 2 Sem aber teilte ebenfalls unter seinen Söhnen, und der erste Teil kam heraus für Elam und für seine Söhne, gegen Osten vom Tigris-Flusse, bis er sich dem Osten des ganzen Landes Indien nähert, und am erythräischen Meer an seiner Küste, und die Wasser von Dedan und das ganze Gebirge von Mebri und Ela und das ganze Land Susa und alles, was an der Seite von Pharnak bis zum erythräischen Meer und bis zum Tina-Flusse liegt. 3 Für Assur aber kam heraus als zweiter Teil das ganze Land Assur und Nineve und Sinear und bis in die Nähe von Indien, und es steigt hinauf zum Flusse Wadafa. 4 Und für Arpachsad kam heraus als dritter Teil das ganze Land des Gebiets der Kaldäer, gegen Osten vom Euphrat, der nahe dem erythräischen Meer, und alle Wasser der Wüste bis nahe der Meereszunge, die nach Ägypten schaut, das ganze Land des Libanon und Sanir und Amana bis in die Nähe des Euphrat. 5 Und für Aram kam heraus als vierter Teil das ganze Land Mesopotamien zwischen Tigris und Euphrat, nördlich von den Kaldäern bis nahe zum Gebirge Assur und dem Land Arara. 6 Und für Lud kam heraus als fünfter Teil das Gebirge Assur und alles, was dazu gehört, bis es sich dem großen Meere nähert, und sich gegen Osten seinem Bruder Assur nähert. 7 Und Japhet teilte ebenfalls sein Erbland unter seine Söhne. 8 Und so kam der erste Teil heraus für Gomer gegen Osten, von der Nordseite her bis zum Tina-Flusse. Und im Norden kamen für Magog heraus die ganzen inneren Gebiete des Nordens, bis man sich dem Meere Meat nähert. 9 Und für Madai kam als sein Teil heraus, dass er das Land vom Westen seiner beiden Brüder bis zu den Inseln und bis zu den Rändern der Inseln einnehme. 10 Und für Javan kamen heraus als vierter Teil alle Inseln, und zwar die Inseln, die gegen die Seite des Lud hinliegen. 11 Und auch für Tubal kam als fünfter Teil heraus die Mitte der Zunge, die sich der Seite des Teiles Luds nähert, bis zur zweiten Zunge, an das jenseitige Ufer der zweiten Zunge, hinein in die dritte Zunge. 12 Und für Mesech kam heraus als sechster Teil das ganze jenseitige Ufer der dritten Zunge, bis man gegen Osten von Gadir kommt. 13 Und für Tiras kamen als siebenter Teil heraus vier große Inseln mitten im Meere, die sich dem Teile Hams nähern, und die Inseln von Kamaturi kamen für die Kinder des Arpachsad durch Verlosung als sein Erbe heraus. 14 Und so verteilten die Söhne Noahs unter ihren Kindern vor Noah, ihrem Vater, und er ließ sie alle schwören, indem er mit einem Fluche jeden einzeln verfluchte, der einen Teil nehmen wollte, der nicht für ihn durch sein Los herausgekommen sei. 15 Und sie sprachen alle: Es geschehe, es geschehe, für sich und für ihre Kinder bis in Ewigkeit in ihren Geschlechtern bis zum Tage des Gerichts, an dem sie Gott, der Herr, mit Schwert und mit Feuer richtet wegen aller Bosheit der Unreinheit ihrer Vergehen, dass sie die Erde mit Verbrechen und Unreinheit und Hurerei und Sünde angefüllt haben.
Verführung der Enkel Noahs durch böse Geister; Gebet Noahs. Der Fürst Mastema. Tod Noahs
(Gen. 9, 28).1 Und in der dritten Jahrwoche dieses Jubiläums begannen unreine Dämonen die Kinder der Söhne Noahs zu verführen und sie zu betören und zu verderben. 2 Und die Söhne Noahs kamen zu Noah, ihrem Vater, und sprachen zu ihm von den Dämonen, die seine Kindeskinder verführten und blendeten und töteten. 3 Und er betete vor Gott, seinem Herrn, und sprach: Gott der Geister, die in allem Fleische sind, der du an mir Barmherzigkeit geübt und mich und meine Kinder vor der Sintflut gerettet hast und mich nicht hast umkommen lassen, wie du den Kindern des Verderbens getan hast denn groß war deine Güte über mir, und groß war dein Erbarmen über meiner Seele : erheben möge sich deine Güte über meine Kindeskinder, und die bösen Geister mögen nicht über sie herrschen, damit sie sie nicht verderben hinweg von der Erde. 4 Und du, segne mich und meine Kinder, dass wir wachsen und zahlreich seien und die Erde erfüllen. 5 Und du weißt, wie deine Wächter, die Väter dieser Geister, in meinen Tagen gehandelt haben; und diese Geister, die im Leben sind, schließe sie ein und halte sie fest am Orte der Verdammnis, damit sie nicht die Kindeskinder deines Knechtes verderben, mein Gott. Denn schaurig sind sie und sind geschaffen, um zu verderben. 6 Und lass sie nicht herrschen über die Geister der Lebenden, denn du allein kennst ihr Gericht. Und lass sie keine Gewalt haben über die Kinder der Gerechten von jetzt an und bis in Ewigkeit. 7 Und der Herr, unser Gott, befahl uns, dass wir sie alle binden sollten. 8 Und der Fürst der Geister, Mastema, kam und sprach: O Herr, Schöpfer, lass einige von ihnen übrig vor mir, dass sie auf meine Stimme hören und alles tun, was ich ihnen sage; denn wenn nicht für mich einige von ihnen übrig bleiben, kann ich die Herrschaft meines Willens an den Menschenkindern nicht ausüben. Denn sie sind zum Verderben und zum Verführen vor meinem Gerichte; denn groß ist die Bosheit der Menschenkinder. 9 Und er sprach: Es soll vor ihm der zehnte Teil von ihnen übrigbleiben, und neun Teile soll man hinabbringen an den Ort der Verdammnis. 10 Und zu einem von uns sagte er: Wir wollen Noah alle ihre Heilung lehren; denn er wusste, dass sie nicht in Geradheit wandeln und nicht in Gerechtigkeit streiten würden. 11 Und wir taten gemäß allen seinen Worten; alle Bösen, die ungerecht waren, banden wir an dem Orte der Verdammnis, und den zehnten Teil von ihnen ließen wir übrig, dass sie vor dem Satan auf der Erde dienten. 12 Und alle Heilung ihrer Krankheit sagten wir Noah samt ihren Verführungskünsten, damit er durch die Bäume der Erde heile. 13 Und Noah schrieb alles, wie wir es ihn gelehrt hatten, in ein Buch, über alle Arten der Heilungen, und die bösen Geister wurden abgeschlossen von den Kindern Noahs. 14 Und er gab alles, was er geschrieben hatte, Sem, seinem ältesten Sohne; denn ihn liebte er am meisten von allen seinen Söhnen. 15 Und Noah entschlief mit seinen Vätern und wurde auf dem Berge Lubar im Lande Ararat begraben. 16 950 Jahre hatte er in seinem Leben vollendet, 19 Jubiläen und 2 Jahrwochen und 5 Jahre, 17 er, der in seinem Leben auf der Erde die Menschenkinder an Gerechtigkeit, in der er vollkommen war, übertraf außer Henoch. Denn das Werk Henochs war geschaffen zum Zeugnisse für die Geschlechter der Welt, auf dass er den Geschlechtern der Geschlechter alles Tun sagte bis zum Tage des Gerichts.
Der Turm zu Babel; die Sprachverwirrung
(vgl. Gen 11, 19).18 Und im 33. Jubiläum, im 1. Jahr in der 2. Jahrwoche, nahm sich Peleg ein Weib mit Namen Lomna, die Tochter Sinears, und sie gebar ihm einen Sohn im 4. Jahre dieser Jahrwoche. Und er nannte seinen Namen Regu, denn er sagte: Siehe, die Menschenkinder sind böse geworden durch den gottlosen Plan, sich im Lande Sinear eine Stadt und einen Turm zu bauen. 19 Denn sie wanderten aus dem Land Ararat gen Osten in das Land Sinear. Denn in seinen Tagen bauten sie die Stadt und dem Turm, indem sie sprachen: Kommt, wir wollen auf ihm in den Himmel steigen! 20 Und sie fingen an zu bauen; und in der 4. Jahrwoche brannten sie Ziegel mit Feuer, und es dienten ihnen Ziegel als Steine, und als Ton, womit sie tünchten, Asphalt, der aus dem Meere kommt und aus den Wasserquellen im Lande Sinear. 21 Und sie bauten ihn; vierzig Jahre und drei Jahre bauten sie an ihm; Ziegel in der Breite waren 203 an ihm, und die Höhe eines Ziegels war das Drittel von einem. 5433 Ellen stieg seine Höhe empor und 2 Handbreiten und 13 Stadien. 22 Und der Herr, unser Gott, sprach zu uns: Siehe, sie sind ein Volk und haben zu handeln begonnen, und jetzt ist nichts mehr unerreichbar für sie. Kommt, lasst uns hinabsteigen und ihre Sprachen zusammenschütten, dass keiner die Rede des andern verstehen soll, und sie werden zerstreut werden in Städte und in Völker, und ein Sinn wird nicht mehr unter ihnen herrschen bis zum Tage des Gerichts. 23 Und Gott stieg hinab, und wir stiegen mit ihm hinab, um die Stadt und den Turm zu sehen, den die Menschenkinder gebaut hatten. 24 Und Gott schüttete ihre Sprachen zusammen, und keiner verstand mehr die Rede des andern; und sie hörten nunmehr auf, die Stadt und den Turm zu bauen. 25 Und deswegen wurde das ganze Land Sinear Babel genannt; denn hier schüttete Gott alle Sprachen der Menschenkinder zusammen, und von hieraus zerstreuten sie sich in ihre Städte, je nach ihren Sprachen und je nach ihren Völkern. 26 Und Gott schickte einen heftigen Wind gegen den Turm und zerstörte ihn auf der Erde, und siehe, er war zwischen Assur und Babylon im Lande Sinear; und man nannte seinen Namen Trümmer. 27 In der 4. Jahrwoche, im 1. Jahr in seinem Anfang, im 34. Jubiläum wurden sie aus dem Lande Sinear zerstreut.
28 Und es gingen Ham und seine Kinder in das Land, das er erhalten hatte, das er durch seinen Anteil bekommen hatte, in das Südland. 29 Und Kanaan sah das Land des Libanon bis zum Flusse Ägyptens, dass es sehr schön war, und er ging nicht in das Land seines Erbes westlich vom Meere, sondern wohnte im Lande des Libanon von Osten und von Westen, von der Seite des Jordans und von der Seite des Meers. 30 Und Ham, sein Vater, und Kusch und Mizraim, seine Brüder, sprachen zu ihm: Du wohnst in einem Lande, das nicht dein ist und das durch die Lose nicht für uns herausgekommen ist. Tue nicht also! Denn wenn du also tust, so werdet ihr, du und deine Kinder, in dem Lande fallen, und zwar als Verfluchte, durch eine Empörung werden deine Kinder fallen, und du wirst ausgerottet werden in Ewigkeit. 31 Wohne nicht im Lande Sems; denn für Sem und für seine Kinder ist es durch ihr Los herausgekommen. 32 Verflucht bist du und verflucht wirst du sein von allen Kindern Noahs durch den Fluch, zu dem wir uns vor dem heiligen Richter und vor unserem Vater Noah eidlich verpflichtet haben. 33 Aber er hörte nicht auf sie und wohnte im Lande des Libanon von Hamath bis zu dem Eingangspunkt Ägyptens, er und seine Söhne bis auf diesen Tag. 34 Und deswegen ist dies Land Kanaan genannt. 35 Japhet aber und seine Kinder gingen nach dem Meere zu und wohnten im Land ihres Anteils, und Madai sah das Land des Meers, und es gefiel ihm nicht, und er erbat von dem Bruder seines Weibes einen Teil von Elam und Assur und Arpachsad und wohnte im Lande Medekin nahe bei dem Bruder seines Weibes bis auf diesen Tag. 36 Und er nannte seine Wohnstätte und die Wohnstätte seiner Kinder Medekin nach dem Namen ihres Vaters Madai.
Geschichte der Patriarchen von Regu bis Abraham
(Gen. 11, 2020).1 Und im 35. Jubiläum, in der 3. Jahrwoche in ihrem 1. Jahre, nahm sich Regu ein Weib mit Namen Ora, die Tochter des Ur, des Sohnes des Kesed, und sie gebar ihm einen Sohn und er nannte seinen Namen Seroch im 7. Jahre dieser Jahrwoche in diesem Jubiläum. 2 Und die Söhne Noahs fingen an zu kämpfen, um einander gefangen zu nehmen und zu töten und Menschenblut auf der Erde zu vergießen und Blut zu essen und feste Städte und Mauern und Türme zu bauen und einen Menschen über das Volk zu erheben und den Anfang des Königtums zu machen und in den Krieg zu ziehen, Volk gegen Volk und Völker gegen Völker und Stadt gegen Stadt, und alles Böse zu tun und Waffen zu erwerben und ihre Kinder den Krieg zu lehren. Und sie fingen an, Einwohner von Städten gefangen zu nehmen und sie als Sklaven und Sklavinnen zu verkaufen. 3 Und Ur, der Sohn Kesed, baute die Stadt Ara der Kaldäer und nannte ihren Namen nach seinem Namen und dem Namen seines Vaters. 4 Und sie machten sich Gussbilder und beteten an, ein jeder den Götzen, den er für sich selbst als Gussbild gemacht hatte. Und sie fingen an, Schnitzbilder und unreine Bildwerke zu machen, und die bösen Geister halfen und verführten sie, dass sie Sünde und Unreinigkeit begingen. 5 Und der Fürst Mastema strengte sich an, dies alles zu tun, und er schickte andere Geister, die unter seine Hand gegeben waren, um allerlei Übeltat und Sünde und alles Vergehen auszuführen, zu verderben und zu vernichten und Blut zu vergießen auf der Erde. 6 Und deswegen nannte er den Namen Serochs Serug, denn alles hatte sich abgewandt, um lauter Sünde und Vergehen zu tun. 7 Und er ward groß und wohnte in Ur der Kaldäer nahe bei dem Vater der Mutter seines Weibes und er betete die Götzen an. Und er nahm sich ein Weib im 36. Jubiläum, in der 5. Jahrwoche in ihrem 1. Jahre, mit Namen Milka, die Tochter Kabers, die Tochter des Bruders seines Vaters. 8 Und sie gebar ihm den Nahor im 1. Jahre dieser Jahrwoche, und er ward groß und wohnte in Ur der Kaldäer, und sein Vater lehrte ihn die Lehre der Kaldäer, zu wahrsagen und zu zaubern nach den Zeichen des Himmels. 9 Und im 37. Jubiläum, in der 6. Jahrwoche in ihrem 1. Jahre, nahm er sich ein Weib mit Namen Jiska, die Tochter Nestags von den Kaldäern. 10 Und sie gebar ihm den Tharah im 7. Jahre dieser Jahrwoche. 11 Und der Fürst Mastema schickte Raben und Vögel, damit sie die Saat, die auf der Erde gesät war, fräßen, um die Erde zu verderben, um den Menschenkindern den Ertrag ihrer Arbeit zu rauben. Ehe sie den Samen einpflügten, lasen ihn die Raben von der Oberfläche der Erde auf. 12 Und deswegen nannte er seinen Namen Tharah, weil die Raben und die Vögel sie arm machten und ihnen ihren Samen fraßen. 13 Und die Jahre fingen an, unfruchtbar zu werden wegen der Vögel, und alle Baumfrucht fraßen sie von den Bäumen; mit großer Mühe geschah es, wenn sie ein wenig von aller Frucht der Erde in ihren Tagen retten konnten. 14 Und in diesem 39. Jubiläum, in der 2. Jahrwoche in ihrem 1. Jahre, nahm sich Tharah ein Weib mit Namen Edna, die Tochter des Abram, Tochter der Schwester seines Vaters. 15 Und im 7. Jahre dieser Jahrwoche gebar sie ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Abram nach dem Namen des Vaters seiner Mutter; denn er war gestorben, ehe seine Tochter mit einem Sohne schwanger ward.
Gotteserkenntnis und Wunderkraft des jungen Abraham.
16 Und der Knabe fing an, die Verirrung der Erde zu erkennen, wie alles hinter Schnitzwerken und hinter Unreinigkeit her irrte, und sein Vater lehrte ihn die Schrift, als er zwei Jahrwochen alt war, und er trennte sich von seinem Vater, um nicht mit ihm die Götzen anzubeten. 17 Und er fing an, vor dem Allschöpfer zu beten, dass er ihn von der Verirrung der Menschenkinder errette, und dass sein Los nicht in die Verirrung hinter Unreinigkeit und Gräuel herfalle. 18 Und es kam die Zeit der Aussaat, um das Land zu besäen, und sie zogen alle zusammen hinaus, um ihre Saat vor den Raben zu schützen, und Abram zog hinaus mit den anderen, die hinauszogen, und der Knabe war 14 Jahre alt. 19 Und eine Wolke von Raben kam, um den Samen zu fressen, und Abram lief ihnen entgegen, ehe sie sich auf die Erde setzten, und schrie sie an, ehe sie sich auf die Erde setzten, um den Samen zu fressen, und sagte: "Kommt nicht herab, kehrt zurück an den Ort, von wo ihr ausgegangen!" und da kehrten sie um. 20 Und an diesem Tage kehrten die Wolken der Raben siebzig Mal zurück; aber es blieb von allen Raben auf irgendeinem Felde, wo Abram war, nicht ein einziger. 21 Und alle, die mit ihm waren auf allen Feldern, sahen ihn, wie er schrie, und alle Raben umkehrten, und sein Name war groß im ganzen Lande der Kaldäer. 22 Und in diesem Jahre kamen alle, die säen wollten, zu ihm und er ging mit ihnen, bis die Erntezeit zu Ende war, und sie besäten ihr Land und brachten in diesem Jahre genügend Korn ein, und sie aßen und wurden satt. 23 Und im 1. Jahre der 5. Jahrwoche belehrte Abram die, welche die Geräte für das Zugvieh machten, die Holzkünstler, und sie machten ein Gefäß über der Erde gegenüber dem Krummholz des Pflugs, um darauf den Samen zu legen, und der Same daraus fiel auf das Ende des Pflugs und wurde in der Erde geborgen, und sie fürchteten sich nicht mehr vor den Raben. 24 Und so machten sie an allen Krummhölzern der Pflüge ein Gefäß über der Erde und säten und bearbeiteten alles Land, wie sie Abram geheißen hatte, und fürchteten sich nicht mehr vor den Vögeln.
Abraham sucht seinen Vater zu bekehren. Die Familie Tharahs
(Gen. 11, 2730).1 Und es geschah in der 6. Jahrwoche in ihrem 7. Jahre, da sagte Abram zu Tharah, seinem Vater, indem er sprach: Vater! und er sagte: Hier bin ich, mein Sohn! 2 Und er sagte: Was für Hilfe und Vorteil kommt uns von diesen Götzen, die du verehrst und vor denen du niederfällst? 3 Denn in ihnen ist kein Geist, sondern sie sind stumm, und eine Verirrung des Herzens sind sie; verehrt sie nicht! 4 Verehrt den Gott des Himmels, der Regen und Tau auf die Erde herabbringt und alles auf der Erde macht und alles durch sein Wort geschaffen hat, und von dessen Angesicht alles Leben ausgeht! 5 Weshalb verehrt ihr die, in denen kein Geist ist? Denn sie sind der Hände Werk, und auf euren Schultern tragt ihr sie, und von ihnen kommt euch keine Hilfe, sondern große Schmach denen, die sie machen, und Verirrung des Herzens denen, die sie verehren; verehrt sie nicht! 6 Und sein Vater sprach zu ihm: Auch ich weiß es, mein Sohn; aber was soll ich mit dem Volke machen, das mich gezwungen hat, vor ihnen zu dienen? 7 Und wenn ich ihnen die Wahrheit sage, so töten sie mich. Denn ihre Seele folgt ihnen, dass sie sie verehren und preisen; schweig, mein Sohn, damit sie dich nicht töten! 8 Und er sagte diese Rede seinen beiden Brüdern, und sie zürnten auf ihn, und er schwieg. 9 Und im 40. Jubiläum, in der 2. Jahrwoche, in ihrem 7. Jahre nahm sich Abram ein Weib mit Namen Sora, die Tochter seines Vaters, und sie ward ihm zum Weibe. 10 Und sein Bruder Haran nahm sich ein Weib im 3. Jahre der 3. Jahrwoche, und sie gebar ihm einen Sohn im 7. Jahre dieser Jahrwoche, und er nannte seinen Namen Lot. 11 Und sein Bruder Nahor nahm sich ein Weib. 12 Und im 60. Jahre des Lebens Abrams, das ist die 4. Jahrwoche, in ihrem 4. Jahre, erhob sich Abram bei Nacht und verbrannte das Haus der Götzen und verbrannte alles, was in dem Hause war, und es war kein Mensch, der es wusste. 13 Und sie erhoben sich bei Nacht und wollten ihre Götter mitten aus dem Feuer retten. 14 Und Haran eilte herbei, um sie zu retten, aber das Feuer brannte über ihm. Und er verbrannte im Feuer und starb in Ur der Kaldäer vor Tharah, seinem Vater, und sie begruben ihn in Ur der Kaldäer.
Familie Tharahs in Haran. Abrahams dortige Erlebnisse; sein Zug nach Kanaan
15 Und Tharah ging fort aus Ur der Kaldäer, er und seine Söhne, um in das Land des Libanon und in das Land Kanaan zu kommen, und er wohnte im Lande Haran, und Abram wohnte mit Tharah, seinem Vater, zwei Jahrwochen in Haran. 16 Und in der 6. Jahrwoche, in ihrem 5. Jahre, saß Abram bei Nacht, am Neumonde des 7. Monats, um die Sterne zu beobachten vom Abend bis zum Morgen, um zu sehen, wie es in dem Jahre mit den Regenschauern sein werde, und er war allein, als er saß und beobachtete. 17 Und ein Wort kam in sein Herz und sagte: Alle Zeichen der Sterne und die Zeichen der Sonne und des Mondes, alle sind in der Hand Gottes wozu erforsche ich sie? 18 Wenn er will, lässt er regnen, des Morgens und des Abends; und wenn er will, lässt er ihn nicht herabkommen, und alles ist in seiner Hand. 19 Und er betete in dieser Nacht und sprach: Mein Gott, höchster Gott, du allein bist mir Gott und du hast alles geschaffen, und deiner Hände Werk ist alles, was ist, und dich und dein Reich habe ich erwählt. 20 Rette mich aus der Hand der bösen Geister, die über die Gedanken des Menschenherzens herrschen, und lass sie mich nicht in die Irre führen von dir hinweg, mein Gott, und mache, dass ich und mein Same in Ewigkeit nicht in die Irre gehen, von jetzt an und bis in Ewigkeit! 21 Und er sprach: Soll ich zurückkehren nach Ur der Kaldäer, die mein Antlitz suchen, dass ich zu ihnen zurückkehre, oder soll ich hier bleiben an diesem Orte? Den vor dir rechten Weg, ihn lass gedeihen in der Hand deines Knechtes, dass er darnach tue, und ich nicht in der Verirrung meines Herzens wandle, mein Gott! 22 Und er vollendete die Rede und das Gebet, und siehe, das Wort Gottes ward durch mich zu ihm geschickt, indem er sprach: Komm du aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Hause deines Vaters in ein Land, das ich dir zeigen werde, und ich werde dich zu einem großen und zahlreichen Volke machen. 23 Und ich werde dich segnen und deinen Namen groß machen, und du wirst gesegnet sein auf der Erde, und in dir werden alle Völker der Erde gesegnet werden; und die dich segnen, die werde ich segnen, und die dich verfluchen, die werde ich verfluchen. 24 Und ich werde dir und deinem Sohn und dem Sohne deines Sohns und all deinem Samen Gott sein. Fürchte dich nicht: von jetzt an und bis auf alle Generationen der Erde bin ich dein Gott! 25 Und Gott, der Herr, sprach zu mir: Öffne seinen Mund und seine Ohren, dass er höre und mit seinem Munde spreche in der Sprache, die offenbart wird; denn verschwunden ist sie aus dem Mund aller Menschenkinder seit dem Tage des Falls. 26 Und ich öffnete seinen Mund und seine Lippen und fing an, auf hebräisch mit ihm zu reden, in der Sprache der Schöpfung. 27 Und er nahm die Bücher seiner Väter, und sie waren hebräisch geschrieben, und er schrieb sie ab und fing von da ab an, sie zu lernen, und ich tat ihm alles kund, was er nicht verstand, und er lernte sie in den sechs Regenmonaten. 28 Und es geschah im 7. Jahre der 6. Jahrwoche, da redete er mit seinem Vater und tat ihm kund, dass er Haran verlassen werde, um in das Land Kanaan zu gehen, dass er es sehe, und dann zu ihm zurückzukehren. 29 Und sein Vater Tharah sprach zu ihm: Geh in Frieden! Der ewige Gott leite deinen Weg und Gott sei mit dir und schütze dich vor allem Bösen und er gebe dir Güte und Erbarmen und Gnade vor denen, die dich sehen, und kein Menschenkind möge Macht über dich bekommen, Böses an dir zu tun; geh in Frieden! 30 Und wenn du ein Land siehst, das deinen Augen gefällt, in ihm zu wohnen, komm und nimm mich mit dir und nimm Lot mit dir, den Sohn deines Bruders Haran, dir zum Sohne; Gott sei mit dir! 31 Und deinen Bruder Nahor lass bei mir, bis du in Frieden zurückkehrst, und wir alle zusammen mit dir ziehen werden.
Abraham mit Lot in Kanaan und Ägypten
(Gen. 12, 420). Abraham trennt sich von Lot (Gen. 13).1 Und Abram ging aus Haran und nahm die Sorai, sein Weib, und Lot, den Sohn seines Bruders Haran, mit nach dem Lande Kanaan und er kam nach Assur und zog bis nach Sichem und wohnte bei einer hohen Eiche. 2 Und er sah, wie das Land sehr schön war von dem Eingangspunkte bei Hamath bis zu der hohen Eiche. 3 Und Gott sprach zu ihm: Dir und deinem Samen werde ich dieses Land geben! 4 Und er erbaute hier einen Altar und brachte auf ihm dem Gotte, der ihm erschienen war, ein Ganzopfer dar. 5 Und er brach auf von dort nach dem Gebirge Bethel, das er gegen Westen hatte und Ai gegen Osten, und schlug hier sein Zelt auf. 6 Und er sah, wie das Land sehr weit und gut war, und alles in ihm sprosste: Weinstöcke und Feigen und Granatäpfel, der Baum Balan und Ders und Terebinthen und Ölbäume und Zedern und Zypressen und Libanonsbäume und alle Bäume des Feldes, und Wasser war auf den Bergen. 7 Und er pries den Gott, der ihn aus Ur der Kaldäer herausgeführt und in dieses Land gebracht hatte. 8 Und es geschah im 1. Jahre in der 7. Jahrwoche am Neumonde des ersten Monats, da baute er einen Altar auf diesem Berg und rief den Namen Gottes an: Du, mein Gott, bist der ewige Gott! 9 Und er brachte auf dem Altare Gott ein Ganzopfer dar, dass er mit ihm sein und ihn nicht verlassen möge alle Tage seines Lebens. 10 Und er brach von dort auf und ging nach Süden und kam nach Hebron, und Hebron war damals erbaut, und er wohnte dort zwei Jahre und ging nach dem Südlande bis Boa-Lot, und es herrschte Unfruchtbarkeit auf der Erde. 11 Und Abram ging nach Ägypten im 3. Jahre der Jahrwoche und wohnte in Ägypten fünf Jahre, ehe ihm sein Weib geraubt wurde. 12 Und Tanais von Ägypten wurde damals gebaut, im 7. Winter nach Hebron. 13 Und es geschah, als Pharao die Sorai, das Weib Abrams, geraubt hatte, züchtigte Gott den Pharao und sein Haus mit großer Züchtigung wegen der Sora, des Weibes Abrams. 14 Und Abram war sehr begütert an Schafen und Rindern und Eseln und Pferden und Kamelen und Knechten und Mägden und an Silber und Gold gar sehr, und auch Lot, der Sohn seines Bruders, war begütert. 15 Und Pharao brachte die Sora, das Weib Abrams, zurück und ließ ihn fortziehen aus Ägyptenland, und er ging zu dem Orte, wo er sein Zelt zuerst aufgeschlagen hatte an dem Orte des Altars, wo er Ai im Osten und Bethel im Westen hatte, und er pries den Herrn, seinen Gott, der ihn in Frieden zurückgeführt hatte. 16 Und es geschah im 41. Jubiläum, im 3. Jahre der 1. Jahrwoche, da kehrte er an diesen Ort zurück und brachte auf ihm ein Ganzopfer dar und rief den Namen Gottes an und sprach: Du bist der höchste Gott, mein Gott in alle Ewigkeit! 17 Und im 4. Jahre dieser Jahrwoche trennte sich Lot von ihm, und Lot wohnte in Sodom, und die Leute von Sodom waren Sünder gar sehr und handelten böse in ihrem Herzen. ... 18 Und er war betrübt, dass sich der Sohn seines Bruders von ihm getrennt hatte; denn er hatte keine Kinder. 19 In diesem Jahre, als Lot gefangen weggeführt wurde, sprach Gott zu Abram, nachdem sich Lot von ihm getrennt hatte, im 4. Jahre dieser Jahrwoche, und sagte zu ihm: Hebe deine Augen auf von dem Orte, wo du dich befindest, gegen Norden und Süden und Westen und Osten. 20 Denn alles Land, das du siehst, werde ich dir und deinem Samen geben für ewig und ich werde deinen Samen zahlreich machen wie den Sand des Meeres; wenn auch ein Mensch den Sand der Erde zählen kann, so soll doch dein Same nicht gezählt werden. 21 Erhebe dich, geh in seine Länge und seine Breite und sieh alles; denn deinem Samen werde ich es geben! Und Abram ging nach Hebron und wohnte dort.
(Gen. 14).22 Und in diesem Jahre kam Kedorlaomer, der König von Elam, und Amraphel, der König von Sinear, und Arioch, der König von Selasar, und Tergal, der König der Völker, und sie töteten den König von Gomorra, und es floh der König von Sodom, und viele fielen durch Verwundung im Tale Siddim am Salzmeer. 23 Und sie eroberten Sodom und Adam und Zeboim und nahmen auch Lot, den Sohn des Bruders Abrams, gefangen und all seinen Besitz und zogen bis nach Dan. 24 Und es kam einer, der sich gerettet hatte, und sagte dem Abram, dass der Sohn seines Bruders gefangen sei. 25 Und er (Abram) bereitete die Sklaven seines Hauses... über Abram und über seinen Samen den Zehnten der Erstlinge Gotte, und Gott bestimmte ihn zu einer Satzung für ewig, dass sie ihn den Priestern, die vor ihm dienten, geben sollten, damit sie ihn in Ewigkeit erhielten. 26 Und dieses Gesetz hat keine Beschränkung der Tage, sondern für ewige Geschlechter hat er es angeordnet, dass sie den Zehnten von allem Gotte gäben, von der Saat und vom Wein und vom Öl und von den Rindern und von den Schafen. 27 Und er gab seinen Priestern zu essen und zu trinken in Freuden vor ihm. 28 Und der König von Sodom kam zu ihm und fiel vor ihm nieder und sprach: Unser Herr Abram, schenke uns die Seelen, die du gerettet hast; die Beute aber sei dein! 29 Und Abram sprach zu ihm: Ich erhebe meine Hände zum höchsten Gotte: weder einen Faden noch einen Schuhriemen werde ich von allem, was dein ist, nehmen, damit du nicht sagen könnest: Ich habe den Abram bereichert! Indes nur, was die Jünglinge gegessen haben, und der Anteil der Männer, die mit mir gegangen sind, Aunan, Eskol und Mamre die werden ihren Teil nehmen.
(Gen. 15).1 Und nach diesen Dingen im 4. Jahre dieser Jahrwoche am Neumonde des 3. Monats erging das Wort Gottes an Abram im Traum, indem er sprach: Fürchte dich nicht, Abram; ich bin dein Schützer, und dein Lohn wird gar reichlich sein. 2 Und er sprach: Herr, Herr, was wirst du mir geben, während ich doch ohne Kinder einhergehe, und der Sohn der Masek, der Sohn meiner Sklavin, das ist Damaskus, Elieser, der wird mich beerben; mir aber hast du keinen Samen gegeben! 3 Und er sprach zu ihm: Dieser wird dich nicht beerben, sondern einer, der von deinem Leibe kommen wird, der wird dich beerben! 4 Und er führte ihn hinaus und sprach zu ihm: Schaue zum Himmel und zähle die Sterne, ob du sie zu zählen vermagst! 5 Und er schaute den Himmel an und sah die Sterne, und er sprach zu ihm: So soll dein Same sein! 6 Und er glaubte Gott, und es ward ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. 7 Und er sprach zu ihm: Ich bin der Gott, der ich dich aus Ur der Kaldäer herausgeführt habe, damit ich dir das Land der Kanaaniter gäbe, es in Ewigkeit zu besitzen, und ich werde dir Gott sein und deinem Samen nach dir. 8 Und er sprach: Herr, Herr, woran werde ich es erkennen, dass ich es erben werde? 9 Und er sprach zu ihm: Nimm mir ein dreijähriges Rind und eine dreijährige Ziege und ein dreijähriges Schaf und eine Turteltaube und eine Taube. 10 Und er nahm diese alle in der Mitte des Monats, während er bei der Eiche von Mamre, die nahe bei Hebron ist, wohnte. 11 Und er erbaute hier einen Altar und schlachtete diese alle und goss ihr Blut auf den Altar und teilte sie in der Mitte und legte sie darauf einander gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht. 12 Und Vögel kamen herab auf das Ausgebreitete, und Abram verscheuchte sie und ließ die Vögel sie nicht anrühren. 13 Und es geschah bei Sonnenuntergang, da befiel den Abram Furcht, und siehe, ein Schrecken, dichte Finsternis befiel ihn, und es wurde zu Abram gesagt: Wisse wohl, dass dein Same Fremdling sein wird in einem fremden Land, und dass sie sie unterwerfen und bedrücken werden 400 Jahre. 14 Die Leute aber, denen sie unterworfen sein werden, die werde ich richten, und darnach werden sie von dort ausziehen mit großem Besitz. 15 Und du wirst in Frieden zu deinen Vätern gehen und wirst begraben werden in schönem Alter. 16 Und in der vierten Generation werden sie hierher zurückkehren; denn die Sünde der Amoriter ist bis jetzt noch nicht voll. 17 Und er erwachte aus seinem Schlaf und erhob sich, und die Sonne war untergegangen; und es entstand eine Flamme, und siehe, ein Ofen rauchte, und eine Feuerflamme ging mitten durch das Ausgebreitete. 18 Und an diesem Tage schloss Gott einen Bund mit Abram, indem er sprach: Deinem Samen werde ich dieses Land geben vom Strome Ägyptens bis zum großen Strome, dem Euphratstrome, die Keniter, die Kenissiter, die Kadmoniter, die Pheresiter, die Rephaiter, die Phakoriter, die Heviter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter. 19 Und dieser Tag ging hin, und Abram brachte die ausgebreiteten Stücke und die Vögel und das zu ihnen gehörende Frucht- und Trankopfer dar, und das Feuer verzehrte sie. 20 Und an diesem Tage schlossen wir einen Bund mit Abram, wie wir ihn in diesem Monate mit Noah geschlossen hatten, und Abram erneuerte das Fest und die Satzung für sich bis in Ewigkeit.
Hagar gebiert Abraham den Ismael
(Gen. 16, 13. 15. 16).21 Und Abram freute sich und tat dieses alles der Sora, seinem Weibe, kund, und er glaubte, dass ihm Same zu teil werden würde; sie aber gebar nicht. 22 Und Sora riet Abram, ihrem Manne, und sprach zu ihm: Geh ein zur Hagar, meiner ägyptischen Magd; vielleicht, dass ich dir aus ihr Nachkommenschaft erwecke! 23 Und Abram hörte auf das Wort der Sora, seines Weibes, und sprach zu ihr: Tue also! Und Sora nahm die Hagar, ihre ägyptische Magd, und gab sie Abram, ihrem Manne, dass sie ihm zum Weibe sei. 24 Und er ging zu ihr ein, und sie ward schwanger und gebar einen Sohn, und er nannte seinen Namen Ismael im 5. Jahre dieser Jahrwoche; und das war das 86. Jahr im Leben Abrams.
Feier des Festes der Erstlinge der Getreideernte. Die Beschneidung.
Verheißung der Geburt Isaaks
1 Und im 5. Jahre der 4. Jahrwoche dieses Jubiläums, im 3. Monat in der Mitte des Monats, feierte Abram das Fest der Erstlinge der Getreideernte. 2 Und er brachte als ein neues Opfer auf dem Altare Gott die Erstlingsfrüchte dar: ein Rind und einen Widder und ein Schaf auf dem Altar als ein Ganzopfer für Gott; das zu ihnen gehörende Frucht- und Trankopfer brachte er auf dem Altare mit Weihrauch dar. 3 Und Gott erschien dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin der Gott Saddai; erwirb Gefallen vor mir und sei vollkommen. 4 Und ich werde meinen Bund machen zwischen mir und dir und werde dich sehr groß machen. 5 Und Abram fiel auf sein Angesicht, und Gott redete mit ihm und sprach: 6 Siehe, meine Ordnung ist mit dir, und du wirst ein Vater vieler Völker sein. 7 Und dein Name soll nicht mehr Abram genannt werden, sondern dein Name sei von jetzt an und bis in Ewigkeit Abraham; denn zum Vater vieler Völker habe ich dich gemacht. 8 Und ich werde dich sehr groß machen und dich zu Völkern machen, und Könige werden aus dir hervorgehen. 9 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir, in ihren Geschlechtern, zu einer ewigen Ordnung, dass ich dir Gott sei und deinem Samen nach dir. 10 Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land geben, wo du als Fremdling geweilt hast, das Land Kanaan, das du in Ewigkeit beherrschen wirst, und ich werde ihnen Gott sein. 11 Und Gott sprach zu Abraham: Du aber wahre meinen Bund, du und dein Same nach dir, und beschneidet euch alles Männliche unter euch und beschneidet euch eure Vorhaut! Und das wird ein Zeichen des ewigen Bundes zwischen mir und euch sein. 12 Und die Kinder sollt ihr am achten Tage beschneiden, alles Männliche nach euren Geschlechtern, den Sohn des Hauses und wen ihr um Geld erkauft habt von allen Kindern der Fremde, den ihr erworben habt, der nicht aus deinem Samen stammt. 13 Beschnitten soll werden der Sklave deines Hauses, und die du um Geld erkauft hast, sollen beschnitten werden, und mein Bund wird an eurem Fleische sein zu einer Ordnung für ewig. 14 Und ein unbeschnittener Mann, der am Fleische seiner Vorhaut nicht beschnitten ist am achten Tage, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrer Verwandtschaft; denn meinen Bund hat er gebrochen. 15 Und Gott sprach zu Abraham: Sora, dein Weib, ihr Name soll nicht mehr Sora genannt werden, sondern Sara soll ihr Name sein. 16 Und ich werde sie segnen und werde dir aus ihr einen Sohn geben und ich werde ihn segnen, und er wird zu einem Volke werden, und Könige von Völkern werden von ihm abstammen. 17 Und Abraham fiel auf sein Angesicht und freute sich und sprach in seinem Herzen: Sollte einem Hundertjährigen noch ein Sohn geboren werden, und sollte auch Sara, die 90 Jahre alt ist, noch gebären? 18 Und Abraham sprach zu Gott: O dass doch Ismael vor dir am Leben bliebe! 19 Und Gott sprach: Ja! Aber auch Sara wird dir einen Sohn gebären, und du wirst seinen Namen Isaak nennen, und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten als einen ewigen Bund, und für seinen Samen nach ihm. 20 Und auch in betreff Ismaels habe ich dich erhört, und siehe, ich werde ihn segnen und ihn groß und sehr zahlreich machen, und zwölf Fürsten wird er erzeugen, und ich werde ihn zu einem großen Volke machen. 21 Aber meinen Bund werde ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara in diesen Tagen im folgenden Jahre gebären wird. 22 Und als er aufgehört hatte, mit ihm zu reden, da fuhr Gott auf von Abraham. 23 Und Abraham tat, wie Gott zu ihm gesagt hatte. Und er nahm Ismael, seinen Sohn, und alle Sklaven seines Hauses und auch die er um Geld erkauft hatte, alles Männliche, das in seinem Hause war, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut. 24 Und zur Zeit dieses Tags wurde Abraham beschnitten, und alle Leute seines Hauses und die Sklaven seines Hauses und auch alle, die er von den Kindern der Fremden um Geld erkauft hatte, wurden mit ihm beschnitten. 25 Dies Gesetz gilt für alle Geschlechter der Ewigkeit, und es gibt keine Beschneidung der Tage, und es gibt keine Übertretung eines Tags von den acht Tagen; sondern eine ewige Ordnung ist es, angeordnet und geschrieben auf den himmlischen Tafeln. 26 Und alles Geborene, das an dem Fleische seiner Scham nicht beschnitten ist bis zum achten Tage, gehört nicht zu den Kindern des Bundes, den Gott mit Abraham geschlossen hat, sondern von den Kindern des Verderbens ist er; und an ihm ist nicht mehr das Zeichen, dass er Gott gehört, sondern er verfällt dem Verderben und der Vernichtung von der Erde und der Ausrottung von der Erde, weil er den Bund des Herrn, unseres Gottes, gebrochen hat. 27 Denn alle Engel des Angesichts und alle Engel der Heiligung dies ist ihre Natur vom Tage ihrer Schöpfung an, und in Gegenwart der Engel des Angesichts und der Engel der Heiligung hat er Israel geheiligt, dass sie mit ihm seien und mit seinen heiligen Engeln. 28 Du aber, gebiete den Kindern Israel, dass sie das Zeichen dieses Bundes bewahren sollen für ihre Geschlechter als eine ewige Ordnung, und dann werden sie nicht ausgerottet werden von der Erde. 29 Denn das Gebot ist angeordnet für den Bund, dass sie ihn in Ewigkeit bewahren über allen Kindern Israel. 30 Denn den Ismael und seine Kinder und seine Brüder und den Esau hat sich Gott nicht nahe gebracht und hat sie nicht erwählt, weil sie Kinder Abrahams sind, weil er sie kennt; Israel aber hat er erwählt, dass es ihm zum Volke sei. 31 Und er hat es geheiligt und aus allen Menschenkindern gesammelt; denn viel sind die Völker und zahlreich die Leute, und sie alle gehören ihm, und er hat den Geistern Macht über alle gegeben, damit sie sie von ihm abirren machten. 32 Über Israel aber hat er keinem Engel, noch Geiste Macht gegeben; sondern er allein ist ihr Herrscher und er behütet sie und fordert sie für sich aus der Hand seiner Engel und aus der Hand seiner Geister und aus der Hand aller seiner Mächte, damit er sie behüte und sie segne, und sie ihm gehören, und er ihnen gehöre von jetzt an und bis in Ewigkeit. 33 Jetzt aber verkünde ich dir, dass die Kinder Israel gegen diese Ordnung treulos sein und ihre Kinder nicht beschneiden werden gemäß diesem ganzem Gesetze; denn an dem Fleisch ihrer Beschneidung werden sie bei der Beschneidung ihrer Söhne Unterlassung begehen, und alle Söhne Beliars werden ihre Söhne ohne Beschneidung lassen, wie sie geboren sind. 34 Und es wird ein Zorn ausgehen über die Kinder Israel, ein großer von Gott, weil sie seinen Bund verlassen haben und von seinem Wort abgewichen sind und ihn zum Zorne gereizt und gelästert haben, indem sie die Ordnung dieses Gesetzes nicht halten; denn sie haben ihre Glieder gemacht wie die Heiden, sodaß sie vertrieben und ausgerottet werden von der Erde. Und sie haben keinen Erlass und keine Vergebung mehr, sodaß ihnen vergeben und erlassen würde alle Sünde dieser Verirrung in Ewigkeit.
(Gen. 18. 19).1 Und am Neumonde des 4. Monats erschienen wir dem Abraham bei der Eiche von Mamre, und wir redeten mit ihm und taten ihm kund, dass ihm aus der Sara, seinem Weibe, ein Sohn gegeben werden würde. 2 Und Sara lachte, da sie hörte, dass wir dieses Wort mit Abraham redeten, und wir schalten sie, und sie fürchtete sich und leugnete, dass sie über das Wort gelacht habe. 3 Und wir sagten ihr den Namen ihres Sohnes, wie sein Name auf den himmlischen Tafeln festgesetzt und geschrieben steht, Isaak. 4 Und wann wir zur bestimmten Zeit zu ihr zurückkehren würden, dann hätte sie einen Sohn empfangen. 5 Und in diesem Monate vollzog Gott das Gericht über Sodom und Gomorra und Zeboim und das ganze Jordanland und verbrannte sie mit Feuer und Schwefel und vernichtete sie bis auf diesen Tag, wie ich dir all ihr Tun kund getan habe, wie sie ungerecht und sehr sündhaft seien und sich verunreinigten und mit ihrem Leibe hurten und Unreines auf der Erde taten. 6 Und ebenso wird Gott das Gericht vollziehen an Orten, wo sie nach der Unreinigkeit Sodoms gehandelt haben, gemäß dem Gericht über Sodom. 7 Und Lot sollten wir retten; denn Gott gedachte des Abraham und führte ihn mitten aus der Zerstörung heraus. 8 Aber auch er und seine Töchter taten eine Sünde auf der Erde, die noch nicht auf der Erde geschehen war von den Tagen Adams bis zu jener Zeit; denn der Mann schlief bei seinen Töchtern. 9 Und siehe, es wurde über all seinen Samen auf den himmlischen Tafeln geboten und eingegraben, sie hinwegzuraffen und auszurotten und das Gericht an ihnen zu vollziehen gemäß dem Gericht über Sodom und ihm keinen menschlichen Samen auf der Erde übrig zulassen am Tage des Gerichts.
Abraham beim Brunnen des Schwurs. Geburt Isaaks
(Gen. 21, 14).10 Und in diesem Monate zog Abraham von Hebron fort und ging und wohnte zwischen Kades und Sur auf dem Gebirge Gerar. 11 Und in der Mitte des 5. Monats zog er von hier fort und wohnte beim Brunnen des Schwurs. 12 Und in der Mitte des 6. Monats suchte Gott die Sara heim und tat ihr, wie er gesagt. 13 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn im 3. Monat, und zwar in der Mitte des Monats, in den Tagen, die Gott zu Abraham gesagt hatte; am Feste der Ernteerstlinge wurde Isaak geboren. 14 Und Abraham beschnitt seinen Sohn am achten Tage; er wurde zuerst beschnitten gemäß dem Bunde, der für ewig festgesetzt ist. 15 Und im 6. Jahre der 4. Jahrwoche kamen wir zu Abraham beim Brunnen des Schwurs und erschienen ihm, wie wir zu Sara gesagt, dass wir zu ihr zurückkehren würden, während sie einen Sohn empfangen hätte. 16 Und wir kehrten um im 7. Monat und fanden Sara schwanger vor uns. Und wir segneten ihn und verkündeten ihm alles, was über ihn beschlossen war, dass er nicht eher sterben werde, als bis er noch sechs Söhne gezeugt haben werde, und er werde sie sehen, ehe er sterbe, aber in Isaak werde ihm Namen und Same genannt werden. 17 Und aller Same seiner Söhne werde zu Völkern werden, und sie würden zu den Völkern gerechnet werden, und von den Söhnen Isaaks werde einer zu einem heiligen Samen werden und werde auch nicht unter die Völker gerechnet werden. 18 Denn ein Erbteil des Höchsten werde er sein, und unter das, was Gott besitzt, sei all sein Same herabgekommen, damit er Gotte zu einem Volke des Erbes sei vor allen Völkern und damit er ein priesterliches Königtum und ein heiliges Volk sei. 19 Und wir gingen unseren Weg und verkündeten der Sara alles, was wir ihm gesagt hatten, und die beiden hatten sehr große Freude. 20 Und er baute hier einen Altar dem Gotte, der ihn gerettet hatte, und dem, der ihn erfreute im Lande seiner Fremdlingschaft, und er feierte ein Freudenfest in diesem Monate sieben Tage in der Nähe des Altars, den er beim Brunnen des Schwurs erbaut hatte. 21 Und er baute Hütten für sich und für seine Knechte an diesem Fest und feierte als erster das Fest der Hütten auf der Erde. 22 Und in diesen sieben Tagen opferte er an jedem einzelnen Tag auf dem Altar ein Ganzopfer für Gott, zwei Rinder, zwei Widder, sieben Schafe, einen Ziegenbock wegen der Sünde, damit er dadurch sich und seinen Samen sühne. 23 Und zum Heilsopfer sieben Widder und sieben Böcke und sieben Schafe und sieben Böcke und auch die zu ihnen gehörenden Frucht- und Trankopfer, und all ihr Fett räucherte er auf dem Altar, ein auserwähltes Opfer für Gott zu schönem Geruche. 24 Und am Morgen und Abend räucherte er als Räucherwerk Weihrauch, Galbanum und Styrar und Narden und Myrrhen und Ähren und Costus; all diese sieben opferte er zerstoßen, gleich, gleichmäßig gemischt, rein. 25 Und er feierte dieses Fest sieben Tage, indem er sich mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele freute, er und alle, die in seinem Hause waren, und es war kein Fremder mit ihm, noch irgendeiner, der nicht beschnitten war. 26 Und er pries seinen Schöpfer, der ihn geschaffen hatte, in seinem Geschlechte. Denn nach seinem Gutdünken hatte er ihn geschaffen; denn er wusste und erkannte, dass von ihm die Pflanze der Gerechtigkeit für ewige Geschlechter, und ein heiliger Same ausgehen würde, dass er sei wie der, welcher alles gemacht hat. 27 Und er pries und freute sich und nannte den Namen dieses Festes Fest Gottes, Freude des Wohlgefallens des höchsten Gottes. 28 Und wir segneten ihn für ewig und seinen Samen nach ihm in allen Geschlechtern der Erde, weil er dieses Fest zu seiner Zeit feierte gemäß dem Zeugnisse der himmlischen Tafeln. 29 Und deswegen ist auf den himmlischen Tafeln über Israel angeordnet, dass sie im 7. Monate das Fest der Hütten sieben Tage in Freude feiern sollen, das vor Gott angenommen werde, ein Gesetz für ewig, nach ihren Geschlechtern, in jedem einzelnen Jahre. 30 Und dieses hat keine Beschränkung der Tage, sondern für ewig ist es über Israel angeordnet, dass sie es begehen und in Hütten wohnen und dass sie Kränze auf ihr Haupt legen und Laubzweige und Weiden vom Bache nehmen. 31 Und Abraham nahm grüne Palmenzweige und schöne Baumfrüchte, und an jedem einzelnen Tage ging er mit Zweigen um den Altar herum siebenmal des Tags und am Morgen lobte er und dankte demütig seinem Gotte für alles in Freuden.
Die Austreibung Hagars und Ismaels
(Gen. 21, 821).1 Und im 1. Jahre der 5. Jahrwoche in diesem Jubiläum wurde Isaak entwöhnt, und Abraham veranstaltete im 3. Monat am Tage, da sein Sohn Isaak entwöhnt wurde, ein großes Mahl. 2 Und Ismael, der Sohn der Ägypterin Hagar, war vor dem Angesicht seines Vaters Abraham an seinem Ort, und Abraham freute sich und pries Gott, dass er seine Söhne noch gesehen und nicht kinderlos gestorben war. 3 Und er gedachte seines Worts, das er zu ihm geredet hatte an dem Tage, da sich Lot von ihm trennte, und er freute sich, dass Gott ihm Samen auf der Erde gegeben, dass er die Erde erbe, und er pries mit seinem ganzen Munde den Allschöpfer. 4 Und Sara sah Ismael, wie er spielte und tanzte, Abraham aber, wie er sich sehr freute, und sie wurde eifersüchtig auf Ismael und sprach zu Abraham: Jage diese Magd da und ihren Sohn fort; denn der Sohn dieser Magd da soll nicht mit meinem Sohn Isaak erben! 5 Und dieses Wort war betrübend vor den Augen Abrahams um seiner Magd und um seines Sohnes willen, dass er sie von sich treiben sollte. 6 Und Gott sprach zu Abraham: Es sei keine Betrübnis vor deinen Augen wegen des Knaben und wegen der Magd; alles, was Sara dir gesagt hat, höre auf ihre Rede und tue darnach; denn in Isaak wird dir Name und Same genannt werden. 7 Was aber den Sohn dieser Magd betrifft, so will ich ihn zu einem großen Volke machen, weil er aus deinem Samen ist. 8 Und Abraham machte sich früh am Morgen auf und nahm Brote und einen Schlauch Wasser und lud es der Hagar auf die Schulter und den Knaben und entließ sie. 9 Und sie ging und irrte umher in der Wüste von Beerseba, und das Wasser aus dem Schlauche ging zu Ende, und den Knaben dürstete, und er konnte nicht mehr gehen und fiel hin. 10 Und seine Mutter nahm ihn und warf ihn unter einen Ölbaum und sie ging und setzte sich ihm gegenüber, einen Schuss weit; denn sie sprach: Ich will den Tod meines Knaben nicht sehen! Und wie sie so saß, weinte sie. 11 Und ein Engel Gottes, einer von den Heiligen, sprach zu ihr: Was weinst du, Hagar? Mache dich auf, nimm den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand; denn Gott hat deine Stimme gehört und den Knaben gesehen. 12 Und sie öffnete ihre Augen und sah einen Wasserbrunnen, und sie ging und füllte ihren Schlauch mit Wasser und tränkte ihren Knaben; und sie machte sich auf und ging nach der Wüste Paran. 13 Und der Knabe ward groß und wurde ein Schütze, und Gott war mit ihm, und seine Mutter nahm ihm ein Weib von den Töchtern Ägyptens. 14 Und sie gebar ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Nebajoth; denn sie sprach: Nahe war mir Gott, als ich ihn rief.
Mastema veranlasst Gott, Abraham auf die Probe zu stellen.
15 Und es geschah in der 7. Jahrwoche in ihrem 1. Jahr im 1. Monat in diesem Jubiläum, am 12. Tage dieses Monats, da waren Stimmen im Himmel über Abraham, dass er gläubig sei in allem, was er mit ihm rede, und dass er Gott liebe und in aller Bedrängnis gläubig sei. 16 Und es kam der Fürst Mastema und sprach vor Gott: Siehe, Abraham liebt seinen Sohn Isaak und hat sein Gefallen an ihm vor allem. Sage ihm, er solle ihn als Brandopfer auf den Altar bringen, und du wirst sehen, ob er diesen Befehl ausführt, und wirst erkennen, ob er gläubig ist in allem, womit du ihn versuchst! 17 Und Gott wusste, dass Abraham in aller seiner Bedrängnis gläubig war; denn er hatte ihn versucht durch sein Land und durch die Hungersnot und er hatte ihn versucht durch den Reichtum der Könige und er hatte ihn ferner versucht durch sein Weib, als sie ihm geraubt wurde, und durch die Beschneidung und er hatte ihn versucht durch Ismael und durch Hagar, seine Magd, als er sie fortschickte. 18 Und in allem, worin er ihn versucht hatte, war er als gläubig erfunden, und seine Seele war nicht ungeduldig gewesen, und er hatte nicht gezaudert, es zu tun; denn er war gläubig und Gott liebend.
(Gen. 22, 119).1 Und Gott sprach zu ihm: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 2 Und er sagte: Nimm deinen geliebten Sohn, den du lieb hast, den Isaak, und geh in das Hochland und bringe ihn als Brandopfer dar auf einem der Berge, den ich dir kund tun werde! 3 Und er machte sich des Morgens früh auf und bepackte seinen Esel und nahm seine beiden Diener mit sich und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer und ging nach dem Ort in drei Tagen und sah den Ort von ferne. 4 Und er kam zu einem Wasserbrunnen und sprach zu seinen Dienern: Bleibt hier bei der Eselin, während ich und der Knabe gehen, und wenn wir angebetet haben, werden wir zu euch zurückkehren. 5 Und er nahm das Holz zum Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf die Schulter und er nahm das Feuer und das Schlachtmesser in seine Hand, und die beiden gingen miteinander bis zu jenem Orte. 6 Und Isaak sprach zu seinem Vater: Vater! und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn! Und er sprach zu ihm: Siehe, da ist das Feuer und das Schlachtmesser und das Holz, aber wo ist das Schaf zum Brandopfer, Vater? 7 Und er sprach: Gott wird sich ein Schaf zum Brandopfer ersehen, mein Sohn! Und er näherte sich dem Orte des Berges Gottes. 8 Und er erbaute einen Altar und legte das Holz auf den Altar und band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf das Holz, das auf dem Altar war, und reckte seine Hand aus, das Messer zu nehmen, damit er seinen Sohn Isaak schlachte. 9 Und ich erhob mich vor ihm und vor dem Fürsten Mastema, und Gott sprach: Sage ihm, er solle seine Hand nicht an den Knaben legen und solle ihm nichts zu leide tun; denn ich habe erkannt, dass er gottesfürchtig ist. 10 Und ich rief ihn vom Himmel her und sprach: Abraham, Abraham! Und er erschrak und sagte: Hier bin ich! 11 Und ich sagte zu ihm: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm nichts zu leide; denn jetzt habe ich erkannt, dass du gottesfürchtig bist und dass du mir deinen erstgeborenen Sohn nicht verweigert hast. 12 Und der Fürst Mastema wurde beschämt; und Abraham hob seine Augen auf und sah, und siehe, ein Widder war festgehalten mit seinen Hörnern, und Abraham ging und nahm den Widder und brachte ihn anstatt seines Sohnes als Brandopfer dar. 13 Und Abraham nannte diesen Ort: Gott hat gesehen! Sodaß man sagt: Gott hat gesehen, das ist der Berg Zion. 14 Und Gott rief den Abraham bei seinem Namen zum zweiten Male vom Himmel her, dadurch, dass wir erschienen, um im Namen Gottes mit ihm zu reden. 15 Und er sprach: Bei mir selbst habe ich geschworen, spricht Gott: weil du dies getan und deinen erstgeborenen Sohn, den du lieb hast, mir nicht verweigert hast, will ich dich reichlich segnen und will deinen Samen überaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie den Sand der Meeresküste, und dein Same soll die Städte seiner Feinde erben. 16 Und in deinem Namen sollen alle Völker der Erde dafür gesegnet werden, dass du auf mein Wort gehört hast. Und ich habe es allen kund getan, dass du mir treu bist in allem, was ich dir gesagt habe. Geh hin in Frieden! 17 Und Abraham ging zu seinen Dienern, und sie machten sich auf und gingen miteinander nach Beerseba, und Abraham wohnte beim Brunnen des Schwurs. 18 Und er feierte dieses Fest in allen Jahren sieben Tage in Freuden und nannte es Fest Gottes gemäß den sieben Tagen, in denen er gegangen und in Frieden zurückgekehrt war. 19 Und so steht es festgesetzt und geschrieben auf den himmlischen Tafeln über Israel und über seinen Samen, dieses Fest sieben Tage in Festesfreude zu begehen.
(Gen. 23).1 Und im 1. Jahre der 1. Jahrwoche im 42. Jubiläum kehrte Abraham zurück und wohnte gegenüber von Hebron, das ist Kirjath Arba, zwei Jahrwochen. 2 Und im 1. Jahre der 3. Jahrwoche dieses Jubiläums gingen die Lebenstage Saras zu Ende, und sie starb in Hebron. 3 Und Abraham ging, sie zu beweinen und zu begraben, und wir versuchten ihn, um zu sehen, ob sein Geist geduldig, und er nicht unwillig sei in den Worten seines Mundes. Und er wurde hierin geduldig erfunden und ließ sich nicht außer Fassung bringen. 4 Denn in Geduld des Geistes redete er mit den Kindern Heths, dass sie ihm eine Stätte gäben, damit er an ihr seinen Toten begrübe. 5 Und Gott gab ihm Gnade vor allen, die ihn sahen, und er bat in Milde die Kinder Heths, und sie gaben ihm das Land einer doppelten Höhle gegenüber von Mamre, das ist Hebron, um 40 Silbersekel. 6 Und sie baten ihn, indem sie sprachen: Wir werden es dir umsonst geben! Aber er nahm es nicht umsonst aus ihrer Hand, sondern gab den Preis der Stätte, das volle Geld, und verneigte sich vor ihnen zweimal und danach begrub er seinen Toten in der Doppelhöhle. 7 Und es waren alle Lebenstage Saras 127 Jahre, das sind zwei Jubiläen und vier Jahrwochen und ein Jahr; dies sind die Tage der Lebensjahre Saras. 8 Dies ist die zehnte Versuchung, mit der Abraham versucht wurde, und er wurde als gläubig und geduldigen Geistes erfunden. 9 Und er sagte kein Wort über die Verheißung in betreff des Landes, dass Gott gesagt habe, er werde es ihm und seinem Samen nach ihm geben, sondern er erbat hier eine Stätte, um seinen Toten zu begraben. Denn er ward gläubig erfunden und wurde als Freund Gottes auf die himmlischen Tafeln geschrieben.
Isaaks Heirat und Abrahams andere Ehe
(Gen. 24, 15. 25, 1. 2).10 Und im 4. Jahre nahm er seinem Sohne Isaak ein Weib mit Namen Rebeka, die Tochter Bethuels, des Sohnes Nahors, des Bruders Abrahams, die Schwester Labans und Tochter Bethuels, und Bethuel war der Sohn der Milka, des Weibes des Nahor, des Bruders Abrahams. 11 Und Abraham nahm sich ein drittes Weib mit Namen Ketura von den Kindern seiner Haussklaven; denn Hagar war vor Sara gestorben. 12 Und sie gebar ihm sechs Söhne, den Simran, Joksan, Midian, Medan, Jisbak und Suah, in zwei Jahrwochen. 13 Und in der 6. Jahrwoche in ihrem 2. Jahre gebar Rebeka dem Isaak zwei Kinder, Jakob und Esau. Jakob aber war vollkommen und rechtschaffen, und Esau war ein rauer, wilder und haariger Mann; und Jakob wohnte in Zelten. 14 Und die Jünglinge wuchsen heran, und Jakob lernte die Schrift, Esau aber lernte sie nicht. Denn er war ein wilder Mann und ein Jäger und lernte den Krieg, und all sein Tun war rau.
Abraham liebt den Jakob und segnet ihn.
15 Und Abraham liebte den Jakob, Isaak den Esau. 16 Und Abraham sah das Tun Esaus und erkannte, dass ihm in Jakob Name und Same genannt werden würde. Und er rief Rebeka und gab ihr Befehl in betreff Jakobs; denn er erkannte, dass sie Jakob mehr als Esau liebte. 17 Und er sprach zu ihr: Meine Tochter, bewahre meinen Sohn Jakob; denn er wird an meiner Statt auf der Erde sein und zum Segen unter den Menschenkindern und allem Samen Sems zum Ruhme. 18 Denn ich weiß, dass Gott sich ihn erwählen wird zum Volke, das bestehen wird von allen Völkern, die auf der Oberfläche der Erde sind. 19 Und siehe, mein Sohn Isaak liebt Esau mehr als Jakob; aber ich sehe, wie du Jakob wahrhaftig liebst. 20 Tue noch mehr Gutes an ihm und lass deine Augen in Liebe über ihm sein; denn er wird uns zum Segen sein auf der Erde von jetzt an und bis auf alle Geschlechter der Erde. 21 Deine Hände seien fest, und dein Herz freue sich an deinem Sohne Jakob; denn ihn habe ich mehr geliebt als alle meine Söhne. Bis in Ewigkeit wird er gesegnet sein, und sein Same wird die ganze Erde erfüllen. 22 Wenn ein Mensch den Sand der Erde zählen kann, so wird auch sein Same gezählt werden. 23 Und alle Segnungen, mit denen Gott mich und meinen Samen gesegnet hat, sollen für Jakob und seinen Samen gelten alle Tage. 24 Und in seinem Samen wird mein Name und der Name meiner Väter Sem, Noah, Henoch, Mahalalel, Enos, Seth und Adam gepriesen werden. 25 Und sie sollen berufen sein, den Himmel zu gründen und die Erde zu festigen und alle Länder zu erneuern, die an der Feste sind. 26 Und er rief Jakob vor den Augen seiner Mutter Rebeka und küsste ihn und segnete ihn und sprach: 27 Jakob, mein geliebter Sohn, den meine Seele liebt, dich segne Gott von der Feste und er gebe dir alle Segnungen, mit denen er Adam, Henoch, Noah und Sem gesegnet hat, und alles demgemäss, wie er zu mir geredet hat, und alles demgemäss, wie er es mir zu geben versprochen hat, lasse er haften an dir und an deinem Samen für immer, gemäss den Tagen des Himmels über der Erde. 28 Und nicht sollen herrschen über dich und über deinen Samen die Geister Mastemas, dich fern zu halten von Gott, welcher dein Herr ist von jetzt an und bis in Ewigkeit. 29 Und Gott der Herr sei dir ein Vater, und auch du sei ihm ein erstgeborener Sohn und zum Volk alle Tage; geh, mein Sohn, in Frieden! 30 Und die beiden gingen miteinander hinaus von Abraham. 31 Und Rebeka liebte Jakob mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, viel mehr als Esau. Und Isaak liebte Esau mehr als Jakob.
Abrahams letzte Worte an Kinder und Kindeskinder.
1 Und im 42. Jubiläum, im 1. Jahre der 7. Jahrwoche, rief Abraham den Ismael und seine zwölf Kinder und den Isaak und seine beiden Kinder und die sechs Kinder der Ketura und ihre Söhne. 2 Und er gebot ihnen, dass sie den Weg Gottes innehielten, dass sie Gerechtigkeit übten, und ein jeder seinen Nächsten liebe, und dass sie so seien in allen Kriegen, damit ein jeder gegen sie zöge, um Recht und Gerechtigkeit auf der Erde zu üben. 3 Dass sie ihre Kinder beschnitten nach dem Bunde, den er mit ihnen geschlossen, und dass sie nicht nach rechts, noch nach links von allen Wegen abwichen, die Gott uns geboten; und dass wir uns hüteten vor aller Hurerei und Unreinheit, und dass wir aus unserer Mitte alle Hurerei und Unreinheit abtäten. 4 Und wenn unter euch irgendein Weib oder wenn ein Mädchen hurt, so verbrennt sie mit Feuer, und sie sollen nicht mit ihr huren ihren Augen und auch ihren Herzen nach und sollen sich kein Weib nehmen von den Töchtern Kanaans; denn der Same Kanaans wird ausgerottet werden von der Erde. 5 Und er erzählte ihnen das Gericht über die Riesen und das Gericht über die Sodomiter, wie sie gerichtet wurden wegen ihrer Bosheit und wegen ihrer Hurerei und Unreinheit und ihrer gegenseitigen hurerischen Verderbnis starben. 6 Ihr aber hütet euch vor aller Hurerei und Unreinheit und vor aller Befleckung durch Sünde, damit ihr nicht unseren Namen dem Spotte preisgebt und euer ganzes Leben und alle eure Söhne dem Verderben durchs Schwert und nicht verflucht seiet wie Sodom, noch alle eure Nachkommen wie die Kinder von Gomorra. 7 Ich mache euch zu Zeugen, meine Kinder: liebt den Gott des Himmels und hängt an allen seinen Geboten und geht nicht hinter ihren Götzen und hinter ihrer Unreinheit her. 8 Und macht euch keine Götter aus Gusswerk, noch Schnitzwerke, denn sie sind nichtig und haben keinen Geist; denn der Hände Werk sind sie, und alle, die auf sie vertrauen, auf ein Nichts vertrauen sie alle. Verehrt sie nicht und betet sie nicht an, 9 sondern verehrt den höchsten Gott und betet ihn an immerdar und hofft auf sein Antlitz zu jeder Zeit und übt Recht und Gerechtigkeit vor ihm, damit er an euch Gefallen habe und euch seine Barmherzigkeit gewähre und für euch herabkommen lasse Regen des Morgens und des Abends und segne alle eure Arbeit, die ihr auf der Erde verrichtet, und segne dein Brot und dein Wasser und segne den Samen deines Leibes und den Samen deines Landes und deine Rinderherden und deine Schafherden! 10 Und ihr werdet zum Segen auf der Erde sein, und alle Völker der Erde werden an euch Gefallen haben und werden eure Kinder segnen in meinem Namen, dass sie gesegnet seien gleichwie ich. 11 Und er gab Ismael und seinen Söhnen und den Söhnen der Ketura Gaben und schickte sie fort von seinem Sohne Isaak und alles gab er seinem Sohne Isaak. 12 Und Ismael und seine Söhne und die Söhne der Ketura und ihre Söhne gingen miteinander und wohnten von Pharmon bis zum Eingange von Babylon in dem ganzen Lande nach der Ostseite, nach der Wüste zu. 13 Und sie vermischten sich, diese mit jenen, und ihr Name wurde genannt Araber und Ismaeliter bis auf diesen Tag.
Abrahams letzte Worte an Isaak.
1 Und im 6. Jahre der 7. Jahrwoche dieses Jubiläums rief Abraham seinen Sohn Isaak und gebot ihm, indem er sprach: Ich bin alt geworden und weiß nicht den Tag meines Todes und bin meiner Lebenstage satt. 2 Und siehe, ich bin 175 Jahre alt, und an allen Tagen meines Lebens bin ich Gottes eingedenk gewesen und mit meinem ganzen Herzen mich bestrebend, seinen Willen zu tun und richtig auf allen seinen Wegen zu wandeln. 3 Die Götzen hat meine Seele gehasst, damit ich darauf achtete, den Willen meines Schöpfers zu tun. 4 Denn ein lebendiger Gott ist er und heilig ist er und treu und gerecht ist er von allen, und bei ihm gibt es kein Ansehen der Person, noch Annehmen von Geschenken. Sondern er ist ein gerechter Gott und Gericht haltend an allen, die sein Gebot übertreten, und an denen, die seinen Bund verachten. 5 Du aber, mein Sohn, beachte sein Gebot und seine Ordnung und sein Gericht und gehe nicht hinter Unreinen und hinter den Schnitzbildern und hinter Gussbildern her. 6 Und esst gar kein Blut von Tieren und Vieh und allen Vögeln, die am Himmel fliegen. 7 Und wenn du ein Opfer zum Friedensopfer, das genehm ist, schlachtest, so schlachtet es und ihr Blut gießt aus auf den Altar, und alles Fett des Ganzopfers bringe auf dem Altare mit Feinmehl dar und das Opfer in Öl gekocht; mit seiner Trankspende bringe es alles auf dem Opferaltare dar: ein süßer Duft ist es vor Gott. 8 Wie das Fett des Heilsopfers, so wirst du es auf das Feuer, das über dem Altar ist, legen, und zwar das Fett, das über dem Bauche ist, und alles Fett, das über den Eingeweiden und den beiden Nieren ist, und alles Fett, das über ihnen ist und das über den Schenkeln und die Leber mit den Nieren 9 Und bringe dies alles dar zu einem schönen Dufte, der vor Gott genehm ist, mit seinem Frucht- und mit seinem Trankopfer zu schönem Duft als ein Brot des Opfers für Gott. 10 Und sein Fleisch iss an diesem Tag und am zweiten Tag, und die Sonne soll nicht darüber untergehen am zweiten Tage, bis es gegessen wird, und nichts soll übrigbleiben für den dritten Tag. Denn er nimmt es nicht an, weil es nicht angenehm ist, und du sollst es nicht mehr essen, und alle, die es essen, laden Sünde auf sich. Denn so habe ich geschrieben gefunden in dem Buche meiner Vorväter und in den Worten Henochs und in den Worten Noahs. 11 Und auf alle deine Opfer streue Salz, und der Bund des Salzes höre nicht auf bei allen deinen Opfern vor Gott. 12 Und in betreff des Opferholzes hüte dich, dass du nicht anderes Holz für den Altar darbringst außer folgenden: Zypresse, Wacholder, Mandel, Kiefer, Fichte, Zeder, Seven, Palme, Ölbaum, Myrte, Lorbeer, Zitrone, Juniperus und Balsambaum. 13 Und von diesen Bäumen lege unter das Ganzopfer auf den Altar solche, deren Aussehen geprüft ist, und lege kein gespaltenes oder dunkles Holz hin, sondern feste und ... Hölzer, an denen kein Flecken ist, vollkommenes und neues Gewächs. Und lege kein altes Holz hin, denn sein Duft ist herausgegangen; denn der Duft ist nicht mehr an ihm wie zuerst. 14 Außer diesen Hölzern sollst du kein anderes hinlegen; denn sein Duft ist fort, und der Geruch seines Duftes steigt nicht zum Himmel empor. 15 Beobachte dieses Gesetz und tue es, mein Sohn, damit du recht handelst in all deinem Werk. 16 Und zu jeder Zeit sei rein an deinem Leibe und wasche dich mit Wasser, ehe du gehst, um auf dem Altare zu opfern, und wasche deine Hände und deine Füße, ehe du an den Altar herantrittst; und wenn du mit dem Opfern fertig bist, so wasche dir wiederum deine Hände und deine Füße. 17 Und an euch zeige sich kein Blut, noch an euren Kleidern. Hüte dich, mein Sohn, mit dem Blute, hüte dich sehr, begrabe es in der Erde! 18 Und iss also kein Blut, denn es ist die Seele; und iss gar kein Blut. 19 Und nimm kein Geschenk für irgendwelches Menschenblut, damit es nicht ungesühnt ohne Strafe vergossen werde; denn das Blut, das vergossen wird, macht die Erde sündigen, und die Erde kann nicht rein werden vom Menschenblut außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat. 20 Und nimm kein Geschenk und keine Gabe für Menschenblut: Blut für Blut, damit du genehm seiest vor dem Herrn, dem höchsten Gott. Und er wird ein Hüter des Guten sein, und damit du vor allem Bösen behütet werdest, und damit er dich vor allem Tode rette. 21 Ich sehe, mein Sohn, alle Werke der Menschenkinder, wie sie Sünde und Bosheit sind, und alle ihre Werke sind Unreinheit und Verwerfung und Befleckung, und keine Gerechtigkeit ist bei ihnen. 22 Hüte dich, dass du nicht auf ihrem Wege gehest, noch in ihren Spuren trittst, und dass du in keine Verirrung zum Tode gerätst vor dem höchsten Gott, sonst wird er sein Antlitz vor dir verbergen und wird dich in die Hand deiner Sünde überliefern und wird dich hinwegtilgen von der Erde und auch deinen Samen unter dem Himmel, und dein Name und dein Same wird untergehen von der ganzen Erde. 23 Halte dich fern von all ihrem Tun und von all ihrer Unreinheit und beobachte die Satzung des höchsten Gottes und tue seinen Willen und handle in allem recht. 24 Und er wird dich segnen in all deinem Tun und wird aus dir eine Pflanze der Gerechtigkeit erwecken auf der ganzen Erde durch alle Geschlechter der Erde. Und mein Name und dein Name wird nicht vergessen werden unter dem Himmel alle Tage. 25 Geh, mein Sohn, in Frieden; der höchste Gott, mein Gott und dein Gott, festige dich, seinen Willen zu tun, und er segne all deinen Samen und den Rest deines Samens für ewige Geschlechter mit aller rechten Segnung, damit du ein Segen seiest auf der ganzen Erde! 26 Und er ging fort von ihm in Freuden.
Isaak, Ismael und Jakob zum letzten Male vor Abraham. Gebet Abrahams.
1 Und es geschah in der 1. Jahrwoche im 44. Jubiläum im 2. Jahre, das ist das Jahr, in dem Abraham starb, da kamen Isaak und Ismael von dem Brunnen des Schwurs, um bei ihrem Vater Abraham das Fest der Wochen zu feiern, das ist das Fest der Ernteerstlinge; und Abraham freute sich, dass seine beiden Söhne gekommen waren. 2 Denn Isaak hatte vielen Besitz in Beerseba und Isaak pflegte hinzugehen und seinen Besitz zu besichtigen und dann zu seinem Vater zurückzukehren. 3 Und in diesen Tagen kam Ismael, seinen Vater zu sehen, und die beiden kamen zusammen, und Isaak schlachtete ein Opfer zum Brandopfer und brachte es auf dem Altare seines Vaters dar, den er in Hebron gemacht hatte. 4 Und er opferte ein Heilsopfer und bereitete vor seinem Bruder Ismael ein Freudenmahl; und Rebeka bereitete frische Kuchen von frischem Getreide und gab sie ihrem Sohne Jakob, dass er seinem Vater Abraham von der Erstlingsfrucht des Landes brächte, damit er äße und den Allschöpfer priese, ehe er stürbe. 5 Und auch Isaak seinerseits schickte durch die Hand Jakobs dem Abraham ein vortreffliches Heilsopfer, dass er äße und tränke. 6 Und er aß und trank und pries den höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen und alles Fett der Erde gemacht und den Menschenkindern gegeben hat, zu essen und zu trinken und ihren Schöpfer zu preisen. 7 Jetzt aber danke ich demütig dir, mein Gott, dass du mich diesen Tag hast sehen lassen: Siehe, ich bin 175 Jahre alt, ein Greis und satt an Tagen, und alle meine Tage sind mir Frieden gewesen. 8 Das Schwert des Feindes hat mich nicht besiegt in allem, was du mir und meinen Söhnen gegeben hast alle Tage meines Lebens bis auf diesen Tag. 9 Mein Gott, deine Güte und dein Friede sei über deinen Knecht und über dem Samen seiner Söhne, damit er dir ein auserwähltes Volk sei und ein Erbe aus allen Völkern der Erde von jetzt an und bis in alle Tage der Geschlechter der Erde in alle Ewigkeiten!
Abrahams letzte Worte an Jakob. Segen über Jakob.
10 Und er rief Jakob und sprach zu ihm: Mein Sohn Jakob, dich segne der Gott aller und mache dich stark, Gerechtigkeit und seinen Willen vor ihm zu tun, und er erwähle dich und deinen Samen, dass ihr ihm zu einem Volke seines Erbes seiet gemäß seinem Willen in allen Tagen! Du aber, mein Sohn Jakob, komm nahe und küsse mich! 11 Und er kam nahe und küsste ihn, und er sprach: Gesegnet seien mein Sohn Jakob und alle seine Söhne von dem höchsten Gott in alle Ewigkeiten. Gott gebe dir einen Samen der Gerechtigkeit und von deinen Söhnen heilige er einige mitten auf der ganzen Erde. Völker mögen dir dienen, und alle Nationen mögen vor deinem Samen anbeten. 12 Sei stark vor den Menschen und ein Herrscher über allen Samen Seths; dann werden deine Wege gerecht sein und die Wege deiner Kinder, auf dass sie ein heiliges Volk seien. 13 Der höchste Gott gebe dir alle Segnungen, mit denen er mich gesegnet hat und mit denen er Noah und Adam gesegnet hat, dass sie ruhen auf dem heiligen Scheitel deines Samens für alle Geschlechter der Geschlechter und bis in Ewigkeit. 14 Und er reinige dich von aller Ungerechtigkeit und Unreinheit, dass du Verzeihung erlangest von allen Sünden, die du in Unkenntnis verschuldet hast, und er mache dich stark und segne dich, und du mögest die ganze Erde erben. 15 Und er erneuere seinen Bund mit dir, dass du ihm zum Volke seines Erbes seiest in alle Ewigkeiten, und er sei dir und deinem Samen Gott in Wahrheit und in Gerechtigkeit in allen Tagen der Erde. 16 Du aber, mein Sohn Jakob, gedenke meiner Worte und halte die Gebote deines Vaters Abraham; trenne dich von den Völkern und iss nicht mit ihnen und handle nicht nach ihrem Tun und sei nicht ihr Genosse. Denn ihr Werk ist Unreinheit, und alle ihre Wege sind Befleckung, Verwerfung und Abscheulichkeit. 17 Ihre Opfer schlachten sie den Toten und beten Dämonen an und auf den Gräbern essen sie, und all ihr Werk ist eitel und vergeblich. 18 Und sie haben kein Herz, nachzudenken, und ihre Augen sehen nicht, was ihr Werk ist, und wie sehr sie irren, indem sie zum Holze sagen: du bist mein Gott, und zum Steine: du bist mein Herr und du bist mein Erlöser! Während sie doch kein Herz haben. 19 Du aber, mein Sohn Jakob, der höchste Gott helfe dir, und der Gott des Himmels segne dich und halte dich fern von ihrer Unreinheit und von all ihrer Verirrung. 20 Hüte dich, mein Sohn Jakob, dass du ein Weib nehmest von irgendwelchem Samen der Töchter Kanaans; denn all sein Same ist zur Ausrottung von der Erde bestimmt. 21 Denn in der Sünde Hams hat sich Kanaan vergangen, und all sein Same wird ausgerottet werden von der Erde und alle seine Nachkommen, und kein Abkömmling von ihm wird gerettet werden am Tage des Gerichts. 22 Und für alle, die Götzen anbeten, und für die Verhassten ist gar keine Hoffnung im Lande der Lebenden; sondern in die Unterwelt werden sie hinabsteigen und zu dem Orte des Gerichts werden sie gehen und sie haben kein Andenken auf der Erde. Wie die Kinder Sodoms von der Erde hinweggenommen sind, so werden sie alle hinweggenommen werden, die Götzen anbeten. 23 Fürchte dich nicht, mein Sohn Jakob, und erschrick nicht, Sohn Abrahams; der höchste Gott möge dich behüten vor dem Verderben und von allen Irrwegen möge er dich befreien. 24 Dieses Haus habe ich mir erbaut, dass ich meinen Namen darauf lege in dem Lande, das dir und deinem Samen für ewig gegeben ist, und es wird Haus Abrahams genannt werden. Es ist dir und deinem Samen für ewig gegeben; denn du wirst mein Haus erbauen und wirst meinen Namen vor Gott aufrichten. Bis in Ewigkeit wird dein Same und dein Name bestehen in allen Geschlechtern der Erde. 25 Und er hörte auf, ihm zu gebieten und ihn zu segnen. 26 Und die beiden schliefen zusammen in einem Bett, und Jakob schlief am Busen seines Großvaters Abraham, und er küsste ihn siebenmal, und seine Liebe und sein Herz freute sich über ihn. 27 Und er segnete ihn mit seinem ganzen Herzen und sprach: Der höchste Gott, der Gott aller und Schöpfer aller, der mich aus Ur der Kaldäer herausgeführt hat, um mir dieses Land zu geben, damit ich es für immer erbte und damit ich einen heiligen Samen erweckte, der Höchste werde in Ewigkeit gepriesen! 28 Und er segnete Jakob und sprach: Mein Sohn, der in meinem ganzen Herzen und in meiner Liebe ist, lange über ihm und über seinem Samen alle Tage. 29 Und verlass ihn nicht und vernachlässige ihn nicht von jetzt an und bis in die Tage der Ewigkeit, und deine Augen seien geöffnet über ihm und über seinem Samen, dass du ihn hütest und dass du ihn segnest und dass du ihn heiligst zum Volke deines Erbes. 30 Und segne ihn mit allen deinen Segnungen von jetzt an und bis in alle Tage der Ewigkeit und erneuere deinen Bund und deine Gnade mit ihm und mit seinem Samen nach deinem ganzen Willen in allen Geschlechtern der Erde.
(vgl. teilweise Gen. 25, 710).1 Und er legte die zwei Finger Jakobs auf seine Augen und pries den Gott der Götter und bedeckte sein Antlitz und streckte seine Füße aus und entschlief den ewigen Schlaf und ward zu seinen Vätern versammelt. 2 Und bei alledem lag Jakob an seinem Busen, ohne zu wissen, dass sein Großvater Abraham tot war. 3 Und Jakob erwachte aus seinem Schlaf, und siehe, Abraham war kalt wie Eis, und er sprach: Vater! Vater! doch er sagte nichts, und da erkannte er, dass er tot war. 4 Und er erhob sich von seinem Busen und lief und sagte es seiner Mutter Rebeka. Und Rebeka ging zu Isaak bei Nacht und sagte es ihm, und sie gingen zusammen hin, während Jakob mit ihnen war und eine Leuchte in seiner Hand trug. Und als sie hineinkamen, fanden sie Abraham als Leichnam daliegen. 5 Und Isaak fiel auf das Antlitz seines Vaters und weinte und küsste ihn. 6 Und das Wort wurde im Hause Abrahams gehört, und sein Sohn Ismael erhob sich und ging zu seinem Vater Abraham und weinte um seinen Vater Abraham, er und das ganze Haus Abrahams, und sie weinten laut. 7 Und seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Doppelhöhle bei seinem Weibe Sara, und 40 Tage lang beweinten ihn alle Leute seines Hauses und Isaak und Ismael und alle ihre Söhne und alle Söhne der Ketura an ihrem Ort, und es ging zu Ende... um Abraham. 8 Und drei Jubiläen hatte er gelebt und vier Jahrwochen, 175 Jahre, und er vollendete die Tage seines Lebens, alt und satt an Tagen. 9 Denn die Tage der Vorväter es waren ihres Lebens 19 Jubiläen, und nach der Sintflut fingen sie an, weniger als 19 Jubiläen zu leben und weniger zu haben an Jubiläen und schnell zu altern und ihrer Tage satt zu werden wegen des vielen Leidens und durch die Bosheit ihrer Wege, ausgenommen Abraham. 10 Denn Abraham war vollendet in all seinem Tun gegenüber Gott und wohlgefällig in Gerechtigkeit alle Tage seines Lebens. Und siehe, er vollendete nicht vier Jubiläen in seinem Leben, bis er alt ward, wegen der Bosheit, und er war seiner Tage satt. 11 Und alle Geschlechter, die erstehen werden von jetzt an und bis zum Tage des großen Gerichts, werden schnell altern, ehe sie zwei Jubiläen vollenden, und es wird geschehen, wenn sie ihre Kenntnis wegen ihres Alters verlässt, dann wird alle ihre Kenntnis schwinden. 12 Und wenn in jenen Tagen ein Mensch ein Jubiläum und die Hälfte der Jahre lebt, werden sie von ihm sagen: Er hat ein langes Leben gehabt; und das Meiste seiner Tage ist Leid und Mühe und Betrübnis, und es ist kein Friede! 13 Denn es ist Plage über Plage und Wunde über Wunde und Betrübnis über Betrübnis und böses Gerücht über böses Gerücht und Krankheit über Krankheit und alle dergleichen schlimmen Strafen, eins nach dem andern, Krankheit, Vernichtung, Reif, Hagel, Schnee, Fieber, Kälte, Erstarrung, Dürre, Tod, Schwert, Gefangenschaft und alle Plagen und Leiden. 14 Und alles dies wird über das böse Geschlecht kommen, das auf der Erde sündigt; Unreinheit und Hurerei und Befleckung und Abscheulichkeit ist ihr Werk. 15 Dann werden sie sagen: der Voreltern Tage waren viel, bis zu tausend Jahre, und schön; aber siehe, die Tage unseres Lebens wenn ein Mensch ein langes Leben hat, sind es 70 Jahre, und wenn es viel ist, 80 Jahre, und alle sind böse, und es ist kein Friede in den Tagen dieses bösen Geschlechts. 16 Und in diesem Geschlechte werden die Kinder ihre Eltern und ihre alten Leute schelten wegen der Sünde und wegen der Ungerechtigkeit und wegen des Geredes ihres Mundes und wegen der großen Bosheiten, die sie verüben, und weil sie den Bund verlassen, den Gott zwischen ihnen und sich geschlossen hat, dass sich alle seine Gebote und seine Ordnungen und alle seine Gebote beobachteten und hielten, ohne nach rechts oder links abzuweichen. 17 Denn sie alle haben böse gehandelt, und jeder Mund redet Sünde, und all ihr Werk ist Unreinheit und Abscheulichkeit, und alle ihre Wege sind Befleckung, Unreinheit und Verderben. 18 Siehe, die Erde wird wegen all ihres Tun untergehen, und es wird kein Same von Wein und kein Öl mehr sein; denn lauter Untreue ist ihr Tun, und sie alle werden miteinander umkommen, wilde Tiere und zahmes Vieh und Vögel und alle Fische des Meers wegen der Menschenkinder. 19 Und sie werden streiten, diese mit jenen, Jünglinge mit alten Leuten, alte Leute mit Jünglingen, der Arme mit den Reichen, der Niedrige mit dem Großen, der Bettler mit dem Mächtigen wegen des Gesetzes und wegen des Bundes. Denn sie haben Gebot und Bund und Fest und Monat und Sabbat und Jubiläen und alle Rechtsbestimmungen vergessen. 20 Und sie werden in Bogen und Schwertern und Krieg stehen, um sie auf den Weg zurückzubringen; aber sie werden nicht umkehren, bis viel Blut auf der Erde vergossen wird, von diesen an jenen. 21 Und die sich gerettet haben, werden nicht auf den Weg der Wahrheit von ihrer Bosheit umkehren; sondern sie alle werden sich zu Betrug und zu Reichtum erheben, dass ein jeder all seines Nächsten Gut nehme, und sie werden den großen Namen nicht in Wahrheit, noch in Gerechtigkeit nennen, und das Allerheiligste werden sie durch ihre Unreinheit und durch die Verderbnis ihrer Befleckung beschmutzen. 22 Und es wird eine große Züchtigung über das Werk dieses Geschlechts von Gott ausgehen, und er wird sie dem Schwert und dem Gericht und der Gefangenschaft und der Plünderung und der Vernichtung preisgeben. 23 Und er wird wider sie die Sünder der Heiden erwecken, bei denen kein Erbarmen und keine Gnade ist, und die auf niemanden Rücksicht nehmen, weder auf alt, noch auf jung, auf niemanden; denn böser sind sie und stärker, Böses zu tun, als alle andern Menschenkinder. Und sie werden gegen Israel Gewalt üben und gegen Jakob Sünde, und es wird viel Blut auf der Erde vergossen werden, und es ist keiner, der sammelt, und keiner, der begräbt. 24 In jenen Tagen werden sie schreien und rufen und beten, dass sie aus der Hand der sündigen Völker gerettet würden, aber keiner ist, der gerettet wird. 25 Und die Häupter der Kinder werden weiß werden im Greisenhaar, und ein Kind von drei Wochen wird alt erscheinen wie ein Hundertjähriger, und ihre Gestalt wird durch Unglück und Qual vernichtet werden. 26 Und in jenen Tagen werden die Kinder anfangen, die Gesetze zu suchen und das Gebot zu suchen und auf den Weg der Gerechtigkeit umzukehren. 27 Und die Tage werden anfangen, viel zu werden und zu wachsen unter den Menschenkindern von Geschlecht zu Geschlecht und von Tage zu Tage, bis ihre Tage nahe kommen an 1000 Jahre und zwar an mehr Jahre als die frühere Menge der Tage. 28 Und es gibt keinen Alten und keinen, der seiner Tage satt ist, sondern sie werden alle Knaben und Kinder sein. 29 Und alle ihre Tage werden sie in Frieden und in Freude vollenden und leben, indem es keinen Satan und keinen Bösen gibt, der sie verdirbt, sondern alle ihre Tage werden Tage des Segens und Heils sein. 30 Und dann wird Gott seine Knechte heilen, und sie werden sich erheben und werden tiefen Frieden schauen und werden ihre Feinde vertreiben, und die Gerechten werden zuschauen und danken und sich freuen bis in alle Ewigkeit in Freude und werden an ihren Feinden all ihr Gericht und all ihren Fluch sehen. 31 Und ihre Gebeine werden in der Erde ruhen, und ihr Geist wird viel Freude haben, und sie werden erkennen, dass Gott es ist, der Gericht hält und Gnade übt an Hunderten und an Tausenden und zwar an allen, die ihn lieben. 32 Du aber, Mose, schreibe diese Worte auf; denn so steht es geschrieben und bringen sie es hinauf auf die himmlischen Tafeln zum Zeugnisse für ewige Geschlechter.
(Gen. 25, 11). Esau verkauft seine Erstgeburt (Gen. 25, 2934).1 Und es geschah nach dem Tode Abrahams, da segnete Gott seinen Sohn Isaak, und er machte sich auf von Hebron und ging und wohnte beim Brunnen des Gesichts im 1. Jahre der 3. Jahrwoche dieses Jubiläums sieben Jahre lang. 2 Und im 1. Jahre der 4. Jahrwoche entstand eine Dürre im Land, eine andere als die erste Dürre, die in den Tagen Abrahams gewesen war. 3 Und Jakob kochte ein Linsengericht, und Esau kam hungrig vom Feld und sprach zu seinem Bruder Jakob: Gib mir von diesem Weizengericht! Und Jakob sprach zu ihm: Gib mir dein Erstgeburtsrecht, und ich werde dir Brot und auch etwas von diesem Linsengerichte geben. 4 Und Esau sprach in seinem Herzen: Ich werde doch sterben; wozu nützt mir da die Erstgeburt? Und er sprach zu Jakob: Ich gebe sie dir! 5 Und Jakob sprach: Schwöre es mir heute! Und er schwur es ihm. 6 Und Jakob gab seinem Bruder Esau Brot und das Gericht, und er aß, bis er satt war, und Esau verfluchte seine Erstgeburt; und deswegen wurde der Name Esau Edom genannt, wegen des Weizengerichts, das ihm Jakob für die Erstgeburt gegeben hatte. 7 Und Jakob ward der Ältere, Esau aber wurde von seiner Größe herab erniedrigt.
Isaaks Aufenthalt in Gerar und Vertrag mit Abimelech
(Gen. 26).8 Und die Dürre herrschte im Land, und Isaak kam, um nach Ägypten hinabzuziehen im zweiten Jahre dieser Jahrwoche, und er ging zum Könige der Philister nach Gerar, zu Abimelech. 9 Und Gott erschien ihm und sprach zu ihm: Ziehe nicht nach Ägypten hinab; bleibe in dem Lande, das ich dir sagen werde, und weile als Fremdling in diesem Land, und ich werde mit dir sein und dich segnen. 10 Denn dir und deinem Samen werde ich dieses ganze Land geben, und ich werde meinen Schwur aufrecht erhalten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, und ich werde deinen Samen zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und werde deinem Samen dieses ganze Land geben. 11 Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden dafür, dass dein Vater auf mein Wort gehört und meine Weisung und meine Gebote und meine Gesetze und meine Ordnung und meinen Bund beobachtet hat. Jetzt aber höre auf mein Wort und wohne in diesem Lande! 12 Und er wohnte in Gerar drei Jahrwochen. 13 Und Abimelech gebot in betreff seiner und in betreff aller der Seinen, indem er sprach: Jeder Mensch, der ihn und alles, was ihm gehört, anrührt, soll des Todes sterben! 14 Und Isaak wurde groß unter den Philistern und bekam vielen Besitz: Rinder, Schafe, Kamele, Esel und viel Besitz. 15 Und er säte im Lande der Philister und fuhr hundertfältig Ähren ein und Isaak ward sehr groß, und die Philister wurden auf ihn eifersüchtig. 16 Und alle Brunnen, welche die Sklaven Abrahams bei Lebzeiten Abrahams gegraben hatten, verschütteten die Philister nach dem Tode Abrahams und füllten sie mit Erde. 17 Und Abimelech sprach zu Isaak: Geh fort von uns; denn du bist viel größer geworden als wir! Und Isaak ging im 1. Jahre der 7. Jahrwoche von dort weg und weilte als Fremdling in den Tälern von Gerar. 18 Und sie gruben die Wasserbrunnen wieder auf, welche die Sklaven seines Vaters Abraham gegraben und welche die Philister nach dem Tode seines Vaters Abraham verschüttet hatten, und er nannte ihre Namen, wie sie sein Vater Abraham benannt hatte. 19 Und die Sklaven Isaaks gruben Brunnen im Tal und fanden lebendiges Wasser, und die Hirten von Gerar gerieten in Streit mit den Hirten Isaaks, indem sie sprachen: Unser ist dieses Wasser! Und Isaak nannte den Namen dieses Brunnens "Schwierigkeit", weil sie uns Schwierigkeiten gemacht hatten. 20 Und sie gruben einen zweiten Brunnen, und sie stritten sich auch um ihn, und er nannte seinen Namen "Enge". Und er machte sich auf von dort, und sie gruben einen anderen Brunnen, aber um ihn stritten sie sich nicht, und er nannte seinen Namen "Weite", und Isaak sagte: Jetzt hat uns Gott Weite geschafft, und wir sind groß geworden auf der Erde!
21 Und er zog von dort hinauf zum Brunnen des Schwurs im 1. Jahre der 1. Jahrwoche im 44. Jubiläum. 22 Und Gott erschien ihm in dieser Nacht am Neumonde des 1. Monats und sprach zu ihm: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham; fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und deinen Samen gar zahlreich machen wie den Sand der Erde um Abrahams, meines Knechtes, willen. 23 Und er baute dort den Altar wieder auf, den sein Vater Abraham zuerst gebaut hatte, und rief den Namen Gottes an und brachte dem Gotte seines Vaters Abraham ein Opfer dar. 24 Und sie gruben einen Brunnen und fanden lebendiges Wasser. 25 Aber die Sklaven Isaaks gruben einen anderen Brunnen und fanden kein Wasser, und sie gingen hin und sagten zu Isaak, dass sie kein Wasser gefunden hätten. Und Isaak sprach: Ich habe an diesem Tage den Philistern geschworen, und uns ist dieses Ding zu teil geworden. 26 Und er nannte den Namen jenes Ortes Brunnen des Schwurs; denn dort hatte er dem Abimelech und Ahusat, seinem Genossen, und Pichol, seinem Heerführer, geschworen. 27 Und Isaak erkannte an diesem Tage, dass er gezwungen ihnen geschworen hatte, Frieden mit ihnen zu halten.
Isaak verflucht die Philister.
28 Und Isaak verfluchte an diesem Tage die Philister und sprach: Verflucht seien die Philister bis zum Tage des Zorns und Grimms mitten unter allen Völkern; und Gott überliefere sie zum Spott und zum Fluch und zum Zorn und zum Grimm in die Hand der sündigen Völker und in die Hand der Hethiter. 29 Und wer sich rettet vor dem Schwerte des Feindes und vor den Hethitern, die soll das gerechte Volk durch ein Gericht unter dem Himmel hinwegtilgen. Denn Feinde und Hasser werden sie meinen Kindern sein in ihren Tagen auf der Erde. 30 Und ihnen soll kein Rest übriggelassen werden, und keiner, der sich rettet am Tage des Zorns des Gerichts. Denn zur Vernichtung und zur Ausrottung und zur Vertreibung von der Erde ist aller Same der Philister bestimmt, und allen Leuten von Kaphthor wird kein Name mehr sein, der übrigbleibt, noch Same auf der Erde. 31 Denn wenn er auch bis zum Himmel hinaufsteigt, wird er doch von dort herabsteigen müssen; und wenn er sich auch in der Erde festsetzt, so wird er von dort herausgerissen werden; und wenn er sich auch inmitten der Völker verbirgt, so wird er auch von dort hinweggetilgt werden; und wenn er auch in die Unterwelt hinabsteigt, so wird auch dort seine Strafe groß sein, und auch dort wird er gar keinen Frieden haben. 32 Und wenn er auch in die Gefangenschaft geht, in die Hand derer, die nach seiner Seele trachten, so werden sie ihn mitten auf dem Wege töten, und man wird ihm weder Name noch Same übriglassen auf der ganzen Erde, sondern er wird in die ewige Verfluchung eingehen. 33 Und es steht geschrieben und eingegraben über ihn auf den himmlischen Tafeln, also ihm zu tun am Tage des Gerichts, dass er von der Erde hinweggetilgt werde.
Rebeka verpflichtet Jakob, keine Kanaaniterin zu heiraten, und segnet ihn.
1 Und im 2. Jahre dieser Jahrwoche in diesem Jubiläum rief Rebeka ihren Sohn Jakob und redete zu ihm, indem sie sprach: Mein Sohn, nimm dir kein Weib von den Töchtern Kanaans, wie dein Bruder Esau, der sich zwei Weiber von den Töchtern Kanaans genommen hat; und sie haben meinen Geist erbittert durch all ihr unreines Tun. Denn all ihr Tun ist Hurerei und Ausschweifung, und gar keine Gerechtigkeit ist bei ihnen, sondern böse ist ihr Tun. 2 Und ich, mein Sohn, ich liebe dich gar sehr, und mein Herz und meine Liebe segne dich zu jeder Tageszeit und Nachtwache. 3 Jetzt aber, mein Sohn, höre auf mein Wort und tue den Willen deiner Mutter und nimm dir kein Weib von den Töchtern dieses Landes, sondern nur aus dem Hause meines Vaters und nur aus dem Geschlechte meines Vaters. Nimmst du dir ein Weib aus dem Hause meines Vaters, so wird dich der höchste Gott segnen, und deine Söhne werden ein Geschlecht der Gerechtigkeit und ein heiliger Same sein. 4 Und darauf redete Jakob mit Rebeka, seiner Mutter, und sprach zu ihr: Sieh, Mutter, ich bin neun Jahrwochen alt und kenne noch kein Weib; weder habe ich eins angerührt, noch mich verlobt, noch denke ich daran, mir ein Weib von den Töchtern Kanaans zu nehmen. 5 Denn ich gedenke, Mutter, der Rede unseres Vaters Abraham, weil er mir geboten hat, kein Weib von den Töchtern Kanaans zu nehmen; sondern von dem Samen des Hauses meines Vaters werde ich mir ein Weib nehmen und aus meinem Geschlechte. 6 Ich habe von früher gehört, dass deinem Bruder Laban Töchter geboren sind, und auf sie habe ich mein Herz gerichtet, dass ich von ihnen ein Weib nähme. 7 Und deswegen habe ich mich in meinem Geiste gehütet, dass ich nicht sündigte und nicht verdürbe auf allen meinen Wegen in allen Tagen meines Lebens; denn über Ausschweifung und Hurerei hat mein Vater Abraham mir viel geboten. 8 Und bei alledem, was er mir geboten hat, streitet mein Bruder diese 22 Jahre mit mir und redet viel mit mir und sagt: Mein Bruder, nimm eine von den Schwestern meiner beiden Weiber zum Weibe! Ich aber will nicht tun, wie er getan hat. 9 Ich schwöre, Mutter, vor dir, dass ich mir alle Tage meines Lebens kein Weib von den Töchtern des Samens Kanaans nehmen will und nicht böse handeln werde, wie mein Bruder getan hat. 10 Fürchte dich nicht, Mutter; vertraue mir, dass ich deinen Willen tun und recht wandeln und in Ewigkeit meine Wege nicht verderben werde! 11 Und darauf erhob sie ihr Angesicht zum Himmel und breitete ihre Hände aus und tat ihren Mund auf und pries den höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, und erstattete ihm Dank und Preis. 12 Und sie sprach: Gepriesen sei Gott, der Herr, und gepriesen sei sein heiliger Name in alle Ewigkeit, der mir Jakob gegeben hat, einen reinen Sohn und einen heiligen Samen! Denn dein ist er, und dir gehöre sein Same bis in alle Tage und in allen Geschlechtern bis in Ewigkeit. 13 Segne ihn, o Herr, und lege in meinen Mund wahrhaftigen Segen, dass ich ihn segne! 14 Und zur selbigen Zeit, nachdem der Geist der Wahrheit in ihren Mund herabgekommen war, legte sie ihre beiden Hände auf das Haupt Jakobs und sprach: 15 Gepriesen seist du, Herr der Wahrheit und Gott der Ewigkeiten. Dich aber segne er vor allen Menschengeschlechtern. Er gebe dir, mein Sohn, den rechten Weg und deinem Samen eröffne er die Wahrheit. 16 Und er mache deiner Kinder viel in deinem Leben, und sie mögen erstehen nach der Zahl der Monate des Jahrs. Und ihre Kinder mögen zahlreich und groß sein; mehr als die Sterne des Himmels und als der Sand des Meers sei ihre Zahl. 17 Und er gebe ihnen dieses schöne Land, wie er gesagt hat, er wolle es dem Abraham geben und seinem Samen nach ihm in allen Tagen, und sie sollten es besitzen als ewigen Besitz. 18 Und möge ich von dir, mein Sohn, gesegnete Kinder bei meinen Lebzeiten sehen, und ein gesegneter und heiliger Same sei all dein Same. 19 Und wie du den Geist deiner Mutter in ihrem Leben von Mutterleibe an erquickt hast, so segnet dich meine Liebe, und meine Brüste segnen dich, und mein Mund und meine Zunge preist dich sehr. 20 Und wachse und breite dich aus auf der Erde; und dein Same freue dich und am Tage des großen Friedens habe er Frieden. 21 Dein Name und dein Same bestehe bis in alle Ewigkeiten, und der höchste Gott sei ihnen Gott und der wahrhaftige Gott wohne bei ihnen, und unter ihnen werde sein Heiligtum gebaut in alle Ewigkeiten. 22 Wer dich segnet, sei gesegnet, und alles Fleisch, das dir flucht in Lüge, sei verflucht! 23 Und sie küsste ihn und sprach zu ihm: Der Herr der Welt liebe dich, wie das Herz und die Liebe deiner Mutter sich in dir freut und dich segnet! Und sie hörte auf zu segnen.
Jakob erschleicht den Erstgeburtssegen
(Gen. 27).1 Und im 7. Jahre dieser Jahrwoche rief Isaak den Esau, seinen ältesten Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn, ich bin alt geworden, und siehe, meine Augen sind stumpf geworden zu sehen, und ich weiß nicht den Tag meines Todes. 2 Jetzt aber nimm dein Jagdgerät, deinen Köcher und deinen Bogen, und geh hinaus aufs Feld und jage mir und fange mir etwas, mein Sohn, und bereite mir ein Essen, wie es meine Seele liebt, und bringe es mir, damit ich esse und meine Seele dich segnet, ehe ich sterbe! 3 Aber Rebeka hörte, wie Isaak zu Esau redete. 4 Und Esau ging frühmorgens aufs Feld, um zu jagen und etwas zu fangen und seinem Vater zu bringen. 5 Und Rebeka rief ihren Sohn Jakob und sprach zu ihm: Siehe, ich habe deinen Vater Isaak gehört, wie er mit deinem Bruder Esau redete, indem er sprach: Jage für mich und bereite mir ein Essen und bringe es mir, so will ich essen und dich segnen vor Gott, ehe ich sterbe. 6 Darum aber höre jetzt, mein Sohn, auf mein Wort, das ich dir gebieten werde. Geh zu deiner Herde und hole mir zwei schöne Ziegenböckchen, und ich will sie für deinen Vater zu einem Essen bereiten, wie er es liebt, und du sollst es deinem Vater bringen, und er soll es essen und dich vor Gott segnen, ehe er stirbt, und du sollst gesegnet sein! 7 Und Jakob sprach zu seiner Mutter Rebeka: Mutter, ich werde nichts sparen in allem, was mein Vater isst, und was ihm gefällt; nur fürchte ich, meine Mutter, dass er meine Stimme kennt und dass er mich wird betasten wollen. 8 Du weißt doch, dass ich glatt bin, und mein Bruder Esau behaart ist, und ich würde vor seinen Augen wie ein Übeltäter erscheinen und würde etwas tun, was er mir nicht geboten hat, und er würde mir zürnen, und ich würde über mich Fluch bringen und nicht Segen. 9 Und Rebeka, seine Mutter, sprach zu ihm: Über mich komme dein Fluch, mein Sohn; höre nur auf mein Wort! 10 Und Jakob hörte auf das Wort seiner Mutter Rebeka und ging und nahm zwei schöne und fette Ziegenböckchen und brachte sie seiner Mutter, und seine Mutter bereitete sie zu einem Essen, wie er es liebte. 11 Und Rebeka nahm die Kleider ihres älteren Sohnes Esau, die besten, die bei ihr im Hause waren, und bekleidete damit ihren jüngeren Sohn Jakob, und die Felle der Ziegenböckchen legte sie auf seine Hände und auf seinen nackten Hals. 12 Und sie gab das Gericht und Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob. 13 Und Jakob kam zu seinem Vater und sprach: Ich bin dein Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Setze dich auf und iss von dem, was ich gefangen habe, Vater, dass mich deine Seele segne! 14 Und Isaak sprach zu seinem Sohne: Wie hast du so rasch etwas gefunden, mein Sohn? 15 Und Jakob sprach: Weil dein Gott mich finden ließ! 16 Und Isaak sprach: Komm heran, damit ich dich betaste, mein Sohn, ob du mein Sohn Esau bist oder nicht bist. 17 Und Jakob kam heran zu seinem Vater Isaak, und er betastete ihn und sagte: 18 Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hände sind Esaus Hände. Und er erkannte ihn nicht, weil es eine Schickung vom Himmel war, seinen Geist fortzunehmen. Und Isaak erkannte ihn nicht; denn seine Hände waren wie die Hände Esaus beharrt, sodaß er ihn segnete. 19 Und er sprach: Bist du mein Sohn Esau? Und er sprach: Ich bin dein Sohn! Und er sprach: Bringe es mir her, damit ich esse von dem, was du gefangen hast, mein Sohn, damit dich meine Seele segne! 20 Und er brachte es ihm hin, und er aß, und er brachte ihm Wein, und er trank. 21 Und sein Vater Isaak sprach zu ihm: Tritt herzu und küsse mich, mein Sohn! Und er trat herzu und küsste ihn. 22 Und er roch den Geruch des Duftes seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Duft meines Sohns ist wie der Duft des Feldes, das Gott gesegnet hat. 23 Und Gott gebe dir von dem Tau des Himmels und von dem Tau der Erde, und Überfluss an Korn und Öl gebe er dir reichlich; es sollen Völker dir untertan werden und Nationen sich vor dir beugen. 24 Sei ein Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich beugen die Söhne deiner Mutter. Und alle Segnungen, mit denen Gott mich gesegnet und meinen Vater Abraham gesegnet hat, mögen dir und deinem Samen bis in Ewigkeit zu teil werden; wer dir flucht, sei verflucht, und wer dich segnet, sei gesegnet! 25 Und es geschah, nachdem Isaak aufgehört hatte, seinen Sohn Jakob zu segnen, und nachdem Jakob von seinem Vater Isaak fortgegangen war, da verbarg er sich, aber sein Bruder Esau kam von seiner Jagd. 26 Und auch er bereitete ein Essen und brachte es seinem Vater und sprach zu seinem Vater: Mein Vater erhebe sich und esse von meiner Beute, damit mich deine Seele segne! 27 Und sein Vater Isaak sprach zu ihm: Wer bist du? Und er sprach zu ihm: Ich bin dein Erstgeborener, dein Sohn Esau; ich habe getan, wie du mir geboten hast. 28 Und Isaak erstaunte über alle Maßen und sprach: Wer ist dieser, der gejagt und gefangen und mir gebracht hat? Und ich habe gegessen von allem, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet: gesegnet solle er sein und all sein Same bis in Ewigkeit! 29 Und es geschah, als Esau die Rede seines Vaters Isaak gehört hatte, da schrie er mit sehr lauter und kläglicher Stimme und sprach zu seinem Vater: Segne auch mich, Vater! 30 Und er sprach zu ihm: Dein Bruder ist mit List gekommen und hat deine Segnungen weggenommen! Und er sprach: Jetzt weiß ich, weshalb sein Name Jakob genannt ist. Siehe, er hat mich jetzt zum zweiten Male betrogen: meine Erstgeburt hat er genommen, jetzt hat er auch meinen Segen genommen! 31 Und er sprach: Hast du keinen Segen mehr für mich übrig, Vater? Und Isaak antwortete und sprach zu Esau: Siehe, zum Herrn habe ich ihn für dich gesetzt und alle seine Brüder habe ich ihm gegeben, dass sie ihm Knechte seien, und Überfluss an Korn und Wein und Öl habe ich ihm bestimmt, und für dich, was kann ich da jetzt noch tun, mein Sohn? 32 Und Esau sprach zu seinem Vater Isaak: Besitzest du denn nur einen einzigen Segen, o Vater? Segne auch mich, Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte. 33 Und Isaak antwortete und sprach zu ihm: Siehe, fern vom Tau der Erde soll dein Wohnen sein und fern vom Tau des Himmels droben. 34 Und von deinem Schwerte sollst du leben und deinem Bruder untertan sein. Und es wird geschehen, wenn du dich weigerst und sein Joch von deinem Halse abschüttelst, dann wirst du eine völlige Todsünde begehen, und dein Same wird hinweggetilgt werden unter dem Himmel! 35 Und Esau bedrohte Jakob wegen des Segens, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und er sprach in seinem Herzen: Jetzt mögen die Tage der Trauer um meinen Vater kommen, und dann will ich meinen Bruder Jakob töten!
Rebeka veranlasst Isaak, den Jakob nach Mesopotamien zu senden.
Jakobs Traum und Gelübde zu Bethel
1 Und es wurde der Rebeka im Traume das Wort ihres älteren Sohnes Esau gesagt, und Rebeka schickte und rief ihren jüngeren Sohn Jakob und sprach zu ihm: 2 Siehe, dein Bruder Esau sinnt auf Rache an dir, um dich zu töten. 3 Jetzt aber, mein Sohn, höre auf mein Wort und mache dich auf und fliehe zu meinem Bruder Laban nach Haran und bleibe einige Tage bei ihm, bis sich der Zorn deines Bruders wendet, und er von seinem Zorne gegen dich ablässt und alles, was du ihm getan hast, vergisst. Und dann will ich hinschicken und dich von dort holen lassen. 4 Und Jakob sprach: Ich fürchte mich nicht; wenn er mich töten will, werde ich ihn töten! 5 Und sie sprach zu ihm: Ich möchte nicht meine beiden Kinder an einem Tage verlieren! 6 Und Jakob sprach zu seiner Mutter Rebeka: Siehe, du weißt, dass unser Vater alt ist und nicht mehr sehen kann, weil seine Augen stumpf geworden sind; und wenn ich ihn verlasse, so ist es böse vor seinen Augen, dass ich ihn verlasse und von euch gehe, und mein Vater wird mir zürnen und mich verfluchen. Ich werde nicht gehen. Wenn er mich entlässt, nur dann werde ich gehen! 7 Und Rebeka sprach zu Jakob: Ich werde hineingehen und zu ihm reden, und er wird dich entlassen. 8 Und Rebeka ging hinein und sprach zu Isaak: Ich bin meines Lebens überdrüssig wegen der beiden Hethiterinnen, die sich Esau zu Weibern genommen hat; und wenn auch Jakob ein Weib nimmt von den Töchtern des Landes, die wie jene sind, wozu lebe ich dann noch? Denn böse sind die Töchter Kanaans! 9 Und Isaak rief den Jakob und segnete ihn und ermahnte ihn und sprach zu ihm: 10 Nimm dir kein Weib von allen Töchtern Kanaans! Mache dich auf und geh nach Mesopotamien zum Hause Bethuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir ein Weib von dort, von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter. 11 Und der allmächtige Gott segne dich und mache dich groß und viel, dass du zu einem Haufen von Völkern werdest, und er gebe dir die Segnungen meines Vaters Abraham, dir und deinem Samen nach dir, damit du das Land deiner Fremdlingschaft erbest und alles Land, das Gott Abraham gegeben hat. Geh, mein Sohn, in Frieden! 12 Und Isaak entließ den Jakob, und er ging nach Mesopotamien zu Laban, dem Sohne Bethuels, des Syrers, des Bruders der Rebeka, der Mutter Jakobs. 13 Und es geschah, nachdem sich Jakob aufgemacht hatte, nach Mesopotamien zu gehen, da ward der Geist Rebekas betrübt um ihren Sohn, und sie weinte. 14 Und Isaak sprach zu Rebeka: Meine Schwester, weine nicht wegen meines Sohnes Jakob. Denn in Frieden wird er gehen und in Frieden heimkehren. 15 Der höchste Gott wird ihn vor allem Bösen behüten und mit ihm sein; denn er wird ihn in allen seinen Tagen nicht verlassen. 16 Denn ich weiß, dass er seine Wege lenken wird in allem, wo er geht, bis er in Frieden zu uns zurückkehrt, und wir ihn in Frieden sehen. 17 Fürchte seinetwegen nicht, meine Schwester, denn sein Weg ist der rechte, und er ist ein vollkommener Mann und ist gläubig und wird nicht umkommen; weine nicht! 18 Und Isaak tröstete die Rebeka über ihren Sohn Jakob und segnete ihn.
19 Und Jakob zog fort vom Brunnen des Schwurs, um nach Haran zu ziehen, im 1. Jahre der 2. Jahrwoche des 44. Jubiläums. Und er kam nach Lus im Gebirge, das ist Bethel, am Neumonde des 1. Monats dieser Jahrwoche, und er gelangte zu dem Orte des Abends und wich in dieser Nacht vom Wege ab westlich von der Straße; und er schlief dort, denn die Sonne war untergegangen. 20 Und er nahm einen von den Steinen jenes Orts und legte ihn zu seinen Häupten unter jenen Baum und er reiste allein und schlief ein. 21 Und er träumte in dieser Nacht, wie eine Leiter auf die Erde gestellt war, deren Spitze den Himmel berührte, und wie die Engel Gottes auf ihr auf und abstiegen, und wie Gott auf ihr stand. 22 Und er redete mit Jakob und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du schläfst, werde ich dir und deinem Samen nach dir geben. 23 Und dein Same wird wie der Sand der Erde sein und wird zahlreich sein nach West und Ost und Nord und Süd, und es werden alle Länder der Völker in dir und in deinem Samen gesegnet werden. 24 Und siehe, ich werde bei dir sein und dich hüten überall, wo du gehst, und werde dich in Frieden heimführen in dieses Land. Denn ich werde dich nicht verlassen, bis dass ich alles tue, was ich dir gesagt habe. 25 Und Jakob erwachte aus seinem Schlaf und sprach: Wahrlich, das Haus Gottes ist dieser Ort, und ich wusste es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Schauerlich ist diese Stätte, die nichts anderes ist als das Haus Gottes, und dies ist das Tor des Himmels! 26 Und Jakob machte sich des Morgens früh auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und stellte ihn auf als Malstein zum Zeichen und goss Öl oben darauf. Und er nannte den Namen dieser Stätte Bethel; vorher aber hieß sie Lus nach dem Namen des Landes. 27 Und Jakob tat Gott ein Gelübde, indem er sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Wege, auf dem ich jetzt reise, und mir Brot zu essen und mir Kleider anzuziehen gibt, und ich in Frieden zum Hause meines Vaters zurückkehre, so soll mir der Herr mein Gott sein; auch soll dieser Stein, den ich als Malstein zum Zeichen an dieser Stätte aufgestellt habe, ein Haus Gottes sein, und alles, was du mir gegeben hast, werde ich dir verzehnten, mein Gott!
Jakobs Verheiratung mit Lea und Rahel; seine Kinder und sein Reichtum
(Gen. 29. 30).1 Und er machte sich auf den Weg und ging nach dem Ostlande zu Laban, dem Bruder Rebekas, und war bei ihm und diente ihm um seine Tochter Rahel eine Jahrwoche.
2 Und im 1. Jahre der 3. Jahrwoche sprach er zu ihm: Gib mir mein Weib, um das ich dir sieben Jahre gedient habe! Und Laban sprach zu Jakob: Ich werde dir dein Weib geben. 3 Und Laban bereitete ein Festmahl und nahm die Lea, seine ältere Tochter, und gab sie Jakob zum Weibe; und er gab ihr seine Sklavin Silpa zur Leibmagd. Jakob aber wusste es nicht, sondern glaubte, dass es Rahel sei. 4 Und er ging zu ihr ein, und siehe, es war Lea. Und Jakob zürnte auf Laban und sprach zu ihm: Warum hast du so an mir gehandelt? Habe ich dir nicht um Rahel gedient und nicht um Lea? Warum hast du unrecht an mir gehandelt? Nimm deine Tochter, und ich werde gehen, weil du böse an mir gehandelt hast! 5 Denn Jakob liebte Rahel mehr als Lea, weil die Augen der Lea blöde waren; nur ihre Gestalt war sehr schön, während Rahel schöne Augen hatte und eine sehr schöne und hübsche Gestalt. 6 Und Laban sprach zu Jakob: Es ist nicht so in unserem Lande Sitte, die jüngere Tochter vor der älteren fortzugeben. Und es ist nicht recht, so zu tun; denn es steht so festgesetzt und geschrieben auf den himmlischen Tafeln, dass man nicht die jüngere Tochter vor der älteren fortgeben soll; sondern man gibt zuerst die ältere und nach ihr die jüngere. Und ein Mann, der nicht so handelt über den berichten sie eine Sünde im Himmel, und wer dies nicht tut, ist nicht gerecht, sondern dieses Werk ist böse vor Gott! 7 Du aber gebiete den Kindern Israel, dass sie dies nicht tun sollen. Sie sollen die jüngere weder nehmen, noch geben, ehe sie die ältere haben vorgehen lassen; denn es ist sehr böse. 8 Und Laban sprach zu Jakob: Lass die sieben Tage des Festes dieser Einen vorübergehen, und dann werde ich dir die Rahel geben, damit du mir noch andere sieben Jahre dienst, dass du meine Schafe weidest, wie du in der ersten Jahrwoche getan hast. 9 Und zur Zeit, als die sieben Tage des Festes der Lea vorüber waren, gab Laban dem Jakob die Rahel, damit er ihm andere sieben Jahre diene; und er gab Rahel die Bilha, die Schwester der Silpa, zur Leibmagd. 10 Und er diente wiederum sieben Jahre um Rahel; denn Lea war ihm umsonst gegeben.
11 Und Gott öffnete den Schoß Leas, und sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen Sohn, und er nannte seinen Namen Ruben, am 14. Tage des 9. Monats im 1. Jahre der 3. Jahrwoche. 12 Der Schoß Rahels aber war verschlossen; denn Gott hatte gesehen, dass Lea gehasst, Rahel aber geliebt war. 13 Und Jakob ging wiederum zu Lea ein, und sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn, und er nannte seinen Namen Simeon, am 21. des 10. Monats im 3. Jahre dieser Jahrwoche. 14 Und Jakob ging wiederum zu Lea ein, und sie ward schwanger und gebar ihm einen dritten Sohn, und er nannte seinen Namen Levi, am Neumonde des 1. Monats im 6. Jahre dieser Jahrwoche. 15 Und Jakob ging wiederum zu ihr ein, und sie ward schwanger und gebar ihm einen vierten Sohn, und er nannte seinen Namen Juda, am 15. des 3. Monats im 1. Jahre der 4. Jahrwoche. 16 Und wegen alles dessen wurde Rahel eifersüchtig auf Lea, weil sie nicht gebar, und sprach zu Jakob: Gib mir Kinder! Und Jakob sagte: Habe ich etwa von dir die Frucht deines Leibes zurückgehalten? Habe ich dich etwa verlassen? 17 Und als Rahel sah, dass Lea dem Jakob vier Kinder geboren hatte, Ruben und Simeon und Levi und Juda, sprach sie zu ihm: Gehe zu meiner Leibmagd Bilha ein, und sie wird schwanger werden und mir einen Sohn gebären. 18 Und sie gab ihm ihre Leibmagd Bilha, dass sie ihm zum Weibe sei. Und er ging zu ihr ein, und sie ward schwanger und gebar ihm einen Sohn, und er nannte seinen Namen Dan, am 9. des 6. Monats im 6. Jahre der 3. Jahrwoche. 19 Und Jakob ging wiederum zu Bilha ein, und sie ward schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn, und Rahel nannte seinen Namen Naphthali, am 5. des 7. Monats im 2. Jahre der 4. Jahrwoche. 20 Und als Lea sah, dass sie unfruchtbar geworden war und nicht gebar, wurde sie eifersüchtig auf Rahel; und auch sie gab Jakob ihre Leibmagd, die Silpa, zum Weibe. Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn, und Lea nannte seinen Namen Gad, am 12. des 8. Monats im 3. Jahre der 4. Jahrwoche. 21 Und er ging wiederum zu ihr ein, und sie ward schwanger und gebar ihm einen zweiten Sohn, und Lea nannte seinen Namen Asser, am 2. des 11. Monats im 5. Jahre der 4. Jahrwoche. 22 Und Jakob ging zu Lea ein, und sie ward schwanger und gebar ihm einen Sohn, und nannte seinen Namen Isaschar, am 4. des 5. Monats im 4. Jahre der 4. Jahrwoche, und sie gab ihn der Amme. 23 Und Jakob ging wieder zu ihr ein, und sie ward schwanger und gebar Zwillinge, einen Sohn und eine Tochter. Und sie nannte den Namen des Sohnes Sebulon und den Namen der Tochter Dina, am 7. des 7. Monats des 6. Jahres der 4. Jahrwoche. 24 Und Gott war der Rahel gnädig und öffnete ihren Schoß, und sie ward schwanger und gebar einen Sohn und nannte seinen Namen Joseph, am Neumonde des 4. Monats im 6. Jahr in dieser 4. Jahrwoche. 25 Und zu der Zeit, da Joseph geboren wurde, sprach Jakob zu Laban: Gib mir meine Weiber und meine Kinder, ich will zu meinem Vater Isaak ziehen und mir ein Haus bauen. Denn ich habe die Jahre zu Ende gebracht, die ich dir um deine beiden Töchter gedient habe, und will zum Hause meines Vaters ziehen. 26 Und Laban sprach zu Jakob: Bleibe bei mir um deinen Lohn und hüte mir wieder meine Herde und nimm deinen Lohn. 27 Und sie machten untereinander ab, dass er ihm als Lohn gäbe alle Lämmer von Schafen und Ziegen, die schwarz und scheckig und weiß geworfen würden; die sollten sein Lohn sein. 28 Und alle Schafe warfen scheckige und mit bunten Flecken und bunt gesprenkelte Junge, und die warfen wieder Lämmer, die ihnen gleich waren; und alles mit Flecken gehörte dem Jakob und das ohne Flecken dem Laban. 29 Und der Besitz Jakobs ward sehr groß, und er erwarb Rinder und Schafe und Esel und Kamele und Sklaven und Sklavinnen. 30 Und Laban und seine Söhne wurden eifersüchtig auf Jakob, und Laban zog seine Schafe von ihm zurück und sann auf Böses wider ihn.
Jakobs Flucht mit seiner Familie. Sein Vertrag mit Laban
(Gen. 31).1 Und es geschah, nachdem Rahel den Joseph geboren hatte, da ging Laban hin, seine Schafe zu scheren; sie waren nämlich drei Tagesreisen von ihm entfernt. 2 Und Jakob sah, dass Laban hinging, seine Schafe zu scheren, und Jakob rief Lea und Rahel und redete ihnen ins Herz, dass sie mit ihm kommen sollten nach dem Lande Kanaan. 3 Er sagte ihnen nämlich, wie er alles im Traume gesehen, und alles, was er mit ihm geredet hatte, dass er in das Haus seines Vaters zurückkehren solle. Und sie sagten: An jeden Ort, wohin du gehst, werden wir mit dir gehen! 4 Und Jakob pries den Gott seines Vaters Isaak und den Gott seines Großvaters Abraham und machte sich auf und lud seine Weiber und Kinder auf und nahm seine ganze Habe und zog über den Fluss und kam in das Land Gilead. Und Jakob hatte dem Laban seinen Entschluss verborgen und ihm nichts gesagt. 5 Und im 7. Jahre der 4. Jahrwoche wandte sich Jakob nach Gilead, im 1. Monat am 21. Tage. Und Laban verfolgte ihn und traf Jakob im Gebirge Gilead, im 3. Monat am 13. Tage. 6 Und Gott ließ nicht zu, dass er dem Jakob Böses tat; denn er war ihm bei Nacht im Traum erschienen. Und Laban redete mit Jakob. 7 Und am 15. dieser Tage bereitete Jakob dem Laban und allen, die mit ihm gekommen waren, ein Festmahl, und Jakob schwur dem Laban an diesem Tag und auch Laban dem Jakob, dass sie nicht einer zum andern in böser Absicht über das Gebirge Gilead hinausgehen wollten. 8 Und er errichtete hier einen Steinhaufen zum Zeugnisse; und deswegen wurde der Name jener Stätte "Steinhaufen des Zeugnisses" genannt wie dieser Hügel. 9 Früher aber nannte man das Land Gilead Land der Rephaiter; denn das Land der Rephaiter ist dies, und dort sind die Rephaiter geboren, die Riesen, die zehn Ellen und neun Ellen und acht Ellen bis herunter zu sieben Ellen lang waren. 10 Und ihre Wohnungen waren vom Lande der Kinder Ammon bis zum Berge Hermon, und der Sitz ihrer Herrschaft waren Karnain und Astaroth und Edrei und Misur und Beon. 11 Und Gott vernichtete sie wegen der Bosheit ihres Tuns; denn sie waren sehr gewalttätig. Und es wohnten statt ihrer die bösen und sündigen Amoriter, und es gibt heute kein Volk, das alle seine Sünden so zum Äußersten getrieben hat, und sie haben kein langes Leben mehr auf Erden. 12 Und Jakob entließ den Laban, und er ging nach Mesopotamien, dem Ostlande. Und auch Jakob kehrte um nach dem Lande Gilead.
Jakob versöhnt sich mit Esau, wohnt in Kanaan
(Gen. 32. 33) und unterstützt seine Eltern.13 Und er zog über den Jabbok im 9. Monat am 11. Tage. Und an diesem Tage kam sein Bruder Esau zu ihm, und er versöhnte sich mit ihm, und er ging fort von ihm in das Land Seir, Jakob aber wohnte in Zelten. 14 Und im 1. Jahre der 5. Jahrwoche in diesem Jubiläum zog er über den Jordan und wohnte jenseits des Jordan und weidete seine Schafe vom Salzmeere bis nach Beth Sean und bis nach Dothain und bis zum Walde von Akrabbim. 15 Und er schickte seinem Vater Isaak von all seinem Besitze: Kleider und Nahrung und Fleisch und Trank und Milch und Öl und Käse und Datteln des Tals. 16 Und so auch seiner Mutter Rebeka, viermal des Jahrs zwischen den Zeiten der Monate, zwischen Pflügezeit und Ernte und zwischen Herbst und Regenzeit und zwischen Winter und Frühling zum Turme des Abraham. 17 Denn Isaak war von dem Brunnen des Schwurs umgekehrt und zum Turme seines Vaters Abraham hinaufgewandert und wohnte dort fern von seinem Sohn Esau. 18 Denn in den Tagen, da Jakob nach Mesopotamien gegangen war, hatte sich Esau Mahalath, die Tochter Ismaels, zum Weibe genommen und hatte alle Herden seines Vaters und seine Weiber zu sich versammelt und war hinaufgezogen und wohnte auf dem Gebirge Seir und hatte seinen Vater Isaak beim Brunnen des Schwurs allein gelassen. 19 Und Isaak zog hinauf vom Brunnen des Schwurs und wohnte im Turme seines Vaters Abraham auf dem Gebirge von Hebron. 20 Und dorthin schickte Jakob alles, was er seinem Vater und seiner Mutter von Zeit zu Zeit schickte, allen ihren Bedarf, und sie segneten Jakob mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele.
Die Schändung der Dina. Das Blutbad zu Sichem
(Gen. 34). Gesetze über die Ehe zwischen Israeliten und Heiden. Erwählung Levis.1 Und im 1. Jahre der 6. Jahrwoche zog er in Frieden hinauf nach Salem, das gegen Osten von Sichem liegt, im 4. Monate. 2 Und dort raubten sie Dina, die Tochter Jakobs, in das Haus Sichems, des Sohnes des Hevithers Hemor, des Landfürsten, und er schlief mit ihr und verunreinigte sie; sie aber war ein kleines Mädchen von zwölf Jahren. 3 Und er bat ihren Vater und Bruder, dass sie ihm zum Weibe gegeben würde; und Jakob und seine Söhne zürnten auf die Männer von Sichem, weil sie ihre Schwester Dina verunreinigt hatten, und sie redeten mit ihnen in verräterischer Absicht und überlisteten und betrogen sie. 4 Und Simeon und Levi zogen plötzlich nach Sichem und hielten Gericht über alle Männer von Sichem und töteten jeden Mann, den sie darin fanden, und ließen darin auch nicht einen übrig; alle töteten sie unter Qualen, weil sie ihre Schwester Dina verunreinigt hatten. 5 Und so soll hinfort nicht mehr getan werden, dass eine Tochter Israels verunreinigt werde; denn im Himmel ist über sie die Strafe angeordnet, dass sie mit dem Schwert alle Männer von Sichem vernichten, weil sie eine Schandtat in Israel verübt hatten. 6 Und Gott überlieferte sie in die Hand der Söhne Jakobs, damit sie sie mit dem Schwert ausrotteten und Gericht über sie hielten, und damit es nicht mehr so geschehe in Israel, dass ein israelitische Jungfrau verunreinigt werde. 7 Und wenn ein Mann unter Israel ist, der seine Tochter oder seine Schwester irgendeinem Manne aus dem Samen der Heiden geben will, der soll des Todes sterben, und man soll ihn steinigen, denn er hat eine Schandtat in Israel verübt. Andererseits sollen sie das Weib mit Feuer verbrennen, weil es den Namen des Hauses seines Vaters verunreinigt hat, und es soll aus Israel hinweggetilgt werden. 8 Und es soll keine Ehebrecherin und keine Unreinheit in Israel gefunden werden alle Tage der Geschlechter der Erde; denn Israel ist Gotte geheiligt, und jeder Mann, der es verunreinigt, soll des Todes sterben; und man soll ihn steinigen. 9 Denn so steht angeordnet und geschrieben auf den himmlischen Tafeln über allen Samen Israels: wer es verunreinigt, soll des Todes sterben und gesteinigt werden. 10 Und für dieses Gesetz gibt es keine Beschränkung der Tage und keine Vergebung und keine Verzeihung; sondern vielmehr soll der Mann hinweggetilgt werden, der seine Tochter verunreinigt hat inmitten von ganz Israel, weil er von seinem Samen dem Moloch gegeben und die Sünde begangen hat, es zu verunreinigen. 11 Du aber, Mose, gebiete den Kindern Israel und bezeuge ihnen, dass sie ihre Töchter nicht den Heiden geben und selbst nicht von den Töchtern der Heiden Weiber nehmen; denn verworfen ist dies vor Gott. 12 Und deswegen habe ich dir in den Worten des Gesetzes alles Tun der Sichemiten aufgeschrieben, das sie an Dina verübt haben, und wie die Söhne Jakobs sprachen, indem sie sagten: Wir werden unsere Tochter nicht einem Manne geben, der eine Vorhaut hat; denn das wäre eine Schmach für uns. 13 Und eine Schmach ist es für Israel, für die, die geben, und für die, die von den Töchtern der Heiden Weiber nehmen; denn unrein und verworfen ist es für Israel. 14 Und Israel wird nicht rein werden von dieser Unreinheit, wenn es ein Weib hat von den Töchtern der Heiden, und wenn unter seinen Töchtern eine ist, die es einem Manne von irgendwelchen Heiden gegeben hat. 15 Sondern Plage über Plage bringt das, und Fluch über Fluch und allerlei Strafe und Plage und Fluch wird kommen, sowohl wenn es dies tut, als auch, wenn es seine Augen zudrückt vor denen, die Unreinheit tun, und vor denen, die das Heiligtum Gottes entweihen, und vor denen, die seinen heiligen Namen beflecken; dann wird alles Volk gemeinsam wegen all dieser Unreinheit und Befleckung gerichtet werden. 16 Und es wird kein Ansehen der Person sein, und aus seinen Händen werden nicht angenommen Früchte und Opfer und Brandopfer und Fett und Räucherung schönes Geruchs, dass er es annähme. Sondern jeder Mann und jedes Weib, die solches getan in Israel sollen Entweiher seines Heiligtums sein. 17 Deswegen habe ich dir geboten, indem ich sprach: Bezeuge dies Zeugnis über Israel! Sieh, wie es den Sichemiten und ihren Kindern ergangen ist, wie sie in die Hand der beiden Söhne Jakobs überliefert wurden, und sie sie unter Qualen töteten, und es gereichte ihnen zur Gerechtigkeit, und es wurde ihnen zur Gerechtigkeit angeschrieben.
18 Und der Same Levis ward zum Priestertum erwählt und zu Leviten, dass sie vor Gott dienen, wie wir alle Tage, und dass Levi und seine Söhne in Ewigkeit gesegnet werden. Denn er eiferte, dass er Gerechtigkeit und Gericht und Rache an allen übe, die sich gegen Israel erheben. 19 Und so berichten sie für ihn zum Zeugnisse auf den himmlischen Tafeln Segen und Gerechtigkeit vor dem Gott aller. 20 Und wir gedenken der Gerechtigkeit, die ein Mensch in seinem Leben geübt hat. Zu allen Zeiten des Jahrs, bis zu tausend Geschlechtern, berichten sie es, und demgemäss wird ihm und seinen Geschlechtern nach ihm geschehen, und er ist als Freund und Gerechter auf den himmlischen Tafeln aufgeschrieben. 21 Alles dies habe ich dir aufgeschrieben und dir geboten, dass du den Kindern Israel sagest, sie sollten keine Sünde tun und die Ordnung nicht überschreiten und den Bund nicht brechen, der ihnen angeordnet ist, damit sie ihn halten und als Freunde aufgeschrieben werden. 22 Wenn sie ihn aber überschreiten und auf lauter Wegen der Unreinheit wandeln, werden sie auf den himmlischen Tafeln als Feinde aufgeschrieben und aus dem Buche des Lebens getilgt und in das Buch derer, die umkommen werden, geschrieben werden und zusammen mit denen, die von der Erde hinweggetilgt werden. 23 Und an dem Tage, da die Söhne Jakobs die Sichemiten töteten, kam für sie eine Schrift in den Himmel, dass sie Gerechtigkeit und Recht und Rache an den Sündern geübt, und es wurde zum Segen aufgeschrieben. 24 Und sie führten ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems heraus und nahmen alles, was in Sichem war, als Beute mit: ihre Schafe, ihre Rinder, ihre Esel, alle ihre Herden und all ihren Besitz und brachten alles zu ihrem Vater Jakob. 25 Und er redete mit ihnen darüber, dass sie die Einwohner der Stadt getötet hatten; denn er fürchtete sich vor denen, die im Lande wohnten, vor den Kanaanitern und den Pheresitern. 26 Und es lag ein von Gott gewirkter Schrecken auf allen Städten in der Umgebung von Sichem, und sie erhoben sich nicht, die Kinder Jakobs zu vertreiben; denn Schrecken hatte sie befallen.
Jakobs Zug über Bethel nach Hebron
(Gen. 35). Isaak segnet Levi und Juda.1 Und am Neumonde des ... Monats redete Jakob mit allen Leuten seines Hauses, indem er sprach: Reinigt euch und wechselt eure Kleider; wir wollen uns aufmachen und hinauf gen Bethel ziehen, wo ich an dem Tage, da ich vor dem Angesicht meines Bruders Esau floh, ein Gelübde tat dem, der mit mir war und mich in dieses Land in Frieden heimkehren ließ. Schafft die fremden Götter hinweg, die unter euch sind! 2 Und sie nahmen die fremden Götter, und was an ihren Ohren und an ihrem Halse war, weg, und die Götzen, die Rahel ihrem Vater Laban gestohlen hatte, gab sie alle dem Jakob, und er verbrannte, zerstieß, vernichtete und verbarg sie unter der Eiche, die im Lande von Sichem war.
3 Und er zog am Neumonde des 7. Monats gen Bethel hinauf. Und er erbaute einen Altar an der Stätte, wo er geschlafen hatte, und errichtete dort einen Malstein und schickte zu seinem Vater Isaak, er möchte zu ihm zu seinem Altare kommen, und auch zu seiner Mutter Rebeka schickte er. 4 Und Isaak sprach: Mein Sohn Jakob komme, und ich will ihn sehen, ehe ich sterbe! 5 Und Jakob ging zu seinem Vater Isaak und zu seiner Mutter Rebeka nach dem Hause seines Vaters Abraham, indem er zwei von seinen Söhnen, Levi und Juda, mit sich nahm, und kam zu seinem Vater Isaak und zu seiner Mutter Rebeka. 6 Und Rebeka kam aus dem Turm heraus an die Türe des Turms, um Jakob zu küssen und zu umarmen, denn ihr Geist war wieder aufgelebt, als sie hörte: Siehe, dein Sohn Jakob ist gekommen! Und sie küsste ihn. 7 Und sie sah seine beiden Söhne und erkannte sie und sprach zu ihm: Das sind deine Söhne, mein Sohn? Und sie umarmte sie und küsste sie und segnete sie, indem sie sprach: In euch werde der Same Abrahams berühmt, und ihr werdet zum Segen sein auf der Erde! 8 Und Jakob ging hinein zu seinem Vater Isaak in sein Gemach, in dem er schlief, während seine beiden Kinder bei ihm waren, und er ergriff die Hand seines Vaters und sich niederbeugend küsste er ihn, und Isaak hing am Halse seines Sohnes Jakob und weinte an seinem Halse. 9 Und der Schatten wich von den Augen Isaaks, und er sah die beiden Söhne Jakobs, Levi und Juda, und sprach: Sind dies deine Söhne, mein Sohn? Denn sie gleichen dir! 10 Und er sagte zu ihm, dass sie in Wahrheit seine Söhne seien; und wahr hast du gesehen, dass sie wahrhaftig meine Söhne sind. 11 Und sie traten zu ihm heran, und er wandte sich um und küsste sie und umarmte sie beide zugleich. 12 Und der Geist der Weissagung kam in seinen Mund herab, und er fasste Levi mit seiner rechten Hand und Juda mit seiner linken Hand. 13 Und er wandte sich zuerst zu Levi und fing an, ihn zuerst zu segnen, und sprach zu ihm: Dich segne der Gott aller, er, der Herr aller Ewigkeiten, dich und deine Söhne in alle Ewigkeiten. 14 Und Gott gebe dir und deinem Samen Größe und großen Ruhm und dich und deinen Samen bringe er sich nahe von allem Fleische, damit sie in seinem Heiligtume dienen wie die Engel des Angesichts und wie die Heiligen. Und wie sie wird der Same deiner Söhne sein zum Ruhm und zur Größe und zur Heiligung, und er mache sie groß in alle Ewigkeiten! 15 Und Fürsten und Richter und Herrscher werden sie sein allem Samen der Kinder Jakobs; das Wort Gottes werden sie in Wahrheit verkünden und all sein Gericht in Gerechtigkeit richten und sie werden meine Wege Jakob künden und meine Pfade Israel. Der Segen Gottes wird in ihren Mund gegeben werden, dass sie allen Samen des Geliebten segnen. 16 Dich hat deine Mutter Levi mit Namen genannt und in Wahrheit hat sie deinen Namen so genannt: Gott anhangend wirst du sein und ein Genosse aller Söhne Jakobs; sein Tisch möge dein sein, und du und deine Kinder esset von ihm, und in alle Geschlechter sei dein Tisch voll, und deine Speise fehle nie in alle Ewigkeiten. 17 Und alle, die dich hassen, sollen vor dir fallen, und alle deine Feinde sollen hinweggetilgt werden und umkommen, und wer dich segnet, sei gesegnet, und jedes Volk, das dir flucht, sei verflucht! 18 Und auch zu Juda sprach er: Gott gebe dir Kraft und Stärke, dass du alle niedertretest, die dich hassen! Sei ein Fürst, du und einer von deinen Söhnen, über die Söhne Jakobs. Dein Name und der Name deiner Söhne gehe aus und verbreite sich über die ganze Erde und in allen Ländern. Dann werden sich die Völker vor deinem Antlitz fürchten, und alle Völker werden bestürzt und alle Nationen werden bestürzt werden. 19 In dir sei die Hilfe Jakobs, und in dir werde das Heil Israels gefunden. 20 Und wann du auf dem Throne des Ruhmes deiner Gerechtigkeit sitzest, wird tiefer Friede über allem Samen der Kinder des Geliebten herrschen. Wer dich segnen wird, sei gesegnet, und alle, die dich hassen und dich quälen und auch die dir fluchen, sollen von der Erde hinweggetilgt und vernichtet werden und sollen verflucht sein. 21 Und sich wendend, küsste er ihn wiederum und umarmte ihn und freute sich sehr, dass er die echten Söhne seines Sohnes Jakob gesehen hatte. 22 Und er ging hervor zwischen seinen Füssen und fiel nieder und neigte sich vor ihm, und er segnete sie, und er ruhte hier nahe bei seinem Vater Isaak in dieser Nacht, und sie aßen und tranken in Freude. 23 Und er ließ die beiden Söhne Jakobs, den einen zu seiner Rechten und den andern zu seiner Linken schlafen, und das ward ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. 24 Und Jakob erzählte seinem Vater bei Nacht alles, wie Gott ihm große Gnade erwiesen und wie er alle seine Wege habe gedeihen lassen und ihn vor allem Bösen geschützt habe. 25 Und Isaak pries den Gott seines Vaters Abraham, der sein Erbarmen und seine Gerechtigkeit an dem Sohne seines Knechtes Isaak nicht hatte aufhören lassen.
Rebeka zieht mit Jakob nach Bethel.
26 Und am Morgen sagte Jakob seinem Vater Isaak das Gelübde, das er Gott gelobt, und das Gesicht, das er gesehen hatte, und dass er den Altar gebaut habe, und alles bereit sei, um das Opfer, wie er gelobt, vor Gott darzubringen, und dass er gekommen sei, ihn auf einen Esel zu laden. 27 Und Isaak sprach zu seinem Sohne Jakob: Ich kann nicht mit dir kommen. Denn ich bin alt und kann die Reise nicht aushalten; geh, mein Sohn, in Frieden! Denn ich bin heute 165 Jahre alt, ich kann nicht mehr reisen. Lade deine Mutter auf, dass sie mit dir gehe. 28 Und ich weiß ja, mein Sohn, dass du meinetwegen gekommen bist, und dieser Tag sei gesegnet, an dem du mich noch lebend gesehen hast, und auch ich dich gesehen habe, mein Sohn. 29 Mit Glück führe das Gelübde, das du gelobt hast, aus und zögere nicht mit deinem Gelübde, sondern suche das Gelübde auszuführen; jetzt aber mühe dich, es auszuführen, und der Allschöpfer, dem du das Gelübde gelobt hast, habe Gefallen daran! 30 Und er sprach zu Rebeka: Geh mit deinem Sohne Jakob! Und Rebeka ging mit ihrem Sohne Jakob, während Debora bei ihr war, und sie kamen nach Bethel. 31 Und Jakob gedachte des Gebets, mit dem sein Vater ihn und seine beiden Söhne Levi und Juda gesegnet hatte, und er freute sich und pries den Gott seiner Väter Abraham und Isaak. 32 Und er sprach: Jetzt weiß ich, dass ich eine ewige Hoffnung habe und auch meine Kinder vor dem Gott aller; und so ist es angeordnet über die beiden, und sie berichten für sie in ewigem Zeugnis auf den himmlischen Tafeln, wie Isaak sie gesegnet hat.
(teilweise nach Gen. 35). Levi träumt; Jakob opfert, setzt Levi zum Priester ein und bestimmt den Zehnten.1 Und er blieb diese Nacht in Bethel, und Levi träumte, dass sie ihn eingesetzt und zum Priester des höchsten Gottes gemacht hätten, ihn und seine Söhne bis in Ewigkeit. Und er erwachte aus seinem Schlaf und pries Gott. 2 Und Jakob machte sich früh am Morgen auf, am 14. Tage dieses Monats, und verzehntete alles, was mit ihm gekommen war, vom Menschen bis zum Vieh, vom Golde bis zu allem Geräte und Kleidung, und er verzehntete alles.
3 Und in diesen Tagen ward Rahel mit ihrem Sohne Benjamin schwanger. Und Jakob zählte von ihm ab seine Söhne aufwärts, und das Los Gottes traf Levi, und sein Vater bekleidete ihn mit priesterlichen Kleidern und füllte seine Hände. 4 Und am 15. Tage dieses Monats brachte er auf den Altare 14 Stiere von Rindern, 28 Widder, 49 Schafe, 60 Böcke und 29 Ziegenböcke als Ganzopfer auf den Altar, ein wohlgefälliges Opfer zu schönem Dufte vor Gott. 5 Dies war seine Gabe nach dem Gelübde, in dem er gelobt hatte zu zehnten samt ihrem Frucht- und ihrem Trankopfer. 6 Und als das Feuer es verzehrt hatte, räucherte er Weihrauch oben über dem Feuer und zum Heilsopfer 2 Stiere, 4 Widder, 4 Schafe, 4 Böcke, 2 einjährige Schafe und 2 Ziegenböcke; so tat er täglich sieben Tage lang. 7 Und er und alle seine Söhne und seine Leute aßen dort in Freuden sieben Tage, und er pries und dankte Gott, der ihn aus aller seiner Bedrängnis gerettet und der ihm sein Gelübde erfüllt hatte. 8 Und er verzehntete alles reine Vieh und machte ein Ganzopfer, und alles unreine Vieh gab er seinem Sohne Levi und die Menschenseelen gab er ihm alle. 9 Und Levi ward Priester in Bethel vor seinem Vater Jakob, im Vorzug vor seinen zehn Brüdern, und war dort Priester, und Jakob gab sein Gelübde. So zehntete er wiederum Gotte den Zehnten, und er heiligte ihn, und er wurde ihm heilig. 10 Und deswegen ist auf den himmlischen Tafeln als ein Gesetz angeordnet, den zweiten Zehnten zu zehnten, ihn Jahr für Jahr vor Gott an dem Orte zu essen, der erwählt ist, dass sein Name auf ihm wohne; und für dieses Gesetz gibt es keine Beschränkung der Tage immerdar. 11 Diese Ordnung ist aufgeschrieben, dass sie Jahr für Jahr erfüllt werde: den Zehnten zweimal vor Gott an dem Orte zu essen, der erwählt ist; und man darf nichts von ihm von diesem Jahr aufs folgende Jahr übriglassen. 12 Sondern in seinem Jahre soll der Same gegessen werden während der Tage der Einsammlung des Samens dieses Jahres und Wein während der Tage des Weins, und das Öl während der Tage seiner Zeit. 13 Und alles, was von ihm übrigbleibt, und was alt wird, werde als befleckt angesehen; es verbrenne im Feuer, denn es ist unrein. 14 Und so sollen sie es gemeinsam im heiligen Hause essen und sollen es nicht alt werden lassen. 15 Und alle Zehnten von Rindern und Schafen sollen Gott heilig sein und seinen Priestern gehören, die sie vor ihm Jahr für Jahr essen; denn so steht es über den Zehnten auf den himmlischen Tafeln angeordnet und eingegraben.
Visionen Jakobs; Geburt Benjamins und Tod Rahels
(Gen. 35).16 Und in der folgenden Nacht, am 22. Tage dieses Monats, beschloss Jakob, diese Stätte zu bebauen und den Hof mit einer Mauer zu umziehen und ihn zu heiligen und ihn heilig zu machen auf immer für ihn und seine Söhne nach ihm. 17 Und Gott erschien ihm bei Nacht und segnete ihn und sprach zu ihm: Dein Name soll nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel soll man deinen Namen nennen. 18 Und er sprach wiederum zu ihm: Ich bin der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat; ich werde dich gar sehr groß und zahlreich machen, und Könige werden aus dir hervorgehen, und sie werden herrschen überall, wohin der Fuß der Menschenkinder getreten ist. 19 Und ich werde deinem Samen die ganze Erde, die unter dem Himmel ist, geben, und sie werden über alle Völker herrschen, wie sie wollen, und darnach werden sie die ganze Erde besitzen und sie erben in Ewigkeit. 20 Und er hörte auf, mit ihm zu reden, und fuhr auf von ihm, und Jakob sah, bis er in den Himmel hinaufgefahren war. 21 Und er sah in einem Nachtgesichte, wie ein Engel mit sieben Tafeln in seinen Händen vom Himmel herabkam, und er gab sie Jakob, und er las sie und las alles, was darauf geschrieben war, was ihm und seinen Söhnen in alle Ewigkeiten geschehen werde. 22 Und er zeigte ihm alles, was auf den Tafeln geschrieben stand, und sagte zu ihm: Bebaue diese Stätte nicht und mache sie nicht zu einem Heiligtume für immer und wohne hier nicht; denn dies ist nicht der Ort! Geh zum Hause deines Vaters Abraham und wohne bei deinem Vater Isaak bis zum Todestage deines Vaters. 23 Denn in Ägypten wirst du in Frieden sterben und hier in diesem Lande wirst du in Ehren in den Grabstätten deiner Väter mit Abraham und Isaak begraben werden. 24 Fürchte dich nicht! Denn wie du gesehen und gelesen hast, so wird alles sein; du nun schreibe alles auf, wie du es gesehen hast! 25 Und Jakob sprach: O Herr, wie kann ich das alles behalten, was ich gelesen und gesehen habe? Und er sprach zu ihm: Ich will machen, dass du alles behältst. 26 Und er fuhr auf von ihm, und er erwachte aus seinem Schlaf und erinnerte sich an alles, was er gelesen und gesehen hatte, und schrieb alle Dinge auf, die er gelesen und gesehen hatte. 27 Und er hielt hier noch einen Tag und opferte an ihm ganz so, wie er in den ersten Tagen geopfert hatte, und nannte seinen Namen "Zusatz", denn dieser war hinzugesetzt; und die ersten nannte er "Fest". 28 Und so war es offenbar, dass es geschehen solle, und es steht auf den himmlischen Tafeln geschrieben, und deswegen ist ihm offenbart, dass er den Tag feiern und ihn zu den sieben Tagen des Festes hinzufügen solle. 29 Und sein Name ward "Zusatz" genannt, als der, welcher hinzukommt ... der Festtage gemäß der Zahl der Tage des Jahrs. 30 Und in der Nacht, am 23. Tage dieses Monats, starb Debora, die Amme der Rebeka, und sie begruben sie unterhalb der Stadt unter der Eiche eines Flusses, und er nannte den Namen dieser Stätte "Fluss der Debora" und die Eiche "Eiche der Klage um Debora". 31 Und Rebeka ging und kehrte in ihr Haus zurück zu seinem Vater Isaak, und Jakob schickte durch sie Widder und Schafe und Böcke, damit sie seinem Vater eine Speise bereite, wie er sie wünschte. 32 Und er ging hinter seiner Mutter, bis er sich dem Lande Kabratan näherte, und dort blieb er. 33 Und Rahel gebar bei Nacht einen Sohn und nannte seinen Namen "Sohn meines Schmerzes", denn sie hatte eine schwere Geburt. Sein Vater aber nannte seinen Namen Benjamin, am 11. Tage des 8. Monats im 1. Jahre der 6. Jahrwoche dieses Jubiläums. 34 Und Rahel starb dort und wurde im Lande Ephrata, das ist Bethlehem, begraben, und Jakob baute auf dem Grabe der Rahel einen Malstein, am Wege über ihrem Grabe.
(Gen. 35, 22). Gesetzliche Bestimmungen darüber.1 Und Jakob zog aus und wohnte gen Süden in Magdaladraef. Und er zog zu seinem Vater Isaak, er und sein Weib Lea, am Neumonde des 10. Monats. 2 Und Ruben sah die Bilha, die Leibmagd der Rahel, das Kebsweib seines Vaters, wie sie sich im Verborgenen im Wasser badete, und er gewann sie lieb. 3 Und bei Nacht kam er heimlich in das Haus der Bilha und fand sie schlafend in ihrem Bette allein in ihrem Hause. 4 Und er schlief mit ihr, und sie erwachte und sah, wie Ruben mit ihr auf dem Lager schlief, und sie deckte ihren Zipfel auf und hielt ihn und schrie und erkannte, dass es Ruben war. 5 Und sie schämte sich vor ihm und ließ ihre Hand von ihm, und er floh. 6 Und sie klagte deswegen sehr, sagte es aber keinem Menschen. 7 Und als Jakob kam und sie suchte, sprach sie zu ihm: Ich bin nicht rein für dich, weil ich dir befleckt bin; denn Ruben hat mich verunreinigt und bei Nacht mit mir geschlafen, während ich schlief und nichts wusste, bis er meinen Zipfel aufdeckte und mit mir schlief. 8 Und Jakob wurde sehr böse auf Ruben, dass er mit Bilha geschlafen hatte; denn er hatte die Decke seines Vaters aufgedeckt. 9 Und Jakob nahte ihr nicht mehr, weil Ruben sie verunreinigt hatte. Und jeder Mensch, der die Decke seines Vaters aufdeckt, sehr böse ist sein Tun; denn verworfen ist es vor Gott. 10 Deswegen steht geschrieben und angeordnet auf den himmlischen Tafeln, dass kein Mensch mit dem Weibe seines Vaters schlafen und dass er nicht die Decke seines Vaters aufdecken dürfe, denn das ist unrein. Des Todes sollen sterben sowohl der Mann, der mit dem Weibe seines Vaters schläft, als auch das Weib; denn Unreines haben sie auf der Erde getan. 11 Und es sei keine Unreinheit mehr vor unserem Gott innerhalb des Volks, das er sich zum Eigentum erwählt hat. 12 Und wiederum ist ferner geschrieben: Verflucht sei, wer mit dem Weibe seines Vaters schläft; denn er hat die Scham seines Vaters entblößt! Und alle Heiligen Gottes sprachen: Es geschehe! Es geschehe! 13 Du aber, Mose, gebiete den Kindern Israel, dass sie dieses Wort beachten. Denn eine Todsünde und Unreinheit ist es, und es gibt keine Verzeihung, den Mann zu sühnen, der dies getan hat, in Ewigkeit, sondern er ist zum Tode zu bringen und zu töten und zu steinigen und hinwegzutilgen aus der Mitte des Volkes unseres Gottes. 14 Denn jedem Menschen, der das in Israel tut, wird es nicht vergönnt sein, einen Tag auf der Erde zu leben, da er verworfen und unrein ist! 15 Und man soll nicht sagen: Ruben erhielt Leben und Verzeihung, nachdem er mit dem Kebsweibe seines Vaters geschlafen hatte, während sie noch einen Mann hatte, und während ihr Mann, sein Vater Jakob, noch am Leben war. 16 Sondern die Ordnung und das Gericht und das Gesetz waren bis dahin noch nicht vollkommen allen offenbart; denn erst in deinen Tagen ist es wie ein Gesetz der Zeit und der Tage und ein ewiges Gesetz für die ewigen Geschlechter. 17 Und es gibt für dieses Gesetz keine Vollendung der Tage und keinerlei Verzeihung dafür, außer dass sie beide hinweggetilgt werden inmitten des Volks: an dem Tag, an dem sie es getan haben, soll man sie töten. 18 Du aber, Mose, schreibe es auf für Israel, damit sie es beachten und nach diesem Worte tun und nicht in Todsünden irren; denn ein Richter ist der Herr, unser Gott, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk annimmt. 19 Und sage ihnen diese Rede des Bundes, dass sie hören und sich hüten und auf der Hut sind davor und nicht umkommen, noch von der Erde hinweggetilgt werden. Denn Unreinheit, Abscheulichkeit, Befleckung und Entweihung sind alle, die das auf Erden tun, vor unserem Gott. 20 Und es gibt keine größere Sünde als die Hurerei, mit der sie auf Erden huren. Denn ein heiliges Volk ist Israel Gotte, seinem Herrn, und ein Volk des Erbes ist es und ein priesterliches Volk ist es und ein königliches Volk ist es und ein Besitz ist es, und es soll nicht sein, dass dergleichen Unreines inmitten des heiligen Volks erscheint. 21 Und im 3. Jahre dieser 6. Jahrwoche zogen Jakob und alle seine Söhne aus und wohnten im Hause Abrahams nahe bei seinem Vater Isaak und seiner Mutter Rebeka. 22 Und dies sind die Namen der Kinder Jakobs: sein Erstgeborener Ruben, Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Sebulon, die Söhne der Lea. Und die Söhne der Rahel: Joseph und Benjamin. Und die Söhne der Bilha: Dan und Naphthali. Und die Söhne der Silpa: Gad und Asser. Und Dina, die Tochter der Lea, war die einzige Tochter Jakobs. 23 Und sie gingen hin und verneigten sich vor Isaak und Rebeka, und als sie sie sahen, segneten sie Jakob und alle seine Kinder. Und Isaak freute sich sehr, dass er die Kinder seines jüngeren Sohnes Jakob sah, und segnete sie.
Kampf der Amoriterkönige gegen Jakob und seine Söhne.
Verkauf Josephs nach Ägypten
1 Und im 6. Jahre dieser Jahrwoche von diesem 44. Jubiläum schickte Jakob seine Söhne aus, seine Schafe zu hüten, und auch seine Knechte mit ihnen auf das Gefilde von Sichem. 2 Und es sammelten sich wider sie die sieben Könige der Amoriter, um sie zu töten, indem sie sich unter einem Busche versteckten, und um ihr Vieh zu erbeuten. 3 Und Jakob, Levi, Juda und Joseph waren zu Hause bei ihrem Vater Isaak; denn sein Geist war ihm betrübt, und sie konnten ihn nicht verlassen. Und Benjamin war der jüngste und war deswegen bei seinem Vater geblieben. 4 Und es kamen der König von Thappuah, der König von Aresa, der König von Saragan, der König von Silo, der König von Gaas, der König von Beth-Horon und der König von Maanisakir und alle, die in diesem Gebirge wohnten, die im Wald im Lande Kanaan wohnten. 5 Und man berichtete Jakob, indem man sagte: Siehe, die Könige der Amoriter haben deine Söhne umzingelt und auch ihre Herden haben sie geraubt. 6 Und er machte sich auf von seinem Hause, er und seine drei Söhne und alle Knechte seines Vaters und seine Knechte, und zog wider sie mit 6000 Mann, die Schwerter trugen. 7 Und er tötete sie auf dem Gefilde von Sichem und verfolgte, die geflohen waren, und tötete sie mit der Schärfe des Schwerts, und zwar tötete er Aresa, Tafu, Saregan, Silo, Amanisakir und Gagaas. 8 Und er sammelte seine Herden und gewann die Oberhand über sie und legte ihnen Tribut auf, dass sie ihm ein Fünftel der Frucht ihres Landes als Tribut gäben, und er erbaute Ruben und Tamnatares. 9 Und er kehrte in Frieden um und machte Frieden mit ihnen, und sie wurden ihm Knechte bis zu dem Tage, da er und seine Kinder nach Ägypten hinabzogen.
10 Und im 7. Jahre dieser Jahrwoche schickte er Joseph, damit er sich nach dem Wohlergehen seiner Brüder erkundige, von seinem Hause nach dem Lande Sichem, und er fand sie im Lande Dothain. 11 Und sie handelten tückisch an ihm und machten einen Anschlag wider ihn, dass sie ihn töteten; aber indem sie ihren Sinn änderten, verkauften sie ihn an ismaelitische Kaufleute, und sie führten ihn nach Ägypten hinab und verkauften ihn an Potiphar, einen Eunuchen des Pharao, den Oberkoch, den Priester der Stadt Elew. 12 Und die Söhne Jakobs schlachteten einen Ziegenbock und bespritzten das Kleid Josephs mit seinem Blut und schickten es zu ihrem Vater Jakob am 10. Tage des 7. Monats. 13 Und er klagte diese ganze Nacht sie hatten es nämlich am Abende zu ihm gebracht und fieberte in der Trauer über seinen Tod und sprach: Ein wildes Tier hat Joseph gefressen. Und es klagten mit ihm alle Leute seines Hauses an diesem Tag und sie trauerten und klagten mit ihm diesen ganzen Tag. 14 Und seine Söhne und seine Tochter erhoben sich, ihn zu trösten, aber er ließ sich nicht trösten über seinen Sohn. 15 Und an diesem Tage hörte Bilha, dass Joseph umgekommen sei, und sie starb, indem sie ihn beklagte, während sie in Kafratef war; und auch seine Tochter Dina starb, nachdem Joseph umgekommen war. Und es kamen über Israel diese drei Klagen in einem Monat. 16 Und sie begruben Bilha gegenüber dem Grabe der Rahel und auch seine Tochter Dina begruben sie dort. 17 Und er klagte um Joseph ein Jahr und er sagte nur: Ich will ins Grab fahren, klagend um meinen Sohn. 18 Und deswegen ist angeordnet über die Kinder Israel, dass sie trauern am 10. des 7. Monats, an dem Tage, da die Nachricht, die ihn um Joseph weinen ließ, zu seinem Vater Jakob kam, damit sie sich an ihm durch einen jungen Ziegenbock sühnen, am 10. des 7. Monats, einmal des Jahrs, wegen ihrer Sünde; denn sie haben die Liebe ihres Vaters um seinen Sohn Joseph betrübt gemacht. 19 Und dieser Tag ist angeordnet, dass sie an ihm über ihre Sünde und über alle ihre Vergehen und über alle ihre Verirrungen betrübt seien, auf dass sie sich an diesem Tage reinigen, einmal des Jahrs.
20 Und nachdem Joseph verloren war, nahmen sich die Söhne Jakobs Weiber. Das Weib Rubens hieß Ada; das Weib Simeons hieß Adibaa, die Kanaaniterin; das Weib Levis hieß Milka von den Töchtern Arams aus dem Samen der Söhne Tharahs; das Weib Judas hieß Bathsua, die Kanaaniterin; das Weib Isaschars hieß Hesaka; das Weib Sebulons hieß Niiman; das Weib Dans hieß Egla; das Weib Naphthalis hieß Rasuu, aus Mesopotamien; das Weib Gads hieß Maka; das Weib Assers hieß Jona; das Weib Josephs hieß Asnath, die Ägypterin; das Weib Benjamins hieß Jiska. 21 Und Simeon bekehrte sich und nahm ein zweites Weib aus Mesopotamien, wie seine Brüder.
1 Und im 1. Jahre der 1. Jahrwoche des 45. Jubiläums rief Rebeka ihren Sohn Jakob und gebot ihm in betreff seines Vaters und in betreff seines Bruders, dass er sie alle Tage des Lebens Jakob ehren solle. 2 Und Jakob sprach: Ich werde alles tun, wie du mir befohlen; denn Ehre und Größe ist das für mich und Gerechtigkeit vor Gott, dass ich sie ehre. 3 Du aber, o Mutter, kennst von dem Tage an, da ich geboren bin, bis auf diesen Tag all mein Tun und alles, was in meinem Herzen ist, wie ich alle Tage gegen alle Gutes denke. 4 Und wie sollte ich dies nicht tun, was du mir geboten hast, dass ich meinen Vater und meinen Bruder ehren sollte? 5 Sage mir, o Mutter, welche Verkehrtheit du an mir gesehen hast, und ich werde davon ablassen, und mir wird Güte zuteil werden! 6 Und sie sprach zu ihm: Mein Sohn, in allen meinen Tage habe ich an dir gar kein verkehrtes Werk gesehen, sondern nur rechtes. Aber ich werde dir die Wahrheit sagen, mein Sohn. Ich werde in diesem Jahre sterben und dieses Jahr nicht überleben. Denn ich habe im Traume den Tag meines Todes gesehen, dass ich nicht länger als 155 Jahre leben werde. Und siehe, ich habe alle Tage meines Lebens vollendet, die ich zu leben hatte. 7 Und Jakob lachte über die Rede seiner Mutter, dass seine Mutter zu ihm sagte, sie werde sterben, während sie doch in ihrer Kraft vor ihm saß, ohne dass sie an ihrer Kraft schwach geworden war. Denn sie ging ein und aus und sah, und auch ihre Zähne waren fest, und gar keine Krankheit hatte sie berührt alle Tage ihres Lebens. 8 Und Jakob sprach zu ihr: Glücklich bin ich, o Mutter, wenn meine Tage den Tagen deines Lebens nahe gekommen sind, und meine Kraft dann noch ebenso in mir ist, wie jetzt deine Kraft. Und du wirst nicht sterben, sondern vergeblich redest du eitles Geschwätz mit mir über deinen Tod. 9 Und sie ging hinein zu Isaak und sagte zu ihm: Eine Bitte erbitte ich von dir. Lass Esau schwören, dass er Jakob nichts Böses tun und ihn nicht in Hass vertreiben wolle. Denn du kennst Esaus Sinn, dass er rau ist von Jugend an, und in ihm ist keine Tugend, sondern er will ihn nach deinem Tode töten! 10 Und du weißt alles, was er von dem Tage an, da sein Bruder Jakob nach Haran ging, bis auf diesen Tag getan hat; wie er uns mit seinem ganzen Herzen verlassen und Böses an uns getan hat: deine Herden hat er an sich gezogen und all deinen Besitz hat er geraubt vor deinem Antlitz. 11 Und als wir ihn baten und flehten um das, was unser war, tat er wie ein Mann, der Barmherzigkeit an uns übte. 12 Und er wurde erbittert über dich deswegen, weil du deinen Sohn Jakob, den vollkommenen und rechtschaffenen, gesegnet hast, weil an ihm nichts Schlechtes war, sondern nur Tugend. Und seitdem er von Haran gekommen ist, bis auf diesen Tag hat er es uns an nichts fehlen lassen, sondern bringt uns je nach seiner Zeit an jedem Tag und freut sich mit seinem ganzen Herzen, wenn wir es aus seiner Hand annehmen, und segnet uns und hat sich nicht von uns getrennt, seit er von Haran gekommen ist, bis auf diesen Tag und bleibt immer bei uns im Hause, indem er uns ehrt. 13 Und Isaak sprach zu ihr: Auch ich weiß und sehe, was Jakob an uns tut, wie er uns mit seinem ganzen Herzen ehrt; aber ich liebte Esau früher mehr als Jakob, weil er zuerst geboren war. Jetzt jedoch liebe ich Jakob mehr als Esau, denn der hat viel böses Werk getan, und es ist keine Gerechtigkeit an ihm, sondern alle seine Wege sind Ungerechtigkeit und Gewalttat, und keine Gerechtigkeit ist um ihn. 14 Jetzt aber ist mein Herz in Aufregung wegen all seiner Taten, und er und sein Same ist nicht zu retten, sondern sie sind solche, die untergehen werden von der Erde und die hinweggetilgt werden unter dem Himmel. Denn den Gott Abrahams hat er verlassen und ist hinter seinen Weibern und hinter ihrer Unreinheit und hinter ihrer Verirrung hergegangen, er und seine Kinder. 15 Du aber sagst zu mir, ich solle ihn schwören lassen, dass er seinen Bruder Jakob nicht töte; wenn er nun auch schwört, so wird er seinen Schwur nicht halten und wird keine Tugend üben, sondern Bosheit. 16 Aber wenn er seinen Bruder Jakob töten will, so wird er in die Hände Jakobs gegeben werden und wird aus seiner Hand nicht entkommen, sondern wird in seine Hand fallen. 17 Du aber fürchte dich nicht in betreff Jakobs; denn der Hüter Jakobs ist größer, mächtiger, geehrter und gepriesener als der Hüter Esaus! 18 Und Rebeka schickte hin und rief Esau, und er kam zu ihr. Und sie sprach zu ihm: Ich habe eine Bitte, mein Sohn, um die ich dich bitte, und versprich mir, dass du sie erfüllen willst, mein Sohn. 19 Und er sprach: Ich werde alles tun, was du mir sagst, und werde dir deine Bitte nicht abschlagen. 20 Und sie sprach zu ihm: Ich bitte dich, dass du mich an dem Tage, da ich sterbe, fortbringst und nahe bei Sara, der Mutter deines Vaters, begräbst, und dass ihr euch untereinander liebt, du und Jakob, und keiner gegen seinen Bruder nach Bösem trachte, sondern nur nach gegenseitiger Liebe, so werdet ihr Glück haben, meine Söhne, und geehrt sein auf der Erde, und kein Feind wird sich über euch freuen, und ihr werdet zum Segen und zur Barmherzigkeit sein vor den Augen aller, die euch lieben. 21 Und er sprach: Ich werde alles tun, was du mir gesagt hast, und werde dich am Tage deines Todes nahe bei Sara, der Mutter meines Vaters, begraben, wie du es wünschest, dass ihre Gebeine deinen Gebeinen nahe seien. 22 Und auch meinen Bruder Jakob werde ich mehr lieben als alles Fleisch; und ich habe ja keinen Bruder auf der ganzen Erde außer allein diesen. Und das ist für mich nichts Großes, wenn ich ihn lieb habe. Denn er ist mein Bruder, und zusammen sind wir gesät in deinem Leib und zusammen sind wir aus deinem Schoße gekommen, und wenn ich meinen Bruder nicht liebe, wen soll ich dann lieben? 23 Und gerade ich bitte dich, dass du Jakob mahnest in betreff meiner und in betreff meiner Kinder; denn ich weiß, dass er über mich und meine Kinder sicherlich herrschen wird, weil an dem Tage, da mein Vater ihn segnete, er ihn hoch und mich niedrig gemacht hat. 24 Und ich schwöre dir, dass ich ihn lieben und nie nach Bösem wider ihn trachten werde alle Tage meines Lebens, sondern nur nach Gutem. Und er beschwor ihr alle diese Worte. 25 Und sie rief Jakob vor die Augen Esaus und gebot ihm gemäß den Worten, die sie mit Esau geredet hatte. 26 Und er sprach: Ich werde tun, was dir gefällt; vertraue mir, dass Böses vor mir und meinen Kindern nicht ausgehen wird gegen Esau, und dass ich in nichts vorangehen werde, außer nur in gegenseitiger Liebe. 27 Und sie aßen und tranken, sie und ihre Kinder in dieser Nacht, und sie starb, drei Jubiläen und eine Jahrwoche und ein Jahr alt, in dieser Nacht, und ihre beiden Söhne Esau und Jakob begruben sie in der Doppelhöhle nahe bei Sara, der Mutter ihres Vaters.
1 Und im 6. Jahre dieser Jahrwoche rief Isaak seine beiden Söhne Esau und Jakob, und sie kamen zu ihm, und er sprach zu ihnen: Meine Kinder, ich werde den Weg meiner Väter gehen, in das Haus der Ewigkeit, wo meine Väter sind. 2 Begrabt mich nun nahe bei meinem Vater Abraham in der Doppelhöhle auf dem Felde des Hethiters Ephron, die Abraham zu einem Grabdenkmal erworben hat; dort in dem Grabe, das ich mir selbst gegraben habe, dort begrabt mich! 3 Und dies gebiete ich euch, meine Kinder, dass ihr Gerechtigkeit und Recht übt auf der Erde, auf dass Gott alles über euch kommen lasse, wie Gott es dem Abraham und seinem Samen zu tun versprochen hat. 4 Und liebt, meine Söhne, untereinander eure Brüder, wie einer sich selbst liebt, und sucht einer dem anderen Gutes zu tun und gemeinsam zu handeln auf der Erde, und sie sollen sich untereinander lieben wie sich selbst. 5 Und in betreff der Götzen gebiete ich euch und ermahne ich euch, dass ihr sie verwerft und sie hasst und dass ihr sie nicht liebt; denn von Verführung voll sind sie für die, welche ihnen dienen, und für die, welche sie anbeten. 6 Gedenkt, meine Söhne, des Herrn, des Gottes Abrahams, eures Vaters, und wie auch ich ihn verehrt und ihm gedient habe in Gerechtigkeit und in Freude, auf dass er euch zahlreich mache und euren Samen anwachsen lasse wie die Sterne des Himmels an Menge und euch pflanze im Land als eine Pflanze der Gerechtigkeit, die nicht ausgerottet wird für alle Geschlechter in Ewigkeit. 7 Jetzt aber beschwöre ich euch mit einem großen Schwure denn es gibt keinen größeren Schwur als diesen! bei dem gelobten, geehrten, großen, glänzenden, wunderbaren und mächtigen Namen, der Himmel und Erde und alles zusammen gemacht hat: dass ihr ihn fürchtet und ihm dienet, 8 und dass ein jeglicher seinen Bruder liebe in Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, und keiner dem anderen Böses wünsche von jetzt an bis in Ewigkeit alle Tage eures Lebens, damit ihr Glück habt in all eurem Tun und nicht umkommt. 9 Und wenn einer von euch wider seinen Bruder nach Bösem trachtet, so wisset von jetzt ab, dass jeder, der wider seinen Bruder nach Bösem trachtet, in seine Hand fallen und aus dem Lande der Lebendigen hinweggetilgt werden wird, und dass auch sein Name unter dem Himmel untergehen wird. 10 Und am Tage der Verwirrung und des Fluchs und des Grimms und des Zorns, dann wird er in brennendem, verzehrendem Feuer, wie er Sodom verbrannt hat, so sein Land und seine Stadt und alles, was sein ist, verbrennen, und er wird ausgetilgt werden aus dem Buche der Ermahnung der Menschenkinder und wird nicht aufgezeichnet werden im Buche des Lebens, sondern in dem der zum Untergange Bestimmten, und wird entweichen zum ewigen Fluche, damit für jeden Tag ihr Gericht in Schmach und in Fluch und in Zorn und in Qual und in Grimm und in Plage und in Krankheit ewiglich erneuert werde. 11 Ich sage und bezeuge euch, meine Söhne, wie das künftige Gericht über den Menschen stattfinden wird, der an seinem Bruder Unrecht tun will. 12 Und er teilte an diesem Tage allen Besitz, den der hatte, unter die beiden und er gab den größeren Teil dem, der zuerst geboren war, und zwar: den Turm und seine ganze Umgebung und alles, was Abraham bei dem Brunnen des Schwurs erworben hatte. 13 Und er sprach: Diesen größeren Teil mache ich groß dem, der zuerst geboren ist. 14 Und Esau sprach: Ich habe mein Erstgeburtsrecht dem Jakob verkauft und dem Jakob gegeben. Und es wird ihm gegeben, und ich habe gar kein Wort darüber zu sagen; denn es gehört ihm. 15 Und Isaak sprach: Auf euch ruhe Segen, o meine Söhne, und auf eurem Samen an diesem Tage! Denn ihr habt mich beruhigt, und mein Herz ist nicht mehr betrübt in betreff der Erstgeburt, dass du nämlich ihretwegen kein Unrecht tun willst. 16 Gott, der Höchste, segne den Mann, der Gerechtigkeit übt, ihn und seinen Samen bis in Ewigkeit! 17 Und er hörte auf, ihnen zu gebieten und sie zu segnen, und sie aßen und tranken zusammen vor ihm, und er freute sich, dass Einigkeit unter ihnen war, und sie gingen fort von ihm und legten sich schlafen an diesem Tag und schliefen. 18 Und Isaak schlief auf seinem Bett an diesem Tag, indem er sich freute. Und er entschlief den ewigen Schlaf und starb 180 Jahre alt; 25 Jahrwochen hatte er vollendet und 5 Jahre. Und seine beiden Söhne, Esau und Jakob, begruben ihn. 19 Und Esau ging nach dem Land Edom auf das Gebirge Seir und wohnte dort. 20 Und Jakob wohnte auf dem Gebirge Hebron, im Turme des Landes der Fremdlingschaft seines Vaters Abraham, und er diente Gott mit seinem ganzen Herzen und gemäß den sichtbaren Geboten, ... 21 Und sein Weib Lea starb im 4. Jahre der 2. Jahrwoche des 45. Jubiläums, und er begrub sie in der Doppelhöhle nahe bei seiner Mutter Rebeka zur Linken des Grabes der Sara, der Mutter seines Vaters. 22 Und es kamen alle ihre Söhne und seine Söhne, um Lea, sein Weib, mit ihm zu beweinen und ihn über sie zu trösten, da er sie beklagte. 23 Denn er liebte sie gar sehr, seitdem ihre Schwester Rahel gestorben war, weil sie vollkommen war und recht auf allen ihren Wegen und Jakob ehrte. Und in allen Tagen, die sie mit ihm lebte, hörte er kein raues Wort aus ihrem Munde, sondern sie besaß Milde und Frieden und Recht und Ehre. 24 Und er gedachte aller ihrer Taten, die sie bei ihren Lebzeiten getan, und beklagte sie sehr, denn er liebte sie mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele.
Esau und seine Söhne ziehen in den Kampf gegen Jakob.
1 Und an dem Tag, an dem Isaak, der Vater Jakobs und Esaus, starb, hörten die Söhne Esaus, dass Isaak dem Jakob, seinem jüngeren Sohne, das Erstgeburtsrecht gegeben habe, und sie wurden sehr zornig. 2 Und sie stritten mit ihrem Vater, indem sie sprachen: Warum hat dein Vater, während du doch der Ältere bist, und während Jakob jünger ist, dem Jakob das Erstgeburtsrecht gegeben und dich übergangen? 3 Und er sprach zu ihnen: Weil ich selbst dem Jakob mein Erstgeburtsrecht um ein geringes Linsengericht verkauft habe. Und an dem Tag, an dem mich mein Vater ausschickte, zu jagen und etwas zu fangen und ihm zu bringen, damit er esse und mich segne, da kam er listiger Weise und brachte meinem Vater Speise und Trank, und mein Vater segnete ihn und mich tat er unter seine Hand. 4 Jetzt aber hat uns unser Vater schwören lassen, mich und ihn, dass wir untereinander nicht nach Bösem trachten sollen, einer wider den anderen, und dass wir in gegenseitiger Liebe und in Frieden seien, einer mit dem andern, und unsere Wege nicht verderben sollen. 5 Und sie sprachen zu ihm: Wir werden nicht auf dich hören, Frieden mit ihm zu halten; denn unsere Macht ist stärker als seine Macht, und wir sind stärker als er. Wir werden gegen ihn ziehen und ihn töten und ihn vernichten, ihn und seine Söhne. Und wenn du nicht mit uns ziehst, werden wir auch dir Übles antun. 6 Jetzt aber höre auf uns: wir wollen nach Aram schicken und zu den Philistern und nach Moab und nach Ammon und wollen uns auserlesene Leute erwählen, die mutig im Kampfe sind, und wollen gegen ihn ziehen und mit ihm streiten und ihn aus dem Lande hinwegtilgen, ehe er Macht gewinnt. 7 Und ihr Vater sprach zu ihnen: Zieht nicht aus und führt nicht Krieg mit ihm, damit ihr nicht vor ihm fallet. 8 Und sie sprachen zu ihm: Das ist ja gerade dein Tun von deiner Jugend an bis auf diesen Tag, und du bringst deinen Nacken unter sein Joch; wir aber werden nicht auf diese Rede hören! 9 Und sie schickten nach Aram und zu Aduram, dem Freunde ihres Vaters, und warben bei ihnen 1000 streitbare Leute, kampftüchtige und auserlesene, an. 10 Und es kamen zu ihnen aus Moab und von den Kindern Ammon, die angeworben waren, 1000 Auserlesene und von den Philistern 1000 auserlesene Kämpen und aus Edom und von den Choräern 1000 auserlesene Streiter und von den Hethitern starke, kampftüchtige Mannen. 11 Und sie sprachen zu ihrem Vater: Zieh aus mit ihnen und führe sie; wo nicht, so werden wir dich töten! 12 Und er ward voller Zorn und Grimm, als er sah, wie ihn seine Söhne mit Gewalt zwingen wollten, dass er voranziehe, sie gegen seinen Bruder Jakob zu führen. 13 Und darauf gedachte er all des Bösen, das in seinem Herzen gegen seinen Bruder Jakob verborgen war, und gedachte nicht mehr des Schwurs, den er seinem Vater und seiner Mutter geschworen hatte, nämlich dass er alle seine Tage nach keinerlei Bosheit wider seinen Bruder Jakob trachten wolle. 14 Und bei alledem wusste Jakob nicht, dass sie wider ihn zum Streite kamen, sondern er betrauerte sein Weib Lea, bis sie mit 4000 kampftüchtigen Leuten und auserlesenen Streitern ganz nahe an den Turm herangekommen waren. 15 Und die Leute von Hebron schickten zu ihm, indem sie sagten: Siehe, dein Bruder ist gegen dich herangekommen, dich zu bekämpfen, mit 4000 Mann, die mit Schwertern gegürtet sind und Schilde und Waffen tragen. Weil sie Jakob mehr liebten als Esau, sagten sie es ihm; denn Jakob war ein milderer und barmherzigerer Mann als Esau. 16 Aber Jakob glaubte es nicht, bis sie ganz in die Nähe des Turms gerückt waren. 17 Und er verschloss die Tore des Turms und trat auf die Zinne und redete mit seinem Bruder Esau und sprach: Ein schöner Trost, mit dem du gekommen bist, mich zu trösten über mein Weib, das gestorben ist! Ist das der Schwur, den du deinem Vater und deiner Mutter zweimal geschworen hast, ehe sie starben? Du hast den Schwur gebrochen und in der Stunde, da du deinem Vater geschworen hast, bist du gerichtet! 18 Und zur selben Zeit hob Esau an und sprach zu ihm: Nicht schwören die Menschenkinder und die Tiere des Feldes einen Schwur, den sie geschworen haben, bis in alle Ewigkeit; sondern an jedem Tag trachten sie einer gegen den andern nach Bösem und darnach, wie ein jeder seinen Hasser und Widersacher töte! 19 Und auch du hassest mich und meine Söhne bis in Ewigkeit, und mit dir ist keine Bruderliebe zu halten. 20 Höre dieses mein Wort, das ich zu dir rede: Wenn das Schwein seine Haut ändert und auch seine Borsten zart macht wie Wolle, und wenn es auf seinem Kopfe Hörner sprossen lässt wie die Hörner des Hirsches und der Schafe, dann werde ich mit dir Bruderliebe halten; die Brüste sind getrennt von ihrer Mutter, denn du bist mir nicht Bruder gewesen. 21 Und wenn die Wölfe Frieden machen mit den Lämmern, dass sie sie nicht fressen und dass sie ihnen kein Leid antun, und wenn ihre Herzen in ihnen nur darauf gerichtet sind, einander Gutes zu tun, dann wird in meinem Herzen gegen dich Friede sein. 22 Und wenn der Löwe der Freund des Stieres wird und wenn er sich mit ihm an ein Joch spannen lässt und mit ihm pflügt, dann werde ich mit dir Frieden machen. 23 Und wenn Raben weiß werden wie der Rasa, dann wisse, dass ich dich wieder liebgewonnen habe und mit dir Frieden machen werde. Du sollst hinweggetilgt werden, und deine Söhne sollen hinweggetilgt werden, und du sollst keinen Frieden haben! 24 Und als Jakob sah, dass er ihm von Herzen übel wollte und von seiner ganzen Seele, ihn zu töten, und dass er gekommen war, springend wie ein Wild, das in die Lanze fährt, die es durchbohrt und tötet, und nicht vor ihr flieht, 25 da sagte er zu den Seinen und zu seinen Knechten, dass sie ihn und alle seine Genossen angreifen sollten.
Der Kampf zwischen Esau und Jakob am Turme zu Hebron.
1 Und darauf redete Juda mit seinem Vater Jakob und sprach zu ihm: Spanne, Vater, deinen Bogen und entsende deine Pfeile und durchbohre den Feind und töte den Widersacher, und mögest du die Kraft dazu haben; denn wir werden deinen Bruder nicht töten ... 2 Alsbald spannte Jakob seinen Bogen und entsandte einen Pfeil und durchbohrte seinen Bruder Esau an seiner rechten Brustwarze und streckte ihn nieder. 3 Und wiederum entsandte er einen Pfeil und traf den Aramäer Adoran an seiner linken Brustwarze und vertrieb ihn und tötete ihn. 4 Und darnach zogen die Söhne Jakobs aus, sie und ihre Knechte, indem sie sich auf die vier Seiten des Turms verteilten. 5 Und Juda zog zuvörderst aus und Naphthali und Gad mit ihm und 50 Knappen mit ihm auf der Südseite des Turms, und sie töteten jeden, den sie vor sich trafen, und keiner entkam ihnen, auch nicht einer. 6 Und Levi und Dan und Asser zogen aus auf der Ostseite des Turms und 50 Mann mit ihnen, und sie töteten die Kämpfer von Moab und Ammon. 7 Und Ruben und Isaschar und Sebulon zogen aus auf der Nordseite des Turms und 50 Mann mit ihnen, und sie töteten die Streiter der Philister. 8 Und Simeon und Benjamin und Henoch, der Sohn Rubens, zogen aus auf der Westseite des Turms und 50 Mann mit ihnen, und sie töteten von Edom und den Choräern 400 starke und kampftüchtige Männer. Und sechshundert Mann flohen, und die vier Söhne Esaus flohen mit ihnen und ließen ihren Vater tot liegen, wie er gefallen war, auf dem Hügel, der in Aduram ist. 9 Und die Söhne Jakobs jagten hinter ihnen her bis zum Gebirge Seir. Jakob aber begrub seinen Bruder auf dem Hügel, der in Aduram ist, und kehrte nach Hause zurück. 10 Und die Söhne Jakobs bedrängten die Kinder Esaus auf dem Gebirge Seir und beugten ihren Hals, dass sie den Söhnen Jakobs Knechte würden. 11 Und sie schickten zu ihrem Vater, ob sie Frieden mit ihnen machen oder sie töten sollten. 12 Und Jakob schickte zu seinen Söhnen, sie sollten Frieden machen. Und sie machten Frieden mit ihnen und legten ihnen das Joch der Knechtschaft auf, dass sie Jakob und seinen Söhnen alle Tage Tribut zahlen sollten. 13 Und sie zahlten Jakob dauernd Tribut bis auf den Tag, da er nach Ägypten hinabzog. 14 Und die Söhne Edoms sind nicht abgefallen von dem Joche der Knechtschaft, das ihnen die zwölf Söhne Jakobs auferlegt haben, bis auf diesen Tag.
(Gen. 36, 3139).15 Und dies sind die Könige, die in Edom herrschten, bevor ein König über die Kinder Israels herrschte, bis auf diesen Tag, im Land Edom. 16 Und es herrschte in Edom Balak, der Sohn des Beor, und der Name seiner Hauptstadt war Dinhaba. 17 Und es starb Balak, und es ward König an seiner Statt Jobab, der Sohn des Serah von Bosra. 18 Und es starb Jobab, und es ward König an seiner Statt Husam vom Gebirge Theman. 19 Und es starb Husam, und es ward König an seiner Statt Hadad, der Sohn des Barad, der auf dem Gefilde von Moab die Midianiter schlug; und der Name seiner Hauptstadt war Awith. 20 Und es starb Hadad, und es wurde König an seiner Statt Salman von Masreka. 21 Und es starb Salman, und es wurde König an seiner Statt Saul von Nehoboth am Flusse. 22 Und es starb Saul, und es wurde König an seiner Statt Baal-hanan, der Sohn des Achbor. 23 Und es starb Baal-hanan, und es wurde König an seiner Statt Adat, und der Name seines Weibes war Mehetabeel, die Tochter der Matred, der Tochter Mesahabs. 24 Dies sind die Könige, die im Land Edom geherrscht haben.
Josephs Dienst bei Potiphar, seine Keuschheit und Gefängnis
(Gen. 39).1 Und Jakob wohnte in dem Lande der Fremdlingschaft seines Vaters, dem Lande Kanaan. 2 Dies sind die Geschlechter Jakobs. Und sie führten den Joseph im Alter von 17 Jahren nach Ägypten hinab, und Potiphar, der Eunuch des Pharao, der Oberkoch, kaufte ihn. 3 Und er setzte Joseph über sein Haus, und es war der Segen Gottes in dem Hause des Ägypters um Josephs willen, und alles, was er tat, ließ Gott ihm wohl gelingen. 4 Und der Ägypter überließ dem Joseph alles; denn er sah, dass Gott mit ihm war und dass Gott ihm alles, was er tat, wohlgelingen ließ. 5 Und Joseph war schön von Angesicht, und gar hübsch war sein Angesicht, und das Weib seines Herrn hob ihre Augen auf und sah Joseph und gewann ihn lieb und bat ihn, dass er ihr beiwohnen möge. 6 Er aber gab sich ihr nicht hin; und er gedachte an Gott und an die Worte, die sein Vater Jakob aus den Worten Abrahams zu lesen pflegte, dass keiner von den Menschen huren dürfe mit einem Weibe, dass einen Mann hat, und dass für ihn im Himmel vor Gott dem Höchsten die Todesstrafe festgesetzt sei, und die Sünde in betreff seiner in den Büchern aufgezeichnet werde, die für ewig zu allen Zeiten vor Gott sind. 7 Und Joseph gedachte dieser Worte und wollte ihr nicht beiwohnen. 8 Und sie bat ihn ein Jahr lang; aber er weigerte sich und wollte ihr nicht gehorchen. 9 Und sie umarmte ihn und fasste ihn im Hause, um ihn zu zwingen, dass er ihr beiwohne. Und sie verschloss die Haustür und fasste ihn; und er ließ sein Kleid in ihrer Hand und zerbrach den Riegel und entkam vor ihr nach draußen. 10 Und als jenes Weib sah, dass er ihr nicht beiwohnen werde, verleumdete sie ihn bei seinem Herrn, indem sie sprach: Mich hat dein hebräischer Sklave, den du liebst, zwingen wollen, dass er mir beiwohne, und als ich meine Stimme erhob, da floh er und ließ sein Kleid in meiner Hand, als ich ihn fasste, und zerbrach den Riegel. 11 Und der Ägypter sah das Kleid Josephs und den Riegel zerbrochen und hörte auf die Rede seines Weibes und warf Joseph in das Gefängnis, an den Ort, wo sich die Gefangenen befanden, die der König gefangen gesetzt hatte. 12 Und er war dort im Gefängnis. Und Gott schenkte Joseph Gnade vor dem Oberwärter des Gefängnisses und Erbarmen vor ihm; denn er sah, dass Gott mit ihm war und dass Gott ihm alles, was er tat, wohlgelingen ließ. 13 Und er überließ ihm alles, und der Oberwärter des Gefängnisses kümmerte sich neben ihm um nichts; denn Joseph machte alles, und Gott vollführte es. Und er blieb hier zwei Jahre.
Joseph deutet zwei Gefangenen ihre Träume
(Gen. 40).14 Und in jenen Tagen ward der Pharao, der König von Ägypten, zornig über zwei seiner Eunuchen, über den Obermundschenk und über den Oberbäcker, und warf sie ins Gefängnis in das Haus des Oberkochs, in das Gefängnis, wo Joseph gefangen gehalten wurde. 15 Und der Oberwärter des Gefängnisses trug Joseph auf, ihnen zu dienen; und er diente vor ihnen. 16 Und es träumten die beiden, der Obermundschenk und der Oberbäcker, einen Traum und sie erzählten ihm dem Joseph. 17 Und wie er ihn ihnen auslegte, so geschah ihnen: den Obermundschenk setzte Pharao wieder in sein Amt ein, aber den Bäcker ließ er töten, wie ihnen Joseph ausgelegt hatte. 18 Und der Obermundschenk vergaß den Joseph im Gefängnis, obgleich er ihm kundgetan hatte, was ihm geschehen werde. Und er dachte nicht daran, dem Pharao kundzutun, wie Joseph ihm gesagt hatte; denn er hatte es vergessen.
Die Träume des Pharao. Josephs Erhöhung
(Gen. 41).1 Und in jenen Tagen träumte der Pharao zwei Träume in einer Nacht in betreff einer Teuerung, die über das ganze Land kommen sollte, und er wachte aus seinem Schlafe auf und rief alle Traumdeuter, die in Ägypten waren, und die Zauberer und sagte ihnen seine beiden Träume; aber sie konnten sie nicht erklären. 2 Und darauf dachte der Obermundschenk an Joseph und erzählte von ihm beim Könige, und der ließ ihn aus dem Gefängnis herausholen und erzählte vor ihm seine beiden Träume. 3 Und er sprach vor dem Pharao, dass seine beiden Träume eins seien, und er sprach zu ihm: Sieben Jahre wird Überfluss eintreten in ganz Ägyptenland und darnach sieben Jahre der Teuerung, dergleichen Teuerung noch nicht gewesen ist auf der ganzen Erde. 4 Jetzt aber verordne der Pharao im ganzen Lande Ägypten ..., und man möge Speise sammeln von Stadt zu Stadt in den Tagen der Jahre des Überflusses, und dann wird Speise vorhanden sein für die sieben Jahre der Teuerung, und das Land wird nicht zu Grunde gehen wegen der Teuerung; denn sie wird sehr heftig sein. 5 Und Gott schenkte Joseph Gnade und Erbarmen vor den Augen des Pharao, und der Pharao sprach zu seinen Dienern: Wir werden keinen so weisen und einsichtigen Mann finden, wie dieser Mann ist; denn der Geist Gottes ist mit ihm. 6 Und er setzte ihn als zweiten in seinem ganzen Reiche ein und machte ihn zum Aufseher in ganz Ägypten und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen, dem des Pharao, fahren. 7 Und er kleidete ihn in ein Kleid von Byssus und legte eine goldene Kette an seinen Hals und ließ vor ihm her verkünden: El, El Wa-abirer. Und er gab ihm einen Ring an seine Hand und machte ihn zum Herrn über sein ganzes Haus und machte ihn groß und sprach zu ihm: Ich bin nicht größer als du, außer allein um den Thron! 8 Und Joseph ward Herr über ganz Ägyptenland, und alle Fürsten des Pharao und alle seine Diener und alle, die die Geschäfte des Königs verrichteten, gewannen ihn lieb. Denn in Rechtschaffenheit wandelte er, und es gab bei ihm keinen Hochmut, noch Überheben, noch Ansehen der Person, noch gab es Annehmen von Geschenken, sondern in Rechtschaffenheit richtete er alle Völker des Landes. 9 Und das Land Ägypten hatte Frieden vor dem Pharao um Joseph willen; denn Gott war mit ihm und gab ihm Gnade und Erbarmen für sein ganzes Geschlecht vor allen, die ihn kannten, und denen, die Kunde von ihm hörten. Und das Reich des Pharao war in Ordnung, und es war kein Widersacher, noch Böser da. 10 Und der König nannte den Namen Josephs Sefantifanes und gab Joseph die Tochter des Potiphar, die Tochter des Priesters von Heliopolis, des Oberkochs, zum Weibe. 11 Und an dem Tage, da Joseph vor dem Pharao stand, war er 30 Jahre alt, als er vor Pharao stand. 12 Und in diesem Jahre starb Isaak. Und es kam, wie Joseph in betreff der Deutung seiner beiden Träume gesagt hatte, demgemäss, wie er es gesagt hatte: es waren sieben Jahre des Überflusses im ganzen Land Ägypten, und das Land Ägypten brachte viel Frucht hervor, ein Maß 1800 Maße. 13 Und Joseph sammelte Speise von Stadt zu Stadt, bis sie voll waren von Getreide, bis man es wegen seiner Menge nicht mehr zählen und messen konnte.
(Gen. 38); seine Reue und Buße.1 Und im 45. Jubiläum, in der 2. Jahrwoche am 2. Tage, nahm Juda für Ger, seinen Erstgeborenen, ein Weib von den Töchtern Arams mit Namen Thamar. 2 Aber er hasste sie und wohnte ihr nicht bei, weil seine Mutter von den Töchtern Kanaans war, und er wollte sich ein Weib vom Stamme seiner Mutter nehmen; aber sein Vater Juda hatte es nicht erlaubt. 3 Und dieser Ger, der Erstgeborene Judas, war böse, und Gott tötete ihn. 4 Und Juda sprach zu Onan, dessen Bruder: Gehe ein zum Weibe deines Bruders und vollziehe die Schwangerehe mit ihr und erwecke deinem Bruder Samen. 5 Und Onan wusste, dass der Same nicht sein wäre, sondern seines Bruders und ging hinein in das Haus des Weibes seines Bruders und goss den Samen auf die Erde, und er war böse vor den Augen Gottes, und der tötete ihn. 6 Und Juda sprach zu seiner Schwiegertochter Thamar: Bleibe im Hause deines Vaters als Witwe, bis mein Sohn Sela heranwächst, und ich dich ihm zum Weibe gebe. 7 Und er wuchs heran, aber Bathsua, das Weib Judas, ließ nicht zu, dass ihr Sohn Sela sie heirate; und Bathsua, das Weib Judas, starb im 5. Jahre dieser Jahrwoche. 8 Und im 6. Jahre zog Juda hinauf nach Thimna, um seine Schafe zu scheren; und man sagte zu Thamar: Siehe, dein Schwiegervater zieht herauf nach Thimna, um seine Schafe zu scheren. 9 Und sie legte die Kleider ihrer Witwenschaft ab und legte einen Schleier an und machte sich schön und setzte sich an das Tor auf der Straße nach Thimna. 10 Und während Juda dahinging, traf er sie und hielt sie für eine Hure und sprach zu ihr: Ich will zu dir eingehen! Und sie sprach zu ihm: Komm herein! Und er ging hinein. 11 Und sie sprach zu ihm: Gib mir meinen Buhlenlohn! Und er sprach zu ihr: Ich habe nichts in meiner Hand außer meinem Ring an meinem Finger und meiner Halskette und meinem Stabe, der in meiner Hand ist. 12 Und sie sprach zu ihm: Gib sie mir, bis du mir meinen Buhlenlohn schickst! Und er sprach zu ihr: Ich werde dir einen Ziegenbock schicken! und gab sie ihr, und sie ward schwanger von ihm. 13 Und Juda ging zu seinen Schafen; sie aber ging in das Haus ihres Vaters. 14 Und Juda schickte einen Ziegenbock durch die Hand seines Hirten, eines Adullamiten; doch er fand sie nicht und fragte die Leute der Gegend, indem er sprach: Wo ist die Hure, die hier war? Und sie sprach zu ihm: Es gibt aber hier bei uns keine Hure! 15 Und er kehrte um und zeigte ihm an, dass er sie nicht habe finden können, und sprach zu ihm: Ich habe auch die Leute der Gegend gefragt, doch sie sprachen zu mir: Es gibt aber hier keine Hure! Und er sprach: Sie mag es behalten, damit wir nicht zum Gespötte werden! 16 Und als ihr drei Monate verflossen waren, zeigte es sich, dass sie schwanger war. Und sie sagte es Juda, indem sie sprachen: Siehe, deine Schwiegertochter Thamar ist durch Hurerei schwanger geworden. 17 Und Juda ging in das Haus ihres Vaters und sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brüdern: Führt sie heraus, dass man sie verbrenne, weil sie in Israel etwas Unreines getan hat! 18 Und als man sie herausführte, um sie zu verbrennen, schickte sie ihrem Schwiegervater den Ring und die Halskette und den Stab, indem sie sagen ließ: Siehe zu, wessen dies ist; denn von ihm bin ich schwanger! 19 Und Juda erkannte es und sprach: Thamar ist gerechter als ich, und man soll sie also nicht verbrennen! 20 Und deswegen wurde sie nicht dem Sela gegeben, und er näherte sich ihr nun auch nicht mehr. 21 Und darauf gebar sie zwei Kinder, den Perez und den Serah, im 7. Jahre dieser 2. Jahrwoche. 22 Und darauf gingen die sieben Jahre der Fruchtbarkeit zu Ende, von denen Joseph zum Pharao gesprochen hatte. 23 Und Juda erkannte, dass es eine böse Tat sei, die er getan, weil er seiner Schwiegertochter beigewohnt hatte, und hielt sie für schlecht vor seinen Augen und erkannte, dass er gesündigt und sich vergangen hatte, weil er die Decke seines Sohnes aufgedeckt hatte, und er begann zu klagen und vor Gott wegen seiner Sünde um Gnade zu flehen. 24 Und wir sagten ihm im Traume, dass ihm vergeben werde, weil er so sehr flehte und weil er trauerte und es nicht mehr tat. 25 Und es ward ihm Vergebung, weil er sich von seiner Sünde und von seiner Unwissenheit bekehrte; denn er hatte sich schwer versündigt vor unserem Gott. Und jeder, der so tut, jeder, der seiner Schwiegertochter beiwohnt den soll man mit Feuer verbrennen, dass er darin verbrenne. 26 Du aber gebiete den Kindern Israel, dass keine Unreinheit unter ihnen sein soll. Denn jeder, der seiner Schwiegertochter oder Schwiegermutter beiwohnt, hat eine Unreinheit begangen. Mit Feuer soll man den Mann verbrennen, der ihr beigewohnt hat, und auch das Weib; und er wird dann Zorn und Plage von Israel entfernen. 27 Dem Juda aber haben wir gesagt, dass, weil seine beiden Söhne ihr nicht beigewohnt haben, deshalb sein Same zu einem anderen Geschlecht erweckt wurde, und dass es nicht hinweggetilgt werden wird. 28 Denn in seiner Frömmigkeit war er hingegangen und hatte die Strafe gefordert; denn nach dem Rechte Abrahams, das er seinen Söhnen geboten, hatte sie Juda mit Feuer verbrennen wollen.
Die beiden Reisen der Söhne Jakobs nach Ägypten
(Gen. 42. 43).1 Und im 1. Jahre der 3. Jahrwoche des 45. Jubiläums begann die Unfruchtbarkeit über die Erde zu kommen, und Regen wurde nicht mehr der Erde gegeben; denn nichts kam mehr herab. 2 Und die Erde ward unfruchtbar, und nur im Lande Ägypten gab es Speise, weil Joseph in den sieben Jahren der Fruchtbarkeit Samen für das Land gesammelt und ihn aufbewahrt hatte. 3 Und die Ägypter kamen zu Joseph, dass er ihnen Speise gebe, und er öffnete die Vorratshäuser, wo das Getreide des ersten Jahres war, und verkaufte es den Leuten des Landes um Gold.
4 Und Jakob hörte, dass es in Ägypten Speise gebe, und schickte seine zehn Söhne, dass die ihm Speise in Ägypten holten; den Benjamin aber schickte er nicht mit. Und sie kamen nach Ägypten die zehn Kinder Jakobs mit den Reisenden. 5 Und Joseph erkannte sie, aber sie erkannten ihn nicht. Und er redete mit ihnen und fragte sie und sprach zu ihnen: Seid ihr nicht Spione und gekommen, um die Spur des Landes auszukundschaften? Und er sperrte sie ein. 6 Und darauf ließ er sie wieder frei und behielt allein den Simeon und seine neun Brüder entließ er. 7 Und er füllte ihre Säcke mit Getreide und legte ihnen auch ihr Geld in ihre Säcke, ohne dass sie es wussten. 8 Und er gebot ihnen, dass sie ihren jüngsten Bruder bringen sollten; denn sie hatten ihm gesagt, dass ihr Vater und ihr jüngster Bruder noch am Leben seien. 9 Und sie zogen aus dem Lande Ägypten hinauf und kamen in das Land Kanaan und erzählten ihrem Vater alles, was sie betroffen hatte, und wie der Fürst des Landes hart mit ihnen geredet und Simeon gefangen gesetzt habe, bis sie ihm den Benjamin brächten. 10 Und Jakob sprach: Ihr habt mich also kinderlos gemacht: Joseph ist nicht mehr, und auch Simeon ist nicht mehr, und auch Benjamin wollt ihr mir nehmen über mich also ist eure Schlechtigkeit gekommen! 11 Und er sprach: Mein Sohn wird nicht mit euch ziehen; vielleicht könnte er krank werden. Denn zwei hat ihre Mutter geboren: der eine ist umgekommen, und auch diesen wollt ihr mir nehmen? Vielleicht könnte er auf dem Wege das Fieber bekommen, und dann würdet ihr mein Greisenalter in Kummer zum Tode bringen. 12 Denn er sah, dass ihr Geld zurückgekommen war einem jeden in seinem Bündel, und darum fürchtete er sich, ihn zu entsenden. 13 Die Teuerung aber ward groß und heftig im Lande Kanaan und auf der ganzen Erde außer im Lande Ägypten. Denn viele von den Ägyptern hatten ihren Samen gesammelt zur Speise, seitdem sie gesehen, dass Joseph den Samen sammelte und in die Vorratskammern legte und für die Jahre der Teuerung bewahrte. 14 Und die Leute von Ägypten nährten sich so im ersten Jahr ihrer Teuerung. 15 Und als Israel sah, dass die Teuerung gar stark wurde im Lande, und dass es keine Rettung gab, sprach er zu seinen Kindern: Geht wiederum hin und holt uns Speise, damit wir nicht sterben! 16 Und sie sprachen: Wir werden nicht gehen; wenn unser jüngster Bruder nicht mit uns kommt, werden wir nicht gehen! 17 Und Israel sah, dass sie, wenn er ihn nicht mit ihnen schickte, vor der Teuerung alle umkommen würden. 18 Und Ruben sprach: Gib mir ihn in meine Hand! Und wenn ich ihn dir nicht zurückbringe, so töte meine beiden Söhne für seine Seele! Und er sprach zu ihm: Er wird nicht mit dir gehen. 19 Und Juda trat heran und sprach: Schicke ihn mit mir! Und wenn ich ihn dir nicht zurückbringe, so will ich alle Tage meines Lebens vor dir ein Bösewicht sein! 20 Und er schickte ihn mit ihnen im 2. Jahre dieser Jahrwoche, am ersten Tage des Monats. 21 Und sie kamen und traten hin vor Joseph, und er sah seinen Bruder Benjamin und erkannte ihn und sprach zu ihnen: Ist dies euer jüngster Bruder? Und sie sprachen zu ihm: Er ist es. Und er sprach: Gott sei dir gnädig, mein Sohn! 22 Und er schickte ihn in sein Haus und auch Simeon brachte er zu ihnen heraus und machte ihnen ein Mahl, und sie überreichten ihm das Geschenk, das sie in ihren Händen mitgebracht hatten. 23 Und sie aßen vor ihm, und er gab ihnen allen einen Teil; und das Teil Benjamins war siebenmal größer als die Teile aller andern. 24 Und sie aßen und tranken und standen auf und blieben bei ihren Eseln. 25 Und Joseph ersann einen Plan, wodurch er ihre Gedanken erkennte, ob Friedensgedanken unter ihnen herrschten. Und er sprach zu seinem Hausverwalter: Fülle ihnen alle ihre Säcke mit Korn und auch ihr Geld gib ihnen wieder in ihre Behälter und meinen Becher, aus dem ich trinke, den silbernen Becher, lege in den Sack des Jüngsten und entlasse sie!
Die letzte Prüfung für die Brüder Josephs. Joseph gibt sich seinen Brüdern zu erkennen
(Gen. 44. 45).1 Und er tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und füllte ihnen ihre Säcke ganz mit Speise und auch ihr Geld legte er in ihre Säcke und den Becher legte er in den Sack Benjamins. 2 Und früh am Morgen zogen sie aus; und als sie von dort weggegangen waren, da sprach Joseph zu seinem Hausverwalter: Jage ihnen nach, lauf und schilt sie, indem du sprichst: Gutes habt ihr ja mit Bösem vergolten; ihr habt ja den silbernen Becher gestohlen, aus dem mein Herr trinkt! Und bringe mir ihren jüngsten Bruder zurück und führe ihn eilends her, ehe ich hinausgehe zu meinem Amtshause. 3 Und er lief ihnen nach und sprach zu ihnen gemäß dieser Rede. 4 Und sie sprachen zu ihm: Das sei fern von deinen Knechten! Sie tun doch ein solches Ding nicht und stehlen keinerlei Habe aus dem Hause deines Herrn; und auch das Geld, das wir das erste Mal in unseren Säcken fanden, haben wir, deine Knechte, aus dem Lande Kanaan zurückgebracht. 5 Wie sollten wir nun irgendwelche Habe stehlen? Siehe, hier sind sowohl wir wie unsere Säcke; suche nach, und wo du den Becher im Sacke irgendeines von uns findest, der soll getötet werden, und wir sowohl, wie unsere Esel wollen deinem Herrn dienen! 6 Und er sprach zu ihnen: Nicht so! Bei wem ich ihn finde, den allein werde ich als Sklaven mitnehmen; ihr aber könnt in Frieden nach Hause ziehen. 7 Und indem er in ihren Geräten nachsuchte, begann er beim Ältesten und endete beim Jüngsten, und der Becher ward im Sacke Benjamins gefunden. 8 Und sie zerrissen ihre Kleider und packten ihre Esel und kehrten in die Stadt zurück und kamen in das Haus Josephs und fielen alle vor ihm nieder auf ihr Antlitz zu Boden. 9 Und Joseph sprach zu ihnen: Ihr habt Böses getan! Und sie sprachen: Was sollen wir sagen und womit sollen wir uns verteidigen? Unser Herr hat die Sünde seiner Knechte gefunden: Siehe, wir sind die Knechte unseres Herrn und auch unsere Esel. 10 Und Joseph sprach zu ihnen: Ich fürchte Gott; geht ihr nach euren Häusern. Aber euer Bruder soll ein Knecht sein, denn ihr habt Böses getan! Wisst ihr nicht, dass einer Gefallen hat an seinem Becher wie ich an diesem Becher, und den habt ihr mir gestohlen? 11 Und Juda sprach: Auf mir, o Herr! Möge ich, dein Knecht, ein Wort reden dürfen zu Ohren meines Herrn! Zwei Brüder hat seine Mutter deinem Knecht, unserem Vater, geboren. Der eine ist fortgegangen und verloren und nicht wiedergefunden; und er ist nun allein noch übrig von seiner Mutter, und daher liebt ihn auch dein Knecht, unser Vater, sein Leben aber ist an das Leben dieses Knaben gebunden. 12 Und wenn wir zu deinem Knecht, unserem Vater, kommen, und wenn dann der Jüngling nicht bei uns ist, so wird er sterben, und wir werden unseren Vater durch Trauer vernichten bis zum Tode. 13 Ich aber, dein Knecht, will anstatt des Knaben als Knecht meines Herrn bleiben; und der Jüngling möge mit seinen Brüdern gehen, denn ich habe mich für ihn bei deinem Knecht, unserem Vater, verbürgt. Und wenn ich ihn nicht zurückbringe, wird dein Knecht unserem Vater alle Zeit schuldig sein!
14 Und Joseph sah, dass sie alle untereinander ein gleiches Herz für das Gute hatten, und er konnte nicht mehr an sich halten und sagte ihnen, dass er Joseph sei. 15 Und er redete mit ihnen in hebräischer Zunge und fasste sie um den Hals und weinte; aber sie erkannten ihn nicht und fingen an zu weinen. 16 Und er sprach zu ihnen: Weinet nicht um meinetwegen! Eilt und bringt meinen Vater zu mir ... 17 Denn siehe, dies ist das zweite Jahr der Teuerung, und es sind noch fünf Jahre, dass es keine Ernte und keine Frucht der Bäume und kein Ackern gibt. 18 Kommt eilends herab, ihr und eure Häuser, damit ihr durch die Teuerung nicht umkommt und euch um euren Besitz nicht zu sorgen braucht; denn um Vorsorge zu treffen, hat mich Gott euch vorausgeschickt, damit viel Volk am Leben bleibe. 19 Und berichtet meinem Vater, dass ich noch am Leben bin; und auch ihr, siehe, ihr seht, dass Gott mich eingesetzt hat zum Vater des Pharao, und damit ich in seinem Haus und über das ganze Land Ägypten herrsche. 20 Und berichtet meinem Vater alle meine Herrlichkeit und alles, wie Gott mir Reichtum und Herrlichkeit gegeben hat. 21 Und er gab ihnen nach dem Worte des Mundes des Pharao Wagen und Zehrung für den Weg und er gab ihnen allen farbige Kleider und Silber. 22 Und auch ihrem Vater schickte er Kleider und Silber und zehn Esel, die Getreide trugen, und entließ sie. 23 Und sie zogen hinauf und berichteten ihrem Vater, dass Joseph noch am Leben sei und dass er allen Völkern der Erde Getreide zumesse und über das ganze Land Ägypten herrsche. 24 Und ihr Vater glaubte es nicht; denn er war erschrocken in seinen Gedanken. Und darauf sah er die Wagen, die Joseph geschickt hatte, und sein Geist gewann neues Leben, und er sprach: Es ist genug für mich, wenn Joseph am Leben ist! Ich will hinabziehen und ihn sehen, ehe ich sterbe.
Jakobs Reise nach Ägypten. Verzeichnis seiner Nachkommen
(Gen. 46, 127).1 Und Israel machte sich auf von Haran, aus seinem Hause, am Neumonde des 3. Monats und zog auf dem Wege zum Schwurbrunnen und brachte dem Gotte seines Vaters Isaak am 7. dieses Monats Opfer dar. 2 Und Jakob gedachte des Traums, den er in Bethel geträumt hatte, und fürchtete sich, nach Ägypten hinabzuziehen. 3 Und indem er daran dachte, zu Joseph zu schicken, dass er zu ihm kommen möge, und dass er nicht selbst hinabziehen wolle, blieb er dort sieben Tage, ob er ein Gesicht sähe, ob er bleiben oder ob er hinabziehen solle. 4 Und er feierte das Fest der Ernte, der Erstlingsfrüchte, von altem Getreide, da es im ganzen Lande Kanaan keine einzige Handvoll Samen im Lande gab; denn dies war eine Teuerung für alle Tiere, für das Vieh und für die Vögel und auch für die Menschen.
5 Und am 16. Tag erschien ihm Gott und sprach zu ihm: Jakob, Jakob! Und er sprach: Hier bin ich! Und er sprach zu ihm: Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaak! Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn zu einem großen Volke werde ich dich dort machen. 6 Ich werde mit dir hinabziehen und werde dich führen, und in diesem Lande wirst du begraben werden, und Joseph wird seine Hand auf deine Augen legen. Fürchte dich nicht, ziehe hinab nach Ägypten! 7 Und sie machten sich auf, seine Kinder und die Kinder seiner Kinder, und sie luden ihren Vater und ihre Habe auf die Wagen. 8 Und Israel machte sich auf vom Schwurbrunnen am 16. dieses 3. Monats und zog nach Ägyptenland. 9 Und Israel schickte den Juda vor sich her zu seinem Sohne Joseph, damit er das Land Gosen besehe; denn dorthin, hatte Joseph seinen Brüdern gesagt, sollten sie kommen, dort zu wohnen, damit sie ihm nahe wären. 10 Dies aber war ein gutes Land im Land Ägypten für alle und auch für das Vieh und nahe bei ihm. 11 Und dies sind die Namen der Söhne Jakobs, die mit ihrem Vater Jakob nach Ägypten zogen: 12 Ruben, der Erstgeborene Israels, und dies sind die Namen seiner Söhne: Hanoch, Pallu, Hezron, Karmi 5. 13 Simeon und seine Söhne; und dies sind die Namen seiner Söhne: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar, Saul, der Söhne der ... 7. 14 Levi und seine Söhne; und dies sind die Namen seiner Söhne: Gerson, Kahath und Merari 4. 15 Juda und seine Söhne; und dies sind die Namen seiner Söhne: Sela, Perez und Serah 4. 16 Isaschar und seine Söhne; und dies sind die Namen seiner Söhne: Thola, Pua, Jasub und Simron 5. 17 Sebulon und seine Söhne; und dies sind die Namen seiner Söhne: Sered, Elon und Jahleel 4. 18 Und dies sind die Söhne Jakobs mit ihren Söhnen, die Lea dem Jakob in Mesopotamien geboren hatte, 6 und eine Tochter, Dina, ihre Schwester. Und alle Seelen der Söhne Leas und ihrer Söhne, die mit ihrem Vater Jakob nach Ägypten kamen, waren 29, und ihr Vater Jakob dazu; so waren es 30. 19 Und die Söhne der Silpa, der Magd Leas, des Weibes Jakobs, die dem Jakob Gad und Asser gebar. 20 Und dies sind die Namen seiner Söhne, die mit ihm nach Ägypten kamen; die Söhne Gads: Sephjon, Haggi, Suni, Ezbon, ..., Aroli und Arodi 8. 21 Und die Söhne Assers: Jimna, Jisva, ..., Bria und ihre eine Schwester Serah 6. 22 Alle Seelen: 14; und es waren alle Kinder der Lea 44. 23 Und die Söhne der Rahel, des Weibes Jakobs, waren Joseph und Benjamin. 24 Und dem Joseph wurden in Ägypten, ehe sein Vater nach Ägypten kam, Söhne geboren, die ihm Asnath, die Tochter Potiphars, des Priesters von Heliopolis, gebar: Manasse und Ephraim 3. 25 Und die Söhne Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, Muppim, Huppim und Ard 11. 26 Und es waren alle Seelen der Kinder Rahels 14. 27 Und die Kinder der Bilha, der Magd Rahels, des Weibes Jakobs, die sie Jakob gebar, waren Dan und Naphthali. 28 Und dies sind die Namen ihrer Söhne, die mit ihnen nach Ägypten kamen; und die Söhne Dans: Husim, Samon, Asudi, Jaka und Salomon 6. 29 Und sie starben in demselben Jahre, da sie in Ägypten ankamen, und es blieb dem Dan nur Husim. 30 Und dies sind die Namen der Söhne Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer, Sillem und Iw. 31 Und es starb Iw in Ägypten, er, der nach dem ersten Jahre der Teuerung geboren war. 32 Und es waren alle Seelen der Kinder Rahels 26. 33 Und alle Seelen der Kinder Jakobs, die nach Ägypten kamen, waren 70 Seelen. Und dies sind nun seine Kinder und die Kinder seiner Kinder, alle zusammen 70; und fünf, die in Ägypten starben, ehe sie heirateten und ohne Kinder zu haben. 34 Und im Lande Kanaan waren dem Juda zwei seiner Söhne gestorben, Ger und Onan, ohne Kinder zu haben. Und die Kinder Israel begruben die, welche umkamen, und sie wurden unter die siebzig Leute gerechnet.
(Gen. 46, 28 ff.). Die Verwaltung Ägyptens durch Joseph.1 Und Israel kam nach Ägyptenland in das Land Gosen am Neumonde des 4. Monats im 2. Jahre der 3. Jahrwoche des 45. Jubiläums. 2 Und Joseph kam seinem Vater Jakob entgegen im Lande Gosen und fiel seinem Vater um den Hals und weinte. 3 Und Israel sprach zu Joseph: Jetzt will ich sterben, nachdem ich dich gesehen habe; und jetzt auch sei gepriesen der Herr, der Gott Israels, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks, der seinem Knechte Jakob seine Gnade und sein Erbarmen und seine Gnade nicht vorenthalten hat. 4 Es ist mir genug, dass ich dein Antlitz gesehen habe bei meinen Lebzeiten. Ja, wahrhaftig ist das Gesicht, das ich in Bethel gesehen habe; gepriesen sei der Herr, mein Gott, in alle Ewigkeit, und gepriesen sei sein Name! 5 Und Joseph und seine Brüder aßen vor ihrem Vater Brot und tranken Wein. Und Jakob freute sich gar sehr, dass er Joseph sah, wie er mit seinen Brüdern vor ihm aß und trank, und er pries den Allschöpfer, der ihn behütet und ihm seine 12 Söhne behütet hatte. 6 Und Joseph gab seinem Vater und seinen Brüdern als Geschenk, dass sie im Lande Gosen wohnten und in Ramses und seiner ganzen Umgebung, worüber er vor Pharao herrschte. Und Israel und seine Söhne wohnten im Lande Gosen, dem besten Teile von Ägypten; Israel aber war 130 Jahre alt, als er nach Ägypten kam. 7 Und Joseph ernährte seinen Vater und seine Brüder und auch ihren Besitz mit Brot, wie es ihnen genügte für die sieben Jahre der Teuerung. 8 Und das Land Ägypten litt durch die Teuerung; und Joseph zog überall das Land Ägypten für den Pharao ein um Korn; und zwar erwarb er Menschen wie Vieh und überhaupt alles dem Pharao. 9 Und die Jahre der Teuerung gingen zu Ende, und Joseph gab den Leuten, die im Lande waren, Samen und Nahrung, damit sie säten im 8. Jahre; denn der Fluss hatte das ganze Land Ägypten überschwemmt. 10 Denn in den 7 Jahren der Teuerung war er nicht gestiegen und hatte nur wenige Örter am Ufer des Flusses überschwemmt; jetzt aber stieg er, und die Ägypter besäten das Land, und es trug viel Getreide in diesem Jahre. 11 Und dieses Jahr war das 1. der 4. Jahrwoche des 45. Jubiläums. 12 Und Joseph nahm von dem Korn, das sie gesät hatten, den fünften Teil für den König und vier Teile ließ er ihnen zur Nahrung und zur Aussaat. Und Joseph machte dies zum Gesetz für das Land Ägypten bis auf diesen Tag. 13 Und Israel lebte im Lande Ägypten 17 Jahre, und es waren alle Tage, die er lebte, drei Jubiläen, 147 Jahre; und er starb im 4. Jahre der 5. Jahrwoche des 45. Jubiläums. 14 Und Israel segnete seine Kinder, ehe er starb, und sagte ihnen alles, was ihnen im Lande Ägypten begegnen würde; und in den letzten Tagen, wie es ihnen da ergehen würde, tat er ihnen kund und segnete sie und gab Joseph zwei Erbteile im Lande. 15 Und er entschlief zu seinen Vätern und wurde in der Doppelhöhle im Lande Kanaan nahe bei seinem Vater Abraham begraben, in dem Grabe, das er sich selbst in der Doppelhöhle im Lande Hebron gegraben hatte. 16 Und er gab alle seine Schriften und die Schriften seiner Väter seinem Sohne Levi, damit er sie bewahre und sie erneuere für seine Söhne bis auf diesen Tag.
Josephs Tod. Jakobs Bestattung zu Hebron
(Gen. 50). Die Bedrückung der Israeliten in Ägypten (Ex. 1).1 Und es geschah, nachdem Jakob gestorben war, wurden die Kinder Israel zahlreich im Lande Ägypten und wurden viele Leute. 2 Und sie waren alle einig in ihrem Sinne, dass einer den andern liebte und dass einer dem andern beistand. Und sie wurden sehr zahlreich und vermehrten sich stark, zehn Jahrwochen lang, alle Tage des Lebens Josephs. Und es war kein Widersacher und nichts Böses alle Tage des Lebens Josephs, die er nach seinem Vater Jakob lebte; denn alle Ägypter ehrten die Kinder Israel alle Tage des Lebens Josephs. 3 Und Joseph starb 110 Jahre alt; und zwar war er 17 Jahre im Lande Kanaan gewesen und zehn Jahre hatte er gedient und drei Jahre im Gefängnisse und 80 Jahre war er unter dem Könige Herr gewesen über das ganze Land Ägypten. 4 Und er starb und alle seine Brüder und jenes ganze Geschlecht. 5 Und er gebot den Kindern Israel, ehe er starb, dass sie seine Gebeine fortführen sollten zur Zeit, wann sie aus dem Lande Ägypten wegziehen würden. 6 Und er ließ sie schwören in betreff seiner Gebeine; denn er wusste, dass die Ägypter sie nicht wieder hinausbringen und im Lande Kanaan begraben würden, weil Makamaron, der König von Kanaan, während er im Lande Assur wohnte, mit dem Könige von Ägypten im Tale kämpfte und ihn dort tötete und hinter den Ägyptern herjagte bis zu dem Tore von Ermon. 7 Und er konnte nicht hineinkommen; denn ein anderer neuer König war über Ägypten zur Herrschaft gelangt, und der war stärker als er. Und er kehrte um nach dem Lande Kanaan, und das Tor Ägyptens ward verschlossen, und keiner kam hinaus und keiner kam herein nach Ägypten. 8 Und Joseph starb im 46. Jubiläum in der 6. Jahrwoche im 2. Jahre, und sie begruben ihn ihm Lande Ägypten, und alle seine Brüder starben nach ihm. 9 Und der König von Ägypten zog aus, um mit dem Könige von Kanaan zu kämpfen, in diesem 47. Jubiläum in der 2. Jahrwoche im 2. Jahre, und die Kinder Israel brachten die Gebeine der Söhne Jakobs alle hinaus außer den Gebeinen Josephs und begruben sie auf dem Felde in der Doppelhöhle im Gebirge. 10 Und die meisten kehrten nach Ägypten zurück; aber einige von ihnen blieben im Gebirge Hebron, und dein Vater Amram blieb bei ihnen. 11 Und der König von Kanaan besiegte den König von Ägypten, und er verschloss das Tor von Ägypten. 12 Und er erdachte einen bösen Plan gegen die Kinder Israel, sie zu plagen, und sprach zu den Ägyptern: 13 Siehe, das Volk der Kinder Israel ist herangewachsen, und sie sind zahlreicher geworden als wir. Wohlan, wir wollen ihnen gegenüber schlau sein, ehe sie zu zahlreich werden, und wollen sie mit Sklavenarbeit plagen, ehe ein Krieg über uns kommt, und ehe sie gegen uns kämpfen. Wenn aber nicht, so werden sie sich mit dem Feinde verbinden und werden aus unserem Land ausziehen; denn ihr Herz und ihr Blick ist nach dem Lande Kanaan gerichtet. 14 Und er setzte Aufseher über sie ein, sie mit Sklavenarbeit zu plagen, und sie erbauten feste Städte für den Pharao, Pithom und Ramses, und bauten alle Mauern und alle Wände, die in den Städten Ägypten eingefallen waren, wieder auf. 15 Und sie unterdrückten sie mit Gewalt; und je mehr Übel sie ihnen taten, desto mehr und desto zahlreicher wurden sie. 16 Und die Ägypter hielten die Kinder Israel für unrein.
(Ex. 2).1 Und in der 7. Jahrwoche im 7. Jahre im 47. Jubiläum kam dein Vater aus dem Lande Kanaan, und du wurdest geboren in der 4. Jahrwoche im 6. Jahre im 48. Jubiläum, welches eine Zeit der Trübsal für die Kinder Israel war. 2 Und der Pharao, der König von Ägypten, erließ ein Gebot über sie, dass man alle ihre männlichen Kinder, die ihnen geboren würden, in den Fluss werfen solle. 3 Und man warf sie hinein, sieben Monate lang, bis zu dem Tage, da du geboren wurdest. Und deine Mutter verbarg dich drei Monate lang, und man machte Anzeige in betreff ihrer. 4 Und sie machte dir ein Kästchen und verklebte es mit Pech und Asphalt und legte es in das Gras um Ufer des Flusses und legte dich hinein sieben Tage. Und deine Mutter kam des Nachts und säugte dich, und bei Tage hütete dich deine Schwester Mirjam vor den Vögeln. 5 Und in jener Zeit kam Tarmut, die Tochter des Pharao, um sich im Flusse zu baden. Und sie hörte deine Stimme, wie du weintest, und sprach zu ihren Hebräerinnen, sie sollten dich bringen; und sie brachten dich zu ihr. 6 Und sie nahm dich aus dem Kasten heraus und hatte Mitleid mit dir. 7 Und deine Schwester sprach zu ihr: Soll ich hingehen und dir eine von den Hebräerinnen rufen, dass sie dir den Knaben pflege und säuge? Und sie sprach: Geh! 8 Und sie ging und rief deine Mutter Jochebed, und sie gab ihr Lohn, und sie pflegte dich. 9 Und darnach, als du herangewachsen warst, führten sie dich in das Haus des Pharao, und du wurdest sein Sohn, und dein Vater Amram lehrte dich die Schrift. Und nachdem du drei Jahrwochen vollendet hattest, brachten sie dich an den Hof des Reichs. 10 Und du warst am Hofe drei Jahrwochen bis zu der Zeit, da du aus dem Hofe des Reichs hinausgingst und den Ägypter sahst, wie er deinen Nächsten von den Kindern Israel schlug. Und du tötetest ihn und verbargst ihn im Sande. 11 Und am nächsten Tag trafst du zwei Leute von den Kindern Israel, wie sie sich stritten, und du sprachst zu dem, der Unrecht tat: Warum schlägst du deinen Bruder? 12 Und er ward zornig und grimmig und sprach: Wer hat dich zum Fürsten und Richter über uns gesetzt? Willst du mich etwa auch töten, wie du gestern den Ägypter getötet hast? Und du fürchtetest dich und flohst wegen dieser Rede.
Von Moses Flucht bis zum Auszuge der Israeliten
(nach Ex. 314).1 Und im 6. Jahre der 3. Jahrwoche des 49. Jubiläums gingst du und wohntest dort 5 Jahrwochen und ein Jahr; und du kehrtest nach Ägypten zurück in der 2. Jahrwoche im 2. Jahr im 50 Jubiläum. 2 Und du selbst weißt, was er mit dir geredet hat auf dem Berge Sinai, und was der Fürst Mastema mit dir hat tun wollen, als du nach Ägypten zurückkehrtest auf dem Wege ... 3 Wollte er dich nicht mit aller deiner Macht töten und die Ägypter aus deiner Hand retten, als er sah, dass du zu den Ägyptern geschickt warst, Gericht und Rache zu üben? 4 Und ich habe dich aus seiner Hand errettet, und du hast Zeichen und Wunder getan, die du gesandt warst in Ägypten zu tun gegen den Pharao und gegen sein ganzes Haus und gegen seine Knechte und gegen sein Volk.
5 Und Gott übte an ihnen schwere Rache wegen Israels und schlug sie mit Blut und mit Fröschen und mit Mücken und mit Hundsfliegen und mit bösen Geschwüren, die in Blattern hervorbrachen, und ihr Vieh durch Tod. Und durch Hagel vernichtete er alles, was ihnen wuchs, und mit Heuschrecken, die den Rest fraßen, der ihnen vom Hagel übriggeblieben war, und mit Finsternis. Und an ihrer Erstgeburt von Menschen und Vieh und an allen ihren Götzen übte Gott Rache und verbrannte sie mit Feuer. 6 Und alles wurde durch deine Hand geschickt, damit du es tätest..., und du redetest mit dem Könige von Ägypten vor allen seinen Dienern und vor seinem Volke. 7 Und alles geschah durch dein Wort; zehn große und furchtbare Gerichte kamen über das Land Ägypten, damit du an ihm Rache übtest für Israel. 8 Und alles tat Gott Israels wegen und gemäß seinem Bunde, den er mit Abraham geschlossen, damit er sich an ihnen räche, wie sie sie mit Gewalt unterdrückt hatten. 9 Und der Fürst Mastema erhob sich wider dich und wollte dich in die Hand des Pharao fallen lassen und half immer den Zaubereien der Ägypten, und sie traten auf und übten sie vor dir aus. 10 Das Böse nun ließen wir sie tun; aber die Heilungen erlaubten wir ihnen nicht, dass sie durch ihre Hände geschähen. 11 Und Gott schlug sie mit bösen Geschwüren, und sie konnten nicht widerstehen. Denn wir richteten sie zu Grunde, dass sie kein einziges Zeichen tun konnten. 12 Und bei all diesen Zeichen und Wundern schämte sich der Fürst Mastema nicht, bis er seine Kraft anstrengte und den Ägyptern zurief, sie sollten dich verfolgen mit aller Streitmacht Ägyptens, mit ihren Wagen und mit ihren Rossen und mit der ganzen Menge der Völker Ägyptens. 13 Und ich stellte mich zwischen die Ägypter und dich und Israel und rettete Israel aus seiner Hand und aus der Hand seines Volkes, und Gott führte sie hinaus mitten durch das Meer wie durch trockenes Land. 14 Und alles Volk, das er zur Verfolgung Israels hinausgeführt hatte, warf der Herr, unser Gott, mitten ins Meer, in die Tiefen des Abgrunds, statt der Kinder Israel. Dafür, dass die Ägypter deren Kinder in den Strom geworfen hatten, nahm er an Millionen von ihnen Rache; und tausend kräftige und mutige Männer kamen um für einen Säugling, den sie in den Fluss geworfen hatten von den Kindern deines Volks. 15 Und am 14. Tag und am 15. und am 16. und am 17. und am 18. war der Fürst Mastema gebunden und eingesperrt hinter den Kindern Israel, damit er sie nicht anklage. 16 Und am 19. Tage ließen wir ihn los, damit er den Ägyptern helfe und damit sie hinter den Kindern Israel herjagten. 17 Und er verstockte ihre Herzen und verhärtete sie, und ihm wurde von dem Herrn, unserem Gott, eingegeben, die Ägypter zu schlagen und sie mitten ins Meer zu stürzen. 18 Und am 17. Tag banden wir ihn, dass er die Kinder Israel nicht anklage an dem Tage, wo sie die Geräte und Kleider von den Ägyptern erbaten, die silbernen Geräte und die goldenen Geräte und die ehernen Geräte, damit sie die Ägypter plünderten dafür, dass sie ihnen gedient hatten, indem sie sie mit Gewalt bedrückten. 19 Und wir haben die Kinder Israel nicht leer aus Ägypten herausgeführt.
(Ex. 12).1 Gedenke des Gebots, das Gott dir geboten hat in betreff des Passah, dass du es haltest am 14. des 1. Monats, dass du es schlachtest, ehe es Abend wird, und dass man es esse in der Nacht, am Abende des 15. von der Zeit des Sonnenuntergangs an. 2 Denn in dieser Nacht ist der Anfang des Festes und der Anfang der Freude; ihr aßt das Passah in Ägypten, während alle Streitkräfte des Mastema entsandt waren, alle Erstgeburt im Lande Ägypten zu töten, von der Erstgeburt des Pharao an bis zu der Erstgeburt der kriegsgefangenen Magd an der Mühle und auch bis zum Vieh. 3 Und dies ist das Zeichen, das ihnen Gott gab: in jedes Haus, an dessen Türe sie das Blut von einem jährigen Schafe sahen in das Haus sollten sie nicht eintreten, um zu töten, sondern sollten vorübergehen, damit alle, die im Hause waren, gerettet würden, weil das Blutzeichen an seiner Türe war. 4 Und die Mächte Gottes taten alles, wie es ihnen Gott befohlen hatte; sie gingen vorbei an allen Kindern Israel, und die Plage kam nicht über sie, um von ihnen irgendeine Seele zu vernichten, weder Vieh noch Menschen noch Hunde. 5 Und die Plage war in Ägypten gar gewaltig, und es gab kein Haus in Ägypten, in dem nicht ein Leichnam war und Weinen und Wehklagen. 6 Und ganz Israel saß in Ruhe, indem es das Passahfleisch aß und Wein trank und lobte und pries und dem Herrn, dem Gott seiner Väter, dankte und bereit war, vom Joche der Ägypter und aus der bösen Knechtschaft fortzuziehen. 7 Du aber gedenke dieses Tags alle Tage deines Lebens und halte ihn von Jahr zu Jahr alle Tage deines Lebens, einmal im Jahr, an seinem Tage, gemäß seinem ganzen Gesetz, und lasse keinen Tag aus von den Tagen und von Monat zu Monat. 8 Denn es ist eine ewige Ordnung und eingegraben in die Tafeln des Himmels für die Kinder Israel, dass sie es in jedem einzelnen Jahr an seinem Tage halten, einmal des Jahrs, in allen Geschlechtern. Und es gibt da keine Grenze der Zeiten, sondern für ewig ist es festgesetzt. 9 Und wenn ein Mann rein ist und nicht kommt, es an seinem Tage zu halten, ein wohlgefälliges Opfer vor Gott darzubringen und am Tage seines Festes vor Gott zu essen und zu trinken, dieser Mann, der rein und nahe ist, soll ausgerottet werden, weil er das Opfer Gottes nicht dargebracht hat zu seiner Zeit; die Sünde wird dieser Mann für sich selbst tragen. 10 Die Kinder Israel sollen kommen und das Passah halten zu seiner Zeit am 14. des ersten Monats um die Zeit des Sonnenuntergangs, vom dritten Teile des Tags bis zum dritten Teile der Nacht; denn zwei Teile des Tags sind dem Lichte gegeben und der dritte dem Abend. 11 Dies ist es, das dir Gott geboten hat, du sollest es halten "zwischen Abend". 12 Und sein Schlachten soll nicht stattfinden zu jeder Zeit des Lichts, sondern nur in der Grenzzeit des Abends, und man soll es essen in der Abendzeit bis zum dritten Teile der Nacht. Und was von all seinem Fleische vom dritten Teile der Nacht an und weiterhin übrigbleibt, das soll man mit Feuer verbrennen. 13 Und man soll es nicht in Wasser kochen und nicht roh essen, sondern am Feuer gebraten soll man es essen in Sorgfalt. Seinen Kopf mit seinen Eingeweiden und mit seinen Füßen soll man am Feuer braten und kein Bein in ihm zerbrechen; denn es soll von den Kindern Israel kein Bein zerbrochen werden. 14 Deswegen hat Gott den Kindern Israel geboten, dass sie das Passah halten sollen am Tage seiner Zeit, und es soll kein Bein von ihm gebrochen werden. 15 Du aber gebiete den Kindern Israel, dass sie das Passah halten in ihren Tagen in jedem Jahr, einmal im Jahr, am Tage seiner Zeit. Und es wird gereichen zu einem Gedächtnisopfer, das vor Gott wohlgefällig ist, und keine Plage wird in diesem Jahr über sie kommen, sie zu töten und zu schlagen, wenn sie das Passah zu seiner Zeit ganz nach dem Gebote halten. 16 Und es ist nicht erlaubt, es außerhalb des Heiligtums Gottes zu essen, sondern nur im Angesichte des Heiligtums Gottes, und die gesamte Gemeinde Israels soll es zu seiner Zeit halten. 17 Und jedermann, der an seinem Tage kommt, soll es im Heiligtum eures Gottes vor dem Herrn essen, vom 20. Jahre an und aufwärts; denn so ist es geschrieben und verordnet, dass sie es im Heiligtume Gottes essen sollen. 18 Und wenn die Kinder Israel in das Land kommen, das sie besitzen sollen, in das Land Kanaan, und das Zelt Gottes mitten im Land in einer von ihren Scharen aufpflanzen, bis das Heiligtum Gottes im Lande gebaut wird, dann sollen sie kommen und das Passah mitten im Zelte Gottes halten und sollen es von Jahr zu Jahr vor Gott schlachten. 19 Und in der Zeit, wann das Haus im Namen Gottes im Land ihres Erbteils gebaut ist, sollen sie dorthin gehen und das Passah schlachten am Abend, wenn die Sonne untergeht, am dritten Teile des Tags. 20 Und sie sollen sein Blut an die Schwelle des Altars bringen und sein Fett sollen sie über das Feuer legen, das auf dem Altar ist, und sollen sein Fleisch, am Feuer gebraten, im Hofe des Heiligtums im Namen Gottes essen. 21 Und sie werden das Passah nicht halten können in ihren Städten und an allen Orten, außer vor dem Zelte Gottes oder vor seinem Hause, in dem sein Name Wohnung genommen hat, und sie sollen nicht irren hinter Gott weg. 22 Du aber, Mose, gebiete den Kindern Israel, sie sollen die Passah-Ordnung halten. Wie dir befohlen ist, sage ihnen sein Jahr je nach dem Jahr und seinen Tag je nach den Tagen, und das Fest des ungesäuerten Brots, dass sie sieben Tage ungesäuertes Brot essen, dass sie sein Fest halten und dass sie sein Opfer bringen Tag für Tag in jenen sieben Tagen der Freude vor dem Herrn auf dem Altar eueres Gottes. 23 Denn dieses Fest habt ihr in Eile gefeiert, als ihr aus Ägypten auszogt, bis ihr in die Wüste Sur kamt; denn am Ufer des Meers habt ihr es vollendet.
Gebote über Jubiläen und Sabbat.
1 Und nach diesem Gesetze habe ich dir die Sabbattage kund getan in der Wüste Sinai, die zwischen Elom und dem Sinai liegt. 2 Und auch die Sabbate des Landes habe ich dir auf dem Berge Sinai gesagt und auch die Jubiläenjahre habe ich dir gesagt in den Jahressabbaten; aber sein Jahr habe ich dir nicht gesagt, bis ihr in das Land kommt, das ihr besitzen sollt. 3 Und auch das Land soll seine Sabbate feiern, wenn sie darin wohnen, und das Jubeljahr sollen sie erfahren. 4 Deswegen habe ich dir festgesetzt Jahrwochen und Jahre und Jubiläen: 49 Jubiläen sind es von den Tagen Adams bis auf diesen Tag und 1 Jahrwoche und 2 Jahre; und es sind noch 40 Jahre, um die Gebote Gottes zu erfahren, bis sie auf die andere Seite des Landes Kanaan hinüberziehen, indem sie den Jordan nach Westen zu überschreiten. 5 Und die Jubiläen werden vergehen, bis Israel rein ist von aller Sünde der Hurerei und der Unreinigkeit und der Befleckung und der Schuld und der Verirrung und im ganzen Lande wohnt, sicher, und ohne dass es irgendeinen Widersacher und ohne dass es irgendeinen Bösen hat. Und das Land wird rein sein von da an bis in alle Zeiten.
6 Und siehe, auch das Sabbatgebot habe ich dir aufgeschrieben und alle Rechte seiner Satzungen. 7 Sechs Tage sollst du dein Werk tun, aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, eures Gottes. Tut an ihm keinerlei Arbeit, ihr und eure Kinder und eure Knechte und eure Mägde und all euer Vieh und auch die Fremden, die bei euch sind. 8 Und ein Mensch, der an ihm irgendeine Arbeit tut, soll sterben, jeder Mann, der diesen Tag befleckt, der seinem Weibe beiwohnt, und auch, wer irgendeine Sache beredet, an ihm zu tun, dass er an ihm eine Reise mache wegen allerlei Verkauf und Kauf; und auch, wer an ihm Wasser schöpft, das er nicht vorbereitet hat am 6. Tage, und auch, wer allerlei aufhebt zu tragen, um es aus seinem Zelt oder aus seinem Hause zu bringen, soll sterben. 9 Und tut am Sabbattage keinerlei Arbeit, ohne dass ihr sie euch am 6. Tage vorbereitet habt, zu essen und zu trinken und zu ruhen und von aller Arbeit an diesem Tage Sabbat zu feiern und den Herrn, euren Gott, zu preisen, der euch den Festtag und den heiligen Tag gegeben hat. Und ein Tag des heiligen Reichs für ganz Israel ist dieser Tag unter ihren Tagen immerdar. 10 Denn groß ist die Ehre, die Gott Israel erwiesen hat, dass sie an diesem Festtag essen und trinken und sich sättigen und an ihm ruhen sollen von aller Arbeit, die zu menschlicher Arbeit gehört, außer dass sie Rauchwerk räuchern und Gabe und Opfer vor Gott darbringen für die Tage und die Sabbate. 11 Diese Arbeit allein soll an den Sabbattagen im Heiligtume des Herrn, eures Gottes, getan werden, damit sie beständig Tag für Tag das Sühnopfer für Israel darbringen, zum Gedächtnis, das vor Gott angenehm ist, und damit er sie annimmt für ewig Tag für Tag, wie dir geboten ist. 12 Und jedermann, der an ihm eine Arbeit tut und auch, wer einen Weg geht, und auch, wer sein Grundstück besorgt, sei es zu Hause oder an irgendeinem anderen Ort, und auch, wer Feuer anzündet, und auch, wer irgendein Tier bepackt, und auch, wer zu Schiffe auf dem Meere reist, und jedermann, der jemanden schlägt und tötet, und auch, wer ein Tier oder einen Vogel schlachtet, und auch, wer etwas fängt, sei es Feldtier oder Vogel oder Fisch, und auch, wer am Sabbat fastet und Krieg führt: 13 ein Mensch, der irgendetwas von diesem am Sabbattage tut, soll sterben, damit die Kinder Israel Sabbat feiern gemäß den Geboten der Sabbate des Landes, wie in den himmlischen Tafeln geschrieben ist, die er mir in meine Hände gegeben hat, damit ich dir die Ordnungen der Zeit und die Zeit je nach der Einteilung ihrer Tage aufschreibe.
Hier ist zu Ende das Buch der Einteilung der Tage.
Dank gebührt dem Herrn aller Schöpfung, dem König der Könige, in Ewigkeit und in alle Ewigkeit!
Amen und Amen.